Montag, 9. Oktober 2017

Review: Vfanhthore - Tremebunda Caligine Regionalista (CD, Caligo Arcanum Productions - 2017)

Auf meiner Suche nach immer wieder neuen, mir unbekannten Sachen, die mich auf vielleicht auf höhere musikalische und emotionale Ebenen führen, kam ich mit dem Schaffen von VFANHTHORE aus Mexiko in Kontakt. Bei jener Horde handelt es sich um ein Mitglied der obskuren "Congregación de la Suprema Entropía Arcana", eine Bruderschaft des luziferischen Glaubens, der auch viele weitere Personen und Bands aus Mexiko angehören, und die auch nicht nur ausschließlich aus dem Black Metal stammen.





"Tremebunda Caligine Regionalista" stellt das eigentlich die erste Demo-Veröffentlichung der beiden Mannen dar, welche im letzten Jahr das Licht dieser jämmerlichen Welt erblickte und zwar im Kassetten-Format. Die CD-Version wurde dann im Mai diesen Jahres nachgeschoben. Inzwischen existiert auch eine Split-CD mit den Süd-Koreanern SHADOWS OF BLACK CANDLELIGHT, welche ebenfalls über Caligo Arcanum veröffentlicht wurde. Aber wie steht es nun um das vorliegende Werk? VFANHTHORE richten sich mit ihrer Musik ganz klar an die Underground-Fraktion und Freunde räudiger Klänge. In der Musik schwebt ein beständiger Hauch von Pestilenz mit, auch Satanismus und Okkultismus sind allgegenwärtige Themen, ein wenig Einfluss nahm auch der extreme Suizid Black Metal, der sich ja auch gerade in Mexiko ständiger Beliebtheit erfreut. Die sieben Songs als 'räudig produziert' zu beschreiben, würde ihnen noch schmeicheln. Ja, VFANHTHORE sind mit Sicherheit nichts für Leute, die ihren Black Metal stolz und erhaben oder auch gut produziert mögen. "Tremebunda Caligine Regionalista" ist der vertonte Auswurf der Hölle, die mit Blut vermengte Kotze eines Tuberkulose-Kranken. Ranziger,nach verdorbener Fäulnis stinkender Zerfall.

Fazit:
Nein, in der Musik von VFANHTHORE steckt wahrhaftig nichts Schönes. Kein Schimmer am Horizont, kein Licht am Ende des Tunnels, keine Hoffnung auf Frieden nach dem Tod. Da ist nur vollkommene Schwärze, endlose Leere und karge Trostlosigkeit. Diese Aspekte lassen "Tremebunda Caligine Regionalista" zu einer interessanten Angelegenheit werden, da man hier endlich mal wieder ein reines, wenn auch minimalistisches Black Metal-Werk vorliegen hat. Die Musik, die dann aber bei Leibe auch nicht jedem gefallen wird (und auch ich kann mich mit ihr größtenteils doch nicht so recht anfreunden), präsentiert auch erst bei eingehenderer Beschäftigung einige gute Details, welche erkennen lassen, dass es sich bei dieser Horde um keine bloßen Stümper handelt. Aktuell ist mir nur noch der Mailorder von Wolfmond Production bekannt, der die CD im Angebot hat - aber auch dort sind nicht mehr viele Exemplare der insgesamt 500 vorrätig.

Wer endlich mal wieder ein total ranziges Black Metal-Album hören will, welches dazu noch ziemlich authentisch rüberkommt, der kann hier getrost zugreifen!


Darbietungen:

01. Altiva Embocadura Lúgubre
02. 424 Millones de Escombros
03.Camposanto
04. El Polvo Consumirá la Luz
05. Vorágine de Lluvia y Niebla
06. C.A.T.A.R.S.I.S
07. ...


Laufzeit: ca. 36 Minuten



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