Donnerstag, 31. März 2016

Review: Depicting Abysm - Passage (CD, Naturmacht Productions - 2016)

Das Duo DEPICTING ABYSM aus Russland präsentiert mit "Passage" auch bereits sein zweites Voll-Album, wobei das erste "Immersion" ebenfalls 2013 unter dem Banner der deutschen Schmiede Naturmacht veröffentlicht wurde. Allerdings ist mir dieses nicht bekannt, womit ich also auch keine Vergleiche zwischen den Werken anstellen kann, was Weiterentwicklung und Qualität anbelangt.





Es wird aber definitiv melancholisch. Wobei... eigentlich würde ich sogar noch einen Schritt weiter gehen und das Werk der Russen als zutiefst pessimistisch und depressiv bezeichnen. Bereits beim über 11-müntigen Opener "Shelter" schwingt eine gewisse todessehnsüchtige Atmosphäre mit, dass DEPICTING ABYSM die Traurigkeit gepachtet zu haben scheinen. Endlich mal wieder ein Werk depressiven Black Metals, welches seinem Namen alle Ehre macht. Die Instrumente sind gnadenlos, präsentieren sich sehr getragen, wobei die Geschwindigkeit immer einen Ticken langsamer zu werden scheint (was jedoch nur ein subjektiver Eindruck bleibt). Der Gesang ist als gelungen zu bezeichnen, vermag er es doch, verschiedene Stimmungen einzufangen, kommt mal verzweifelt geschrien, mal in klarer Form daher. So ein wenig erinnert mich das Ganze mit seinen gelegentlichen Anleihen an den Doom auch an das deutsche Projekt Sterbeklang (gibt es das eigentlich noch?), welches ich eigentlich auch noch als recht solide in Erinnerung habe. Allerdings merkt man mit zunehmender Spielzeit doch, dass hier insgesamt zu wenig geboten wird - dabei bemühen sich die beiden Herren redlich um Abwechslung, schaffen es in meinen Augen jedoch auch nicht gänzlich, über die zu eng gesteckten Grenzen dieses speziellen Sub-Genres hinauszutreten. So wirkt dann vieles doch irgendwie in die Länge gezogen und eine Spur zu monoton, wobei man hier sagen muss, dass wenn man gerade denkt, dass es zu monoton wird, man doch wieder überrascht wird durch einen Tempowechsel oder anderen Gesang. Wirklich hervorstechend sind aber lediglich die beiden letzten Lieder "Gathering", welches mit Streichern unterlegt ist und "Unity", welches eine schnellere Gangart anschlägt und dabei genauso, wenn nicht gar noch düsterer und depressiver wirkt. Dieser Eindruck wird durch das abrupte Ende noch verstärkt.

Fazit:
DEPICTING ABYSM's neues Album teilt in meinen Augen leider das Schicksal von vielen anderen Depressive Black Metal-Werken: zu viele Längen, zu wenig Abwechslung. Man bemüht sich zwar, das merkt man, und "Passage" wird mit Sicherheit seine Hörer- und Anhängerschaft finden, aber für mich persönlich ist es einfach nur ermüdend mit der Zeit, da sich dieses Muster in der Musik von Song zu Song einfach nur wiederholt. Wirklich interessant hingegen ist das Lied "Gathering", welches durch seine Streicher zu überzeugen weiß. Die CD erscheint am 2. April 2016 und kann bereits im Online-Shop von Naturmacht Productions vorbestellt werden.

Allen Anhängern des DSBM zu empfehlen, alle anderen können ruhig mal ein Ohr riskieren.


Darbietungen:
01. Shelter
02. Shadow
03. Disbelief
04. Gathering
05. Unity

Laufzeit: ca. 47 Minuten

Preview: Havukruunu - Rautaa ja Tulta (CD, Naturmacht Productions - 2016)

Die Finnen HAVUKRUUNU melden sich mit ihrem neuen Werk zurück. Wobei "Rautaa ja Tulta" so neu eigentlich gar nicht ist, handelt es sich hier doch um eine EP aus dem letzten Jahr, welche auch nur in digitaler Form veröffentlicht wurde. Nach dem sie im vergangenen Jahr das Debüt-Album des Duos herausbrachten, legt die deutsche Schmiede Naturmacht nun die CD-Fassung nach, welche zusätzlich noch mit vier neuen und exklusiven Liedern aufgewertet wurde und die ganze Angelegenheit beinahe schon zu einem neuen Voll-Album werden lässt.




Mir persönlich war die EP vorher nicht geläufig, und auch über das großartige "Havulinnaan" bin ich auch eher zufällig gestoßen - so kannte ich also auch erst diese Full-Length. Der Stil wird hier dabei konsequent eingehalten, soll heißen, dass es hier sehr melodiösen Black Metal mit deutlichem Pagan-Einschlag um die Ohren gibt. Das erinnert nicht nur an einer Stelle an das deutsche Kult-Duo Morrigan, sondern auch an aktuellere Werke von Landsleuten wie Goatmoon - jedoch ohne den exzessiv politischen Einschlag. Die Gitarren begehren spielfreudig auf, lassen dabei aber nichts von schneidender Kälte missen. Der, manchmal auch zweistimmige Gesang wandelt dabei zwischen Erhabenheit, epischer Majestätik und Gänsehaut-Feeling, ist manchmal hasserfüllt und keifend, dann eher geschrien oder gebrüllt, hat aber auch klare Passagen und Chöre zu bieten. Instrumental gesehen hält man sich überwiegend im hymnischen Midtempo auf, unternimmt jedoch auch mal Ausflüge in schnellere Gefilde. Die erhabene Atmosphäre wird vor allem durch diese hymnischen Momente getragen, aber auch durch gezielten Einsatz von Chören, Akustikgitarren und Samples. Die vier neuen Songs stehen den anderen dabei in nichts nach, sind weder als besser, noch als schlechter zu bezeichnen, sondern von gleicher Qualität, was das Ganze noch zusätzlich abrundet und einem den Eindruck eines vollwertigen Albums vermittelt.

Fazit:
HAVUKRUUNU's "Rautaa ja Tulta" erhält mit diesem Release endlich das Format, welches es verdient. Wobei eine Auswertung auf Vinyl natürlich auch noch sehr wünschenswert wäre - aber das wird wohl dann nicht mehr unter Naturmacht geschehen, wenn überhaupt. Aus der einstigen EP hat man dank der vier zusätzlichen Lieder und der daraus resultierenden Mehr-Spielzeit ein überaus atmosphärisches Pagan Black Metal Album gezaubert, welches alle zufrieden stellen sollte, die mit erhabenen Stimmungen etwas anfangen können. Die CD erscheint am 2. April 2016 und kann bereits im Online-Shop von Naturmacht Productions vorbestellt werden.

HAVUKRUUNU zelebrieren paganen Schwarzmetall auf höchstem Niveau. Die Band stellt für mich das finnische Pendant zu MORRIGAN dar und sei deshalb auch jedem Anhänger der deutschen Kult-Band bestens empfohlen!


Darbietungen:
01. Pakkanen
02. Rautaa ja Tulta
03. Musta Yö
04. Ne Salaperäiset
05. Valhallan Portit
06. Verta ja Tuhkaa
07. Maat Mennyttä Soi
08. Surmatuli
09. Joka Puun Taaka
10. Maan Alainen

Laufzeit: ca. 44 Minuten

Mittwoch, 30. März 2016

Review: Sorcier Des Glaces - North (CD, Obscure Abhorrence - 2016)

Das Duo aus Québec, Kanada meldet sich auch wieder. Im Februar veröffentlichte die deutsche Schmiede Obscure Abhorrence Productions das nunmehr fünfte Voll-Album der seit 1997 existierenden Truppe. Wurde das letzte Werk "Ritual of the End" ebenfalls bereits über das Label unter's Volk gebracht, setzt sich die Zusammenarbeit nun also fort.








Einmal mehr präsentiert das Duo der geneigten Hörerschaft ein sehr atmosphärisch, wenn auch recht primitives Schwarzmetall-Werk. Geboten wird ein sehr nord-europäisch geprägter Black Metal, der in seiner Instrumentierung lediglich auf Gesang, Gitarre, gelegentlichen Einsatz von Bässen und Schlagzeug reduziert ist. Das klingt zunächst einmal wenig spektakulär, entpuppt sich allerdings als ein eingehendes Erlebnis. Die Grundstimmung ist wunderbar dreckig und rotzig, fast ein wenig rockig. Mir kommen da ältere norwegische Bands in den Sinn, aber auch alte Gruppen aus Frankreich dürften hier als die ein oder andere Inspirationsquelle gedient haben. Durch das Einsetzen von atmosphärischen Samples und Chöre wird das Ganze noch einmal zusätzlich aufgewertet und bietet auf die Weise zeitgleich eine sehr erhabene, fast schon epische Stimmung. Auch lassen sich, gerade im Gitarrenspiel ein paar sehr progressive Einflüsse finden, die Abwechslung in das Geschehen bringen. Hier wird von Majestätik bis hin zur Monotonie wirklich so einiges geboten.

Fazit:
SORCIER DES GLACES' fünftes Album "North" trägt seinen Namen zurecht. Das Album scheint direkt aus den Mid-90ies Norwegens zu stammen. Hat natürlich auch zur Folge, dass man hier doch ab und an den Eindruck erhält, so manches schon einmal gehört zu haben. Das fällt jedoch nicht weiter ins Gewicht, denn in der Tat handelt es sich hier um ein mehr als solide zelebriertes Black Metal-Werk, welches zwar ein paar Längen aufweist, nichts desto trotz aber sehr gut hörbar ist und jeden Puristen mehr zufrieden stellen sollte. Die CD kommt einmal als normale Jewelcase-Version und als auf 100 Stück limitiertes A5-Digipak daher. Beide sind noch im Online-Shop von Obscure Abhorrence Productions erhältlich. Darüber hinaus wurde zeitgleich zur CD noch eine Kassette des Album durch das Ami-Label Dread Records veröffentlicht. Diese ist ebenfalls noch erhältlich, allerdings nur über den Shop der Amis, was sich wohl nur für den Die-Hard-Maniac lohnen dürfte.

Recht solides Werk, welche gerade Anhänger der Mitt-90er ansprechen dürfte!


Darbietungen:
01. Passage au-delà des glaciers noirs
02. (To the) Snow-Crowned Mountains
03. La Noirceur éternelle
04. Storming from Beyond
05. Dawn of the Apocalypse
06. North
07. Witchcraft (Obtained Enslavement Cover)
08. Rites of the Black Moon


Laufzeit: ca. 53 Minuten

Review: Vile Elegy - Der Narrheit großer Sieg (CD, Eigenproduktion - 2012)

Bei VILE ELEGY handelt es sich um ein Solo-Projekt des Protagonisten Janus Vile, der sich neben der Musik auch der Schreiberei widmet. So dient dieses Projekt wohl in erster Linie auch lediglich der Vertonung einiger seiner Texte. Viele Details zur diesem Projekt lassen sich nicht finden, auf der Hülle und im Beiheft sind auch lediglich ein paar Kontaktdaten und ein kurzer Text zur Intention sowie eine Danksagung hinterlegt. Lyrics gibt es keine, dafür aber einen Internet-Verweis, wo man sie nachlesen kann.





Zugegeben ist "Der Narrheit großer Sieg", bisher einziges Erzeugnis des Projekts VILE ELEGY soweit ich informiert bin (denn wie gesagt, existieren keine großartigen Informationen zur Band), bereits etwas älteren Datums. Die Tatsache jedoch, dass es sich hier um ein lokales Projekt aus Dortmund handelt und dass ich über Umwege vor einer Weile an diese CD gekommen bin, haben mich dann doch dazu verleitet, mal etwas hierzu zu schreiben. Natürlich ist bei solch' einem eher rein künstlerischem Machwerk immer die Frage da, ob man es überhaupt objektiv bewerten sollte, da hier ja doch immer noch eine andere Intention hinter steckt, als bei Band XY, die unter einem Majorlabel veröffentlicht. Die Antwort ist für mich im Grunde aber einfach: der Protagonist hat etwas veröffentlicht, auf welchem Wege auch immer und bei einer Auflage von 500 Stück (soweit meine Information stimmt) kann es auch schon einmal vorkommen, dass das Werk einer breiteren Masse bekannt wird. Zumindest für Underground-Verhältnisse.

Zu der Faktenlage: VILE ELEGY's "Der Narrheit großer Sieg" beschreibt sich selbst als atmosphärischer depressive Rock / Black Metal. Das stimmt allerdings nur teilweise. Während ich bei solchen Beschreibungen generell schon das Schlimmste befürchte, verhält es sich hier doch so, dass zwar eine depressive Grundstimmung vorhanden ist, gerade der Gesang sich aber eher an anderen atmosphärischen Untergrund-Kapellen Marke Pestheim und co. orientiert. Die Instrumente sind generell schon dem Black Metal zuzuordnen, legen aber auch des öfteren einen Schuss Post Rock / Punk an den Tag. Auch einige Einflüsse aus dem Gothic und Industrial lassen sich ausmachen. Das einzige, was mal wieder nervt, ist der meist doch sehr künstlich wirkende Drum-Computer. Die Texte behandeln weniger Schwarzmetall-typische Themen, ein gewisser Hang zur Dunkelheit, Satanismus und Okkultismus ist aber erkennbar, spielt aber nur eine untergeordnete Rolle - vielmehr geht es hier um eher persönliche Dinge, die eigene Dunkelheit der Seele, Drogen, morbide Dinge, Misanthropie, aber auch ein Quäntchen Philanthropie und urbane Dystopie. Immer auf eine Weise mit poetischem Anspruch dargebracht. Das Album teilt sich in zwei Kapitel auf, wobei die ersten sechs Lieder Kapitel eins abdecken, während die letzten sechs Kapitel zwei darstellen. Einen musikalischen Unterschied gibt es nicht, nur sind die letzten sechs Lieder allesamt in deutscher Sprache verfasst (bis auf "Chapter II", "Interlude" und "Nocturnal Elegy", welche Instrumentale darstellen).

Fazit:
Was bei "Der Narrheit großer Sieg" unter'm Strich bleibt, ist ein Dark Metal-Machwerk aus der Feder eines sich selbst finanzierenden Underground-Projekts, bei dem es nicht um Verkaufszahlen, sondern um subjektive emotionale Empfindungen geht. Daher ist eine wirklich objektive Bewertung auch schlecht möglich. Rein musikalisch muss ich schon sagen, dass ich mir hier eigentlich nichts Großartiges versprochen habe und vielleicht auch deshalb angenehm überrascht bin. Gerade das Gitarrenspiel gefällt mir sehr gut und erinnert mich in Verbindung mit dem Gesang in den besten Momenten doch sehr an den Krieger M.h. Frost von Pestheim aus Ennepetal. Es handelt sich hier also alles andere um eine astreine Produktion und technisch einwandfreie Spielereien, sondern um ein von Grund auf authentisches Amateur-Projekt, was weniger die Ambitionen hat, auf irgendeiner (BM-)Welle mit zu schwimmen, als viel mehr seine düsteren Botschaften zu verbreiten. Wie bereits erwähnt, ist meine Information, dass das Werk auf 500 Exemplare limitiert ist (nicht nummeriert). Bestellungen könnt ihr unter der offiziellen Heimseite des Projekts in Auftrag geben oder diese direkt an Janus Vile entrichten. Ich gebe allerdings keine Gewähr, dass die CD wirklich noch erhältlich ist. Anbei noch einen Dank und Gruß an T.R., der mir sein Exemplar für diese Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Sollte man sich selbst anhören und sich danach selbst ein Urteil zu bilden.


Darbietungen:
01. Nemesis
02. Crown of Thorns
03. The Spirit of Man
04. Crown of Creation
05. LSD
06. In the Name of...
07. Chapter II
08. Der Narrheit großer Sieg
09. Interlude
10. Tanz der Vampyre
11. Ein Trugbild voll der Herrlichkeit
12. Nocturnal Elegy

Laufzeit: ca. 52 Minuten

Review: Black Lord - Black Ritual Forest (CD, Tribulacion Productions / Satanath Records / Rebellious Records - 2015)

Die beiden Hassprediger von BLACK LORD aus Mexiko veröffentlichten im letzten Jahr hier Debüt-Album, zunächst in Eigenregie als digitale Version, später folgte dann eine CD-Fassung in Kooperation mit den Labels Tribulacion (Kolumbien), Satanath (Russland) und Rebellious (ob es sich hier tatsächlich um die Schmiede aus Chile handelt oder ob diese doch eher aus Spanien stammt, wie es die Adresse der Heimseite vermuten lässt, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen)...





Bei BLACK LORD handelt es sich um ein Projekt des Protagonisten mit gleichem Namen, welcher am Schlagzeug durch Astarot (u.a. Astarot, Abyssmal Depths, Alasthor) unterstützt wird. Die beiden zelebrieren, wie das Cover schon vermuten lässt Schwarzmetall, der zwischen untergründiger Produktion und erhabener Atmosphäre wandelt. So brauchte es zumindest bei mir ein paar Anläufe, um die wirklich guten Aspekte von "Black Ritual Forest" erkennen zu können. Der Black Metal gibt sich zunächst rau und scheint sich oberflächlich betrachtet kaum von Rohrkrepierern wie etwa Schattenreiner abzuheben. Hinzu kommt der Gesang, der meist etwas depressiv und verzweifelt klingt und gar ein wenig an den Ami von The Eternal Night denken lässt. Der wahre Wert dieser Scheibe lässt sich dann aber an den Details ausmachen: dreckige Gitarrensoli ("Spiritual War", "Coldblood"), atmosphärische Keyboard-Passagen wie im In- und Outro, die nicht aufgesetzt wirken, fast schon hymnische instrumentale Darbietungen ("Spell Of Darkness") - all diese Zutaten sorgen dafür, dass BLACK LORD hier kein so belanglos-durchschnittliches Album abliefern, wie man im ersten Moment vielleicht denken könnte.

Fazit:
Das erste Machwerk der beiden Mexikaner ist bei weitem kein Album, welches sich an Hörer mit gehobenen Anspruch an Produktion und Darbietung richtet. "Black Ritual Forest" ist, wie das Artwork schon suggeriert, fuckin' Old School. Die wirklich gut zelebrierten spielerischen Details verfehlen ihre Wirkung nicht und heben das Ganze enorm an. Gerade beim Gesang werden sich allerdings die Geister scheiden. Zumindest ich habe der Scheibe eine Chance gegeben, und ich empfehle jedem, der mit rauen, aber gut dargebrachten Klängen etwas anfangen kann, sich "Black Ritual Forest" zumindest einmal anzuhören. Die CD ist auf 300 Stück limitiert und von Interessenten aus Europa am besten noch über den Online-Shop von Satanath Records zu beziehen. Um das Album zunächst nur einmal anzutesten empfehle ich euch einen Blick auf das Bandcamp-Profil von BLACK LORD, auf welchem ihr die ersten vier Lieder zum anhören findet und das Werk auch in digitaler Form käuflich erwerben könnt. Für alle Tape-Fetischisten unter euch gibt es seit Januar diesen Jahres eine Kassetten-Version, welche durch das mexikanische Kleinlabel Baalberith in einer Auflage von gerade einmal 30 Exemplaren veröffentlicht wurde.

Ihr zählt euch als Old School Maniac und habt gerade nichts anderes von Interesse zur Hand? Hört euch diese Scheibe an - ihr werdet nicht enttäuscht werden!


Darbietungen:
01. Intro
02. Spiritual War
03. Lord Of The Night
04. Black Bird
05. Dreaming Into The Eternal Forest
06. Moonlight
07. Sometimes Sacred
08. Coldblood
09. Spell Of Darkness
10 Outro

Laufzeit: ca. 36 Minuten

Dienstag, 29. März 2016

Review: Funeral Ghoul - Carpathian Demons (Digitales Album - 2016)

FUNERAL GHOUL aus Ungarn hat auch mal wieder eine neue Demo am Start. "Carpathian Demons" nennt sie sich und wurde einmal mehr in digitalem Format herausgebracht. Nach dem letzten Werk, bzw. den letzten zwei Werken ist meine Erwartungshaltung allerdings nicht mehr allzu groß, doch ich lasse mich ja gerne überraschen...








Die erste positive Überraschung fliegt mir direkt zu Anfang um die Ohren. Nach einem nur als disharmonisch zu bezeichnendem Intro ("Walking Under The Storm") folgt in Form von "Circle Of Pyres" der erste richtige Song. Lofi-Black Metal, wie man ihn von dem Projekt gewohnt ist. Doch was nicht gerade spektakulär beginnt, steigert sich in eine wahre Hass-Orgie. Das ist genau die Art von Raw Underground Black Metal, den ich hören möchte und der dazu noch einen wohligen 90er-Flair besitzt. Das Titel-Stück ist dann um einiges kürzer, dafür sogar noch eine Spur effektiver, erinnert es doch beinahe schon an obskure Sachen wie Antichrist oder die frühen Mjölnir, gleiches gilt für den morbiden Ambient/Instrumental-BM Mix von "Distress". Bei "Alone In Depth Of A Marsh" wird es etwas dumpfer in der Instrumentalisierung, was dem ganzen den Eindruck von einer Wanderung durch dunkle Katakomben verleiht, dazu passend lassen sich hier auch unheimlich wirkende Samples finden. Das nächste Stück "Paranormal Blood Oath" wirkt auf mich hingegen wie unnötig in die Länge gezogen, was eigentlich schade ist. Als Ausklang fungiert "Astral Awakening" und bietet auch nur Space Ambient, was aber doch irgendwie gut präsentiert ist und sogar passend ist.

Fazit:
Der Herr von FUNERAL GHOUL legt hier ein recht solides Machwerk ab, was ich gerade nach den letzten beiden Veröffentlichungen nicht erwartet hätte. "Carpathian Demons" ist dabei ganz klar wieder keine Scheibe, die man jetzt unbedingt haben muss, weist mehr als eine Ecke und Kante und auch ein paar Längen auf, bietet unter'm Strich aber gerade für Puristen endlich mal wieder ein gutes Lofi/Raw Black Metal-Machwerk mit morbidem 90ies Flair. Der Download lässt sich wie immer auf dem offiziellen Bandcamp-Profil von FUNERAL GHOUL finden.

Empfehlenswert für alle Puristen und Anhänger des Lofi-/Raw Black Metals. Innovation sollte man jedoch nicht erwarten.


Darbietungen:
01. Walking Under The Storm
02. Circle Of Pyres
03 Carpathian Demons
04. Distress
05. Alone In Depth Of A Marsh
06. Paranormal Blood Oath
07. Astral Awakening

Laufzeit: ca. 27 Minuten

Review: Grá - Ending (CD, Unexploded Records - 2015)

Das Trio aus Stockholm legte mit ihrem letztjährigen Werk "Ending" ihr zweites Album vor. Das grandiose selbst-betitelte Debüt liegt bereits einige Jahre zurück, es folgten Veröffentlichungen wie die nicht minder schlechte "Necrology of the Witch" EP und die Split mit den Amis von GNOSIS OF THE WITCH, welche über Iron Bonehead erschien.








Nun also hier das neue Voll-Album aus der Feder von GRÁ. Die Schweden lassen sich natürlich auch hier wieder nicht lumpen und präsentieren ihren episch angehauchten Black Metal mit einer bombastischen Produktion, welche die vorhandenen Pagan und Viking Einflüsse noch einmal so gut in Szene setzt. Instrumental gesehen gibt man sich sehr melodisch und typisch für Schweden. Bezüge an die Alt-Meister Dissection oder die meiner Meinung nach völlig Verkannten Dawn lassen sich in den Liedern ebenso ausmachen, wie Orientierungen an den aktuellen schwedischen Black Metal-Underground Marke Svartrit. Dazu dann noch ein dezenter Einsatz von Samples, Chören und dergleichen, die dem ganzen schon beinahe einen atmosphärischen Flair vom Schlage eines Falkenbach Albums gibt - man höre sich nur einmal das Stück "Där skuggor dröjer kvar" an. Das emotionsgeladene, knapp 10 Minuten andauernde Stück "Helfärd pt. III (Den gamle)" steht da eher für die melancholische Seite der Truppe und stellt für mich den absoluten Höhepunkt des Albums dar. Das folgende "I döden" gibt sich da dann eher wieder dem hymnenhaften Midtempo hin.

Fazit:
"Ending" ist eine absolut gelungene Scheibe. GRÁ wissen einfach mit ihrem Stil, der zwischen Monotonie, Erhabenheit, Pagan und Schwarzmetall-Kult hin und her pendelt, zu begeistern. Höhepunkt ist wahrscheinlich das knapp 10-minütige "Helfärd pt. III (Den gamle)", welches zu dem traurigsten und verzweifelsten gehört, was ich in jüngerer Vergangenheit gehört habe. Ein Werk, welches gerade durch seine Vielfalt überzeugt.

Geheimtipp!


Darbietungen:
01. Väntan
02. Þar til eldurinn mig gleypir
03. He Who Comes
04. Där skuggor dröjer kvar
05. Ruiner
06. Helfärd pt. III (Den gamle)
07. I döden
08. Fri
09. Ending

Laufzeit: ca. 47 Minuten

Donnerstag, 24. März 2016

Review: Spell Forest - Candelarum (Digitales Album - 2015)

Die Band SPELL FOREST begegnete mir bereits für ein paar Jahren. Auf einer Börse entdeckte ich gleich zwei CDs der Truppe aus Brasilien. Cover gefielen... eingesackt. Warum auch nicht? Das ganze entpumpte sich dann sogar als recht solide. Ob dies auch auf den neuesten Output der Band in Form dieser digitalen EP zutrifft, lest ihr im folgenden...








"Candelarum" beginnt wie gewohnt: etwas symphonisch, dann düster, ein wenig okkult. Das Tempo bewegt sich im Mid-Bereich, darf aber auch ruhig schon einmal angezogen werden. Bereits zu Beginn wird also klar, dass sich hier nicht allzu viel geändert hat, außer, dass die Horde doch noch einmal in instrumentaler Hinsicht eine Schippe drauf legt und sich sehr professionell melodiös und spielfreudig gibt, ohne jedoch auf eine räudige Produktion zu verzichten. Die zelebrierte Musik wird dem Cover gerecht, denn von finsterer ritueller Atmosphäre, über brachiale Raserei und schwarz-hymnischen Passagen ist hier, nicht zuletzt auch Dank der symphonischen Einflüsse, so ziemlich alles vertreten. Gerade der letzte Song "Viva Satanas" zeigt die wahren Stärken dieses Mini-Werkes.

Fazit:
Mit "Candelarum" beweisen SPELL FOREST einmal mehr, dass sie eine der unterbewertetsten Bands aus dem brasilianischen Underground sind. Kennen tut sie kaum jemand, zumindest kenne ich kaum Leute, die jemals von der Band gehört hätten, und doch zählen sie in meinen Augen zu den interessantesten Truppen aus Süd-Amerika, eben weil sie anders klingen, nicht nur diesen nichts sagenden High-Speed-BM nach Schema-F runter daddeln, sondern sich auch durchaus Zeit für atmosphärische Momente nehmen und es mit ihrer Musik schaffen, wirkliche Emotionen auf verschiedenen Ebenen aufzubauen und zu transportieren. Die EP gibt es zum kostenlosen herunterladen auf der offiziellen Heimseite der Truppe.

In meinen Augen mit das Beste, was Brasilien momentan zu bieten hat!


Darbietungen:
01. Candelarum
02. Rebellionis
03. Hoc Est Corpus Meus
04. Viva Satanas

Laufzeit: ca. 16 Minuten

Mittwoch, 23. März 2016

Meldung: Natanas... Folge xXx (natürlich wieder digital - 2016)

Man man, endlich mal wieder ein Album, was doch eindeutig diesen Seiten gewidmet wurde. Schön.












Musikalisch mal wieder furchtbar und auch sonst zeugt dieses Werk davon, dass der Protagonist mit konstruktiver Kritik wohl nicht recht so recht umzugehen weiß. Black Metal ist mehr als die Summe von auf einander gereihten Schreien und Störgeräuschen. Es sollten auch mal wirklich Emotionen aufgebaut werden und etwas Atmosphäre täte dem Ganzen auch ganz gut. Ständig nur das Gleiche aufnehmen hat schon bei Xasthur kaum funktioniert (allerdings hatte ein gewisses Projekt aus Deutschland namens Modern Talking ziemlich lange Erfolg damit, einen einzigen Song wieder und wieder neu zu veröffentlichen. Warum, weiß nur Natanas...).

In diesem Sinne: Danke für die Aufmerksamkeit. Ich für meinen Teil werde die folgenden Natanas-Alben ignorieren, da ich nicht glaube, dass sich hier noch einmal etwas von Interesse tun wird. Und ehrlich gesagt, ist mir meine Freizeit mittlerweile zu kostbar, um mich dauerhaft mit mieser Mucke auseinander zu setzen. Hauptsache man hat seine Fanboys auf Facebook, gelle?!

Review: Cantique Lépreux - Cendres Célestes (CD, Eisenwald - 2016)

Québec scheint ein Trog unermesslicher schöpferischer Kraft zu sein... zumindest was den Black Metal angeht. Aus der kanadischen Szene, insbesondere aus besagten "Freistaat" ging schon so manche hochwertige Band hervor. Nun gesellt sich auch das Projekt Cantique Lépreux hinzu, welches diesen Monat sein erstes Werk in Form eines Voll-Albums veröffentlichte, unter dem Banner der deutschen Eisenwald Tonschmiede, die ja für Bands aus diesen Breitengraden prädestiniert zu sein scheinen.





Das Trio legt mit hier besprochener Scheibe wie bereits erwähnt ihr Debüt-Werk vor, bei den Leuten handelt es sich aber um keine gänzlich Unbekannten. So manch Eingeweihtem dürften Namen wie Chasse-Galerie, Mêlée des Aurores oder die inzwischen aufgelösten Culte d'Ébola zumindest ein Begriff sein, zumal die meisten (ehemaligen) Projekte diverse Schnittstellen zu Bands wie Forteresse, Monarque, Neige et Noirceur oder Csejthe aufweisen. Zu Bands also, die jeder kennen sollte, der etwas auf atmosphärischen Schwarzmetall gibt. CANTIQUE LÉPREUX zelebrieren da natürlich einen sehr ähnlichen, halt typischen Schwarzmetall für die Szene aus Québec. Gut produzierter Black Metal, der allerdings auch nicht zu sauber klingt, atmosphärisch und episch in Szene gesetzt. Trotzdem ist die Musik eine einzige Ode an die Dunkelheit, die Nacht und die Mächte der Natur. Der Gesang ist sehr hymnisch gehalten und doch lässt er diese gewisse misanthropische Kälte nicht vermissen, die dem Black Metal einfach anhaften sollte - ein nicht unerheblicher Aspekt, den so manche Band heutzutage jedoch schmerzlich vermissen lässt. Insgesamt wird hier auch eine sehr hypnotische Stimmung erzeugt. Mehr als erwähnenswert sind auch die eingestreuten und wohl dosierten melodiösen Momente und Gitarrensoli (wie in "Transis").

Fazit:
Ein überragendes Album, welches uns die Band CANTIQUE LÉPREUX da offenbart. In sieben Kapiteln zelebriert man hier eingängigen Black Metal mit viel Melodie und Atmosphäre, aber auch ordentlich Druck und Aggression. "Cendres Célestes" ist mal wieder ein Album, was zeigt, dass die Black Metal-Szene in Kanada, insbesondere Québec sehr vital ist und seinen Zenit noch längst nicht überschritten hat. Die Lieder sind in ihrem allseits hymnischen Gewand auch sehr abwechslungsreich gehalten, sind mal schneller, mal langsamer und repräsentieren so auch verschiedenste Emotionen und Stimmungen. Das Werk liegt bisher lediglich als stilvoll aufgemachte CD im Digipak vor und kann, wahlweise auch im Bundle mit passendem T-Shirt, im Online-Shop der Eisenwald Tonschmiede oder beim Underground-Dealer eures Vertrauens erworben werden.

Uneingeschränkte Kaufempfehlung!


Darbietungen:
01. Introduction
02. Le froid lépreux
03. L'Adieu
04. La meute
05. Tourments des limbes glacials
06. Transis
07. Le mangeur d'os

Laufzeit: ca. 36 Minuten

Donnerstag, 17. März 2016

Review: Funebria - Dekatherion: Ten Years of Hate & Pride (CD, Satanath Records / Darzmadicus Records - 2015)

Das Quartett FUNEBRIA aus Venezuela treibt auch bereits seit 2004 ihr Unwesen im Underground. Nun ließ man im letzten Jahr mit dem mir vorliegenden Album bereits sein zweites auf die Menschheit los.










Südamerikanischer Black Metal ist ja immer so eine Sache... da muss man schon drauf stehen und eine Vorliebe für technische Thrash-Elemente besitzen, damit der Funke überspringt. Für europäische Hörgewohnheiten ist das natürlich alles andere eins einfach, da Black Metal in unseren Breitengraden ja eher mit dem Klangbild eisiger Weiten und misanthropischer Kälte gleichgesetzt wird. Inquisition sind ein gutes Beispiel für eine Band, die es geschafft hat, sich auch in Europa eine große Anhängerschaft erspielt zu haben. Doch ist die Band ja auch nicht mehr das, was sie einmal war - die Jahre als südamerikanische Thrash Metal Band mit Black-Einfluss sind lange vorbei und inzwischen agiert die Band auch von den USA aus. Oder Hetroertzen, die allerdings auch erst seit ihrer Auswanderung nach Schweden so wirklich hörbar geworden sind. FUNEBRIA bilden da leider auch keine Ausnahme. Musikalisch gibt man sich einem rasenden Black Metal-Stil hin, der kaum Zeit für Verschnaufpausen bietet, und dabei in spielerischer Hinsicht sehr technisch daherkommt und eine ordentliche Portion Thrash, aber auch Death besitzt. Der Gesang kommt sehr schreiend daher, fast hysterisch und daher an manchen Stellen wirklich regelrecht nervend. Nicht ganz Cradle of Filth-like, aber es geht schon in die Richtung.

Fazit:
Black Metal aus Südamerika wird mich wohl nie mehr so wirklich begeistern können. Dafür bin ich einfach zu sehr von der nord-europäischen Szene beeinflusst. Die Band legt sich dabei aber ordentlich ins Zeug, das muss ich ihnen zugestehen und spielerisch befindet man sich auf einem technisch hohen Niveau. Ihre Instrumente beherrschen die Herren. Allerdings gibt mir diese brachiale Immer-volles-Rohr-Mentalität der Band persönlich nicht sehr viel. Schade drum. Die CD ist auf 500 Exemplare limitiert und über den Online-Shop von Satanath Records aus Russland zu beziehen.

Nur für High-Speed-Fetischisten!


Darbietungen:
01. Intro
02. Consolamentum
03. Serpent Sign
04. Whores Of Babylon
05. Nihilist Revelation
06. Divide & Conquer
07. Aeon Of Tyranny
08. Azag (The Crown Of Void)
09. Cult Of Cosmic Destruction
10. Tormento (Bonus Track)

Laufzeit: ca. 42 Minuten

Review: Dalkhu - Descend... into Nothingness (CD, Satanath Records / Darzamadicus Records - 2015)

Aus Slowenien stammt das Duo DALKHU. Das Gespann kann dabei bereits auf eine Demo-Veröffentlichung sowie auf ein Voll-Album aus dem Jahr 2010 zurückblicken. Beim ersten Blick auf Cover und Artwork könnte man schnell zu der Ansicht gelangen, dass es sich hier um naturverbundenen Pagan Black Metal handeln könnte... dieser Eindruck verflüchtigt sich allerdings schnell wieder, nachdem die ersten Takte der Musik erklingen...






Denn im Grunde genommen ist "Descend... into Darkness" ein reinrassiges Black/Death Metal Album geworden, mit viel Groove, Melodie und Härte. Eine leicht rotzige Attitüde ist ebenfalls auszumachen. Von heidnischer Natur ist der Silberling daher eher weniger bis gar nicht. Wobei die Musik durchaus auch folkloristische Einflüsse bietet, wenn hier und da schon mal eine Akustikgitarre erklingt. Ansonsten bietet man hier in instrumentaler Hinsicht aber wie gesagt ein lupenreines melodiöses Extreme Metal-Werk, welches gleichwohl typischen slawischen Black Metal mit viel Melodie bietet, aber auch von viel Düsternis durchzogen ist. Zumeist siedelt man sich im erhabenen Midtempo an, wechselt aber auch schon einmal wie im Song "Accepting the Buried Signs" in eine schnellere Gangart und klingt dadurch sehr Death-lastig, was gerade im Schlagzeug-Spiel auffällt. Der Gesang tut sein übriges dazu - der wird durchweg eher brüllend vorgetragen und erinnert daher auch eher weniger an typischen Black Metal.

Fazit:
Ein Album, was gerade durch seine Vielfalt aus Härte, herausragende Melodiebögen und seinen Mix aus Black und Death Metal besticht. Satanath Records haben durch die Fülle an Bands, die sie veröffentlichen auch relativ viel Schmand dabei, haben aber auch manch großartige Band am Start, die man vielleicht auch noch nie zuvor gehört hat. DALKHU gehören da mit ihrem "Descend... into Darkness" definitiv zur zweiten Kategorie. Das Album erschien neben dieser CD auch auf Vinyl über Iron Bonehead Productions und auf Kassette über Godz ov War Productions (Polen). Interessenten aus Deutschland sollten sich vertrauensvoll an Iron Bonehead wenden, da sich alle drei Formate im Online-Shop finden lassen.

Sehr solides Werk... Empfehlenswert!


Darbietungen:
01. Pitch Black Cave
02. The Fireborn
03. In the Woods
04. Distant Cry
05. Accepting the Buried Signs
06. Soulkeepers
07. E.N.N.F.

Laufzeit: ca. 43 Minuten

Sonntag, 13. März 2016

Review: Funeral Ghoul - The Mutilated Hand Of God (Digitales Album - 2016)

Ein neues Album hat auch der Alleinunterhalter von Funeral Ghoul zu bieten. Man erinnere sich: im Januar diesen Jahres hatte ich erstmals von dem Projekt aus Ungarn gehört, welches bis dahin sieben Veröffentlichungen innerhalb von noch nicht einmal einem halben Jahr vorweisen konnte. Hier vorliegendes ist nun das bereits neunte Demo, welches der Protagonist Lord Aäkenrez unters Volk gebracht hat.







Geboten wird auf "The Mutilated Hand Of God" mal wieder minimalistischer Black Metal, dem man die Einschränkungen eines Ein-Mann-Projektes deutlich anhört. Spielerisch befindet man sich auf einem nicht allzu anspruchsvollen Niveau, hält sich meist eher bedeckt und präsentiert sich monoton. Dann gibt es da aber auch wieder Lieder vom Schlage eines "Burning Coffin Of Reborn", der einen dann doch aufhorchen lässt, da er einige gute Tempowechsel beinhaltet. Allerdings rettet dies das Gesamtwerk auch nicht vor der Belanglosigkeit.

Fazit:
Black Metal, wie es ihn schon x-fach gegeben hat. Ich möchte das hier jetzt nicht unbedingt mit Totalausfällen wie Schattenreiner aus Mexiko gleichsetzen... aber es kommt dem doch schon recht nah auf diesem Werk. "Under the Forest" hatte ich noch deutlich besser in Erinnerung. Alle (dennoch) Interessierten können gerne mal einen Blick auf das Bandcamp-Profil des Projekts riskieren - dort gibt es das Werk, sowie alle anderen auch zum (größtenteils kostenlosen) Download.

Nur für wirkliche Alleshörer. Insgesamt einfach zu unspektakulär und uninteressant.


Darbietungen:
01. Winds Of Sorrow (Instrumental)
02. The Mutilated Hand Of God
03. Forest Of Sacrifices
04. Burning Coffin Of Reborn
05. Fuck The Name Of God
06. In Evil Mysticism
07. My Death

Laufzeit: ca. 31 Minuten

Review: Irkallian Oracle - Apollyon (CD, Nuclear War Now! - 2016)

Gute drei Jahre ist es her seit "Grave Ekstasis", das Debüt-Werk der Gruppe aus Göteborg erstmals das Licht dieser finsteren Welt erblickte. Ca. ein Jahr später wurde es dann erneut von N.W.N.! Productions veröffentlicht, die nun auch das aktuelle Album veröffentlichten.









Anhänger des ersten Werkes werden sich hier auch gleich heimisch fühlen, denn geändert hat sich an dem Stil nicht wirklich viel. Zelebriert wird immer noch ein sehr düsterer, okkulter Mix aus Black und Death Metal, der sehr doom-latig daherkommt. Jedoch liegt der Fokus hier eindeutig auf dem Todesblei, welches sehr old school dargeboten wird. So sind die Saiten-Instrumente gnadenlos tiefer gestimmt und die Bässe kommen einem wie ein allgemeines Dröhnen aus den schwärzesten Tiefen des Nexus vor. Hinzu gesellt sich ein abgründiger, meist gröllender Gesang, der jedoch auch schonmal schreiend und rituell krächzend vorgetragen wird. So werden die sechs Lieder von einem okkulten roten Faden durchzogen, bieten gleichzeitig finstere langsame, fast schon bedächtige Passagen, um dann wieder durch ihre Brutalität, Kompromisslosigkeit und schließlich durch ihre unheimliche Atmosphäre, die durch spielerisch sehr gute Tempo- und Stimmungswechsel erreicht wird, zu glänzen.

Fazit:
"Apollyon" ist kein Album für jedermann und garantiert auch nicht für jede Gelegenheit. Um das neue Werk aus der Feder der Schweden zur Gänze erfassen zu können, sollte man sich auf eine bestimmte Bewusstseinsebene begeben. Erst dann entfalten die sehr trance-lastigen Melodien ihre gesamte Wirkung. Ein Album, welches man auf jeden Fall alleine, in Stille, Dunkelheit und schwachem Kerzenschein bei voller Lautstärke hören sollte. Das Album erschien neben dem CD-Format im Slipcase auch auf Vinyl, welche allerdings schon vergriffen zu sein scheint. Deutsche Kunden wenden sich zwecks einer Bestellung der CD am besten an Iron Bonehead Productions, welche die CD im Shop führen.


Darbietungen:
01. Reflections
02. Conjuring The Expulsed
03. Sol
04. Elemental Crucifixion
05. Apollyonic Enstasis
06. At The Graveyard Of Gods

Laufzeit: ca. 57 Minuten

Freitag, 11. März 2016

Review: Froststarr - Essenz (CD, Eigenproduktion - 2015)

Das Duo Froststarr aus Halle an der Saale präsentiert mit "Essenz" ihr Debüt-Album, nachdem man im Jahre 2011 bereits eine Demo-CD unter's Volk brachte. Die beiden Protagonisten Natt und Yuggoth sind dabei keine wirklichen Unbekannten und dem einen oder anderen bereits durch ihr Wirken in der Band Vargsblod bekannt, die bereits mit Bands wie Apathie oder Krater auf der Bühne standen.







Dass die beiden Mannen einen gewissen Bezug zu den Werken von H.P. Lovecraft haben, wird nicht erst bei der Sichtung der Texte, sondern bereits bei den Pseudonymen deutlich. Titel wie bspw. "Yig" sind da ebenfalls unmissverständlich. Aber auch im umfangreichen Beiheft werden illustrierte Bezüge genommen und Texte wie "Hetzjagd" oder "Leben" scheinen sich nicht nur auf die Werke, sondern auch auf die real existierende Person zu beziehen. Doch neben diesen Einflüssen haben Froststarr natürlich noch andere, typische Black Metal-Thematiken mit an Bord. Bei der Musik lässt man sich ebenfalls nicht lumpen und zelebriert daher räudigen Schwarzmetall in Reinkultur, allerdings mit künstlichem Schlagwerk, was hier und da die Stimmung ein wenig trübt. Jedoch muss ich sagen, dass hier eine sehr gute Leistung abgeliefert wurde: selten habe ich so einen gut programmierten Drum-Computer gehört, passagenweise hört man zwar die Konserve heraus, doch meist gelingt es, einen authentischen Eindruck zu vermitteln. Da mag vielleicht auch an der Live-Erfahrung des Herrn Yuggoth liegen. Atmosphärisch kann mich sich eigentlich nicht beklagen: es geht mal erhaben und gewissermaßen episch zur Sache, dann gibt man sich wieder eher schnell, rau und rotzig. Etwas ambient wird es beim Stück "Leere", was allerdings auch nicht weiter verwunderlich ist, interpretiert man doch das Stück "Tomhet" aus der Feder von Burzum. Dass die Band sich dabei jedoch selbst nicht allzu bierernst nimmt, lässt man an Stücken wie "My Metal Is Blacker Than Your Asshole" oder Äußerungen wie "Plakativ und klischeebehaftet seit 2010" erkennen, was dem einen oder anderen vielleicht doch zu unseriös erscheinen mag. Doch das ändert nichts daran, dass hier zwei Vollblut-Musiker am Werk sind, die mit hörbarer Hingabe bei der Sache sind.

Fazit:
"Essenz" ist ein Album, welches vielleicht nicht bei jedem auf Gegenliebe stoßen wird, aber auch gar nicht erst versucht, jedem zu gefallen. Die eigene Beschreibung der Musik "Black Metal zwischen Kotze und Erhabenheit" passt dabei wie die Faust aufs Auge. Die einzelnen Stücke sind überraschend individuell gehalten und weisen eine erfrischende Freidenker-Attitüde auf, die sich wohltuend von dem Einheitsbrei abhebt. Musikalisch gesehen hat das Ganze zwar ziemliche Ecken und Kanten und ist alles andere als sauber produziert - doch mal im Ernst: Who cares?! Die CD kommt als Pro-CDr im hand-signierten Digipak und kann für 10,- Euronnen direkt über die Band (info@froststarr.de) bestellt werden, auf der offiziellen Heimseite lassen sich auch die Demo-CD, sowie die beiden Vargsblod-Veröffentlichungen bestellen. Aktuelle Neuigkeiten gibt es über das Visagenbuch-Profil des Duos. Als weitere Empfehlung sei hier noch ein aufgezeichnetes Konzert der Horde erwähnt!

Raw German Underground it meant to be!


Darbietungen:
01. Frostwärts!
02. Winterstarre
03. Yig
04. Gottlos und stolz
05. Hetzjagd
06. Mein Wille
07. Leere (Burzum)
08. My Metal Is Blacker Than Your Asshole
09. Nach Norden
10. 4-13-20
11. Leben

Laufzeit: ca. 68 Minuten

Review: Total Hate - Lifecrusher: Contributions To A World in Ruins (CD, Eisenwald - 2016)

Blut und Hass... seit dem letzten Album "Necare Humanum Est", welches allein durch seinen Titel schon alles zum Thema 'Mensch' gesagt hatte, folgt nun knappe sechs Jahre später der Nachfolger in Form des mir hier vorliegenden "Lifecrusher"...









"Contributions to a world in ruins" so der Untertitel macht in Verbindung mit dem Cover wohl noch deutlicher, welche Thematik dieses Album behandelt. Den Krieg, und zwar in all' seinen erschreckenden, widerlichen, aber auch morbide faszinierenden Fascetten. Musikalisch bleibt man sich treu und beschreitet weiter den Pfad des kämpferischen Schwarzmetalls. Dabei gibt man sich einerseits primitiv und wild, zeigt sich aber auch recht melodiös und detailverliebt. So durchziehen immer mal wieder stimmige Gitarrensoli das Geschehen ("Instruments of His Wrath"), Sample-Einspielungen oder sehr effektiv eingesetzte Tempo- und Stimmungswechsel. Dabei klingt man auch typisch deutsch und erinnert instrumental gesehen vor allem an Nargaroth, weist aber auch gerade im letzten Song eine gewisse Parallele zu den Schweden Watain auf. Nach einem gewissen Leerlauf folgt dann noch ein versteckter Bonus, der eine kurze knackige Nummer beinhaltet, die ziemlich rotzig und mit einer gewissen Punk/Rock-Attitüde Marke G.G. Allin daherkommt.

Fazit:
Recht solides Werk aus dem deutschen Underground. Total Hate beweisen einmal mehr, dass sie trotz nicht allzu großer Bekanntheit weit oben in der nationalen Szene mitmischen und sie eine Macht sind, mit der man rechnen muss. "Lifecrusher" zeigt deutlich auf, dass es auch heutzutage noch Gruppen gibt, die den Black Metal ernst nehmen und ihn leben. Zwar wird man mit dem Werk nicht wirklich einen Preis für Innovation einheimsen, Puristen wird es jedoch mehr als zusagen. Das Machwerk ist derzeit nur auf limitierter CD verfügbar, die im Mailorder der Eisenwald bestellt werden kann.

Meine Empfehlung!


Darbietungen:
01. Violent Demise
02. Sinister Reflections
03. Drowned in Piss & Blood
04. Instruments of His Wrath
05. Purification by Fire
06. Infested by Parasites

Laufzeit: ca. 42 Minuten

Review: Natanas - Quiescence (Digitales Album - 2016)

Meine Fresse, was dieses Projekt für einen Output hat, ist echt unglaublich. So lange liegen die Besprechungen des letzten Voll-Albums und der Split mit Atel noch gar nicht zurück. Begeistert war ich von beiden Werken nicht sonderlich, wie man hier, bzw. auch hier nachlesen kann. Nun bin ich aber auch kein voreingenommener Mensch, sondern gebe einem Projekt gerne noch einmal eine zweite oder auch dritte Chance. Und was soll ich sagen... "Quiescence", so der Name des neuen Albums des Allein-Unterhalters Namtaräum kann sich durchaus hören lassen...




Am Stil an sich hat sich eigentlich nicht großartig etwas geändert. Das ganze scheint hier aber eine Spur eingängiger in seiner Darbietung. Hatten etwa die Songs vom "Eram numquam amicum vestrum" Album insgesamt ein atmosphärisches Potential, so wird dieses auf dem aktuellen Werk auch wirklich ausgespielt. Doch, in vielerlei Hinsicht macht die aktuelle Veröffentlichung von Natanas einiges richtig. Den Liedern wird durch ihre Längen eine wunderbare Epik verliehen, die Musik gibt sich dabei aber gewohnt rau und ungeschliffen. Die Grundstimmung scheint dieses Mal etwas depressiver als noch auf dem direkten Vorgänger. Das erinnert mich zeitweise an frühere Xasthur (als die Musik noch hörbar war). Leider ist die Länge gleichzeitig aber auch das Problem einiger Songs: so gibt man sich natürlich auch wieder ziemlich monoton, was als Stilmittel ja auch durchaus in Ordnung geht, nur übertreibt man es in meinen Augen hier und da doch schon einmal, so dass sich schnell Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen.

Fazit:
Natanas hat mich mit diesem Release regelrecht überrascht. "Quiescence" ist zwar weiterhin sehr davon entfernt, ein wirklich herausragendes Album zu sein, aber immerhin kann sich die Musik gut im Durchschnitt eingliedern. Zu mehr reicht es in meinen Augen aber nicht. Das Werk macht zwar vieles richtig, was auf den vergangenen Album einfach nicht funktioniert hat, weist aber nichtsdestotrotz unnötige Längen auf, die schnell Langeweile aufkommen lassen. Interessierte können sich das Album auf Wunsch kostenlos oder gegen eine kleine Spende auf der offiziellen Bandcamp-Profilseite des Projekts herunterladen.

0815 - Black Metal vom Fließband. Viel mehr leider nicht!


Darbietungen:
01. Faceret illud prohibere
02. Dealt Sacrifise
03. Infelix
04. Hope Destructor Loop
05. Exitium
06. Nihil sum
07. Inscium sicarius
08. The Thickening Of Lydia
09. Yhaltet
10. Lucifer In Asphalt
11. Reluctant Spirit

Laufzeit: ca. 65 Minuten

Dienstag, 8. März 2016

Review: Krater - Urere (CD, Eisenwald - 2016)

Ich kenne die Band Krater noch aus Tagen, als sie ihre erste Demo-CD "Stolz schürt uns're Kraft" veröffentlichten. Dieser nihilistische Minimalismus faszinierte mich schon damals. Seither habe ich noch jedes ihrer Werke in verschiedenen Formaten in meine Sammlung mit aufgenommen. Es versteht sich von selbst, dass die Musik heute nicht mehr viel mit den doch recht brachialen und manchmal auch unbeholfen wirkenden Anfängen zu tun hat. Diese Band machte auch tatsächlich kontinuierlich auf jedem Demo, jeder EP und jeder Split eine kleine Entwicklung durch.




Was uns letztlich zu dem hier vorliegenden Werk führt. "Urere" wird als kraftvoller Black Metal mit Einflüssen aus dem Death und Anleihen an den Doom Metal beschrieben. Das stimmt allerdings nur teilweise. In erster Linie ist das Album pure Kraft. Schwarze Magie. Verachtung. Hass und Wut. Instrumental gesehen gibt es dann aber auch durchaus einige Details zu entdecken, die an melodischen Death oder epischen Doom denken lassen. Der vielfältige Gesang von Abortio weiß ebenso zu überzeugen, klingt manchmal gar Totenmond-like ("Non Serviam"). Manchmal erinnert das Ganze aber auch an technisch versierte Sachen wie Kathaaria oder auch Deathgate Arkanum. Das ist aber auch schon das einzige, was man an dem Silberling bemängeln könnte: nämlich, dass die hier zelebrierte Musik nun wirklich nichts Neues ist. Das ist aber meckern auf allerhöchstem Niveau, denn wie schon gesagt, ist man in gesanglicher Hinsicht über allem erhaben und auch instrumental gibt man sich hier derart macht- und kraftvoll, dass es eine wahre Freude ist. Auch die vielen Details und melodiösen Gitarrenspiele sorgen dafür, dass es hier zu keiner Sekunde langweilig wird und man dieser Band einfach nur gebannt lauschen möchte. Textlich gesehen wird auch eine breite Spanne an Themen angesprochen. Die Verlogenheit der Menschen als Gesellschaft, die Verzweiflung des Individuums, ein wütender Aufschrei und auch mit der eigenen Vergangenheit (Stichwort: Christhunt-Veröffentlichungen) scheinen sich die Herren auseinanderzusetzen, zumindest könnte man einzelne Textfrakmente dahingehend interpretieren. Krater waren halt nie eine national-sozialistisch eingestellte Band, aber auch immer alles andere als politisch korrekt, wie es heutzutage so schön heißt - da macht man mit diesem Album auch keine Ausnahme. Doch man macht auch definitiv deutlich, dass man nicht mehr mit der rechts-außen-Szene des Black Metal in Verbindung gebracht werden will.

Fazit:
Mit "Urere" haben Krater es nicht nur geschafft, mich absolut in ihren Bann zu ziehen, nein. Bei diesem Werk hatte ich mal wieder ein Erlebnis, was ich in dieser krassen Form schon längere Zeit nicht mehr hatte: noch nicht einmal, dass die Einleitung komplett verklungen ist, musste ich das Album ordern - der weitere Verlauf des Albums bestätigte den Eindruck und das absolut geniale, für Gänsehaut sorgende "Dust - Still Alive in That Place", welches mit wunderschönen, traurig-melancholischen Samples aus dem Film "Die Grauzone" unterlegt ist, gibt einem einfach den Rest. So stellt "Urere" alles andere als einen Fehlkauf dar. Die CD kommt im Digipak und kann vorzugsweise im Online-Shop der Eisenwald oder auch direkt über die offizielle Seite der Band bestellt werden.

Gehört definitiv zu meinen Top 5 der besten deutschen Alben der letzten zwei bis drei Jahre!


Darbietungen:
01. Initiation
02. Non Serviam
03. Bury the Light
04. Flammen im Vakuum
05. Anti-Vists
06. Vexillum Luciferi
07. Hunger of Ropes
08. Nerven-Gift
09. Lust to Burn
10. Dust - Still Alive in That Place

Laufzeit: ca. 45 Minuten

Montag, 7. März 2016

Review: Nott - Immaculate Eclipse (CD, Razed Soul Productions - 2015)

Das neue Album von Nott aus Italien, welches das Solo-Projekt des Mutli-Instrumentalisten Mortifero (Nebrus) darstellt, erschien bereits Ende des letzten Jahres und hört auf den Namen "Immaculate Eclipse". Nachdem das letzte Werk nun mittlerweile geschlagene drei Jahre zurückliegt, bin ich natürlich gespannt, in wie weit sich die Musik von Nott entwickelt hat.







Dies soll aber keine Kritik an dem vergangenen Werk "The Grave Age" sein, ganz im Gegenteil fand ich dieses sogar recht passabel. Was die neue Scheibe betrifft, so schlägt man hier einen - wenn auch nicht gänzlich - anderen Pfad ein. Im Vordergrund steht immer noch ein schnell gespielter, teilweise auch thrashiger Black Metal, der gar ein paar Anleihen an den Death Metal bietet. Das Ganze präsentiert sich aber in einer ungleich räudigeren Art und Weise, die Instrumente, gerade aber die Gitarre, ist wesentlich rauer im Spiel und verleiht dem Klangbild einen gewissen rotzig-dreckigen Unterton. Natürlich haben auch wieder auf "Immaculate Eclipse" wieder ein paar Leute als Gäste ausgeholfen. So steuert Noctuaria, Mortifero's Partnerin bei Nebrus, die Stimmgewalt und die Lyrik für das Stück "Circle Of Fate" bei. Akerbeltz von gleichnamiger Band gibt seine Stimme und Lyrik für "The Undertaker" her und Necro Krieg (dem einen oder anderen vielleicht durch seine Band Malignance bekannt) kreischt und schreibt für "Devoid Of Colours".

Fazit:
Mit dem neuen Werk liefert Nott ein solides Werk ursprünglichen Schwarzmetalls ab. Rau, brutal, finster und trotzdem doch von einer erhabenen Melodieführung durchzogen. Kurz: "Immaculate Eclipse" ist genau das, was man nach "The Grave Age" von der Band erwarten durfte. Auch kommt das neue Logo auf dem sehr morbiden Cover recht gut zur Geltung. Den Titelsong des Albums gibt's auf der offiziellen Bandcamp-Seite von Nott zum anhören und herunterladen. Bestellungen für das Album sind an nottband@gmail.com zu entrichten.

Für alle Jünger der alten Schule zu empfehlen!


Darbietungen:
01. Ultimate Seal
02. Immaculate Eclipse
03. The Undertaker
04. Doomed Ruins
05. Devoid Of Colours
06. Warpsalm
07. Rite Of Passage
08. Circle Of Fate
09. Flaming End

Laufzeit: ca. 39 Minuten