Montag, 19. Oktober 2015

Review: Edenkaiser - Dominum Ex Mortis (Digitales Album - 2015)

Edenkaiser... bei diesem Namen wird es bei manchen Lesern meines Blogs evtl. klingeln. Der EP "Doomsday Juggernaut" der noch eher unscheinbaren Spanier bekam letztes Jahr bereits eine Review von mir spendiert, die noch gar nicht einmal so schlecht ausfiel. Immerhin konnte die Kombo um Hasspredigerin Lianne Krossburner solide 7 Punkte einfahren. Ob Edenkaiser diese Erwartungshaltung, mit der ich mich nun an ihr Debüt-Album begebe, erfüllen können, lest ihr im folgenden...





Nach einem kurzen instrumentalen und mit Samples unterlegten Intro geht es auch gleich in die Vollen... und "Eternal Martyrium" knüppelt ordentlich. Schnell wird klar, dass sich trotz neuen Trommlers nichts am Stil geändert hat. Das ist absolut böser Thrash/Black der alten Schule, aber auch durchaus modern klingt. Der Gesang wird vornehmlich keifend vorgetragen, bietet jedoch auch andere Fascetten, die aus Schreien oder Growls bestehen. Instrumental gesehen gibt es hier auch nicht wirklich viel auszusetzen - klar, es ist ziemlich thrashig, schnell und bis auf einige Zwischensamples, atmosphärische Breaks und Gitarrensoli, die es auch zuhauf gibt, wird eigentlich bis zur Mitte des Albums in einer Tour durchgeprügelt. Wobei "Hail to the Godslayer" recht atmosphärisch, beinahe schon hymnisch und im Midtempo anfängt, sich dann aber nach und nach steigert und wieder in den typischen Blackened Thrash übergeht. "The Witch and the Beast" ist dagegen komplett im getragenden Midtempo angesiedelt, erhält dadurch sogar eine seichte Occult Rock Atmosphäre, wie ich finde. Die folgenden zwei Songs sind wieder einen Tick schneller vorgetragen, wobei "Nekrozone" ein sehr episches Ende bereithält.

Fazit:
Was sich auf der EP letztes Jahr bereits abzeichnete, wird hier nun vollkommen offenbart: Black/Thrash Metal in Reinkultur, ohne viel Nebenher. Das wird bestimmt nicht jedem gefallen, und auch gerade Black Metal Puritisten rate ich erneut (wie bereits bei der EP) definitiv von dem Album ab. Wobei ich zugestehen muss, dass der Schwarzmetall-Einfluss hier um einiges mehr spürbar ist, was vor allem in den eher getragenen, hmynischen und fast schon episch anmutenden Stücken wie "The Witch and the Beast", "Nekrozone" oder "Oblivion Remains" wunderbar zum tragen kommt. Was die restlichen Songs nicht unbedingt schlechter macht - allerdings wird es mir hier und da schon ein wenig zu monoton, da gerade dem Black/Thrash Genre ziemlich enge selbstgesteckte Grenzen gesetzt sind. So klinen manche Passagen wie schon zum 1000. Male gehört, was wirklich schade ist, da in dieser Band wesentlich mehr Potential steckt. Meine Anspieltipps für die mehr thrashigen Lieder wären "Eternal Martyrium", "Blacksteel Legions" und mit Abstrichen "Hail to the Godslayer". Insgesamt muss ich sagen, dass dieses Album eine konsequente Weiterentwicklung der vorgegangenen EP darstellt und die Höhepunkte eben dieser vermehrt in den Fokus stellt. Allerdings leider auch ohne allzu großen Wiedererkennungswert. "Dominum Ex Mortis" gibt es auf der Bandcamp-Seite der Truppe auch als CD zu kaufen für den absolut fairen Kurs von 8,- Euronnen (erschienen bei BlackSteel Music).

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Ov Chaos and Imagination (Intro)
02. Eternal Martyrium
03. Blacksteel Legions
04. Hail to the Godslayer (feat. Tony Dolan)
05. The Witch and the Beast
06. The Blademaster
07. Nekrozone (For the Blood of the Future Fallen)
08. Oblivion Remains

Laufzeit: ca. 33 Minuten