Montag, 28. Juli 2014

U.B.A.O.R. Sampler II - The Return to the Ancient Dark Paths (SOLD OUT - NO RE-PRESS)

It's done... the new Sampler II is OUT NOW!

Black Pro-CD in Jewelcase, bothsided booklet and inlay-card, semi-professional print (Laserprinter).
Comes with a button (U.B.A.O.R. Logo) and bothsided A4 Infosheet.
Limited to 50 handnumbered copies.

The first 25 copies as "National Satanist" edition in German language, (SOLD OUT!)
the other 25 ones as "International Satanist" edition in English language. (SOLD OUT!)
Both with different artwork.

Finally I made a second edition, with alternate Artwork and on vinyl-look CD. Limited and handnummered with blood to 25 copies. Every copy with an odd number (1, 3, 5...) in black and every copy with an even number (2, 4, 6...) in white. Two sided booklet, one-sided Inlay, no Infosheet.SOLD OUT!

Some copies came in a stamped and blood-signed wooden box, with the International Satanist CD Edition, exclusive Tape-Edition of the sampler with one bonus track, an exclusive and blood-spilled bonus CD with three exclusive tracks of Godless Cruelty, the button, a Poster and a T-Shirt. Only for a few special individuals.

THE VERY LAST COPIES OF THE FIRST EDITION SOLD BY Wolfsgrimm Records!


Cover of "National Satanist" Edition
Cover of "International Satanist" Edition

Samstag, 19. Juli 2014

Review: Empyrium - 1994-2014 (LP-Boxset, Prophecy Productions)


Länger schon hatte ich vor, eine etwas ausführlichere Hommage an Empyrium zu schreiben,
in Form einer Besprechung ihrer gesamten Werke. Nun hat sich aber seit 2010 wieder einiges getan:
Die Band ist wieder aktiv und gibt sogar Konzerte. Ein neues Album ist ebenfalls am Start... da kommt diese Box doch wirklich wie gerufen, und ist ein guter Anlass nun endlich einen Blick auf das Schaffen dieser mystischen Metal-Band aus Deutschland zu werfen.

Schlicht mit "1994-2014" betitelt enthält diese edle Holzbox das Gesamtwerk Empyrium's bereit, und das zum ersten Mal auf Vinyl. Ich will nicht sagen, dass es exklusiv ist - mit Sicherheit wird es
nach dem Ausverkauf der Box auch noch die Alben als einzelne Auflagen geben... man kennt ja Prophecy. Die Box ansich sieht jedoch wie bereits erwähnt sehr gelungen und hochwertig aus, da hat man sich jedenfalls nicht lumpen lassen. Das eingefräste / eingebrannte Logo-Emblem samt Titel rundet die Optik der Box ab. Enthalten sind dann ganze sieben Vinyl-Alben, zwei davon als DLP (macht zusammen also neun Platten!), die von der ersten Demo "...der wie ein Blitz vom Himmel fiel..." bis hin zum brandaktuellen Album "The Turn of the Tides" das bisherige Schaffenswerk der bayrischen Gruppe beinhalten. Hinzu kommen noch sieben Poster (ein Aufnhäher wäre mir allerdings lieber gewesen), sowie noch einmal neun individuell gestaltete Schutzhüllen für die LPs, die von Werk aus in normalen weißen Schutzhüllen ausgeliefert werden.

Nicht zu vergessen wäre hier auch das große und umfangreiche Beiheft, welches alle Texte enthält. Zum ersten Mal in der Geschichte von Empyrium lassen sich hier auch die Lyrics zum ersten Demo, sowie dem Debüt-Album finden. Allerdings hält das 36-seitige Werke auch keine weiteren Informationen oder andere nennenswerten Fakten bereit. Keine Liner-notes, keine raren Fotos, keine Landschaftsaufnahmen, keine Auszüge aus Berichten und ähnliches... ein Punkt, der wirklich schade ist. Hier hätte ich mir doch etwas mehr gewünscht.

Doch genug der Vorworte... kommen wir zum Hauptanliegen einer Plattenbesprechung, und das ist die Musik. Die erste LP bietet dabei die erste Demo "...der wie ein Blitz vom Himmel fiel" auf der A-Seite und auf der anderen Seite dann noch die exklusiven Lieder der "A Retrospective..." Best-of. Ob das Material hier remastered wurde, kann ich nicht mit 100%-iger Wahrscheinlichkeit sagen, ist jedoch angesichts der guten Klangqualität durchaus möglich.
Zum Demo selbst gibt es eigentlich nicht so viel zu sagen. Jeder, der es schon einmal in irgendeiner Form gehört hat, weiss, dass Empyrium mit diesem vier Stücke umfassenden Werk ein Sinnbild schwarz-romantischer Tonkunst geschaffen haben. So wie auf "...der wie ein Blitz vom Himmel fiel..." klangen Empyrium auf keinem ihrer späteren Veröffentlichungen mehr (mal ganz davon abgesehen, dass eigentlich jedes Machwerk eine andere Interpretation des Stoffes, sowie auch neue Fascetten bot). Damit beinhaltet die einzige Demo-Veröffentlichung der Band wohl auch gleichzeitig die am stärksten ausgeprägten Black Metal-Einflüsse. Womit ich jedoch nicht unbedingt den ursprünglichen Black Metal meine, sondern eher melodischere und symphonischere Sachen, die ab der Mitte der 90er Jahre weit verbreitet waren, und ergo auch anno 1995 Einfluss auf die erste Kassette Empyrium's nahmen. Tiefe Trauer atmend, eine schaurig-schöne Ode an die Melancholie, die Nacht und die Einsamkeit. Die B-Seite birgt die drei exklusiven Lieder der Best-of aus dem 2006, wobei "The Franconian Woods in Winter's Silence" lediglich eine Neueinspielung darstellt. Nur die beiden "Am Wolkenstieg" und "Der Weiher" sind wirklich bis dato unveröffentlicht gewesen. Gelungen sind sie auf jeden Fall allesamt, wenn auch hier schon spürbar mehr Folklore zum Zuge kam und die Aufnahmen hörbar einer späteren Epoche entstammen.

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Introduction: Astrum Luciferi
A-02. Midnight, Moonlight And A Dark Romance
A-03. My Nocturnal Queen
A-04. Outroduction
B-05. The Franconian Woods In Winter's Silence (2006)
B-06. Am Wolkenstieg
B-07. Der Weiher

Laufzeit: ca. 38 Minuten



Mit "A Wintersunset..." veröffentlichte die Band anno 1996 ihr Debüt-Album, welches bereits einen anderen Weg einschlug als noch ihre Demo-Kassette. Dabei hatte sich die Musik gar nicht großartig verändert: immer noch waren die Instrumente eher getragen, hymnisch und melodisch, zutiefst traurig und melancholisch. Doch der Gesang ging weg vom reinen Gekeife hin zu einem Wechselspiel zwischen gekeiften Schreigesang und einem operettenhaften Klargesang, auch eine eher flüsternde Stimme kam hier zum Einsatz.
Gepaart mit sehr düster-episch anmutenden ambienten Momenten, bietet Empyrium mit ihrem ersten Langspieler ein weiteres großartiges Werk schaurig-romantischer Metal-Tonkunst. Der Begriff 'Dark Metal' ist wohl seltener passender gewesen als bei diesem musikalischen Duo. Schwermütige Klänge bieten sich ein Stelldichein mit hymnischer Tastenmusik und wechselndem Klar-, Sprech- und Keifgesang. Ob die starken "Under Dreamskies", "The Franconian Woods in Winter's Silence", die Geniestreiche "The Yearning" und "Ordain'd to Thee", das melancholische akustische Stück "Autumn Grey Views" oder der intensive Ausklang "A Genle Grieving Farewell Kiss" - dieses Album ist pure Energie, und bietet dem geneigten Hörer gerade in dieser schnelllebigen Zeit und dieser Welt einen Hort der Ruhe und einen Moment des In-sich-kehrens.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Moonromantiscism
A-02. Under Dreamskies
A-03. The Franconian Woods in Winter's Silence
B-04. The Yearning
B-05. Autumn Grey Views
B-06. Ordain'd to Thee
B-07. A Gentle Grieving Kiss

Laufzeit: ca. 49 Minuten



Ein Jahr nach dem Debüt erschien mit "Songs of Moors and Misty Fields" das zweite Album der beiden Mannen. Verändert hatte sich hier nicht mehr viel am Stil im Vergleich zum Vorgänger. Allerdings muss man zugestehen, dass es auf diesem Album weitaus metallischer zur Sache geht...
das wird gleich beim ersten Lied "The Blue Mists of Night" nach dem Einklang klar. Auch wird hier klar, dass der Stil des ersten Albums noch einmal weiter ausgearbeitet und verfeinert wurde. So ist er zwar unverwechselbar der Empyrium's und doch wieder anders als auf "A Wintersunset...". Der Klargesang wird hier noch einen Tick mehr in den Vordergrund gerückt, instrumental gesehen geht es immer noch hymnisch und getragen zu, jedoch mit einem Quäntchen mehr emotionaler Ausbrüche. Auch die Folklore kommt hier mehr zum tragen, wurde sie beim Vorgänger doch nahezu nur als instrumentaler Ausklang genutzt. Monumentale Stücke wie das bereits genannte, "Mourners" oder "Ode to Melancholy" mit ihrem kontinuierlichen Stimmungsaufbau atmen pure Tristesse und Einsamkeit. Der Klang nächtlicher Wanderungen durch die Kargheit der Wälder, das Gefühl steter innerer Leere und die Erkenntnis, das letztlich alles vergänglich und dem Tode geweiht ist. Davon lebt dieses Album.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. When Shadows Grow Longer
A-02. The Blue Mists of Night
A-03. Mourners
A-04. Ode to Melancholy
B-01. Lover's Grief
B-02. The Ensemble of Silence

Laufzeit: ca. 45 Minuten



Mit ihrem dritten Voll-Album aus dem Jahr 1997 läuteten Empyrium abermals ein neues Kapitel ihrer Schaffensphase ein. Gänzlich vorbei war es nun mit den Einflüssen aus dem Black Metal, die sich ja noch verstärkt auf der ersten Demo, sowie den beiden ersten Alben finden ließen. Mit "Where at Night the Wood Grouse Plays" wurde etwas eingeleitet, was auf dem 2002er Mammut-Werk "Weiland" seine Vollendung finden sollte. Doch das ist wieder eine andere Geschichte...
Gleich der erste Song macht unmissverständlich klar: was einen hier erwartet ist fernab jeglichen Schubladen-Denkens. Das anfängliche Titelstück bietet nämlich reinen Neofolk mit bass-betontem Gesang, der sogar schon leicht dem A cappella zuzuordnen ist. "Dying brokenhearted" ist gar ein rein instrumentales Lied, welches nur auf Gitarre vorgetragen wird. Das ist minimalistisch, verfehlt seine Wirkung aber nicht. "The Shepherd and the Maiden Ghost" ist dann gänzlich dem A capella zuzuordnen, mehrstimmiger Chorgesang paart sich hier mit düsterem Neofolk und einer mystischen Atmosphäre. Das setzt sich eigentlich auch das gesamte restliche Album fort, so ist "Wehmut" noch ein gutes Beispiel. Hervorzuheben sind auch "Many Moons Ago" mit seinem minnehaften Gesang, sowie das letzte Lied, welches eine Neuinterpretation von "When Shadows Grow Longer" darstellt, welches durch das neue Klangbild eine völlig andere Atmosphäre verliehen bekommt.

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Where at Night the Wood Grouse Plays
A-02. Dying Brokenhearted
A-03. The Shepherd and the Maiden Ghost
A-04. The Sad Song of the Wind
B-05. Wehmut
B-06. A Pastoral Theme
B-07. Abendrot
B-08. Many Moons Ago
B-09. When Shadows Grow Longer

Laufzeit: ca. 32 Minuten



Mit diesem Album aus dem Jahr 2002 hatten Empyrium endgültig den Wandel hin zum Neofolk vollzogen. "Weiland - Naturmystik in drei Kapiteln" so noch der Untertitel der Erstauflage, bitte düstere Folklore, die sich ausschließlich der Natur widmet und der Band selbst wohl ein sehr wichtiges Anliegen zu sein schien - immerhin wurden alle Texte erstmals in der heimatlichen, deutschen Sprache verfasst.
Kapitel 1: Heidestimmung umfasst die ersten sechs Lieder, und damit auch die komplette A-Seite. Geboten wird aus instrumentaler Sicht ein Mix aus Neofolk mit zusätzlichem Schlagzeug-Einsatz, was so ein wenig an die akustischen Momente von Dornenreich erinnert. Der Gesang orientiert sich sehr am Vorgänger-Album, wobei dieser durchaus fascettenreich ausfällt und gar wieder leichte Anklänge an alte Zeiten aufkommen lässt wie bei Kapitel 2: Waldpoesie, welches ein langes Stück darstellt - und diese knappen 11 Miuten haben es in sich, um nicht zu sagen: dieses Lied vereint in sich eigentlich alles, was dieses Album ausmacht und stellt den definitiven Höhepunkt dar. Bei Kapitel 3: Wassergeister, welches auf der ersten Seite der zweiten LP enthalten ist, kommt dann auch mal vermehrt das Klavier/Keyboard zum Einsatz, dabei ist das ganze Album durchzogen von sporadisch eingestreuten passenden Natur-Samples. Die letzte Seite ist unbespielt und mit einer Logo/Ranken-Ätzung verziert.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Kein Hirtenfeuer glimmt mehr
A-02. Heimwärts
A-03. Nebel
A-04. Fortgang
A-05. A Cappella
A-06. Nachhall
B-01. Waldpoesie
C-01. Die Schwäne im Schilf
C-02. Am Wasserfall
C-03. Fossegrim
C-04. Der Nix
C-05. Das blau-kristallne Kämmerlein

Laufzeit: ca. 51 Minuten



Hier präsentieren Empyrium nun den Mitschnitt ihres ersten Konzertes auf dem Wave Gotik Treffen 2011, welches sie ein Jahr nach ihrer Wiedervereinigung absolvierten. So meldete sich die Gruppe bereits 2010 in Form eines Sampler-Beitrages unverhofft zurück. Das Besondere: dieser Song ist bereits Bestandteil dieses Live-Sets gewesen. Ebenfalls mit von der Partie ist das neue Stück "Dead Winter Ways".
Geboten wird ein rein akustischer Abend, der eine Reise quer durch das bisherige Schaffen der Mannen um Schwadorf darstellt. Helm und Schwadorf werden dabei von mehreren Gastmusikern begleitet, so sind u.a. etwa Allen B. Konstanz (u.a. The Vision Bleak),  Fursy Teyssier (Les Discrets) - der übrigens auch für das gesamte Artwork der Box sowie die wunderschönen Coverzeichnungen, die teils auf den Original-Covern basieren, verantwortlich zeichnet , Neige (u.a. Alcest) und Eviga (Dornenreich) mit von der Partie und leisten tatkräftige Unterstützung. Ein Konzert, welchem ich auf Grund seines Klangbildes gerne beigewohnt hätte.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Intro
A-02. The Days Before the Fall
A-03. The Franconian Woods in Winter's Silence
A-04. Where at Night the Wood Grouse Plays
B-05. Heimwärts
B-06. Mourners
B-07. Die Schwäne im Schilf
C-08. Dead Winter Ways
C-09. Der Weiher
C-10. Many Moons Ago...
C-11. Das blau-kristallne Kämmerlein

Laufzeit: ca. 64 Minuten


 
Nun zum wohl interessantesten Teil der Box, mal abgesehen der Tatsache, dass jedes Album in Form der Box seine Vinyl-Erstveröffentlichung erfuhr - dem brandaktuellen Album von Empyrium, welches auch im Zuge dieser Box veröffentlicht wurde. Einmal einzeln und einmal im Komplettprogramm. "The Turn of the Tides" hält einige Überraschungen bereit, so viel sei versichert. Wobei ich an dieser Stelle gleich einmal die jenigen enttäuschen muss, die mit einer Rückkehr zu Empyrium's Wurzeln gerechnet haben.
 "The Turn of the Tides" (Gezeitenwende) markiert, wenn man so will, einen weiteren Wendepunkt in der Schaffensphase dieser einmaligen Band. Dem Ambient wird wieder viel mehr Platz eingeräumt, auch bewegt sich das Album instrumental gesehen wieder mehr auf metallischen Pfaden, und teils werden sogar burzumdeske hypnotischen Sphären erreicht, wie man sie von "Filosofem" oder, aktueller, von "Fallen" (dem letzten guten Burzum-Album) her kennt. Der Gesang wird durchweg klar vorgetragen, und orientiert sich in seiner Darbietung eher an "Weiland", jedoch auch an traditionelle spirituelle Gesänge - das klingt sehr mystisch und weiss auch auf jeden Fall zu gefallen. So erinnert die Musik allgemein auch eher an einen wilden Mix aus Gothic, Gothic Rock, Metal und New Age/New Wave, bepaar mit Neofolk. Bauhaus trifft auf Ulver, trifft auf Sopor Aeternus, trifft auf Theatre of Tragedy, trifft auf Alcest, trifft auf Burzum, trifft auf Visage (hört euch "With the Current into Grey" an, eine einzige Hommage an "Fade to Grey"), trifft auf Frédéric Chopin = Empyrium in heutigem Zustand. Das so ganz anders als alles, was man bisher von Empyrium kannte, und doch hat sich das Leitmotiv nicht geändert: Melancholie, düstere Romantik, die Natur - das alles findet sich auf diesem neuen Album wieder. Ganz große Gefühle!

Fazit:
Ich glaube schon, dass sich nicht jeder hieran wird erfreuen können, doch ich halte diese neuerliche Wende im musikalischen Schaffen der Band (der Titel des Albums ist auf jeden Fall Programm, und kann daher auch mehrdeutig interpretiert werden) nicht nur für eine höchst interessante Angelegenheit, sondern ich bin schlichtweg begeistert von dem neuen Empyrium-Werk! Das hat zwar nicht bis auf wenige Ausnahmen nicht im entferntesten etwas mit Black Metal, oder überhaupt mit Metal zu tun, aber genau dieses Zusammenmixen von Anleihen an verschiedenste Genres macht "The Turn of the Tides" zu einem einzigartigen Machwerk! Genial - Punkt!

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Saviour
A-02. Dead Winter Ways
A-03. In the Gutter of this Spring
A-04. The Days Before the Fall
B-01. We are Alone
B-02. With the Current into Grey
B-03. The Turn of the Tides

Laufzeit: ca. 43 Minuten


Fazit zu Empyrium allgemein:
Was soll ich noch schreiben?! Die Band ist auf jeden Fall für jeden empfehlenswert, welcher bei seiner Musik Wert auf viel Gefühl und authentische und schwermütige Atmosphären legt. Black Metal Puritisten sollten jedoch die Finger von dieser Box lassen - werden sie wahrscheinlich auch: Prophecy ist ja sowas von untrue, hehe. Jedem anderen, der sich ernsthaft mit Musik befasst und auch mal gewillt ist, über den Tellerrand zu blicken, jenseits seiner elitären Sichtweisen und fernab jeglicher Trends, kann ich diese Box nur ans Herz legen. Für knapp 150 Euronnen bekommt man hier ein schnörkelloses Gesamtpaket geboten. Naja, was schnörkellos, denn laut Prophecy Prod. ist die Box aus nur 500 Stück limitiert, allerdings ist die Box weder durchnummeriert, noch mit dieser Limitierung versehen, noch ist die Limitierung irgendwo erwähnt, was mich schon arg zweifeln lässt, ob diese Stückzahl wirklich stimmt. Aus der Sicht des Sammlers natürlich mehr als schade, aber eigentlich in diesem Fall auch Jacke wie Hose.

Dienstag, 8. Juli 2014

Review: Gratzug - Mondtore (MC, Black Blood Records)

Hier liegt mir nun das erste Album des deutschen Ein-Mann-Projektes Gratzug im Kassetten-Format vor. Unterstützt wird der Alleinunterhalter Mephistopheles hier am Bass durch den Franzosen Macabre (Mortis Mutilati). Geboten wird natürlich Black Metal der alten Schule, welcher auch unverkennbar nur aus Deutschland stammen kann...








Kurz und knapp: Gratzug bieten mit ihrem Debüt-Album "Mondtore" gradlinigen, schnellen deutschen Black Metal, der sich glücklicherweise von anderen Demo- und Erstwerken aus dem Underground deutlich abhebt. So ist er u.a. nicht RAC beeinflusst, sondern ist wirklich als Schwarzmetall zu verstehen, auch von den Titeln her hat man sich ganz und gar der Nostalgie verschrieben. Die Musik ansich bietet jedoch absolut nichts Neues, sondern ist eigentlich nur als eine weitere Hommage an die alten Tage zu verstehen.

Fazit:
Kann man haben, muss man jetzt aber nicht unbedingt. Diese Einstellung macht "Mondtore" jedoch zu keinem schlechten Album. Streckenweise kommen hier sogar durchaus einige nette Details zum tragen. Black Metal in seiner reinen Form. Nostalgisch, rau und hasserfüllt. Die einseitig bespielte Kassette kommt in weiß, mit Pro-Cover und limitiert auf handnummerierte 70 Exemplare. Wer hat, der hat. Wer nicht, eben nicht.

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Der Beginn
02. Leichenkarren
03. Mondtore
04. Mit finsterem Blick...
05. Frostreiter
06. Gehüllt in schwarze Wolkenfetzen
07. Leere Seiten

Laufzeit: ca. 54 Minuten

Review: Odem Arcarum - Outrageous Reverie Above the Erosion of Barren Earth (CD, Osmose Productions)

Bei Odem Arcarum handelt es sich um ein deutsches Black Metal-Projekt, welches sich anno 1995 gründete. Der setzt sich die Truppe aus vier Mannen zusammen, die aber zum Großteil auch längst keine Unbekannten mehr sind. Vorallem der Vokalist Ar dürfte den meisten durch seine Band Secrets Of The Moon bekannt sein. Aber auch sonst liest sich die Liste, der Bands in denen die Leute bisher (live) aktiv sind/waren, wie das whoiswho der modernen deutschen Szene...





Ob man jetzt wirklich etwas mit diesen genannten Bands anfangen kann, oder ob sie für jemanden ein wirkliches Qualitätsmerkmal darstellen, sollte jeder für sich selber entscheiden. Mir gehen die meisten dieser Bands für meinen Teil am Allerwertesten vorbei - jedoch muss auch ich zugestehen, dass von ihnen immer mal wieder äußerst interessante Einzelwerke veröffentlicht werden. Dies soll nun aber nicht zentrales Thema sein, und eigentlich möchte ich die Musik von Odem Arcarum auch von den Arbeiten dieser Bands losgelöst wissen. Was hier geboten wird, ist natürlich auch kein Black Metal in Reinkultur, aber den erwartet man auch gar nicht. Eher wartet man hier mit einer perfekten druckvollen Produktion auf, zelebriert einen eher suizidalen Black Metal, gepaart mit allerlei Dark Ambient-Spielereien und geisterhaften Sphären, der sich dazu auch noch ziemlich melodisch gibt. Das erinnert in Teilen wirklich stark an Kathaaria's "The Complex Void of Negativity" oder an die Werk "Stab Wounds" und "Séance" aus der Feder von Dark Fortress - der Gesang lässt in späteren Liedern gar etwas an Immortal denken. Aber keine Sorge: "Outrageous Reverie..." beinhaltet immer noch genügend eigenes Potential, um als seine eigene Existenzberechtigung zu haben.

Fazit:
Ein empfehlenswertes Album für all die jenigen, die auf der Suche nach modernem Black Metal sind, und mit diesem ganzen Post Rock-Gedönse, was ja momentan wie Efeu aus dem Boden sprießt. Diese veganen Stöpsel können mit ihrer Meinung zu Hause bleiben, und die Musik ist in seltensten Fällen der Rede wert. Odem Arcarum weiß dagegen zu gefallen. Genau so muss Black Metal der Neuzeit klingen: nach Ursprünglichkeit und doch nach etwas Neuem. Das wird hier zwar nicht bis zur Perfektion ausgereizt und hat man auch so oder so ähnlich schon einmal gehört, aber trotzdem hat diese Band in meinen Augen das Zeug dazu, in einer Liga mit Kapellen vom Schlage Wolves in the Throne Room mit zu spielen.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Gate
02. Oceans
03. Worlds of Barren Land
04. Loss
05. Hell & Revelation
06. The Body & Perpetual Imagination
07. A Darker Kind of Dreaming

Laufzeit: ca. 65 Minuten 

Montag, 7. Juli 2014

Review: Moonblood - Blut & Krieg / Sob a lua do bode (LP, Iron Bonehead Productions)

Ja, diese Veröffentlichung habe ich eigentlich als Anlass dafür genommen, überhaupt etwas zu der Moonblood-Box zu schreiben.
Wo das Debüt-Album "Blut & Krieg" noch in dem Boxset fehlte, wird es nun von Iron Bonehead als DLP nachgelegt.
Zusammen mit der kompletten Aufnahme-Session zur Split mit Deathspell Omega, aus der auch der Song "Supreme black forces of steel" stammt, der ein Jahr später für eine Split-EP mit der Gruppe Katharsis genutzt wurde.





Doch kommen wir zunächst einmal auf "Blut & Krieg" zu sprechen:
das Debüt-Album ist und war eigentlich schon immer etwas untypisch für Moonblood. Zwar lassen sich auch hier wahre Schwarzmetall-Hymnen finden, jedoch geht hier alles etwas weniger rasend, sondern rhythmischer zu. Man erinnert bei dem titelgebenden Stück gar etwas an Bathory, als sich die Band im Umschwung von Black Metal hin zum Viking Metal entwickelte. Das soll jetzt nicht heißen, dass das Album schlecht ist - eher im Gegenteil - aber ist vielleicht auch ein Grund dafür, dass dieses Album bei Anhängern der Band im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen des Duos eher eine Sonderposition einnimmt. Nichtsdestotrotz geht die Platte bei eGay schon mal gerne für 200,- Euronnen aufwärts weg, und da sie ursprünglich auf lediglich 333 handnummerierte Exemplare limitiert war, ist es klar, dass das meiste darunter Bootlegs sein dürften. Mittlerweile sind die Original-Platten nur noch anhand ihrer Matrixcodes zu identifizieren, die beim pressen der Platten von der Maschine eingestanzt werden. Ich selbst bin im Besitz der alten Platte von Sombre Records, aber inzwischen ist es ja auch kein Geheimnis mehr, dass es weit mehr als die angegebenen 333 Exemplare gibt (wie Gaamalzagoth ja auch im Beiheft der Box schrieb) und so bin ich zwar im Besitz der Original-Platte, wie ich anhand des Matrix-Codes feststellen konnte, jedoch handelt es sich hier offensichtlich um ein Overstock-Exemplar, da das Textblatt nicht dabei ist. Trotzdem ist man natürlich stolz drauf. Was hier innerhalb der acht Lieder dargeboten wird, kann sich wirklich hören lassen und entschädigt für vieles. Die zweite LP hält dann die vier Lieder von "Sob a lua do bode" (was im übrigen soviel heißt wie "Unter dem Ziegenmond") bereit, die den Beitrag Moonblood's zur Deathspell Omega Split darstellen. Allein die Titel sind ein Gedicht und dürften das Herz eines jeden schwarzmetallischen Jüngers höher schlagen lassen. Abgerundet wird das ganze durch das Lied von der Gemeinschaftsveröffentlichung mit Katharsis.

Die Texte, sowie Informationen zur Aufnahme etc. zu "Blut & Krieg" befinden sich auf der Innenseite der Klapphülle, die Texte und Infos zur "Sob a lua do bode" lassen sich auf einem beigefügten doppelseitig bedruckten Beiblatt finden. Leider ist die Schriftart/-farbe teils unglücklich gewählt, so dass meist nur schwer zu lesen ist, was dort steht.





Fazit:
Iron Bonehead haben mich erhört, und das erste Album wirklich noch nachgelegt. Die Aufmachung ist top, wie schon bei der Box. Apropos... die ganz schlauen Box-Besitzer unter euch werden wie ich darauf gekommen sein, dass die Box gut und gerne noch Platz für eine LP bietet... mit allem anderen (Beiheft, 7''er) passt diese DLP auch sehr gut noch in die Box, einzig das Coverartwork passt natürlich nicht so ganz zu den anderen - schafft aber auch Platz im Schrank, hehe. Was ich mir in Zukunft noch wünschen würde, wäre eine ordentliche Veröffentlichung zu "The winter falls over the land" und "Siegfried - die Sagen vom Helden" entweder auf Vinyl oder auf Kassette...

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Midnight
A-02. In a bloody night of fullmoon
A-03. Shadows
A-04. ...and snow covered the lifeless bodies
B-05. Blut & Krieg
B-06. Kingdom of forgotten dreams
B-07. Under the cold fullmoon
B-08. The infernal master returns
C-09. Forgotten spells in forests nocturnal
C-10. Supreme black forces of steel
C-11. A silent dream of impurity
D-12. Bells of Apocalypse
D-13. I hail the night

Laufzeit: ca. 31 Minuten 

Review: Moonblood - From Hell: The Years of Heresy 1994-1999 (LP-Boxset, Iron Bonehead Productions)


Im Frühjahr veröffentlichte das deutsche Label Iron Bonehead mehr oder weniger
überraschend und mit etwas Verspätung die hier vorliegende Box,
welche dem Werk der ebenfalls deutschen Kult-Gruppe Moonblood Tribut zollt.

Moonblood... eben jene Band, die durch ihre bloße Erwähnung durch Nargaroth
schnell zu Ruhm und Ehre auch außerhalb des Untergrunds kam. Mit dem Effekt, dass
ihre Platten und Kassetten (zuhauf Rehearsals, Moonblood veröffentlichten Zeit ihres
Bestehens lediglich zwei vollwertige Alben, von denen eines dieser Box beiliegt) sehr
oft durch Bootlegger (meist aus dem Raum Südamerika) immer wieder illegal
auf Vinyl und CD gepresst wurden, und selbst diese mittlerweile zu absolut
utopischen Preisen regelmäßig bei eGay und co. gehandelt werden - von den
Original-Werken mal ganz zu schweigen (Rekord für "Taste our german steel!", den ich
mitbekommen habe, lag bei nahezu 500 Euronnen...). In diesem Sinne: danke,
Herr Wagner für diese Kommerzielisierung eines gestorbenen Kultes!
(auch wenn der gute eigentlich nicht direkt etwas dafür kann, dass sich derart viele
Minusmenschen daran versuchen noch Kapital aus diesem Kadaver zu schlagen -
aber liest man seine alten Beiträge in Beiheften, sollte es ihm schon bewusst gewesen sein)

 Genug aber den Vorworten... zurück zu vorliegender Box. Moonblood löste sich bereits im Jahr 1999 als Band auf, ein Jahr später erfolgten dann noch die Veröffentlichung des zweiten Albums, sowie bis 2003 noch die Releases der beiden Splits mit Katharsis und Deathspell Omega und das "Dusk Woerot" Tape. Die letzte offizielle Veröffentlichung, bei der der Name Moonblood fiel und die keine illegale Pressung darstellt, war die 2008 Tribut-CD "Lightnings Over The Burning Church" aus dem Hause Thors Hammer. Die Band selbst lehnte zu ihrer Lebzeit die CD als Veröffentlichungs-Medium komplett ab.

...und das sind nur ein paar der Dinge, die man in dem großen Beiheft zu lesen bekommt,
welches von Gaamalzagoth himself verfasst ist. Daraus geht auch hervor, dass
wohl auch der hauptsächliche Grund für die Veröffentlichung dieses Boxsets darin
besteht, dieser ganzen Wucherei mit dem Namen Moonblood entgegenzutreten.
Die nächsten zwei Seiten des 12'' Heftes beinhalten dann Texte der Lieder, die
in diesem Set enthalten sind, die nächsten zwei eine Collage aus verschiedenen Berichten,
Bildern und Besprechungen aus Magazinen. Die letzte Seite enthält nochmals die restlichen
Texte von den Box-Beiträgen sowie die offizielle Diskographie.


Die erste LP der Box "...of lunar passion and sombre blood" enthält u.a. Lieder aus den Sessions zu den Splits "Fuck Peace! We're At War!" (mit den Brasilianern Evil) und "Kingdom under funeral skies" (mit Inferno). Es handelt sich hierbei um Rohmixe, die aus dem Jahr 1998 stammen, zufuhr noch keine Veröffentlichung erfuhren und somit, zumindest in dieser Form, als Exklusivmaterial für diese Box angesehen werden dürfen.






Schon beim ersten Stück "Dwelling in darkness" erkennt man eindeutig, wer hier zu Werke geht. Auch wenn es sich hier um ein Instrumental handelt, so trägt es doch eindeutig die Handschrift Moonblood's. "As a soul in the blazing banner of darkness" hämmert dann ordentlich und spätestens jetzt weiss auch jeder Neuling, warum diese Band genau das ist, was man als getrost als 'Kult' bezeichnen kann. Erhabenheit, Misanthropie, Okkultismus und Dunkelheit - das sind die genau die Ausdrücke, die die Musik dieses Duos in Worte fassen. Nicht anders verhält es sich bei den beiden anderen Liedern. Das sind genau solche Atmosphären, die dem Gros der heutigen Veröffentlichungen zum Großteil völlig abgeht. Ob das zu bedauern ist, oder einfach weiteres Indiz dafür, dass der Black Metal eigentlich schon tot ist, und sein Andenken nur noch von ein paar Wenigen aufrecht und am leben erhalten wird, sei mal dahin gestellt. Die B-Seite beinhaltet dann die beiden Split-Beiträge "These graves and wooden coffins are my realm" (ich kriege allein schon bei diesen Titeln Gänsehaut) und das ziemlich thrashige "Burning in hell" (welches darüber hinaus auch noch einige Anleihen an alte Bathory birgt) von der Kassette mit Evil, sowie den Beitrag von der 7'' mit Infero "Kingdom under funeral skies".

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Dwelling in darkness
A-02. As a soul in the blazing banner of darkness
A-03. The quest for the doctrines of might and wisdom
A-04. Under the goatmoon
B-05. These graves and wooden coffins are my realm
B-06. Kingdom under funeral skies
B-07. Burning in hell

Laufzeit: ca. 46 Minuten



Mit dieser LP beinhaltet die Box auch das neben "Blut & Krieg" einzige Album der Band "Taste our german steel!". Das Cover ist wie alle anderen in diesem Set Exklusivartwork, jedoch kommt die LP als PicLP daher, welche das original Artwork in leicht abgewandelter Form zeigt. Wahrlich ein Schlag ins Gesicht all jener geldgierigen Punks, die sich mit dem Verkauf der unzähligen Bootlegs, die es mittlerweile von diesem Album gibt, eine goldene Nase verdienen wollen. Das hat nichts, aber auch rein gar nichts mehr mit dem Grundgedanken des Black Metals zu tun.




Über die Qualität und die Itensität dieses Werkes muss man sich eigentlich nicht mehr unterhalten. Wer Moonblood bisher mochte, wird dieses Album unweigerlich lieben. Die selbsterdachte Umschreibung "Epic Black Metal" passt hier wie die Faust auf's sprichwörtliche Auge. Jedoch hat dies hier alles herzlich wenig mit dem zu tun, was der Otto-Normal-Metaller heutzutage unter dem Kombinationsbegriff 'Epic' und 'Black Metal' versteht. Nicht im Geringsten so etwas wie Caladan Brood (die zweifelsohne auch großartig sind), sondern viel mehr Black Metal in seiner reinen, rauen Essenz, gepaart mit einem Gefühl von Erhabenheit, Kraft und Stärke. Kurzum, für alle die jenigen, für die Black Metal mehr als nur zwei Worte darstellt, für Leute, die nicht nur stupide konsumieren, sondern sich auch Gedanken machen und Individualität leben, ist dieses Album einfach Pflicht! Jeder einzelne Song ist eine Hymne für sich, und schon Bands vom Schlage Lycanthropy's Spell (Ruhe in Frieden Sarmak!) haben sich von der Musik und deren Inhalte maßgeblich beeinflussen lassen. Hier wurde also zum ersten Mal nach gut 13-14 Jahren dieses Album wieder offiziell zugänglich gemacht, und enthält neben dem Katharsis-Mix, der bereits auf dem 2000er Album Verwendung fand auch das Lied "Troglodytin", welches aus der gleichen Aufnahme-Session stammt, bisher jedoch lediglich auf dem Gemeinschaftstonträger "Black Metal Blitzkrieg I" veröffentlicht wurde. Nun wurde zusammengeführt, was schon immer zusammen gehörte.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Embraced by lycanthropy's spell
A-02. Sarg & Tod (Part II)
A-03. Then came the silence
A-04. Troglodytin
B-05. Apocalyptic vision
B-06. The angel's lament
B-07. A walk in the woods

Laufzeit: ca. 44 Minuten


 Diese LP beinhaltet vornehmlich rare Aufnahmen, die mal als Split-Beiträge oder Bonusmaterial für verschiedene Werke gedient haben. So stammt "Moonstruck" von der ersten Split-Veröffentlichung der Band aus dem Jahre 1996 mit der Kapelle Nema, und die beiden Lieder "I am all" und "My evil soul" waren zwei zusätzliche Stücke für die Kassetten-Version des Debüt-Albums "Blut & Krieg" und stammen ebenfalls aus dem Jahre 1996.






Den Anfang macht "Moonstruck". Eines der besten Einzelstücke von Moonblood. Dieser Gesang im Zusammenspiel mit dieser ungezähmten Wildheit der Instrumente, sowie diesen epischen Chor-Samples. Das ist schlichtweg nur als genial zu bezeichnen. "I am all" wurde ebenso auf einer der zwei einzigen CD-Veröffentlichungen verwendet, an der sich Moonblood jemals offiziell beteiligten: dem Sampler "Under the pagan moon" aus dem Hause der kanadischen Schmiede Cyclonic Productions (veröffentlicht 1996). Nur als blasphemisch zu bezeichnen. Von ihrer zweiten Split-Veröffentlichung auf 7'' Vinyl mit der Band Asakku stammt "Hordes of hate", welches zunächst etwas getragener daherkommt, schon bald aber in den für Moonblood typischen Stil wechselt. Bei "My evil soul" hört man richtig heraus, dass die Aufnahme aus der Session zum "Blut & Krieg" Album stammt, auch wenn der Song ansich schon wesentlich älter ist und aus dem Jahr 1994 stammt ("Rehearsal 2 - My Evil Soul"). Die letzten beiden Lieder der B-Seite "Templars penitence" (von dem diese LP auch ihren Namen hat) und der folgende "Unfinished Track" stammen beide aus dem letzten Jahr vor der Bandauflösung und stellen lediglich Rehearsal-Aufnahme dar, die auf einem 4-Spur-Rekorder aufgenommen wurden. Hier klingen Moonblood noch einmal einen Tick rauer als ohnehin schon. Da dürfte es sich um zwei der letzten Einspielungen der Band überhaupt handeln. Zu schade, dass dem letzten Stück, die Stimme fehlt, wäre bestimmt eine sehr spannende Sache geworden.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Moonstruck
A-02. I am all
A-03. Hordes of hate
B-04. my evil soul
B-05. Templars penitence
B-06. Unfinished Track

Laufzeit: ca. 46 Minuten


"Dusk Woerot" beinhaltet die gleichnamige Kassetten-Demo aus dem Jahr 2003, sowie auf der B-Seite vier Rehearsal-Songs , die im Frühling, bzw. im Herbst des Jahres 1999 auf einem 4-Spur-Rekorder aufgenommen wurden. Dabei handelt es sich um ein bereits bekanntes Lied, zwei bisher nicht verwendete Stücke und ein unvollendetes Werk.








Die "Dusk Woerot"-Sessions sprechen für sich, dieses hasserfüllte Epos satanischer Klangkunst wurde anno 2000 eingespielt (knapp ein Jahr nachdem sich die Band offiziell aufgelöst hatte) und drei Jahre später schließlich auf Kassette veröffentlicht. Der Mix geschah einmal mehr mit der Hilfe von Katharsis. Es war nicht DAS Meisterwerk der Band, aber leider ihr letztes. Die vier Lieder der B-Seite "Celestial horsemen", "Sarg & Tod" (Part I & II) sind wie gesagt allesamt Rehearsal-Aufnahmen. Die beiden Erstgenannten dürften sogar meines Wissens nach exklusiv in Form dieser Box einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sein. Zu guter letzt folgt ein weiteres unvollendetes Stück, welches ebenfalls Gesang vermissen lässt, aber aufzeigt, dass sich die Band selbst in diesen Monat vor ihrer Auflösung noch in einer Hochphase an Schaffenskunst befand. Ebenso kann man eine leichte Weiterentwicklung an den Instrumenten heraus hören. Wie schon weiter oben erwähnt: das wäre eine durchaus spannende Angelegenheit geworden mit Gesang!

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Dusk Woerot - Chapter I
A-02. Dusk Woerot - Chapter II
A-03. Dusk Woerot - Chapter III
A-04. Born to live in the shadows of damnation
B-05. Celestial horsemen
B-06. Sarg & Tod
B-07. Sarg & Tod (Part II)
B-08. Unfinished Track

Laufzeit: ca. 47 Minuten



Die 7'' EP "Fullmoonwitchery" rundet schließlich die Box ab. Beide Aufnahmen stammen aus einer Session des Jahres 1996. Dabei handelt es sich einmal um einen sehr raren Song und um ein Stück, welches hier eine exklusive Erstveröffentlichung erfährt.









Das titelgebende Lied "Fullmoonwitchery" stellt das Lied zum zweiten CD-Beitrag dar, dem sich Moonblood jemals angeschlossen haben: dem Sampler "Encyclopedia Pestilencia" aus dem Jahr 1997, veröffentlicht durch Velvet Music. Bei diesem Song sieht - oder besser, hört - man auch, dass die Band selbst für so einen Gemeinschaftstonträger nicht mal eben nur etwas dahinrotzt, sondern auch für so eine Zusammenstellung ein ordentliches Ding zelebriert. Die B-Seite hält dann noch das bisher unveröffentlichte Stück "Under the abyssic black wings of the 3rd angel" bereit, welches unbedingt von jedem Moonblood-Jünger gehört werden sollte. Kaum zu glauben, dass diese Aufnahme schon Mitte der 90er entstand! Hier ist jedoch zu erwähnen, dass die Platte nicht wie auf dem Label angegeben auf 33 rpm, sondern auf 45 rpm abgespielt werden sollte.

9.0 / 10 Punkte

Darbietungen:
A-01. Fullmoonwitchery
B-02. Under the abyssic black wings of the 3rd angel

Laufzeit: ca. 10 Minuten


Fazit zu Moonblood allgemein:
Moonblood ist und bleibt Kult! Eine der intensivsten Erfahrungen, die man in Sachen deutschem Black Metal machen kann. Und mit diesem Boxset ist diesem Kult nun auch endlich eine würdevolle Huldigung zuteil geworden. Was man sich hier in Zusammenarbeit ausgedacht hat, kann sich wirklich sehen lassen, und sollte jedem wirklichen Anhänger mehr als nur zufrieden stellen. Einzig das "Blut & Krieg" Album vermisse ich persönlich schmerzlichst in dieser Box (mehr dazu in meiner bald folgenden Besprechung zur "Blut & Krieg / Sob a lua do bode" Wiederveröffentlichung auf Vinyl durch Iron Bonehead!). Ansonsten eine sehr schöne und stabile Box mit einem sehr guten Artwork, alles mit Liebe zum Detail gestaltet. Die Limitierung beläuft sich laut Angabe auf der Box auf 999 Stück - allerdings ist sie auch nicht durchnummeriert, und die Tatsache, dass einem in jedem Online-Distro die Box mittlerweile für 50-60 Euronnen nachgeschmissen wird, lässt mich an dieser Zahl zweifeln. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass diese selbsternannten 'Fans' sich die Box auch einfach sparen, weil sie ja schon alles auf Bootleg besitzen. Jenen sei gesagt: "Fuck you and your shitty bootlegs!" Tut lieber wirklich etwas und unterstützt direkt die Labels und Künstler, als euch mit Raubkopien zufrieden zu geben! Unterstützt den Untergrund, anstatt utopische Preise für Sachen zu zahlen, die sowieso nicht offiziell und von der Band lizensiert sind!

Review: Cold World - The Stars Are Dead Now (LP, Wolfsgrimm Records)

Bei dieser Platte hier handelt es sich mittlerweile um die (aufgepasst) fünfte (!) Auflage des Debüt-Mini-Albums des deutschen Dark Ambient/Black Metal-Projektes Cold World (oder auch ColdWorld), und das innerhalb von nicht einmal ganz acht Jahren. Ich denke, das ist schon so etwas wie rekordverdächtig, dürfte allerdings aber auch mit daran liegen, dass "The Stars Are Dead Now" immer in jeweils geringer bis sehr geringer Stückzahl veröffentlicht wurde, während es sich hier gleichzeitig aber um ein durchaus atmosphärisches Werk dieses Genres handelt...




Im Jahre 2006 erblickte "TheStarsAreDeadNow" zum ersten Mal das Licht dieser Welt und stellte schon damals einen sehr melancholischen Soundtrack zum Untergang eben jener dar. Damals veröffentlicht durch Ancient Dreams auf Pro-CDr, limitiert auf 50 Stück, wenig später wurden noch einmal 50 Stück auf einfacher CDr nachgeworfen. Das erste Mal schaffte es die Demo auf Vinyl im Jahr 2008, damals ebenfalls durch Wolfsgrimm Records veröffentlicht, in Zusammenarbeit mit Deviant Records (die u.a. auch für die grandiose Vinyl-Auswertung des ersten und bis dato leider auch einzigen Fornost-Albums verantwortlich zeichnen), welche bei einer Auflage von 287 Stück jedoch auch schnell wieder weg war. Wolfsgrimm veröffentlichte dann gut drei Jahre später auch noch einmal eine Version auf Presswerk-CD, in einer Auflage von 300 Stück, die mittlerweile auch restlos ausverkauft ist. Nun also die zweite Auflage auf Vinyl, und laut Angabe seitens des Labels die "finale Vinyl Version". Ob man daher mit dem Endresultat der ersten Vinyl-Ausgabe nicht so ganz zufrieden war (ich beziehe mich da auf die Aufmachung, nicht unbedingt auf das Einspielergebnis), darf also ruhig gemutmaßt werden.

Nun aber zum Kern dieser Besprechung: die hier vorliegende Platte und die Musik, die sie enthält. Ich hatte mich vor Jahren schon einmal mit ColdWorld beschäftigt, verfasste auch eine Besprechung zu ihrer "Melancholie²"-CD, die sich allerdings nicht (mehr) auf diesem Blog finden lässt. Jedenfalls fand ich dieses Album damals sehr intensiv und atmosphärisch. Doch die Debüt-Arbeit "TheStarsAreDeadNow" war mir bisher noch weitestgehend unbekannt. Und durch die oben aufgeführten Gründe (sehr geringe Stückzahlen) kam ich auch nie wirklich in den Genuß dieses Werkes. Für mich also jetzt die perfekte Gelegenheit. Was mir nach dem Auflegen der Platte und die ersten paar Minuten Laufzeit bereits auffiel - im direkten Vergleich mit "The Stars..." kann "Melancholie²" nur teilweise bis gar nicht mithalten. Alles ist hier noch eine Spur direkter in der Emotionsausdrückung, was wahrscheinlich auch dem etwas raueren Klangbild geschuldet ist. Aber genau so sollte meiner Meinung nach ein gutes Ambient Black Metal Album klingen: authentische Atmosphären und keine sterilen überproduzierten 'Hollywood'-Klangwelten, wenn ihr versteht, was ich damit ausdrücken will. Was auch positiv hervorsticht, ist die Tatsache, dass hier der Black Metal klar überwiegt und nicht wie bei vielen anderen selbsternannten Vertretern des Genres nur ein Mittel zum Zweck ist, und wenn überhaupt vorkommend, auch noch unüberhörbar aus der Konserve stammt. Dazu kommt, dass der Black Metal teilweise wirklich verhältnismäßig rau und wütend gespielt wird ("Hate") - es artet jedoch nie so aus, dass sich hier die Puritisten unter euch wirklich heimisch fühlen werden können (Rohe Gewalt ala Paysage d'hiver sucht man ergo vergebens). Der Gesang ist wie immer eine Geschmacksfrage: wer die Black Metal Stücke von Vinterriket mag, wird das hier ohne Zweifel auch mögen.

Fazit:
Die finale Version der "toten Sterne LP" kann sich wirklich sehen lassen. Das komplett neue Artwork setzt die Musik des Albums gekonnt in Bilder um, was den Gesamteindruck dieses atmosphärischen Werkes noch einmal steigert. Neben dem Album auf schwarzem Vinyl, welches dann auch noch die beiden zusätzlichen Lieder "Dead Stars" und "Ragnarök" enthält, welche seit der zweiten Auflage des Albums eigentlich zur festen Titelliste gehören, ist auch noch ein Poster im A2-Format enthalten. Das Album wurde von Irsins Sound remastered, von Irsin (Lycaner Records - gibt's die überhaupt noch?!) stammt auch das Layout. Alles in allem eine sehr lohnenswerte Anschaffung für alle, die das Mini-Album noch nicht auf Vinyl besitzen.

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. This Empty Life
A-02. Hate
A-03. Cancer
B-04. Suicide
B-05. The Old Ghost In The Well
B-06. Dead Stars
B-07. Ragnarök

Laufzeit: ca. 28 Minuten

Samstag, 5. Juli 2014

Review: Grift - Fyra elegier (EP, Blut & Eisen Productions/Nordvis Produktion)

Zur Abwechslung mal etwas aus... ihr habt es sicherlich erraten - Schweden. Genau. Es ist ja nicht so, als wenn ich es wirklich darauf anlegen würde, nur noch Zeugs aus dem Norden zu besprechen. Doch in letzter Zeit stellt sich für mich im Nachhinein meist heraus, dass die Band, dessen Werk ich mir gerade blind gekauft und auch noch für gut befunden habe, aus Schweden stammt... wie dem auch sei - bei Grift handelt es sich abermals um ein noch relativ junges musikalisches Duo (Jahrgang 2011), die mit "Fyra elegier" ihr Debüt vorlegen.




Dabei wurde die EP erstmalig letztes Jahr über Nordvis auf CD veröffentlicht, ein paar Monate später (aber ebenfalls im letzten Jahr) folgte dann die Veröffentlichung auf Vinyl über das Label Blut & Eisen. Das Format ist 12'', bei dem gerade einmal vier Lieder umfassenden und mit etwa 25 Minuten Gesamtspielzeit gesegneten Werk ist die Platte auch nur einseitig bespielt, die andere Seite ist blanko. Was kann man nun über die Musik von Grift sagen? Großartig viel gibt es hier eigentlich nicht zu erzählen... die vier Songs sind rau und doch melodisch, atmosphärisch dunkel und voll tiefer emotionaler Kälte. Ob der Opener "Dödens dåd" mit seinem äußerst melancholischen Eingangsspiel oder generell diese getragenen, fast hyponotischen instrumentalen Landschaften, die hier geschaffen werden. "Fyra elegier" ist in sich schlüssig aufgebaut und jeder Song trägt etwas zum Bild eines Gesamtkunstwerkes bei. Nicht nur einmal hat man dabei den Eindruck, dass sich die zwei Mannen sehr an den Stil der älteren Burzum-Werke oder neuerer Sachen wie Hädanfärd oder Grav orientiert haben. Auch der ein oder andere Einfluss aus Frankreich ist hier hörbar. Sogar moderneren Einflüssen scheint man nicht abgeneigt, so bietet der letzte Song "Bortgång" deutliche Post Black Metal Passagen.

Fazit:
Grift erfinden zwar das Rad wie die meisten ihrer Genre-Kollegen nicht neu, aber überzeugen durch ihre intensive Atmosphären und das flüssige Spiel der Instrumente. Das Zusammenspiel der alter nordischer Schwarzmetall-Tonkunst und postmodernen Klängen funktioniert hier auch einwandfrei, und selbst Puritisten dürften sich hier mehr als heimisch fühlen, da auch in diesen Passagen soviel Kraft und hörbare Emotion mit drin steckt, dass man gar nicht anders kann, und sich dieser Musik einfach nur voll und ganz hingeben will. Grift ist mit ihrem Erstling ein Werk geglückt, welches das Potential besitzt, ein zeitloser Klassiker zu werden. Die MLP ist limitiert auf 500 Exemplare, wobei die 100 Stück auf orangenes Vinyl gepresst wurden, der Rest kommt in schwarz daher. Mit bedrucktem Pappeinleger, der alle Texte enthält.

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Dödens dåd
02. Förtappelsens folk
03. Den fångne
04. Bortgång

Laufzeit: ca. 24 Minuten

Freitag, 4. Juli 2014

Review: Rite - Lie in wait for blood / Se menniskan, hatet, hanet (LP, To The Death)

Und mal wieder Schweden: aus den schier endlosen Weiten und Untiefen der nordischen Hölle erhob sich anno 2005 eben jene Band. Viel gibt es hier eigentlich nicht vorab zu sagen: Rite zelebrieren ihren Black Metal als Duo, und können bisher auf vier Demos sowie eine EP und eine Kompilation zurückblicken. Die vorliegende LP enthält nun auch neben dem bereits veröffentlichten "Lie in wait for blood" Demo, welches hier aber neu aufgenommen wurde, auch noch vier neue Lieder unter dem Arbeitstitel "Se meniskan, hatet, hanet"...




Was die Musik angeht, so gibt es hier absolut nichts zu meckern. Rite bieten Black Metal, der einfach typisch für die heutige Szene in Schweden ist... okkult, düster, etwas depressiv, satanisch und durch und durch zerstörerisch. Ergo: wer Sachen wie Hetroertzen, Kaos Sacramentum, Grav oder Svartrit mag, wird an dieser Platte ebenfalls seine 'Freude' haben. Das Album weiss von Anfang bis Ende zu begeistern, birgt es doch verschiedenste Emotionen und Stimmungen, düstere Atmosphäre und sehr viel Dunkelheit. Eines haben aber alle Fascetten dieser Zusammenstellung gemein - ihre Negativität. Ob das etwas chaotische "Lie in wait for blood", das rituelle "Plagues to come" oder das zwischen schleppender Melancholie und wütendem Midtempo gradwandernde "Reaper manifest", jedem Lied haftet ein gewisser Individualismus und Wiedererkennungswert an. Die B-Seite hält dann die Songs von "Se menniskan, hatet, hanet" bereit. Und schon bei dem ersten Lied "Darkness thy covert" wird klar, dass es hier um einiges okkulter zugeht. Einleitendes Sample (?), gefolgt von einem instrumentalen Zusammenspiel, welches an ältere Burzum erinnert, gepaart mit beschwörendem Klargesang. Was folgt ist bestes nordisches Oldschool-Gekeife, zur Mitte hin dann noch ein etwas okkulterer Part mit Keyboard-Samples, was mich in seiner Machart schon fast an die alten Griechen von Stutthof ("Wampyric Metamorphosis") erinnert. Genial vertonte Monotonie und zugleich misanthropisch erhaben! Fucking Kill Yourself! Insgesamt geht es dann bei "Malachi 4:1" und "Juridical doctrine" auch eher monotoner zu als bei den Beiträgen der A-Seite. Was in ruhigeren Momenten ein wenig an Burzum's Werk "Filosofem" erinnert. Das letzte Stück "Messiah" stellt dann eine Nachspielversion der Kult-Band Hellhammer dar. Die Interpretation ist gelungen - nicht nur, dass man dem Song seinen Oldschool-Charakter lässt, sondern diesem durch seinen Stil auch noch eine ganz persönliche neue Note gibt.

Fazit:
Beide Daumen nach oben. Es gibt Bands, wie eben Rite, auf die stösst man eher durch Zufall, weil man die Platte dann "mal eben mitbestellt" und fragt sich im Nachhinein warum diese Truppen jahrelang von einem selbst unentdeckt blieben. Kurzum: Diese Platte hat alles, was ein gutes Werk heutiger nordischer Black Metal Tonkunst braucht und auch ausmachen sollte. Neben der regulären Version auf weißem Vinyl (200 Stück), gibt es das Album auch als Die Hard-Edition auf schwarzem Vinyl und einer weißem Slipmat mit Logo-Druck (100 Stück). Beide Fassungen beinhaltet zusätzlich eine Berechtigung zum digitalen Download des kompletten Albums.

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Lie in wait for blood
A-02. Plagues to come
A-03. Funerals
A-04. Reaper manifest
B-05. Darkness thy covert
B-06. Malachi 4:1
B-07. Juridical doctrine
B-08. Messiah (Hellhammer Cover)

Laufzeit: ca. 48 Minuten