Montag, 29. August 2016

Review: Lupan - Zeichen (CD, Wolfmond Production - 2015)

Bereits im letzten Jahr veröffentlichte die Deutsche Horde LUPAN nach einer Reihe von Demos ihr erstes Voll-Album "Zeichen". Die vier-köpfige Band kommt aus Sachsen und wartet hier mit neun Liedern auf. Das Ganze erschien bei Wolfmond Production, die das Album in Kombination mit der letzten Demo "Düstere Zungen" anbieten, solange diese noch verfügbar ist.





Eines vorweg: bei LUPAN handelt es sich, soviel kann man bereits bei ersten Hörgang festmachen, um eine der professionelleren Bands unter dem Label, die auch mit Live-Erfahrung aufwarten können, was man auch definitiv hört. Die Instrumente harmonieren regelrecht zusammen und Gesang sowie Instrumente sind wunderbar aufeinander abgestimmt. Das Klangbild ist aber unverkennbar dem Untergrund zugehörig, eine saubere Produktion sucht man also auch hier vergeblich - aber das erwartet man ja auch nicht wirklich von einer Band, die gerade einmal vier Demos und ein Album am Start hat. Zelebriert wird auf "Zeichen" Black Metal der alten Schule, der einerseits räudig, andererseits aber auch recht melodiös klingt. Auf Rhythmus wird hier genauso viel Wert gelegt, wie auf die nötige Härte und einige Songs haben einen regelrecht hymnischen, fast schon epischen Charakter, wie "Die Auferstehung".

Fazit:
Zu Unrecht total unbekannte Underground-Band aus dem Osten Deutschlands. LUPAN beweisen mit ihrem ersten Album, dass sie sich vom Gros der schier zahllosen Black Metal-Kombos abheben können. Limitiert ist die Pro-CDr im Jewelcase auf 333 Stück, hand-nummeriert. Als Bonus legt Wolfmond Production jeder Bestellung noch die in Eigenregie veröffentlichte LUPAN Demo "Düstere Zungen" bei. Nur solange der Vorrat reicht!

Recht solides Deutsches Underground Black Metal-Album - Empfehlenswert!


Darbietungen:
01. Belial
02. Zeichen der Sterblichkeit
03. Erwachen
04. In finsterer Nacht
05. Die Auferstehung
06. Die letzte Schlacht
07. Krieg
08. Blutige Prophezeiung
09. Niedergang

Laufzeit: ca. 47 Minuten

Review: Black Werewolf - Dead and Forgotten (CD, Runenstein Records - 2012)

Zur Abwechslung wieder etwas, was ein wenig älter ist. Die Debüt-Demo der Deutschen BLACK WEREWOLF erschien ursprünglich 2011 auf Kassette, wurde dann ein Jahr später von Runenstein Records aber als CD veröffentlicht. Hinter dem Projekt mit dem grimmigen Namen steckte bis zu dessen Auflösung vor einem Jahr das Duo Lord Goat (aka M.F., welcher ja bekannt ist für zahlreiche andere (ex-)Projekte) und Ulfur (Nordal).





Zelebriert wird hier primitiver Schwarzmetall, direkt aus dem Untergrund und in die Fresse. Räudige und misanthropische Kompositionen, gepaart mit ein paar atmosphärischen Samples und ein wenig Ambient. Mehr braucht es eigentlich ja auch gar nicht. Allerdings bin ich hier doch zwiegespalten, was die Qualität angeht, denn manche Lieder sind im Verhältnis, was inhaltlich geboten wird, eindeutig zu lang geraten, monotone Parts, die sich ständig wiederholen, sind hier keine Seltenheit und lassen schnell Langeweile beim Hörer aufkommen. In langsameren Passagen wie bei "With Hate in my Heart" gelingt es dann aber doch noch hypnotische Sphären zu erzeugen, die durch die Monotonie des Stückes nur verstärkt werden. Auch der Titelsong vermag zu gefallen, da er einige atmosphärische Spielereien bietet und Abwechslung in das ansonsten eher triste Geschehen bringt.

Fazit:
"Dead and Forgotten" ist kein Meilenstein, für eine erste Demo-Präsentation aber mehr als in Ordnung. Klar wird auch hier das Rad nicht neu erfunden, das kann man ja eigentlich schon daran festmachen, welche Leute hinter dem Projekt steckten, aber als räudiges Underground-Werk funktioniert BLACK WEREWOLF's Erstling ganz gut. Wer also auf kernigen, ursprünglichen Black Metal mit viel monotonen Sphären steht, kann hier bedenkenlos zugreifen, sofern denn überhaupt noch Exemplare vorhanden sind. Schließlich ist das Teil gute vier Jahre alt und ist auf lediglich 100 Exemplare limitiert, die im übrigen von Hand durchnummeriert sind. Pro-CDr im Jewelcase. Interessenten könnten im Mailorder von Wolfmond Production noch fündig werden, ich gebe jedoch keine Gewähr.

Raw German Underground - mag man oder halt nicht, ein Zwischending gibt's hier nicht.


Darbietungen:
01. Intro
02. Cold Funeral
03. Dead and Forgotten
04. With Hate in my Heart
05. Outro

Laufzeit: ca. 26 Minuten

Review: ShadowWolf - ShadowWolf (CD, Wolfmond Production - 2016)

Dass Kanada nicht nur in sprachlicher und ideeller Hinsicht geteilt ist, wird einmal mehr im Falle der hier vorliegenden CD deutlich. Während die Musik der Horden aus Québec vornehmlich auf das hymnische Midtempo der Mitt-90er-Norweger-Bands als Grundgerüst aufbaut und daraus inzwischen ihren ganz eigenen Stil kreiert haben, sieht es im englisch-sprachigen Teil des Landes ganz anders aus. Dort herrschen vor allem Einflüsse aus dem USBM, aber auch europäische, vornehmlich Deutsche, wie mir immer wieder scheint.



SHADOWWOLF stellt ein im Jahr 2014 gegründetes (vorher war man von 2007-2010 unter dem Namen NIHILISM aktiv) Solo-Projekt aus Toronto dar. Protagonist Knjaz Vlad zeichnet dabei für sämtliche Instrumente sowie für den Gesang verantwortlich. Der Grundton der insgesamt 13 Lieder auf der CD ist sehr räudig und kompromisslos. Hier waren es wohl Demo-Werke bekannter deutscher Horde, die als Inspirationsquelle gedient haben dürften. Ich denke da vornehmlich an eine Band aus Gera, die mit "Peststurm" für Aufsehen sorgte, aber auch das Debüt-Werk der Deutschen lässt sich ohne Weiteres mit dem Klangbild von SHADOWWOLF vergleichen. Was der Kanadier den Deutschen aber voraus hat: der Ossi-Akzent, der gerade auf den älteren Veröffentlichungen immer mal wieder durchkam, fehlt vollständig. Man darf hier ergo nicht allzu hohe Erwartungen haben, wenn man dann ohne eine große Erwartungshaltung an die Sache herangeht, wird man positiv überrascht sein, dass sich hinter dem primitiv wirkenden Gesamtbild ein recht solider Underground-Flick verbirgt, der zwar rotzig und schrammelig präsentiert wird, aber trotzdem auf seine Art und Weise faszinierend anmutet. Ein paar Ambient-Passagen (wie in "Lunar Spell of Myesyats") runden das Gesamtbild dann noch ein wenig ab.

Fazit:
Kein Highlight, wer aber wieder einmal Bock auf ordentlich gemachtes Underground-Black Metal-Geschrammel hat, wird mit der Scheibe gut bedient. Auch Anhänger der ersten Sachen von TOTENBURG sollten mal ein oder zwei Ohren riskieren - natürlich wurde hier der ideologische Part nicht berücksichtigt. Das Debüt-Album des Herren kommt als Pro-CDr im Jewelcase und ist limitiert auf 100 hand-nummerierte Exemplare. Interessenten suchen wie immer die Seite von Wolfmond Production auf, wo die CD für äußerst faire 5,- Euronnen zu ergattern ist.

Raw Underground Black Metal. Nicht schön - will er aber auch gar nicht sein!


Darbietungen:
01. Into the Wolf's Forest (Intro)
02. Call of the Night
03. Lycanthropy
04. Temple of Eternal Night
05. The Awakening of Chernobog
06. Witchcraft (of the Old Vedmak)
07. Zmey Gorynych's Flight in the Nightsky
08. Lunar Spell of Myesyats
09. Shining Northern Moon
10. Gates to the Stars
11. Winter's Fury
12. Syberian Blizzard
13. Outro

Laufzeit: 43 Minuten

Preview/Review: Ordo Obsidium - A Crooked Path to Desolation (CD, Eisenwald - 2016)

"Orbis Tertius" nannte sich anno 2011 das Debüt-Werk der Funeral Doom/Black Metaller aus Amiland, welches ich damals ziemlich begeisternd aufgenommen hatte. Den gleichen Effekt erzielt es auch heute noch bei mir, wenngleich es inzwischen etwas länger her ist, seitdem ich es das letzte Mal hörte. Aber die drei Herren machen bei weitem keine Musik, die man sich immer zu Gemüte führen kann, sondern eher in diesen dunklen und speziellen Momenten, in denen man sich einfach nur fallen lassen möchte...





Davon zeugt auch gleich zu Beginn "A Crooked Path to Desolation", das zweite Werk von ORDO OBSIDIUM, welches ursprünglich bereits im Jahr 2013 veröffentlicht wurde - allerdings nur als Download via Bandcamp. Auf Grund eines Todesfalles verzögerte sich dann auch der eigentliche Termin für die Veröffentlichung einer CD und einer LP, welche beide erst in diesem Jahr Ende September stattfinden werden. Das Album bietet acht Lieder, die allerdings auch keine großartigen Überlängen aufweisen, wodurch allein schon garantiert sein dürfte, dass hier kaum Langeweile aufkommt. Auch präsentiert man sich hier wie bereits auf dem Erstlingswerk mehr dem Black Metal zugewandt, der einmal etwas schneller, einmal etwas langsamer, und oft sehr hymnisch dargeboten wird. Der Funeral Doom scheint da eher passagenweise durch, in düster-zitierten End- oder Zwischenphasen der Songs, in denen er aber auch nicht unpassend oder gar uninspiriert klingt. Auch der Gesang ist eher dem Funeral Doom zugetan, bietet vielmehr einen heiseren und tiefen Gröllgesang als Schreie, die ab und an aber auch schon einmal anklingen ("The Warping Palace"). Von den Instrumenten her ist dies aber wie schon erwähnt, eher dem Black Metal zuzuordnen. So wirklich doomig wird es da noch einmal mit dem letzten Lied "Doom Herald", welches in seinen knapp acht Minuten eher klassisch langsame Doom-Passagen beherbergt und nur selten schnellere Gefilde betritt.

Fazit:
Das zweite Album der Amis von ORDO OBSIDIUM ist nicht weniger großartig, wie ihr Debüt-Werk. Die Herangehensweise ist etwas anders, geht aber nicht so weit, dass man hier von einem Stilbruch sprechen müsste, denn das hier ist immer noch eindeutig die selbe Band und immer noch Funeral Doom / Black Metal, der genau die richtige Mixtur aus beiden Genres bietet. Nichts wirkt hier aufgesetzt, uninspiriert oder leichtfertig dahingerotzt - "A Crooked Path to Desolation" ist durchdacht und gut arrangiert, wie es bei "Orbis Tertius" auch schon der Fall war. Ein Gemälde voller Chaos, Tod und Leid, an welchem nur diejenigen ihre Freude haben werden, die mit morbider Kunst etwas anzufangen wissen. Das Album erscheint in seiner physischen Form am 30. September über die deutsche Tonschmiede Eisenwald, Interessenten sollten sich also direkt an das Label wenden.

Ein besonderes Werk wie schon sein Vorgänger... Meine Empfehlung!


Darbietungen:
01. Ominous Clouds at the Deadland Approach
02. A Crooked Path to Desolation
03. Nightbird's Song
04. Dire Monument
05. The Warping Palace
06. Morose Delectation
07. Breath of Eternal Night
08. Doom Herald


Laufzeit: ca. 38 Minuten

Review: Painferno - The Seed of Life Becomes Death (CD, Eigenproduktion - 2015)

Gerade in den letzten zwei Jahren scheint mir der Underground wieder sehr vital zu sein und nicht nur Schweden bringt neue hörenswerte Bands hervor... auch aus Deutschland melden sich in letzter Zeit immer vereinzelte brauchbare junge Bands zu Wort, was immer wieder auch frischen Wind ins Geschehen bringt, denn gerade in Deutschland scheint der Umstand, dass es hauptsächlich die etablierten und bekannteren Underground-Bands gibt und der Rest daneben irgendwie unterzugehen scheint. Trotzdem gibt es dann immer mal wieder Horden, die sich hervortun können - ich berichtete ja erst kürzlich über BURKHARTSVINTER...




PAINFERNO aus Essen legen mit ihrem Werk "The Seed of Life Becomes Death" die erste Demo vor. Die Band agierte hier noch als Quartett, inzwischen ist Plaguewielder ausgestiegen. Übrig sind noch Snuff Goat am Schlagwerk, welchen der ein oder andere vielleicht noch durch seine Arbeit bei ZUUL kennt, deren erste Demo ich ja auch vor ein paar Jahren mal besprochen hatte - zu lesen hier), sowie Nemesis am Gesang und Gautatýr an den Gitarren, die beide bereits durch die Band DRONE ÖR DIE aufgefallen sind. Zelebriert wird hier natürlich räudiger Schwarzmetall aus dem Untergrund, der aber hörbar mit viel Herzblut präsentiert wird und alles andere als nichtssagend daherkommt. Der Sound ist zwar alles andere als perfekt, und aus jedem einzelnen Ton dieser Kakophonie hört man wahrlich das Blut, den Schweiß und vor allem den Alkohol heraus - aber bei Luzifer: genau das sollte eine Scheibe aus dem lokalen Underground doch ausmachen, oder nicht?! Was das ganze auch irgendwie abhebt von ähnlich gelagerten Veröffentlichungen, ist der Gesang, der zugleich extrem krank und hysterisch, dann aber auch sehr düster und teilweise auch äußerst okkult zum besten gegeben wird. Die instrumentale Begleitung gibt sich wie bereits erwähnt sehr räudig und alles andere als professionell, man hat hier den Eindruck, einer Probe oder einem Konzert beizuwohnen, was atmosphärisch eigentlich gar nicht einmal so verkehrt ist und bodenständig und sympathisch rüber kommt - vor allem aber sehr authentisch!

Fazit:
Klar, dass man hier absolut nichts Neues bietet. Dafür aber Altgewohntes auf gekonnte Weise neu interpretiert. PAINFERNO ist endlich mal wieder eine Black Metal-Band, die es mit kleinen Mitteln schafft, sehr authentisch den Geist vergangener Tage zum Leben zu erwecken und dabei nicht klingen, als würden sie sich verstellen müssen. Allerdings benötigt es auch seine Zeit, um die Songs gänzlich zu erfassen, erst dann erschließen sich einem so manche Details, die die Demo zu einem hörenswerten Werk machen. Hinzu kommen Titel wie "Astraal Koiitus", "Cosmic Inferno" oder "Luciferian Rehabilitation", die einen wunderbar traditionellen Old School-Charakter besitzen. Eingehämmert und gemischt wurde das Werk übrigens Ende 2014 mit Hilfe von Panzerdaemön von PARIA. Die Demo kommt als Pro-CDr im DVD-Case und ist limitiert auf 99 hand-nummerierte Exemplare. Ob es noch welche gibt, erfragt ihr am besten direkt bei der Horde unter der Adresse demonic.r@gmx.de.

Ein sehr feines Stück deutscher Old School Black Metal. No Trends, No Keyboards, No Pussies! Kaufen, Kasten Bier und Regler bis zum Anschlag nach rechts gedreht - reicht. Mehr als Empfehlenswert!


Darbietungen:
01. Astraal Koiitus
02. The Seed of Life Was Born in Death
03. In Vama Marga
04. Cosmic Inferno
05. Luciferian Rehabilitation

Laufzeit: ca. 27 Minuten

Review: Waldseel & Shards of a Lost World - Mystischer Hauch vergessener Welten Split (CD, Wolfmond Production - 2016)

Aus dem Hause Wolfmond erschien dieses Jahr eine Split-CD zwischen den beiden niedersächsischen Underground-Projekten WALDSEEL und SHARDS OF A LOST WORLD, die ja bereits auf der letzten CD-EP der Letztgenannten zusammen agierten (die CD mit dem Titel "Geisternebel" kam allerdings erst später heraus).








Beide Bands zelebrieren jeweils zwei Lieder, zudem gibt es mit dem letzten Stück noch eine gemeinschaftliche Arbeit. Beginnen wir mit WALDSEEL, die diese CD mit ihren beiden Beiträgen einleiten. Namentlich sind das "Erkennende" und "Nebel erzählt". Es fängt melancholisch und düster an, dem Stil anderer deutscher Bands wie NARGAROTH in seinen auch eher melancholischen Phasen, nicht ganz unähnlich. Jedoch bemüht man sich hier redlich um Eigenständigkeit, was sich darin äußert, dass hier und da auch mal traditionelle Instrumente Verwendung finden. Das gibt dem Ganzen eine sehr naturverbundene und mystische Atmosphäre, die - so vermute ich es anhand des Band-Namens - auch durchaus so gewollt ist. Auch sorgt man in den beiden Liedern so für genügend Abwechslung, auch durch den Einsatz von einigen Tempowechseln.

Anxietas von SHARDS OF A LOST WORLD steuert die beiden nächsten Songs bei. "Wenn Winter kommt" mutet eher etwas militant an in seinem schlichten, aber düsteren Stil. Genau wie "Kälte herrscht", ein einfaches Schlagzeug, welches im Midtempo den Marsch angibt - wobei im zweiten Lied dann noch einmal mehrere effektive Tempowechsel ihren Einsatz finden, was der ganzen Angelegenheit wesentlich mehr Tiefe und Vielschichtigkeit verleiht.

Mit "Symbole des Nichts" präsentiert man den letzten, gemeinschaftlichen, Song. Mehrstimmiger Gesang, Musik zwischen Erhabenheit und Misanthropie, Finsternis und Melancholie. Auch lassen sich hier wieder die traditionellen Momente von WALDSEEL wiederfinden, die hier sogar in etwas sehr Jazz-artigem ausarten, bevor es dann noch einmal in die Vollen geht.

Fazit:
WALDSEEL trumpft hier mit seiner Musik wirklich auf. Mir ist zwar noch nicht sehr viel von diesem Projekt bekannt, doch handelt es sich hier für mich eindeutig um eine deutsche Solo-Band, die ich weiter im Auge behalten werde. Von SHARDS OF A LOST WORLD bin ich leicht enttäuscht, aber das liegt wohl auch eher daran, dass ich die "Geisternebel" CD bereits vor dieser hier kannte, die EP klingt auf jeden Fall ausgereifter. Der gemeinschaftliche Track gefällt mir wiederum sehr gut. Die Split kommt als Pro-CDr im Jewelcase, ist limitiert auf 100 hand-nummerierte Exemplare und enthält darüber hinaus noch ein A3-Poster. Bestellungen gehen an Wolfmond Production - alternativ kann man die Bands auch direkt unterstützen, indem man sie über die Seite der Bandgemeinschaft Nebelwelten kontaktiert.

True Lower Saxonian Atmospheric Black Metal.


Darbietungen:
Waldseel
01. Erkennende
02. Nebel erzählt
Shards of a Lost World
03. Wenn Winter kommt
04. Kälte herrscht
Gemeinschafts-Track
05. Symbole des Nichts

Laufzeit: ca. 22 Minuten

Freitag, 26. August 2016

Review: Inquisition - Bloodshed Across the Empyrean Altar Beyond the Celestial Zenith (LP-Boxset, Season of Mist - 2016)

Nach gut drei Jahren folgt mit "Bloodshed Across the Empyrean Altar Beyond the Celestial Zenith" nun endlich der Nachfolger von INQUISITION's Meisterstück "Obscure Verses for The Multiverse". Die Erwartungshaltung war nicht zuletzt deshalb enorm hoch geschraubt. Gleichzeitig stellt das Album auch die zweite Arbeit der beiden Mannen unter dem Banner von Season of Mist dar. Ja, INQUISITION sind als Band längst im Kommerz angekommen, aber bis dahin war es auch ein langer Weg, den sich die Band im Alleingang erarbeitet hat - ob man das nun gut findet oder anerkennt, muss jeder selbst entscheiden...



soll hier jetzt aber auch keine Rolle spielen. Immerhin ist dem Duo noch eine gewisse Exklusivität und Limitierung wichtig, zumindest was ihre Vinyl-Auflagen anbelangt, was unter der Tatsache, dass die Band mittlerweile sehr bekannt ist, einer glatten Huldigung an ihre Underground-Zeit darstellt. Mit dem hier besprochenen Album liegt auch mittlerweile das siebente von den Protagonisten Dagon und Incubus vor.

Zur Aufmachung:
Der Rezension zu Grunde liegt eines der beiden limitierten Box-Sets, die es einmal in einer gebundenen Hülle aus Ziegen- und einmal aus Kuhleder gibt. Da ich beim Vorgänger auch nur die Muh-Kuh-Variante abstauben konnte, entschied ich mich auch bei dieser Vorbestellung für die Box aus dem Wiederkäuer-Vieh. Die beiden LPs kommen im clear vinyl, dazu gibt es noch ein (schickes und exklusives) Shirt, die CD-Version des Albums im Digipak mit zwei Bonus-Liedern (wovon eines auch auf der LP-Variante enthalten ist), sowie einen Flaschenöffner mit gestanztem Logo. Prost & skoll!

Zur Musik:
Nun, ich persönlich zähle "Obscure Verses for The Multiverse" zu einem der besten Werke der Band, seitdem sie dem Schwarzmetall frönen. Das kann doch eigentlich kaum noch getoppt werden... oder etwa doch? Im Falle dieses direkten Nachfolgers muss ich (leider) sagen: Ganz klares "Nein"! "Bloodshed Across the Empyrean Altar Beyond the Celestial Zenith" (allein dieser Titel ist eine Hymne) ist zwar weit davon entfernt, ein schlechtes Album zu sein, aber im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger hat das Album schlichtweg zu wenig zu bieten. So bekommt man gleich dem nach dem Intro zwar gleich den vertrauten ureigenen Stil der Band um die Ohren in Form von "From Chaos They Came", den man seit dem "Omnious Doctrines of the Perpetual Mystical Macrocosm" gewohnt ist, aber so wirklich zünden möchte das luziferisch-erhabene, einem Sturm gleichen Gemetzel nicht so wirklich bei mir. Auch könnte man hier und da den Eindruck gewinnen, dass INQUISITION sich wiederholen und bereits bekannte Melodien alter Songs verwenden. Den Eindruck hatte zumindest ich ein paar Mal während des Hörens. Überzeugen kann die Band aber nach wie vor im Umgang mit ihren Instrumenten und der Melodieführung. Da wird einfach alles gnadenlos niedergestreckt, und gleichzeitig zaubert man eine Hymne nach der anderen hervor. So wirklich überzeugen können INQUISITION dann auch in eben solchen majestätischen Momenten, in denen ihre Musik fast schon epische Ausmaße annimmt wie bei "Vorte From the Celestial Flying Throne of Storms", "The Flames of Infinite Blackness Before Creation", "Mystical Blood" oder bei Titelsong. Interessant mutet auch der Song "A Black Aeon Shall Cleanse" an, der in Sachen Gitarrenarbeit pasagenweise an die glanzvollen Zeiten erinnert, als INQUISITION noch INQUISICIÓN hieß und gerade dabei war, eine große Nummer im chilenischen Blackened Thrash-Underground zu werden. Insgesamt bietet das Album 12 Lieder, 14 mit den Bonus-Songs. Der zweite stellt mit "Once Upon a Time" eine Cover-Version der alten Kult-Horde TYPHON aus Kolumbien dar. Bewusst primitiv und etwas dumpfer aufgenommen, fängt dieser Song genau die Essenz des Originals ein, ohne es 1:1 zu kopieren, der Gesang von Mastermind Dagon besorgt den Rest.

Fazit:
Das neue Album der inzwischen in Amiland beheimateten Band hat meine Erwartungen leider nicht gänzlich erfüllt. Die waren nach dem Vorgänger aber wohl auch enorm hoch gesteckt. Trotzdem handelt es sich bei "Bloodshed..." keineswegs um ein schlechtes oder gar durchschnittliches Album - ganz im Gegenteil zeigt es einmal mehr auf, welch' wunderbare und tiefgründige Musik man nur als Duo zu erschaffen imstande ist. Wer den Vorgänger noch nicht kennen sollte, wäre also auch besser beraten, erst einmal dieses Album hier zu hören. Das hier besprochene Box-Set ist limitiert auf 333 hand-nummerierte Exemplare. Neben den beiden Box-Set-Variaten gibt's das Album auch als CD im Jewelcase und Digibox und als reguläre DLP. Zu beziehen sind alle Formate über Season of Mist, oder aber ihr besorgt sie euch über den normalen Einzel-"Fach"handel - wobei eine direkte Label- und Band-Unterstützung natürlich immer zu bevorzugen ist.

Black Metal auf gewohnt hohem Niveau, welcher hier von der Band präsentiert wird. Im direkten Vergleich zum drei Jahre alten Vorgänger schwächelt das Album allerdings merklich.


Darbietungen:
A-01. Intro: The Force Before Darkness
A-02. From Chaos They Came
A-03. Wings of Anu
B-04. Vortex From the Celestial Flying Throne of Storms
B-05. A Black Aeon Shall Cleanse
B-06. The Flames of Infinite Blackness Before Creation
C-07. Mystical Blood
C-08. Through the Divine Spirit of Satan a Glorious Universe Is Known
C-09. Bloodshed Across the Empyrean Altar Beyond the Celestial Zenith
D-10. Power From the Center of the Cosmic Black Spiral
D-11. A Magnificent Crypt of Stars
D-12. Outro: The Invocation of the Absolute, the All, the Satan
D-13. Coda: Hymn to the Cosmic Zenith

Laufzeit: ca. 56 Minuten

Mittwoch, 24. August 2016

Review: Atel & Syndrom Einsamkeit - The Last Way (CD, Wolfmond Production - 2016)

Nun schon die zweite Split mit den Deutschen SYNDROM EINSAMKEIT, an die ich mich heranwage... ich hätte nach der letzten von mir besprochenen gemeinschaftlichen Scheibe mit MORTO selbst nicht mehr damit gerechnet. Da ich nun aber mal gebeten worden bin, auch hier zu meine Meinung abzugeben, werde ich dem Wunsch natürlich nachkommen, wenn es für beide Bands auch nicht sehr gut ausgehen wird, wie mir meine Erfahrung mit beiden zeigt. Ob sich diese Meinung revidiert, lest ihr im folgenden...




Beginnen wir mit ATEL aus Amiland. Das Solo-Projekt, welches mir bereits durch die Split mit dem ebenfalls unsäglichen Projekt NATANAS noch irgendwie in Erinnerung ist. Der Herr steuert die ersten beiden Lieder bei. "Night in the Grim Forest" beginnt da noch gar nicht einmal so schlecht, besser als ich erwartet hatte. Doch nutzt sich der recht monotone Stil schnell ab. Nichts gegen Monotonie, doch dann erwarte ich auch ein Werk mit hypnotischer Kraft, was hier leider nur im letzten Drittel so wirklich gelingt. "Night of the Wolf's Vengeance" klingt ziemlich ähnlich und dümpelt auch irgendwie so einfach vor sich hin. Mir passiert hier einfach zu wenig, als dass die Musik mein ernsthaftes Interesse wecken könnte.

Kommen wir zu SYNDROM EINSAMKEIT, die die letzten drei Stücke zelebrieren. Die ersten beiden schlicht "I" und "II" getauft, geht es auch gleich in die Vollen. Kein nerviges Intro, keine kitschigen DSBM-Parts. Hier regiert mal wieder nur eines - und das ist pures Chaos. Im Gegensatz zu der letzten Split der Herren, die ich rezensiert hatte, habe ich hier jedoch das Gefühl, dass mal etwas mehr Zeit (ein paar Sekunden) in das Zusammenspiel der Instrumente investiert wurde, dabei ist diese Split hier eigentlich älteren Datums. So wirklich aus den Stiefel hauen tut mich das jetzt allerdings nicht. Richtig scheiße-asi wird es dann erst mit dem letzten Beitrag "Seelenfolter"... der Titel ist Programm, so viel sei verraten - und 'verstörend' wäre noch eine untertriebende Beschreibung dessen, was hier vor sich geht. Disharmonische Kakophonie, ein übersteuerter Gesang, der zum Schluss noch einmal richtig (richtig, richtig...) krank wird und kaum erträglich ist.

Fazit:
In beiden Fällen war es das zweite Mal, dass ich die Band hörte. Der Ami von ATEL macht seine Sache recht solide, allerdings fehlt hier noch ein Quäntchen mehr Spannung im Treiben, um wirklich interessant zu wirken. So ist es höchstens Durchschnitt, was hier geboten wird, wenn das Potential auch mehr hergeben würde. Die Deutschen von SYNDROM EINSAMKEIT zelebrieren wieder chaotischen und selbstzerstörerischen DSBM, der wieder einmal sehr untypisch für das Genre sehr räudig dargeboten wird. Wäre diese Band ein Trash-Film, er wäre ein potentieller Kandidat für das Tele5-Format SchleFaZ... irgendwie möchte man so etwas gar nicht schauen, doch ist es schon so herrlich bescheuert, dass man es doch gucken muss! Die Split kommt als Pro-CDr im Jewelcase und ist auf 50 Einheiten limitiert und kann für 5,- Euronnen + Versand direkt beim Label bezogen werden. Bestellungen gehen wie immer an: wolfmond_production@web.de.

Jetzt kein reiner Totalausfall, aber wirklich lohnen tut sich diese Split auch nicht. Muss jeder für sich selbst entscheiden... ich geh mir für das Geld lieber ne Currywurst-Pommes essen. Wohl bekomm's.


Darbietungen:
Atel
01. Night in The Grim Forest
02. Night of The Wolf's Vengeance
Syndrom Einsamkeit
03. I
04. II
05. Seelenfolter

Laufzeit: ca. 22 Minuten

Dienstag, 23. August 2016

Nostalgie-Review: Swartalf - Candles Burning Blue (CD, Memento Mori - 1996)

Zur Abwechslung mal wieder etwas älteres... "Candles Burning Blue", das Debüt des mysteriösen Projekts SWARTALF stammt aus dem Jahr 1996 und hat dementsprechend auch schon 20 Jahre auf dem Buckel. Über die Herkunft des Projekts und die Beteiligten rankten sich in der Vergangenheit viele Mythen und es existierten einige Gerüchte, dass SWARTALF das Erzeugnis der Zusammenarbeit von verschiedenen bekannten Musikern aus der Black Metal-Szene darstellt, was sich im Nachhinein nicht bestätigte. Erst 2015 kam dann heraus, dass es sich um ein Solo-Projekt eines niederländischen Musikers handelt.



Wie dem auch sei... auch wenn die Person hinter der Musik so rein gar nichts mit der Black Metal-Szene zu tun hat und auch nie hatte, wie es etwa bei MORTIIS der Fall gewesen ist, der auf seinen ersten Solo-Werken einen ganz ähnlichen Stil zelebrierte. SWARTALF's "Candles Burning Blue" ist jedoch weit mehr als ein Trittbrettfahrer des Dungeon-Synth-Sounds, wie ihn MORTIIS kreiirte und auch prägte, sondern vermischt die Dark Ambient / Dungeon Music mit schwarzmetallisch anmutenden Klängen wie Gitarren oder auch spirituellen oder gar operettenhaften Gesängen. Auch klingen hier und da einige Passagen heraus, die an unheimliche Soundtracks erinnern und dem Ganzen noch einmal zusätzlich eine geisterhafte Atmosphäre verleihen. Auch merkt man den starken Einfluss von Gothic und Dark Wave in der Musik, was wohl daran liegen dürfte, dass der Protagonist hauptsächlich in der Industrial-Band PHALLUS DEI aktiv ist.

Die CD lässt sich im Netz eigentlich noch problemlos auftreiben, in der Regel sogar zu äußerst erschwinglichen Preisen. Einen sonderlichen Kult-Status scheint das Projekt nie erreicht zu haben, ganz im Gegenteil scheint das Projekt mit ihren beiden Alben (neben dem hier vorliegenden Debüt wurde noch eine CD namens "Golden Section" im Jahr 2000 veröffentlicht, diese kenne ich jedoch nicht) beinahe in Vergessenheit geraten zu sein. Unverdienter Maßen, wie ich jedoch finde, da zumindest "Candles Burning Blue" ein hervorragendes Beispiel für atmosphärischen Dungeon Synth / Instrustrial / Dark Ambient ist, wenn einigen hier auch etwas Abwechslung fehlen dürfte. Alle, die mit solchen Sachen wie PAZUZU aus Österreich, alten MORTIIS, PENITENT oder auch SOPOR AETERNUS etwas anzufangen wissen, sollten hier unbedingt einmal reinhören.


01. Invocation
02. Nervengeist
03. The Shadow Gods
04. Leviathan Rising
05. Tears On Shutters
06. The Heart


Montag, 22. August 2016

Review: Martwica - Proch (CD, Wolfmond Production - 2016)

Aus Polen stammt die junge Formation MARTWICA, welche nach ihrem ersten Demo "Jesienny deszcz" nun bald ihr zweites Werk "Proch" unter dem Banner des deutschen Labels Wolfmond Production veröffentlichen wird.










Und wieder einmal sind es Polen, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die blutjunge Horde MARTWICA (gegründet in diesem Jahr) ist noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Auch existieren (noch) nicht sonderlich viele Informationen zur Besetzung oder Hintergründe. So ist die Band zwar auf Visagenbuch zu finden, gibt aber bis auf Promotion sehr wenig über sich preis, was fast schon sympathisch wirkt, in einer Zeit, wo sich jede verschissene Underground-Gruppe zu Pop-Stars aufspielt. Einziger Fakt ist, dass sie bereits eine Demo veröffentlicht haben. Bereits die beinhaltete ein düsteres Zwischenspiel aus kaltem, irgendwie typisch polnischen Black Metal und Psychedelic bot. Diese Mixtur lässt sich auch hier ausmachen: Polnischer Underground Black Metal trifft auf psychedelische Sphären, die einen schwarz-grau-weißen Farbenwirbel bilden, der direkt und ohne Rückfahrkarte in den Höllenschlund hinab führt. Der etwas brüllende und fast schon befehlende Gesang tut sein übriges dazu und lässt ob seiner beschwörenden Art eine geisterhafte und bedrückende Stimmung aufkommen. Die Instrumente sind dabei recht abwechslungsreich in ihrem Spiel, und wechseln auch gerne innerhalb der Songs ihre Geschwindigkeit mehrmals von rasend und brachial, über episch-erhabenes Midtempo, bis hin zu doomig-langsamen Passagen, die auch mal sehr Stoner-lastig daherkommen.

Fazit:
MARTWICA bedeutet auf Deutsch soviel wie Nekrose. Die Musik ist allerdings alles andere als trocken und so lässt sich diese auch passender Weise mit einer nässenden und eiternden Nekrose vergleichen: faulend, stinkend, tot... und generell nicht schön anzusehen. Das Album kommt wie immer als Pro-CDr und im Jewelcase, limitiert auf 100 hand-nummerierte Exemplare und ist, wie ich gerade erfahren habe, seit heute bei Wolfmond Production für 5,- Euronnen erhältlich.

MARTWICA spielen hier ihren ganz eigenen polnischen Totentanz. Empfehlenswert!


Darbietungen:
01. Wprowadzenie
02. Proch
03. Omega
04. Absurd
05. Όνειρο

Laufzeit: ca. 19 Minuten

Review: Forsaken Legion - Seeds of Black Dawn (CD, Eigenproduktion - 2012)

Das Werk "Seed of Black Dawn" erschien bereits Ende 2012, also vor gut vier Jahren. Allerdings kam ich erst kürzlich in den Besitz der CD, so dass hier nun eine Rezension folgt. Das Quintett aus der Schweiz präsentiert hier ihr erstes und bisher einziges Album. Moment einmal... Schweiz? Black Metal?









Ja, das allgemeine Bild, was man als Außenstehender von der Schweizer Szene hat, ist alles andere als gut. Und so hat sich über die Jahre zumindest bei mir ein gewisses vorgefertiges Bild in den Kopf gesetzt, dass diese beiden Komponenten so rein gar nicht mit einander harmonieren. Aber auch hier gibt, bzw. gab es erfreuliche Ausnahmen: (die inzwischen aufgelösten) HELLVETIC FROST oder auch FREITOD zum Beispiel, die zwar dem Genre an sich nichts wirklich neues hinzufügen, jedoch aufzeigen, dass es auch die Schweiz versteht, seriösen Schwarzmetall hervorzubringen. In diesen Reigen passt auch FORSAKEN LEGION ganz gut. In sieben Liedern wird hier ursprünglicher und kerniger Black Metal zelebriert, der mit einer ordentlichen Portion Doom/Death angereichert wurde, Der Gesang bietet sowohl Growls als auch gröllenden Keifgesang. Die Gitarrren geben sich rhythmisch und doch brutal, sind mal groovend, dann schwermütig und dann auch wieder schnell und schneidend, mal aber auch ziemlich punkig. Das alles ist nun nichts wirklich Aufregendes und auch nichts, was man nicht schon ein paar Mal gehört hätte, doch machen die Mannen ihre Sache in dem, was sie tun recht ordentlich.

Fazit:
"Seeds of Black Dawn", der Erstling von FORSAKEN LEGION ist ein Old School-Werk durch und durch. Nicht mehr, nicht weniger. Jeder, der sich an den alten Sachen und an neuen Werken, die diesen Stil aufgreifen, nicht satt hören kann, sollte das hier unbedingt mal antesten - es lohnt sich. Für Interessenten aus Deutschland würde sich ein Besuch im Wolfmond-Mailorder lohnen, den offiziellen Vertrieb übernimmt das Schweizer Label BergStolz.

Solider Old-School-Flick. Nothing more, nothing less.


Darbietungen:
01. Human Decay
02. Mountain's Massacre
03. Seeds of Black Dawn
04. Crow
05. Deserve to Die
06. Azathoth
07. Ambassador of Chaos

Laufzeit: ca. 29 Minuten

Samstag, 20. August 2016

Review: Calvarium - The Skull Of Golgotha (CD, Dynamic Arts Records - 2003)

Gute 13 Jahre hat auch dieses Werk bereits auf dem Buckel. "The Skull Of Golgotha" stellt das Debüt-Album der Formation CALVARIUM aus Finnland dar, welche sich aus drei bekannten Musikern zusammensetzt: Lord Sargofagian (u.a. BAPTISM), Veilroth (u.a. ex-BEHEXEN) und Molestor Kadotus (u.a. ANAL BLASPHEMY, BLACK PRIEST OF SATAN), zudem ist letzt Genannter Führer Inhaber der bekannten Underground-Schmiede Hammer of Hate, welches u.a. Tonträger von DROWNING THE LIGHT, MUSTA KAPPELI und FÖRGJORD veröffentlichte und teilweise immer noch veröffentlicht...




Nun geht man bei den Namen ja schon mit einer gewissen Erwartungshaltung an die Sache heran und man wird auch nicht enttäuscht. So bekommt man hier eigentlich genau das geboten, was man auch erwarten durfte: meist schnell gespielten, kompromisslosen und hasserfüllten Black Metal, der jedoch niemals die für den aktuellen finnischen Underground typische kränkelnde Atmosphäre aufweist - vielmehr orientiert man sich hier musikalisch gesehen an Bands wie HORNA mit einem wenig mystischen Hauch Marke BAPTISM. Was auch immer mal wieder durchscheint, ist der Hang zum melodischen, denn majestätisch-erhabene Keyboard-Passagen finden hier ebenfalls ihren Einsatz, wie Melodiebögen an den Gitarren.

Fazit:
Kleine Rezension, aber ein großes Werk. Innerhalb von neun Liedern und knapp 40 Minuten bekommt man hier puren Hass in musikalischer Form serviert, dem allerdings ein Stück mehr Abwechslung auch nicht geschadet hätte. So bewegt sich das Werk zwar ganz klar im überdurchschnittlichen Bereich, allerdings fehlt es zum Olymp dann doch noch an ein paar Kleinigkeiten. Die Erstauflage erschien im Digipak und ist auf 1000 Exemplare limitiert. Meins habe ich just heute auf dem Flohmarkt entdeckt, im Netz habe ich es lediglich bei ein paar Anbietern auf discogs.com gesichtet, wo man es quasi hinterher geschmissen bekommt.

Ansprechendes Werk, was definitiv auch eine Weile braucht, um seine ganze Macht auszuspielen. Empfehlenswert!


Darbietungen:
01. Three Nails And The Hammer Of Satan
02. Horns Of Hate
03. Jumalviha
04. Death Worship
05. Siunatun Surma
06. Morbid Hordes Revenge
07. Herramme On Saapuva
08. Dedication In Misantrophy
09. Suicide Manifesto

Laufzeit: ca. 40 Minuten

Review: Orobas - Arise In Impurity (CD, Wolfmond Production - 2016)

Mit "Arise In Impurity" präsentierte die Horde OROBAS aus Bangladesch vor ein paar Monaten ihr erstes Werk in Form einer EP-CD. Veröffentlicht wurde sie durch die Schmiede Symbol of Domination aus Belarus (Ableger von Satanath), welche die EP auf CD und auch in digitalem Format anboten, bzw. immer noch anbieten. Das deutsche Label Wolfmond fertigte zusätzlich eine weitere Auflage an. Der Unterschied: es handelt sich hier lediglich um eine Pro-CDr und das Cover ist schwarz/weiß gehalten.





OROBAS treten auf ihrem ersten Werk als Quartett auf und reduzieren sich somit auch eher auf das Wesentliche: Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug... fertig, Fresse halten. Zelebriert wird dann auch recht ursprünglich klingendes Geschrammel, was irgendwo zwischen rotzigem Horror Punk, thrashigen Black Metal und groovenden Death Metal hin und her pendelt. So hält man sich auch nicht unnötig mit atmosphärischen Klangwelten aus der Konserve auf, sondern legt direkt und ohne Umschweife los, allein "The Ravana" legt als erster Song gut vor und dem stehen auch die anderen Beiträge in nichts nach. Auch regiert hier das rhythmische Midtempo, wirklich rasend wird es daher eigentlich nie, auch bietet man immer mal wieder knackige Gitarrensoli, die recht passend eingefügt wurden und das Geschehen interessanter machen. Zum Abschluss gibt es mit "Black Metal", im Original von VENOM noch einen richtigen Klassiker um die Ohren. Gelungenes Cover, wenn ich auch bessere kenne (aber bwi weitem auch schlechtere!). Gerade an dem doch recht monoton gehaltenen Gesang werden sich wohl die Geister scheiden.

Fazit:
Für ein erstes Lebenszeichen ist "Arise In Impurity" nicht wirklich schlecht. Allerdings stellt OROBAS' Debüt nun auch kein wirklich herausragendes Werk dar. Es sind zwar hier und da interessante Riffs auszumachen und auch die Gitarrensoli machen gut Laune, aber trotzdem wird die CD in meinen Augen wohl arge Probleme kriegen, sich wirklich aus der Masse hervor zu tun und den geneigten Hörer für sich einzunehmen. Der Silberling aus dem Hause Symbol of Domination ist auf 500 Stück limitiert und kann über den Online-Shop des Labels geordert werden. Wer kein Problem damit hat, eine Pro-CDr im Regal stehen zu haben, wende sich vertrauensvoll an Wolfmond Production - diese Auflage ist limitiert auf 200 Exemplare. Für Leute, die sich mit einer digitalen Version begnügen, wird eine Fassung zum kostenlosen Download via Bandcamp angeboten.

Kann man haben, muss man aber nicht. Für mal zwischendurch ist die EP aber recht ordentlich.


Darbietungen:
01. Ode To Impurity (Intro)
02. The Ravana
03. Lord Ramesses
04. Bad Blood Hunter
05. Black Metal (VENOM Cover)

Laufzeit: ca. 17 Minuten

Donnerstag, 18. August 2016

Kombi-Review: Porta Infernum - Lujuria Infernal / Oblivisci Castitatis (CD, Wolfmond Production - 2016)

PORTA INFERNUM's erste Demo "Lujuria Infernal" erschien bereits im Jahr 2007 und wurde damals von der Band selbst auf CD veröffentlicht und vertrieben. 2015 wurde dann das Label Depressive Illusions auf die Horde aufmerksam und veröffentlichte das Werk auf Kassette und erneut auch auf CD, jeweils in sehr limitierter Stückzahl. In diesem Jahr entschied man sich dann wohl, die Demo auch für Bandcamp freizugeben, zudem erschien in den letzten Tagen auch eine erneute CD-Auflage unter dem Banner von Wolfmond Production...


Gut, zunächst einmal ein paar Fakten: bei PORTA INFERNUM handelt es sich um ein Trio aus Venezuela, das sich ganz dem Black Metal hingibt. Der Stil ist als Old School zu bezeichnen und richtig sich klar an die Maniacs, die sich einfach nicht satt hören können an dem Stil der frühen 90er Jahre. Kompromisslos und brutal, alles vernichtend, was sich den Mannen in den Weg stellt. Das klingt zunächst einmal vielleicht nicht gerade spannend und zugegebener Maßen hätte hier ein Funken mehr Eigenständigkeit nicht geschadet, aber nichtsdestotrotz ist es recht angenehm, der Musik von PORTA INFERNUM zu lauschen. Neues wird man hier zwar nicht entdecken, auch wird der an einigen Stelle ziemlich schrille Gesang einige nicht wirklich ansprechen, aber bei genauerer Betrachtung gibt es immer mal wieder kleine Details zu entdecken wie die sporadisch verteilten Tempowechsel oder aber wenn Instrumente und Gesang so dermaßen ausarten, dass man fast schon denkt, dass man den Schnellvorlauf gedrückt hat. All' das macht in meinen Augen auch den Charme dieser Scheibe aus.

Fazit:
"Lujuria Infernal" stellt eine grundsolide, ordentliche erste Demo dar, die sich nicht zu verstecken braucht. Es wird hier zwar auch nichts wirklich Neues geboten, aber die Band versteht es, sich durch kleine Details hervor zu tun, so dass der Hörer hier doch mal gerne genauer hinhört. Die selbst-vertriebene CD ist bereits ausverkauft, wie es um die Depressive Illusions-Veröffentlichungen steht, weiß ich leider nicht. Die Wolfmond-Auflage ist seit dem 6. August erhältlich und auf 50 Stück limitiert.

Eine der besten Bands aus Venezuela, die ich seit Jahren gehört habe! Nicht lange überlegen - kaufen!


Darbietungen:
01. En Un Mondo de Oscuridad
02. Vengaza Carnal
03. Lujuria Infernal

Laufzeit: ca. 11 Minuten



Die zweite Demo der Horde aus Venezuela stammt ursprünglich aus dem Jahr 2010, hat also auch schon gute 6 Jahre auf dem Buckel. Wie bei der ersten erfolgte hier zunächst eine Veröffentlichung in Eigenregie samt eigenem Vertrieb. Diese CD war allerdings auf lediglich 33 Stück limitiert und wird heutzutage wohl nicht mehr erhältlich sein. Für eine Neuauflage zeichnet sich nun Wolfmond Production verantwortlich, welche ihre Fassung der Demo vor ein paar Tagen zugänglich machten.




Viel geändert hat sich an dem eigentlichen Stil nicht viel. Es wird immer noch vornehmlich das Gaspedal durchgedrückt, aber auch die verschiedenen atmosphärischen Aspekte, die den Vorgänger so reizvoll machten, lassen sich hier ebenfalls wieder ausmachen. Was allerdings gleich zu Beginn auffällt, ist die recht raue und dröhnend-dumpfe Produktion, die der etwas besser abgemischten Aufnahme der ersten Demo etwas hinterherzuhinken scheint. Das hier klingt sehr nach Rehearsal-Aufnahme, also live aus dem Proberaum, auf irgendeinem 4-Spur-Rekorder aufgenommen, was natürlich auch seinen Charme hat, jedoch auch einige abschrecken dürfte. "Profecias Muertas" klingt dann sogar noch einmal eine Spur rauer und scheint wirklich direkt aus der Probe zu stammen - jedoch auch ein sehr großartiger Song, im Verhältnis zu den restlichen Beiträgen dieser beiden Werke, die das bis dato existierende Gesamtwerk der Band darstellen, eine absolut überragende Ausnahme.

Fazit:
"Oblivisci Castitatis" ist in vielerlei Hinsicht anders als sein Vorgänger. Nicht besser oder schlechter. Sondern einfach nur anders. Zudem hat man mit dem Bonus-Song zum Abschluss noch einmal eine grandiose misanthropische Black Metal-Hymne geschaffen, die ohne fette atmosphärische Effekte auskommt. Die Pro-CDr ist wie der Vorgänger auf 50 Stück limitiert. In beiden Fällen sollte man sich zwecks einer Bestellung direkt an Wolfmond Prod. wenden.

Kleiner, aber feiner Underground-Flick!


Darbietungen:
01. Relato Sexual
02. En Un Mondo de Oscuridad
03. Profecias Muertas

Laufzeit: ca. 10 Minuten

Dienstag, 16. August 2016

Review: Eneferens - The Inward Cold (Digitales Album, Eigenproduktion - 2016)

"The Inward Cold" stellt das Debüt-Werk des Solo-Projektes ENEFERENS aus Amiland dar, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, atmosphärischen Black Metal zu zelebrieren - was ja bekanntlich so ziemlich alles bedeuten kann.










Das Cover sieht jedenfalls schon einmal vielversprechend aus, so hatte ich mir das Werk dann auch einmal heruntergeladen und gleich mal angehört. Bei "The Inward Cold" handelt es sich lediglich um eine EP, die drei Lieder bereithält, die aber insgesamt auf eine stolze Spielzeit von etwa 34 Minuten kommen. Respekt... doch natürlich darf man bei solchen Längen schon einmal erst skeptisch sein, ob sich hier nicht doch eher typische Lückenfühler wie endlose Ambient-Einschübe oder dergleichen finden lassen. Weit gefehlt: so enthält das erste Werk des Alleinunterhalters Jori Apedaile, der auch in der Kombo ARKHERON THODOL an der Gitarre aktiv ist, kaum bis gar keine Dark Ambient-Momente, sondern verlässt sich eher auf die atmosphärischen Stimmungen, die die tatsächlichen Instrumente zu erzeugen vermögen. Das klingt in der Tat ziemlich majestätisch und auch eine gewisse Epik lässt sich nicht leugnen. Der Stil bewegt sich zwischen Anklängen von SUMMONING, über Mid-90's Black Metal bis zu ALCEST -  es werden also auch durchaus Passagen geboten, die eindeutig dem Post Black Metal zuzuschreiben sind. Ein Quäntchen Death Metal lässt sich im Gesang ausmachen, der ziemlich facettenreich präsentiert wird, bietet er doch sowohl Growls, als auch Schreie und klare Momente.

Fazit:
Für ein erstes Lebenszeichen ist "The Inward Cold" schon recht ordentlich, was die Atmosphäre anbelangt. Großartige Momente, die die Seele auf Wanderschaft schicken. Ich bin jedenfalls auf zukünftige Werke des Projekts sehr gespannt, ob man diesen Stil noch etwas weiter ausbauen kann. Das Werk kann auf dem Bandcamp-Profil von ENEFERENS auf Wunsch kostenlos heruntergeladen werden, daneben bietet man noch einen Logo-Patch sowie eine CD-Version an, die bereits in zweiter Auflage erschien, da die erste innerhalb weniger Tage ausverkauft war, was bei der gebotenen Qualität aber auch nicht weiter verwunderlich ist.

Atmosphärischer Schwarz Metall in all seinen Facetten.


Darbietungen:
01. The Mermaid
02. Winter Heart
03. The Sky

Laufzeit: ca. 34 Minuten

Sonntag, 14. August 2016

Review: Mosaic - Harvest / The Waterhorse (MC, Eisenwald - 2016)

Die Zusammenstellung der Band MOSAIC aus Thüringen erschien bereits im letzten Jahr zum ersten Mal, und zwar im Zuge der Veröffentlichung der achten Ausgabe des 'Live Eclipse'-Zines. Die Auflage war auf gerade einmal 150 Exemplare limitiert, es scheint aber dennoch weiterhin vereinzelt welche zu geben. Nun brachte die Eisenwald Tonschmiede eine erneute Auflage dieser Compilation heraus, ebenfalls als Kassette, in professioneller Aufmachung.






Beginnen wir mit der A-Seite, welche die Stücke von "Harvest - Songs of Autumnal Landscapes and Melancholy", so der vollständige Titel, enthält. Das Cover ist entsprechend gestaltet: das Logo erinnert an Getreide, Wurzelwerk und die Gezeiten, darunter eine Illustration, welche eine Bauersfrau und ihr Kind beim Einholen der Getreideernte zeigt. Auf einer Banderole darunter prangt der Titel "Harvest". Schon allein die Aufmachung verspricht also eine authentische Stimmung. Was hat also die Musik zu bieten? Das lässt sich nur schwer in Worte beschreiben und auch einen Song hervorheben möchte ich hier nicht, da es der Sache in keinster Weise gerecht werden würde - denn die Stücke möchten förmlich als Gesamtwerk betrachtet und nur als solches wahrgenommen werden, so scheint mir. Und es funktioniert. Man könnte nun oberflächlich betrachtet zwar durchaus berechtigt anführen, dass hier nicht sehr viel los ist, aber die Art und Weise auf welche dieser Minimalismus präsentiert wird, ist schlicht ergreifend. Was hier zelebriert wird ist eine wilde Mischung aus Poesie, Dark Ambient, Neo-Folklore, mystischem Schwarzmetall und schamanistischer Ritualmusik - "Der letzte Atem" nimmt zum Schluss sogar noch sehr psychedelische Züge an und erinnert an MONSTER MAGNET. Interessant und faszinierend, verstörend und den Geist anregend, magisch und voller Naturmystik.

Die B-Seite der Kassette enthält die Lieder von "The Waterhorse - A Song Cycle Based on The Novel "The Kelpie Riders". Wie der vollständige Titel es verrät, stützen sich die Texte der Lieder auf dem Gedicht des kanadischen Poeten Bliss Carman aus dem Jahr 1889. Was hier jedoch direkt auffällt, ist die völlig andere Herangehensweise der Mannen: präsentierte man sich bei "Harvest" noch bewusst ruhig, heimisch und erzeugte beim Hörer ein Gefühl des In-sich-kehrens und einer tiefen inneren Erkenntnis, so gibt man sich hier gänzlich dem Schwarzmetall hin.




Dieser präsentiert sich nicht minder mystisch wie die Momente, die immer mal wieder bei "Harvest" aufblitzten und durch schienen. MOSAIC zelebrieren auf ihrem zweiten Part eingängigen, ursprünglichen Schwarzmetall, der ganz im Stile solcher Bands wie MOONBLOOD, NACHTFALKE, DYING FULLMOON oder auch alter BATHORY steht. Mystisch, düster-okkult, stolz und erhaben. Daneben finden sich aber auch hier immer mal wieder morbide Ambient-Passagen, die die rituelle Atmosphäre nur noch mehr unterstreichen.

Fazit:
Ein sehr atmosphärisches und stimmiges Machwerk ist den Herren von MOSAIC hier gelungen. Es ist selten genug geworden, dass mich ein Release wirklich auf emotionaler Ebene anspricht, umso erfreulicher finde ich doch immer wieder Veröffentlichungen vom Schlage dieses hier vorliegenden Werkes. "Harvest / The Waterhorse" ist vielschichtig, nicht gerade leicht zugänglich - aber genau das macht auch den Reiz des Ganzen aus. Man muss sich hiermit schon wirklich auseinandersetzen, um diese Musik zu begreifen und zu erfassen. Man kann sich nur glücklich schätzen, dass die beiden enthaltenen Werke, die bisher unveröffentlicht waren, nun doch noch einen würdigen Rahmen gefunden haben. Ganz großes Kino! Die Kassette ist auf 142 Exemplare limitiert und können direkt über den hauseigenen Online-Shop der Eisenwald Tonschmiede geordert werden.

Emotionsgeladenes Meisterwerk aus deutschen Landen. Meine Empfehlung!


Darbietungen:
A-01. Feuerspuk & Tannenreben / Dunkler Herbst
A-02. Schwarze Erde
A-03. Haimat
A-04. Golden Sunset / Autumn Winds
A-05. Inkantation: O Sun King! / Samhain
A-06. Der letzte Atem
A-07. Geleit zum Wyntar
B-08. The Emerald Sea
B-09. Salt & Rain
B-10. Red Winter Dawn
B-11. Daz Wazzerpfærd

Laufzeit: ca. 48 Minuten

Donnerstag, 4. August 2016

Review: Mount Depression - Infinite Darkness And Our Realm (CD, Wolfmond Production - 2016)

Das Projekt MOUNT DEPRESSION präsentiert hier unter dem Banner der deutschen Schmiede Wolfmond eine Zusammenstellung aus ihrer bisherigen Schaffensperiode. Es ist davon auszugehen, dass es das letzte Lebenszeichen sein wird, denn offiziell hat sich die Band dieses Jahr aufgelöst. Schade ist es schon irgendwie, denn auch wenn mir die Kapelle bisher nichts sagte, so lässt diese CD doch erahnen, dass es sich um eine der besseren Vertreter des sogenannten DSBM gehandelt hat.





Doch gut, wenden wir uns dem eigentlichen Werk der Argentinier zu: "Infinite Darkness And Our Realm" beinhaltet 12 Lieder, die aus der gesamten Schaffenszeit der Band stammen und daher auch hier und da unterschiedliche Klangqualitäten aufweisen. Der Stil ist jedoch durchgehend gleich: meist eher schwermütiger Depressive Black Metal, der sich mit schnelleren und suizidaleren Parts vermengt und so auch für eine gewisse Abwechslung sorgt - wenn man davon sprechen kann. So klingen MOUNT DEPRESSION zwar gut, aber alles andere als originell. Wirklich überzeugen können die Jungs in eher rockigen Passagen wie "Illusions of Positive Life" oder "Twenty Mental Disorders", aber immerhin schaffen sie es auch in den eher fieseren Gefilden des suizidalen Black Metal wirklich Gefühle wie Schmerz und Leere beim Hörer zu erzeugen, was sie wie schon erwähnt, zu einer der besseren Vertreter dieses speziellen Sub-Genres macht in meinen Augen.

Fazit:
Definitiv kein Muss, aber durchaus ein Kann. Wenn MOUNT DEPRESSION die Eigenständigkeit auch weithin auf der Strecke lassen, so handelt es sich hier doch um ein instrumental gutes und atmosphärisch dichtes Projekt, welchem man auf jeden Fall einmal eine Chance einräumen sollte - wenn es auch die letzte ist. Bestellungen sind wie immer direkt an Wolfmond Production zu entrichten.

Recht solider DSBM-Vertreter mit kleineren Schwächen. Remember kids: it's along the road, not across the street...


Darbietungen:
01. Insomnia In The Day
02. Three Steps To Eternal Silence
03. Nowhere
04. Descending On Fire
05. Twelve Trauma
06. Now, Death
07. Spring Hill
08. Disappear
09. Illusions Of Positive Life
10. Twenty Mental Disorders
11. Brighter
12. Sorrow Is Not A Dark Feeling

Laufzeit: ca. 35 Minuten

Review: Waxen - Weihung Auf Satan (CD, Moribund Cult Records - 2016)

Ich persönlich habe von WAXEN noch nie etwas gehört. Dabei ist die "Weihung Auf Satan" das bereits dritte Voll-Album des Allein-Unterhalters Toby Knapp, der sich hier, neben seinen ganzen Heavy Metal / Progressive Rock und Melodic-Projekten auch am Black Metal versucht. Es handelt sich hier also um ein Werk eines Vollblut-Musikers, wenn man das so sagen darf. Aber reicht das auch, um ein ordentliches Werk zustande zu bringen? Lest es nun selbst...






Was gleich auffällt: das Projekt aus Amiland orientiert sich musikalisch gesehen, zumindest in den räudigen Passagen stark an älteren Werken von XASTHUR, aber auch an anderen Ami-Bands. Spürbar ist auch der deutliche Bezug des Herren zum melodischen Heavy-, Speed-, Thrash-, und Death Metal, da hier immer mal wieder ausgiebige Gitarrensoli ihren Einsatz haben und das misanthropisch-räudige Geschehen etwas auflockern und auch interessanter, individueller gestalten. "In Harm's Way" ist da ein sehr gutes Beispiel: beginnend mit einem äußerst melodischen Gitarrenpart wandelt sich das Stück nach einigen instrumentalen Ausflügen in den Death und Thrash zu einem primitiven, aber nichtsdestotrotz melodischen Stück Schwarzmetall, welches auch immer mal wieder Anklänge zu INQUISITION aufblitzen lässt. "Disembodied, Forgotten" geht da brachialer zu Werke und die Drums metzeln einfach mal alles nieder. Leider wird hier in den schnellen Passagen auch mehr als deutlich, dass man lediglich künstliche Drums verwendet. Ansonsten fällt dieser Umstand aber angenehm selten ins Gewicht.

Fazit:
Sieben melodische und schwarzmetallische Hymnen an den Herrn der Finsternis. "Weihung Auf Satan" ist in seiner Vertonung genau das, was der Titel eigentlich versprechen lässt: ungeschönter Black Metal, der gleichzeitig unrein und doch irgendwie nach Zelebrierung klingt. Klingt dann aber auch wieder irgendwie typisch für Übersee, und genau für die Anhänger des US-amerikanischen Undergrounds kann ich hier eine klare Empfehlung aussprechen. Interessenten aus Deutschland sollten sich zwecks einer Bestellung direkt an den Mailorder ihres Vertrauens wenden.

Solider Ami-Black Metal mit einigen Schwächen, aber auch vielen Stärken. Keine Erfüllung, aber durchaus hörbar.


Darbietungen:
01. Of Black Rain and Ecstasy
02. In Harm's Way
03. Disembodied, Forgotten
04. Garden of Blood and Bones
05. Weihung auf Satan
06. Atrocious Ways
07. Cosmic Funeral

Laufzeit: ca. 40 Minuten

Review: Endlichkeit - Teile I-VIII (CD, Amor Fati Productions - 2016)

Aus Tschechien stammt dieses Projekt mit Namen ENDLICHKEIT. Bisher hat die Band, von der man nicht weiß, aus wie vielen Leuten sie genau besteht, eine Reihe an Demo-Kassetten veröffentlicht, sowie eine Split mit den Deutschen REGNUM. Auf dieser CD sind nun alle drei Kassetten zusammengefasst, lediglich der Song von der Split fehlt...








Die beiden Stücke "I" und "II" sind der ersten Demo entnommen und stammen ursprünglich aus dem Jahr 2013. Hier wird auch schnell klar, in welche Richtung sich die Musik dieser Horde bewegt: ziemlich primitiver, aber eingängiger Black Metal mit einer sehr hypnotischen Wirkung und daher auch als sehr atmosphärisch dicht zu bezeichnen. Ein Hauch alter BURZUM ist hier eindeutig spürbar, genau so wie es deutliche Parallelen zu den anfänglichen VINTERRIKET oder auch an PAYSWAGE D'HIVER gibt. Sehr ambient-lastig ist dies hier aber nicht ausgefallen, dafür wird hier durch die bereits erwähnte hypnotische Instrumentalisierung eine fast schon Trance-ähnliche Stimmung geschaffen, die ich in dieser Art und Weise schon länger nicht mehr vernommen habe. Die Lieder sind durch markante Passagen auch recht individuell ausgefallen, trotzdem schafft es für mich keiner so wirklich hervorstechend zu sein, was einerseits dem Gesamtwerk zugute kommt, andererseits aber auch zum Nachteil gereicht, da es mit fortschreitender Spieldauer etwas schwierig wird, den Hörer wirklich bei der Stange zu halten. Entschädigt wird man dann allerdings wieder mit den letzten drei Liedern, die spielerisch absolut herausragend sind und sich dann doch noch etwas vom Rest abheben.

Fazit:
Ein sehr eindringliches, gefühlvolles Album, was definitiv sehr viel Aufmerksamkeit vom Hörer fordert, im gleichzeitig einiges abverlangt, aber auch für vieles entschädigt. ENDLICHKEIT haben hier ein regelrechte Kunstwerk geschaffen, welches das vereint, was schon immer zusammen gehörte. Das "Teile I-VIII" Album sollte man sich am besten in völliger Dunkelheit und Isolation anhören, um seine vollkommene Kraft zu spüren und in sich aufzunehmen. Wer auf sehr viel Emotion, Melancholie und Düsternis steht, sollte sich das Werk also nicht entgehen lassen. Die CD im schicken Digipak ist auf 500 Exemplare limitiert und kann direkt über den Online-Shop von Amor Fati bestellt werden.

ENDLICHKEIT präsentieren mit ihrem Album genau das: die pure Essenz des Lebens, welches immer mit dem Tod endet. Ein morbides Meisterwerk. Meine Empfehlung!


Darbietungen:
01. I
02. II
03. III
04. IV
05. V
06. VI
07. VII
08. VIII

Laufzeit: ca. 60 Minuten

Mittwoch, 3. August 2016

Review: Skognatt - Landscape of Ice (Digitales Album, Eigenproduktion - 2016)

SKOGNATT ist ein junges Solo-Projekt aus Augsburg im Süden Deutschlands. Mit "Landscape of Ice" veröffentlichte man im Mai diesen Jahres seine erste Demo in Form einer digitalen Kopie und auch auf CD.










Geboten werden hier zwei Lieder, auf denen atmosphärischer Black Metal zelebriert wird. Wer nun gleich an Keyboard-Geplänkel und langweiligen Dark Ambient denkt, liegt aber nur teilweise richtig. Teilweise deshalb, weil hier durchaus viel Ambient genutzt wird, dieser aber alles andere als monoton und langweilig präsentiert wird. Danijel Zambo, Protagonist hinter dem Projekt und der ebenfalls für das Doom/Post Rock-Projekt DERAILED verantwortlich zeichnet, gelingt es hier äußerst gut, stimmige und ergreifende Atmosphären zu erzeugen, die von winterlicher Kälte und dem Traum einer menschenleeren Schönheit der Natur geprägt sind. Das Geschehen ist durchzogen von Chören, erhabenen Synths, einem geisterhaften Gesang und akustischen Momenten. Der Schwarzmetall-Anteil ist schlicht, aber wirkungsvoll und so hat man es hier endlich mal wieder mit einem Werk atmosphärischen Black Metals zu tun, welches es wirklich versteht, Emotionen beim geneigten Hörer zu erzeugen und sich nicht in endlosen Dark Ambient-Passagen verliert.

Fazit:
Was auf "Landscape of Ice" innerhalb von zwei Liedern und knappen 11 Minuten erzählt wird, ist wirklich mehr als beachtlich. Daran könnten sich einige Bands mit ähnlichem Stil, die einfach immer nur noch das gleiche veröffentlichen und dies auch noch endlos bis zum erbrechen ausschlachten, ein Beispiel nehmen. Die Demo-EP gibt es auf der Bandcamp-Seite des Projektes zu erwerben: und zwar in der digitalen Form (gegen eine Gebühr von 1,- Euro) oder als CDr im Slimcase mit Cover-Inlay für 5,- Euronnen (Versand inklusive).

Mehr als hörenswerte erste Demo-Veröffentlichung. Ich persönlich sehe einem Voll-Album erst einmal positiv entgegen. Meine Empfehlung!


Darbietungen:
01. Winter Nights
02. Landscape of Ice

Laufzeit: ca. 10 Minuten

Review: Koldkrypt - Fullmoon (Digitales Album, Sepulchral Silence - 2016)

Bei KOLDKRYPT handelt es sich um ein scheinbar jüngeres Solo-Projekt aus Frankreich. Nachdem Herr Typhus das Album bereits im Mai als digitale Version, sowie auf CDr veröffentlichte, erscheint es nun erneut in einer digitalen Fassung, diesmal unter dem Banner von Sepulchral Silence aus U.K.








Zelebriert wird hier ursprünglicher Black Metal mit einem typisch französischen Flair, aber auch mit einigen nordischen Einflüssen. So kommt hier Melancholie ebenso zum tragen, wie auch Misanthropie, Hass und Kälte. Erhabene Momente bietet der ausgiebige Einsatz von Keyboard-Samples und Chören. Mit Samples wird auch generell gerne gespielt, so hört man in einer kurzen Passage am Ende von "Antitheist Pyromania" Herrn Vikernes über das Christentum philosophieren. Der Titel in Verbindung zu der Person spricht natürlich Bände und macht einen gewissen Standpunkt der Band mehr als deutlich. "Red Magic" zeigt sogar ein paar majestätische Parallelen zu den Werken des viel zu früh verstorbenen Schweden Quorthon zu Zeiten seiner BATHORY-Viking-Ära und könnte gut und gern als Tribut herhalten... wenn ich da an manche offizielle Beiträge denke, die ich im Nachhinein einfach traurig und unwürdig fand, würde dieser Song doch eine mehr als würdige Huldigung an die wohl prägenste Band für den frühen (und heutigen) Black Metal und den Viking / Pagan Metal darstellen. Ebenso lässt sich ein rein instrumentaler Akustik-Song ausmachen, während sich das letzte Lied "Apocalypse" wie eine Ehrerbietung an frühe GEHENNA gepaart mit der schwarzen Magie der Legion Noire anhört. Geil!

Fazit:
Das Debüt-Album "Fullmoon" des Franzmannes kann sich mehr als hören lassen und sorgt zumindest bei mir für eine Gänsehaut nach der anderen. Einen Nachteil hat das Ganze allerdings: vereinzelt sind die Songs doch einen Tick zu lang ausgefallen für mein Befinden (nicht, dass ich etwas gegen Überlänge hätte - ganz im Gegenteil. Nur passiert dann doch manchmal eine Spur zu wenig). Das tut dem Album allerdings kaum einen Abbruch. "Fullmoon" klingt in sich stimmig und ist eine einzige Huldigung an die späten 80er, frühen und mittigen 90er Jahre. Spuren von VLAD TEPES oder frühen MÜTIILATION lassen sich hier ebenso ausmachen wie Einflüsse von BURZUM, BATHORY und frühen SATYRICON oder eher neueren französischen Bands wie SALE FREUX. Letztgenanntes Projekt wurde übrigens gecovert (Lied: "Floraphilia", vom Album "La mélancolie des pennes"), allerdings exklusiv für die CD-Version des Albums, die in einer Auflage von gerade einmal 30 Stück erschien und bereits restlos vergriffen zu sein scheint. Die dieser Rezension zugrunde liegende digitale Version gibt es unter der Bandcamp-Präsenz von Sepulchral Silence für 4.50 US-Dollar zu erwerben oder auch bloß zum kostenlosen Stream.

Frankreich überrascht immer mal wieder mit talentierten Bands. KOLDKRYPT kann sich da mühelos mit einreihen. Total Support!


Darbietungen:
01. Fullmoon
02. Antitheist Pyromania
03. Summoning Beleth
04. Red Magic
05. Disease
06. Nightfall
07. Apocalypse

Laufzeit: ca. 47 Minuten

Review: Allaxull - Evangelio de Brujos (Digitales Album, Sepulchral Silence - 2016)

Neues Futter aus Mexiko. Gegründet wurde ALLAXULL bereits im Jahr 1999 und gehört damit wohl zum älteren Kreis der dortigen Bands, jedenfalls was Black Metal anbelangt. Das hier vorliegende Debüt-Album, welches auf eine veröffentlichte Demo aus dem Jahr 2002 folgte, stammt bereits aus 2015 und wurde von der Band in Eigenregie unter das Volk gebracht. Nun folgte im Juli die digitale Auswertung durch das Underground-Label Sepulchral Silence aus dem vereinten Königreich...




Gut, bei mexikanischem Schwarzmetall bin ich ja von Natur aus immer etwas vorsichtiger, und auch das Intro verhofft zunächst nichts gutes und weckt in mir gleich Assoziationen zu dem unglaublich schlechten Werk des Ungarn PRINCEPS DAEMONUM, was ich mir vor einer ganzen Weile einmal reinschrauben musste... (zu lesen hier). Also Augen zu und durch... doch halt stopp: was auf das Intro folgt ist dann ja doch gar nicht einmal so verkehrt! Klar, der Titelsong ist rau wie Scheiße, aber ist in dem was er macht, ziemlich gut. Der Rhythmus stimmt, auch das Zusammenspiel der Instrumente ist, wenn auch auf eine chaotische Art und Weise, als passend zu bezeichnen. Es gibt sogar dominante Keyboard-Passagen, die allerdings nicht in größere Geplänkel ausarten und so einen wohligen Mid-90ies Flair ins Geschehen bringen. Diese lassen sich im übrigen auch in weiteren Liedern des Albums ausmachen, was das Ganze zu einer recht soliden Gradwanderung zwischen Chaos, Räudigkeit, Schwärze und Melodie werden lässt. Bei aller Old School-Atmosphäre schaffen es ALLAXULL sogar ein wenig Eigenständigkeit in "Evangelio de Brujos" zu bringen, was gerade der Spielfreudigkeit der Gitarren geschuldet ist - wenn sich das aber auch in Grenzen hält.

Fazit:
Ein recht solides Debüt-Album und ein Beispiel für guten Black Metal aus Mexiko, welches ich jedem Old School-Maniac nur ans Herz legen kann. Professionellen Sound und ausgefeilte Harmonien sollte man hier allerdings nicht erwarten - somit richtet sich das Werk auch deutlich an die Jünger des kernigen und ursprünglichen Black Metal, der ohne viel Drumherum daher kommt, dafür aber eine satanisch-stolze und okkulte Atmosphäre bietet. Das digitale Album erschien im Juni diesen Jahres unter dem Banner von Sepulchral Silence und kann unter dem Bandcamp-Portal des Labels umgerechnet 4 Euronnen und 3 Cent erstanden werden. Die auf 500 Exemplare limitierte CD, die wohl auch noch einen zusätzliches Lied enthält, erhält man meinen Recherchen nach exklusiv über die Band, für Interessenten aus Deutschland daher wohl auch eher nicht sonderlich attraktiv. Alle, die den Kontakt trotzdem nicht scheuen, sollten der Truppe einmal auf Visagenbuch einen Besuch abstatten und nach der CD fragen.

"Evangelio de Brujos" - das Evangelium der Hexenmeister ist genau das. Neun Preisungen an die Hölle. Heil dem Gehörnten!


Darbietungen:
01. Introducción al ocultismo
02. Evangelio de brujos
03. Satanismo, locura y profanación
04. Ascenso del infierno
05. El último ángel
06. Cruzando el aqueronte
07. Ídem de Destrucción
08. Goecia
09. Noveno círculo


Laufzeit: ca. 44 Minuten