Montag, 5. Juni 2017

Review: Gnipahålan - I Blodets Kamp... (EP, Purity Through Fire - 2017)

Kaum habe ich die letzte EP aus dem Hause Purity Through Fire besprochen (DAUDADAGR, ebenfalls aus Schweden), da wurde ich doch direkt auf etwas neues aufmerksam. GNIPAHÅLAN nennt sich die Band und ist ein weiteres Projekt von Swartadauþuz (AZELISASSATH, SUMMUM etc.). Bis zur letzten EP war auch Taaken von ODAL mit von der Partie am Schlagwerk. Hier finden sich nun zwei andere Gastmusiker: einmal Iniquus als Sänger, welcher auch bei TROLLDOM die Stimme schwingt und Bile am Schlagzeug (u.a. bekannt für seine Arbeiten bei CAMULOS und LEICHENZUG).



Das erste Stück "Inom Det Förgånga" beginnt gewohnt erhaben und bewegt sich im hymnischen Midtempo. Dann legt die Gitarre einen Gang zu und auch das Schlagzeug entfacht nun ein Feuerwerk. Langsam setzt der Gesang ein. Zusammen ergeben alle Komponenten ein Inferno sondersgleichen und es wird schnell klar: hier hat der Herr Swartadauþuz endlich mal wieder etwas Großes geschaffen! Es bleibt die gesamte Zeit über sehr rhythmisch und erhaben, gezielte Breaks und Tempowechsel sorgen für die nötige Abwechslung innerhalb des Stückes. Das ganze ist vielleicht in seiner Grundstruktur recht monoton aufgebaut, aber handelt es sich hier doch klar um Monotonie als Stilmittel, so dass man hier nicht von spielerischem Unvermögen sprechen kann.

"I Gravdösens Djup" erwartet den Hörer auf der anderen Seite der Platte und beginnt recht langsam und auch simpel, steigert sich aber schnell zu einem Stück mit ähnlich erhabener und mystischer Stimmung wie der erste Beitrag, geht sogar eine Spur schneller und rasanter zu Werke. Immerhin hat man dadurch nicht den Eindruck, zweimal den selben Song zu hören.

Fazit:
Hymnischer und erhabener Black Metal bestimmen das Geschehen auf "I Blodets Kamp...". Die zwei Lieder besitzen zusammen mehr Atmosphäre und mehr Authentizität als so manches Voll-Album und setzt damit an die älteren Werke des Herrn Swartadauþuz an, als er mich noch voll und ganz mit seiner Musik in den Bann ziehen zu wusste. Einen Leerlauf in seiner Schaffensphase hat wohl jeder Künstler einmal, hoffen wir, dass der von diesem vorbei ist. Die 7''-Vinyl scheint aktuell nicht mehr bei Purity Through Fire erhältlich zu sein, auch ich kann derzeit keine Bezugsquelle mehr nennen. Auf discogs.com gibt es zwar einige, die die Platte zum Verkauf anbieten, aber der Spaß kostet dann auch einiges.

Schwederischer Underground Black Metal at its best - braucht es mehr Argumente!?


Darbietungen:
A. Inom Det Förgånga
B. I Gravdösens Djup


Laufzeit: ca. 12 Minuten



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