Freitag, 9. Juni 2017

Review: Czarnobog - Eastern Barbarian Cult (MC, Dark Ritual - 2017)

Das aktuelle Album von CZARNOBOG nennt sich "Eastern Barbarian Cult" und ist nun bereits seit gut einem Monat draußen. Während die Veröffentlichung von "Of Mordovian Occult Blackness" weiterhin auf sich warten lässt. Das Release des aktuellen Outputs von Mastermind Mûrazôr existiert (bisher) auch nur auf Kassette - schön zu sehen, dass dieses Medium vor allem in letzter Zeit ein ziemliches Revival im Underground erfährt. So wurde die Kassette durch die deutsche Schmiede Dark Ritual veröffentlicht, die bereits für die "Years of Unlight" Kompilation verantwortlich zeichneten.





Den Anfang des Albums bilden dabei allerdings keine unbekannten Songs. Mit den ersten drei Stücken präsentiert man nämlich die Beiträge von der Split mit GORTHAUR, das letzte Stück auf der A-Seite ist dann aber neu. "Scythian Black Winter" nennt es sich und fügt sich eigentlich nahtlos in das Geschehen der bisherigen Lieder ein. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass alle Aufnahmen aus dem selben Jahr stammen, wohl aber erst jetzt zusammen als Einheit veröffentlicht wurden. Wie bei CZARNOBOG üblich darf man hier nicht auf eine perfekte Aufnahme oder eine saubere Produktion hoffen, was aber auch nicht die Intention dieser Musik ist. CZARNOBOG zelebriert wilden, ungebändigten Black Metal, der trotz aller Räudigkeit eine gewisse hymnische und epische Atmosphäre besitzt, einmal mehr kommt einem MOONBLOOD in den Sinn, die es im Gros ihres Gesamtwerkes tatsächlich schafften, aus einem Minimum an Mitteln das Maximum an Atmosphäre zu erzeugen. Ähnliches gilt für die neuen Lieder, wie etwas "Through the epic Forest of Hyperborea" oder "Eastern Barbarian Cult", die auch mit gezielten Tempowechseln spielen, was die Angelegenheit interessant bleiben lässt.

Fazit:
Insgesamt betrachtet ist CZARNOBOG hier wieder ein sehr gelungenes Album geglückt. "Eatern Barbarian Cult" fesselt mich sogar noch etwas mehr, als es das hoffentlich bald erscheinende "Of Mordovian Occult Blackness" tat, als ich es mir anhörte. Es ist nicht ganz so rau und die Atmosphären sind hier unwesentlich epischer und heroischer ausgefallen, als auf dem zukünftigen Werk. Die Kassette ist belabeled und ist auf 100 hand-nummerierte Exemplare limitiert. Am besten bestellt ihr direkt bei Dark Ritual.

Rauer und wilder Black Metal, der trotzdem eine heroische und stolze Wirkung entfaltet. Sehr gelungenes Werk - meine Empfehlung!


Darbietungen:
A-01. Ancient Scrolls of Stardust
A-02. Temple of Dead Sun
A-03. I Summon the Ravens of Lunar Shadows
A-04. Scythian Black Winter
B-05. Through the epic Forest of Hyperborea
B-06. Eastern Barbarian Cult
B-07. Guardians of Slavonic Moon Shrine
B-08. Untitled Track

Laufzeit: ca. 40 Minuten



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