Freitag, 27. Dezember 2013

Review: Drowning The Light - Lost Kingdoms Of A Dark Age (LP, Obscure Abhorrence Productions)

Drowning The Light, zum zweiten. Ebenfalls aus dem Hause der deutschen Tonschmiede OAP erschien dieses Jahr die 10'' MLP "Lost Kingdoms Of A Dark Age", welche ganze vier neue Lieder umfasst, und - so viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten - mit das beste Material beinhaltet, welches ich von der Band seit der "An Alignment Of Dead Stars" gehört habe.





Beginnen wir mit der A-Seite. Die hält die ersten beiden Lieder "The Old Ones Stir Again", ein instrumentales Ambient-Intro, sowie das sehr düstere "Death Rides on the Wings of Flies" bereit. Was das zweite Lied anbelangt kann man es schlichtweg als sehr gelungene Hommage an den Mid-90er Lofi-Black Metal der nordischen Schule bezeichnen. Harsche Gitarren und donnerndes Schlagwerk, rotziger Keifgesang, unheilvolle Keyboards und ein beschwörender Klargesang im Mittelteil fehlt auch nicht. Seite B enthält die beiden letzten Stücke "Crypt of Necromancy (The Key Still Not Found part II)" (ich verlege meinen Haustürschlüssel auch sehr gerne... Scherz beiseite - aber den konnte ich mir jetzt wirklich nicht verkneifen, hehe). Dieses Lied jetzt dann auch gleich da an, wo das vorherige aufgehört hat. Eingeleitet durch schwermütige, okkult wirkende Orgelklänge geht es über in einen sehr rauen Black Metal, der irgendwo zwischen Melancholie, Dunkelheit, Misanthropie und Okkultismus schwankt. Das titelgebende letzte Stück stellt dann noch einmal den absoluten Höhepunkt der Platte dar. DAS ist die Verkörperung alter Tage, und es freut mich, dass es auch heute noch Bands schaffen, gleichzeitig so roh und doch so erhaben zu klingen!

Fazit:
Diese MLP ist wieder einmal Zeugnis dafür, dass die Qualität der Band wirklich von Werk zu Werk extrem schwankend sein kann. Von eher schlecht bis belanglos, über Durchschnitt und solide Kunst, schaffen es Drowning The Light doch immer wieder auch mal wirkliche Perlen hervorzuzaubern. So wie hier "Lost Kingdoms Of A Dark Age", für welche ich an dieser Stelle auch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen möchte! Limitiert ist die Platte auf 666 Stück, die ersten 50 in schwarz/grau/weiß-marmoriertem Splatter-Vinyl, inklusive einem exklusiven T-Hemd (wie bei der "The Patron Saint..." nicht durchnummeriert).

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. The Old Ones Stir Again
A-02. Death Rides On the Wings of Flies
B-03. Crypt of Necromancy (The Key Still Not Found pt. II)
B-04. Lost Kingdoms of a Dark Age

Laufzeit: ca. 21 Minuten

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Review: Drowning The Light - The Patron Saint of Filth & Mold (EP, Obscure Abhorrence Productions)

Die umstrittene Band Drowning The Light aus Australien meldet sich nach dem recht kurzen Zusammenspiel mit Ash von Nargaroth auf ihrer "Dead Soul Requiem" EP zurück mit einer neuen EP, dieses Mal bestehend aus ganzen vier Liedern.








Veröffentlicht wurde das ganze mal wieder unter dem Banner der deutschen Schmiede Obscure Abhorrence, welche in der Vergangenheit ja schon für mehrere Drowning The Light LP-Fassungen verantwortlich zeichnete. Musikalisch geht man hier natürlich auch keinerlei Kompromisse ein, und so sind auch diese vier Lieder wieder einmal grundsolider Black Metal - satanisch, düster, rau, misanthropisch, mit einem leichten Hang zur Nostalgie. Die A-Seite hält die ersten beiden Stücke "The Patron Saint of Filth & Mold" und das kurze "Ashen Skies" bereit. Seite B enthält das recht rotzige  "Mourning For The Sanguine Goddess", sowie den kurzen und instrumentalen Rausschmeißer "Her Patronage, Our Dust". Zur Aufmachung: schwere Gatefold-Hülle und weiße EP-Schutzhülle, vierseitiger Druck. Das Frontcover spricht mal wieder für sich und der EP-Aufdruck und die restlichen Bilder (mal abgesehen von den Bandfotos) sind schlicht geil, hehe.

Fazit:
Drowning The Light liefern hier ein recht solides Machwerk ursprünglichen Black Metals ab, leider ohne nennenswerte Höhepunkte. Wobei "Mourning For The Sanguine Goddess" schon irgendwie heraussticht. Limitiert ist die ganze Angelegenheit auf 666 Stück, wobei die ersten 100 Stück in weiß/blauem Vinyl daher kommen, während die ersten 50 Exemplare noch ein exklusives T-Hemd mit an Bord haben.

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. The Patron Saint of Filth & Mold
A-02. Ashen Skies
B-03. Mourning For The Sanguine Goddess
B-04. Her Patronage, Our Dust

Laufzeit: ca. 13 Minuten

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Review: Shores of Ladon - Eindringling (CD, Eternity Records / Sol Records)

Unverhofft kommt gut... so spielte mir das Label vor einigen Wochen eine omninöse CDr mit der Roh-Fassung des neuen Shores of Ladon-Werkes zu. Natürlich sofort angehört und auch gleich für gut befunden. Wenn auch nicht vollends. Aber es handelte sich ja nun nur um Rohmixe, also noch lange nicht fertig. Gespannt wartete ich dann also den endgültigen Release von "Eindringling" ab. Dieser erfolgte dann am 06.12.13, und sage und schreibe einen Tag später kam die CD dann auch bei mir an (ein Dank geht an dieser Stelle noch einmal an St. von Sol Records). Meine Eindrücke zum neuen Output der Band lest ihr nun im folgenden...


Zunächst einmal zur Aufmachung: die ist mal wieder wirklich professionell gehalten - kein Wunder, arbeitet man doch wieder mit Eternity Records zusammen. Ein 12 Seiten umfassendes Begleitheft mit Fotos und allen Texten inklusive. Auf dem Tonträger selbst enthalten sind ganze sechs Lieder, wovon vier Stück den Rehearsal-Sessions aus dem Jahr 2011 stammen (die auf dem Werk "Rehearsal 2011" zusammengefasst wurden) und ein Stück bereits von der ersten Veröffentlichung der Band "Promo 2010" bekannt ist. Außerdem gibt es dann auch noch ein ganz neues Lied in Form eines Instrumentals zu hören. Die Rehearsal-Songs sind allesamt, was ja schon auf der "Lupercal" der Fall war, neu aufgenommen. Hinter Liedern wie "Durch die Augen des Raben" oder "Eindringling" steckt jetzt wesentlich mehr Druck hinter und dadurch steigt die Aggressivität der Songs immens, was eigentlich nur begrüßenswert ist. Shores of Ladon sind schließlich, trotz dieser leichten und irgendwie immer wiederkehrenden "Baum-lieb-hab"-Thematik keine musikalischen Waschlappen und gehen auch keine Kompromisse ein. Und erst recht sind sie keine verklärten, träumerischen Romantiker. Die Musik ist durch und durch schwarz, düster, hasserfüllt und kalt.

Fazit:
Black Metal exclusively. Nothing more. Nothing less. Auch das neue Machwerk von Shores of Ladon enttäuscht nicht, und bietet der geneigten Hörerschaft genau das, was man von der Truppe erwartet: Black Metal in Reinkultur mit mystisch-morbider deutscher Lyrik. Den bekannten Liedern steht das neue Klanggewand auch sehr gut. Und - das beste: bereits jetzt hat man vom Label verlauten lassen, dass es wohl in nicht allzu ferner Zukunft eine Auswertung von "Eindringling" auf Vinyl geben wird.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Durch die Augen des Raben
02. Eindringling
03. Sturm der Unrast
04. Rauhnachtserwachen
05. Waldlied
06. Ungebrochen

Laufzeit: ca. 36 Minuten