Donnerstag, 24. Oktober 2013

Kurze Berichterstattung zum kommenden Sampler / Short news about the Upcoming Sampler

Moin zusammen.

Es tut sich mittlerweile doch so einiges den kommenden Sampler betreffend.
Hier das Wichtigste:

* alle Bands stehen fest. 10 sind es an der Zahl,  die meisten steuern exklusive Lieder bei!
* der Sampler wird wie geplant als Pro-CDr im Jewelcase in zwei Cover-Varianten kommen (beide Cover stehen, nur die Inlays müssen auf Grund der noch nicht fertigen Liste der Lieder gestaltet werden)
* die Buttons, die den CDs beiliegen werden, sind auch endlich fertig und bei mir eingetroffen!
* jede CD kommt außerdem mit einem beidseitig bedruckten Infoblatt (in englisch bzw. deutsch), welches gleichzeitig auch das Zertifikat mit Durchnummerierung darstellt.
* die 'national satanist' Editionen (deutsch) und die 'international satanist' Editionen (englisch) werden jeweils auf 25 Stück limitiert sein!

ENGLISH VERSION

Hey folks.

There are some good news about the upcoming sampler.
Here are the most interesting ones:

*the band-list is complete! There will be 10 bands on the CD, the most of them will play exclusive material!
* the sampler will come as Pro-CDr in Jewelcase and in two alternate Cover variations (both Covers are fix, only the Inlays still must designed, because the tracklist isn't complete yet)
* the buttons, which come with every CD, are finally finished, too!
* every CD will send with a both-sided Infosheet (in english / in german), with your individual number.
* both, the "national satanist" edition (german) and the 'international satanist' edition (english) will be limited to 25 copies!

Die Buttons für die / The Buttons for the CDs

Für weitere Informationen / for further informations:

kraehenblut@gmx.de

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Review: Nightbringer & Dødsengel - Circumambulations of the Solar Inferno Split (LP, Daemon Worship Productions)

Die Amis von Nightbringer melden sich zurück in Form einer Split mit den Norwegern Dødsengel. Nach der letztjährigen grandiosen Split mit Acherontas also endlich mal wieder neues Futter für alle Anhänger des psychotischen Black Metal Quintetts. Von dem Duo aus Norwegen habe ich jedoch bisher auch nur namentlich gehört, kann aber auch sein, dass ich da etwas verwechsle. Norwegen interessiert mich halt weniger.




Beginnen wir bei den zwei Beiträgen der Amis, namentlich "Watchtower of the West - Gate of the Mighty Dead" und "Watchtower of the North - Ascension of the Midnight-Sun". Wie gewohnt präsentiert man hier durchaus schnell gespielten und dank der zahlreichen hypnotischen, chaotisch wirkenden, psychedelischen Atmosphären auch sehr kranken Black Metal. Nightbringer werden gerade deshalb auch nicht unbedingt jedem gefallen, aber das wollten sie ja ohnehin noch nie. Musik, nicht aus der Retorte und auch nicht für jedermann. Sondern speziell, von Individualisten für Individualisten. Und tatsächlich fällt es mir bis heute schwer Nightbringer mit irgendetwas oder irgendwem zu vergleichen. LP umgedreht und es erklingt der erste Beitrag der Norweger in Form von "Watchtower of the East - Horus Sunflesh", der ähnlich dem ersten Nightbringer-Beitrag einen instrumentalen Einklang mit Sprechgesang bietet. Anschließend wird jedoch ein wahres Black Metal-Inferno entfacht. Musikalisch bewegt sich das ganze im schnelleren Midtempo, präsentiert sich auch durchaus rhythmisch und melodiebetont. So ein typisch nordisches Ding halt. "Watchtower of the South - Drunk upon inmost Fire" beginnt recht doomig, nimmt fast schon sludge-mäßige Züge an, wandelt sich dann aber in einen, wenn auch weiterhin sehr Doom-orientierten, gemäßigteren Black Metal, der im letzten Viertel sogar eine richtig kalte Atmosphäre innehat, die zwischen Nostalgie, Okkultismus und Todessehnsucht schwankt. Krank!

Fazit:
Must-Have-Release! Mehr muss man da glaube ich nicht mehr zu sagen. Keine Ahnung, ob die LP limitiert ist, beim Label konnte ich jedenfalls keine Angaben diesbezüglich finden. Da auf der Platte selbst auch nichts vermerkt ist, bleibt dieses Rätsel also ungelöst. Wurde übrigens auch auf CD veröffentlicht, ebenfalls von Daemon Worship.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
Nightbringer
A-01. Watchtower of the West: Gate of the Mighty Dead

A-02. Watchtower of the North: Ascension of the Midnight-Sun

Dødsengel
B-04. Watchtower of the East: Horus Sunflesh
B-02. Watchtower of the South: Drunk upon inmost Fire

Laufzeit: ca. 31 Minuten

Review: Die Kunst der Finsternis - Das Geheimnis des Vampirs (LP, Lamech Records/Triumph of Death)

Das Debüt-Album von Die Kunst der Finsternis erschien ursprünglich 2012 im Kassetten-Format und war gerade mal auf 100 Exemplare limitiert. Da es sich hier nun um ein Solo-Projekt des Hetroertzen-Sängers handelt, die ja mit ihrem letzten Output "Exaltation of Wisdom" ein wahres Überalbum in Sachen Okkult Black Metal ablieferten, ist klar, dass diese erste Auflage sehr schnell vergriffen war. Umso erfreulicher, dass das Label nun in Kooperation mit dem Österreicher Triumph of Death die Vinyl-Auflage nachschiebt.


Erst einmal zur Aufmachung - die ist nämlich ähnlich genial ausgefallen wie bei dem Hetroertzen Album. Rotes Vinyl, robustes Cover aus Raukarton, innen schwarz, schwarzer Einleger und ein Beiheft im A5-Format, welches alle Texte sowie Bilder enthält. Was die Musik angeht, so fährt Herr Schattenriss (so heißt er jedenfalls hier) eine etwas andere Art Black Metal auf, wie Hetroertzen ihn zelebrieren. Die richtige Entscheidung. Projekte, die so klingen, wie die Hauptband, braucht wirklich niemand. So klingt die Musik von Die Kunst der Finsternis gleichwohl sehr okkult und räudig, aber bietet, gerade auch im zweiten Song "The Grand Mystery of Death" einige Anleihen an den Blackened Thrash Metal, was zwar jetzt nicht unbedingt an alte Sodom denken lässt, aber dennoch einige Parallelen zieht. Richtig okkult wird es dann, wenn in "Holy Bloodstone" ein mystisch wirkender Chor zu dem düsteren Black Metal einsetzt. Oder bei "In Tenebris" zusätzlich zu der Musik, die beinahe schon Doom-Verhältnisse annimmt, ein beschwörender, extrem kehliger Singsang einsetzt. Mit der B-Seite setzt sich das alles dann noch fort. "Flaming Hearts" etwa beschreibt in groben Zügen eine schwarze Messe und erinnert musikalisch nicht nur einmal an die alten Werke Darkthrone's... zur Mitte hin setzt dann sogar wieder eine sehr thrashige Gitarre ein. Aber keine Angst - es bleibt okkult und Black Metal durch und durch. Sogar Anleihen an alte Satyricon lassen sich hier durchaus ausmachen. Irgendwo auch schon traurig, dass da erst einmal Leute aus Chile kommen müssen, die nach Europa umsiedeln, um den eigenen Landsleuten ihre Wurzeln wieder näher zu bringen. Wobei die Band ja nicht in Norwegen, sondern in Schweden heimatlich geworden ist. "Raising above the Angels" ist wieder ein lupenreiner Black Metal Song, in dem aber gelegentlich auch noch ein Hauch von Thrash anklingt und zum Schluß noch einmal dem Mitt-90er Black Metal gehuldigt wird mit bedrohlich wirkenden Orchestreal-Samples. "Das Geheimnis des Vampirs / Oratorium" stellt dann leider auch schon den Abschluß des ganzen dar. Eingeleitet natürlich durch Orgel-Klänge und bedrohliches Schlagzeugspiel, wandelt sich das Lied alsbald in eine Black Metal-Nummer, die zunächst irgendwo im langsamen Mid-Tempo angesiedelt ist, und etwas an Nargaroth's "Into the Void" denken lässt - nur wesentlich abwechslungsreicher gestaltet. Und wenn man meint, es wäre zu Ende, setzt noch einmal die Musik ein und es ertönen die letzten Worte: "...a serpent who could not be charmed/made its nest in the roots of the tree... The blossom of Death." Ich glaube, dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Fazit:
Ein in Teilen doch recht ungewöhnliches, weil überraschendes Werk. So viele Thrash-Einflüsse in den Gitarren, hätte ich dem Herrn Schattenriss gar nicht zugetraut. Aber auch er scheint zu wissen, wo seine musikalischen Wurzeln liegen. Im ursprünglichen Black Metal. Und da gehört ein gewisser Teil Thrash nun auch mal dazu. Nichtsdestotrotz ein geniales Album, was gleichermaßen zündet, wie "Exaltation of Wisdom" von Hetroertzen. Man muss sich halt nur darauf einlassen. Limitiert ist die Platte auf 300 Exemplare. Die LP ist nicht durchnummeriert und die Limitierung ist leider auch nicht vermerkt, weder auf dem Cover noch im/auf dem Beiheft.

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:

A-01. Of Priests and Snakes
A-02. The Grand Mystery of Death (auf der CD Lied 05)
A-03. Holy Bloodstone (Devil) (auf der CD Lied 06)
A-04. In Tenebris (auf der CD Lied 03)
B-05. Flaming Hearts (auf der CD Lied 02)
B-06. Raising Above the Angels (auf der CD Lied 04)
B-07. Das Geheimnis des Vampirs / Oratorium

Laufzeit: ca. 55 Minuten

Review: Profanal - Black Chaos (LP, Iron Tyrant)

Neuigkeiten aus einem meiner, aus musikalischer Sicht betrachtet, liebsten Länder - Italien. Dem sonnigen Süden entspringt nämlich nicht nur guter Black Metal (Opera IX, Nebrus, Mortuary Drape, Evol... um nur einige zu nennen), sondern mit Profanal hat man sogar eine recht ordentliche Old School Death Metal Band zu bieten. Die Band sagte mir bisher nichts, obgleich man schon auf eine recht solide Anzahl von Veröffentlichungen zurückblicken kann. "Black Chaos" stellt jedoch das erste Voll-Album der Band dar.


Dieses erschien nun nach nunmehr zwei Demos und zwei Split-Releases, Ende letzten Jahres / Anfang diesen Jahres. "Black Chaos" bietet neben dem recht kurzen Intro acht Lieder, eines davon als instrumentalen Abschluß. Allein schon die A-Seite überzeugt mit den Songs "Walls of Agony", "Into the Abyss of Grief" und "Black Chaos Horde" (zu dem gibt es sogar ein offizielles Video, zu sehen auf youtube... einfach mal nach Profanal suchen!) und deren dreckiger, räudiger Atmosphäre. Authentischer Death Metal, der stilistisch irgendwo zwischen alten Sachen von Death, alten Cannibal Corpse und den guten alten Morbid Angel angesiedelt ist. Wenn man will, kann man auch die relativ junge Veröffentlichung der Deutschen Venenum als Vergleich heran ziehen. Aber scheiss auf Vergleiche. Profanal treten auf jeden Fall ordentlich Arsch und rocken, als wenn es kein Morgen gäbe. Dieser Eindruck setzt sich dann auf der B-Seite fort und wird sogar durch Songs wie "Torment of Saturn" oder "Worship the Skull" noch einmal verstärkt. Brutal und doch eindeutig sehr rhythmisch und melodisch (keine Keyboard-Wichse!). Sogar das instrumentale Outro "The Bright Light of Death" ist als Song eine Wucht und nicht einfach als belangloser Rausschmeißer zu betrachten.

Fazit:
Metal aus Italien weiss mich doch immer wieder zu überraschen und zu begeistern. Profanal bilden da keine Ausnahme. Was hier aufgefahren wird, ist schlichtweg als ursprüngliche Death Metal-Musik zu beschreiben. Zwar ganz klar an alte Helden aus Amiland orientiert, vermag es die Band doch, dem ganzen noch ihren eigenen Stempel aufzusetzen, was wahrscheinlich auch nicht zuletzt dem Gesang der Sängerin Rosy geschuldet ist. Ja... was die Dame hier zustande bringt - da kann sich so manch männlicher Kollege noch eine Scheibe von abschneiden. Die Limitierung der Platte beläuft sich laut Iron Tyrant auf 300 Exemplare. Dies wird jedoch nicht auf dem Cover erwähnt, ergo ist die LP auch nicht durchnummeriert. Trotzdem würde ich mich an eurer Stelle mit dem bestellen beeilen. Am besten direkt bei Iron Tyrant (da gibt's die Platte im Kombi-Angebot mit der CD + Aufnäher). Aber auch diverse deutsche Shops wie die Eisenwald Tonschmiede, Amor Fati oder Eternity Records haben die Platte in ihrer Distroliste.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Intro
A-02. Walls of Agony
A-03. Into the Abyss of Grief
A-04. Black Chaos Horde
A-05. Torment of Saturn
B-06. Submission of the Beast
B-07. Conquering Cemeteries
B-08. Worship the Skull
B-09. The Bright Light of Death (Outro)

Laufzeit: ca. 33 Minuten

Montag, 14. Oktober 2013

Review: Bekëth Nexëhmü - De dunkla herrarna (CD, Yule/Ancient Records)

Wieder einmal etwas aus Schweden. Bei "De dunkla herrarna" handelt es sich um das bisher einzige Album des Projektes Bekëth Nexëhmü und bietet eine Art von Black Metal, wie man sie heutzutage eigentlich gar nicht mehr zu hören bekommt.








So erinnert die Machart der Musik an frühen 90er Black Metal der skandinavischen, aber vor allem auch der französischen "Szene". Tiefschwarzer Okkultismus paart sich hier mit ursprünglicher Black Metal-Musik und einem rauen, fiesen Dark Ambient. Harmonie und positive Gefühle? Fehlanzeige. Das hier ist genau das, was diese Musik auszeichnet, das was sie ausmacht und was sie so einzigartig macht. Jeder einzelne Song auf "De dunkla herrarna" ist für sich allein schon ein Kunstwerk, gleich einem morbiden schwarzen Gemälde. Hier geht es auch nicht unbedingt rasend zur Sache, sondern hier regiert die Finsternis, die sich langsam aber stetig ausbreitet, im Herzen derer, die bereit sind, sich auf dieses doch recht spezielle Werk einzulassen. Das Cover ziert eine nächtliche Schneelandschaft und genau dieses Szenario kommt einen auch in den Sinn, wenn man sich das hier anhört, im abgedunkelten Zimmer, bei Kerzenschein und seine Augen schließt und seinen Geist auf Wanderschaft schickt.

Fazit:
Ein Machwerk, welches man ausschließlich allein genießen sollte. Alles verschlingende Schwärze, die einen beim hören von "De dunkla herrarna" einnimmt und bis zum Schluß nicht mehr los lässt. Und den Hörer dann auch relativ lethargisch zurücklässt. Durch und durch von der Nacht, der Natur und düsterem Okkultismus inspiriert, gibt die Musik genau das wider, was sie auch ausdrücken soll - Black Metal in seiner ursprünglichsten Form! Nicht umsonst prangt auf der CD auch ein umgedrehtes Swastika. Und nein, liebe Leute, das hat nichts mit Politik zu tun - kluge Köpfe sollten halt doch einmal vorher nachschlagen, bevor sie etwas branntmarken wollen! Keine Ahnung, auf wie viele Einheiten die CD limitiert ist, aber selbst diese scheint schon ein extrem rares Stück geworden zu sein. Die LP wurde schon vorher durch Ancient Records veröffentlicht und war auf 250 Stück limitiert und ist bereits restlos ausverkauft, so dass es für Vinyl-Fetischisten reichlich schwer werden dürfte, an dieses Werk heran zu kommen, gerade weil "De dunkla herrarna" auch definitiv ein Album ist, was man nicht mehr so schnell abegeben wird, wenn man es einmal besitzt. Solltet ihr die CD mal irgendwo erblicken - unbedingt zugreifen! Musik, die nicht von dieser Welt ist.

9.5 / 10


Darbietungen:
01. Intro
02. Besten Fran Urhavet
03. Hels Rike
04. Ett Ondskans Vasen
05. Jotunheims Kall
06. Nifelheim
07. Svart Kaftar Skola Sluka Eder Alla
08. Manniskans Sista Andetag
09. Vargasonen
10. Outro

Laufzeit: ca. 47 Minuten

Review: Wintarnaht - Tôdhên Uoþal (CD, Obscure Abhorrence Productions)

Ein relativ aktuelles Werk erreichte mich auch aus dem Hause Obscure Abhorrence: nämlich das mittlerweile zweite Voll-Album des Duos Wintarnaht aus Deutschland, die dem einen oder anderen vielleicht noch als Winternight mit ihrer ersten Demo "Rache..." ein Begriff sein dürfte. Was das Debüt-Album "Pestilenz" angeht, so kann ich zu diesem leider nichts sagen, da ich es nicht besitze.





Zelebriert wird auch auf "Todhen Uopal" ein sehr Pagan-beeinflusster Black Metal, ähnlich dem Stil, den man schon auf der Demo zu hören bekam. Der Sound klingt jedoch nicht mehr so rau, dafür aber um einiges druckvoller produziert. Es geht auch durchaus melodisch zur Sache, so sind auch hier und da einsetzende leichte Einflüsse aus dem Thrash-Sektor kaum zu verleugnen. Auch zwischenzeitliche Verschnaufpausen zu der ansonsten eher brachialen Grundstimmung des Album, sind hier in Form durchdacht gesetzter Solo- und Zwischenparts zu verzeichnen. Dezenten Choreinsatz aus dem Keyboard gibts mit oben drauf. Vom antichristlichen Einklang bis zum Ausklang enthält das Album neun Lieder brachialer Gewalt.

Fazit:
Das neueste Werk von Wintarnaht haut mich jetzt zwar nicht dermaßen vom Hocker. Jedoch muss ich der Band zugestehen, dass sie ihren eigenen Stil gefunden haben, was sich ja bereits in dem frühen Stadium der Debüt-Demo abgezeichnet hat. Auf jeden Fall ein überdurchschnittliches, solides Werk. Mehr aber auch nicht in meinen Augen.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:

01. Siohhên þiufal 
02. Zi uualþan 
03. Bluoþ Buohha 
04. Sedhalgang 
05. Tôdhên Uoþal 
06. Ânagift þer uuintar I 
07. Eisenthal 
08. Alamana Lioþ 
09. Got þer Mana Nîdh 
10. Uuintarnaht (Falkenbach cover) 
11. Âfaro Innan Nebul

Laufzeit: ca. 62 Minuten

Samstag, 12. Oktober 2013

Review: Misty Grey - Demon (MC, Urtod Void/Bellum Musicae)

Neues gibt es auch aus dem Hause Urtod Records zu vermelden. Man präsentiert sich nun nicht nur mehr unter einem etwas anderen Namen, sondern setzt jetzt auch vermehrt auf andere Unterarten des Metal. Mit Misty Grey veröffentlichte man nunmehr die Debüt-Arbeit einer traditionellen Doom Metal-Kombo aus Spanien.






Ja, und in der Tat - die kann sich wahrlich hören lassen. Gebannt auf einem professionell aufgemachten Tape, bieten Misty Grey mit "Demon" einen hervorragenden Einstand. Das hier zelebrierte Tonmaterial ist so herrlich Ende 70er, dass es Anhängern des traditonellen Doom Metals/Rocks wahre Freudentränen in die Augen treiben wird. Dabei bietet man neben dem eingängigen und durchaus melodischen Doom auch Anklänge an den Stoner Rock und vor allem auch den Sludge. Beim hören solcher Songs wie "Grey Mist", "Dusk Till Dawn" oder "The Shadow of a Doubt" gelangt man schnell zu der Erkenntnis, dass solche doch recht kommerziell erfolgreichen Bands wie bspw. Orchid hoffnungslos überbewertet sind und dass die wahre Essenz dessen, was diese Musik ausmacht, eher bei solchen Underground-Bands wie Misty Grey liegt. So eine okkulte, heraufbeschwörende Atmosphäre wie sie z.B. "The Shadow of a Doubt" inne hat, habe ich jedenfalls schon länger nicht mehr bei einer gleichartigen Band vernommen, was aber wohl auch nicht zuletzt dem ungewöhnlichen, nichtsdestotrotz aber großartigen Gesang von Malicia geschuldet ist. Richtig gehört - Misty Grey haben eine Sängerin! Und sogar eine gute. So spielt sie gelegentlich auch mit ihrer Stimme, was die gesanglichen Einlagen sehr fascettenreich wirken lässt.

Fazit:
Ein großartiges Werk! Wer mal wieder Bock auf richtigen Old School Doom Metal hat, der kommt an dieser Veröffentlichung definitiv nicht vorbei! "Demon" wirkt auch noch lange nach dem ersten Durchlauf nach, und nicht zuletzt die Tatsache, dass leider 'nur' fünf Lieder enthalten sind, führt dazu, dass man die Kassette wieder und wieder umdreht, um sie sich schließlich noch einmal durchzuhören. Auch der absolut authentische düstere, beschwörende Gesang der Sängerin tut sein übriges zur Atmosphäre. Durch und durch eine runde Sache! Limitiert ist die Kassette auf insgesamt 100 Exemplar, ein paar Stück wurden zusammen mit einem Poster ausgeliefert - diese Edition ist bei Urtod aber bereits ausverkauft - ihr solltet also schnell sein, wenn ihr euch noch euer Exemplar sichern wollt. Kontakt unter Urtod Void oder unter der Kontakt-Adresse von Bellum Musicae.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Grey Mist
A-02. Sorrow From The Beginning
A-03. Dusk Till Dawn
B-04. The Shadow Of A Doubt
B-05. Silver Bullet

Laufzeit: ca. 29 Minuten

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Review: Runenwacht - Schrei des Hasses EP (CD, Eigenproduktion)

Zur Abwechslung einmal etwas völlig Neues und auch relativ aktuelles aus Deutschen Landen. Das Duo Runenwacht aus Baden-Württemberg gründete sich bereits 2011 und präsentiert hier nun mit ihrer "Schrei des Hasses EP" das erste Tonmaterial. Ich muss dazu sagen, dass ich - gerade was die heimatlichen Gefilde anbelangt - doch recht vorsichtig und skeptisch geworden bin, gerade was Demo-Veröffentlichungen anbelangt...




Glücklicher Weise gibt es ja immer wieder kleine Lichtblicke, unter dem ganzen Schrott, der fast täglich das Licht dieser abgefuckten Welt erblickt. Die erste Demo von Runenwacht würde ich schon dazu zählen. Mit knapp 17 Minuten Spielzeit ist sie zwar noch nicht einmal sonderlich lange ausgefallen, und eigentlich wird hier musikalisch auch absolut nichts neues geboten, was man nicht schon einmal so ähnlich gehört hätte. Aber ich muss schon zugestehen, dass die Liedertwas haben. Auch wenn die Produktion Underground ist, ist sie für die Verhältnisse doch recht ordentlich. Nach einem kurzen instrumentalen "Einklang" mit Wolfsgeheul usw. geht es mit "Blutiger Vollmond" auch gleich los. Ein tobender, wutentbrannter Black Metal Sturm - man könnte meinen den Pesthauch zu riechen. Zur Mitte hin eine kurze Verschnaufpause mit Gitarre und weiterhin grimmigen Flüstergesang, bis es letztlich wieder in die Vollen geht. Das ist zwar nichts besonderes, aber durchaus hörbar. Der folgende Song "Runenwacht" ist etwas rhythmischer, bewegt sich auch eher im schnelleren Midtempo und ist daher genau mein Ding. Schade, dass er so kurz geraten ist - andererseits wäre es fraglich, ob das Lied bei einer Länge von mehr als drei - vier Minuten genau so zünden würde. "Menschlicher Dreck" gibt dann noch einmal ordentlich Gas. Gefällt mir aber auch wieder außerordentlich gut. Man spürt einfach, dass diese Wut mit voller Inbrunst dargeboten wurde und nicht einfach nur irgendwas ins Mikro gerotzt wurde. Auch der recht rhythmische letzte Teil des Liedes kann mich überzeugen. Als letztes erklingt "Schrei des Hasses", eingeleitet durch einen Sample-Teil mit grimmigem Sprechgesang, bevor mit verzerrten Gitarren und kriegerischem Getrommel der eigentliche Song beginnt. Was folgt bewegt sich stilistisch zwischen wüster Raserei und Midtempo, mit einem kurzen Einspiel einer gesprochenen Passage (meine Damen und Herren, es sinkt für sie: das Niveau).

Fazit:
Alles in allem ist Runenwacht mit der "Schrei des Hasses" EP ein recht passabler Einstieg gelungen. Klar, hier und da wirkt einiges noch nicht recht flüssig, bzw. vom Zusammenspiel her nicht recht harmonisch. Doch sein wir mal ehrlich: darum geht es im Underground Black Metal ja eigentlich auch gar nicht. Man merkt übrigens auch, dass das Duo Anhänger deutscher Bands wie Graven oder Vargsang ist. So erinnert die Aufmachung der CD doch recht rapide an Graven's Debüt "Perished And Forgotten" oder an Vargsang's "Call Of The Nightwolves". Musikalisch geht das Ganze jedoch eher in eine ganz andere Richtung. Roh, rotzig... authentischer Underground halt. Ich hoffe, auch in Zukunft noch von der Band zu hören, vielleicht auch mal mit einer etwas besseren Produktion. Das Werk kommt als auf 100 Stück limitierte und handnummerierte Pro-CDr im Jewelcase. Wer das Werk erstehen möchte, wende sich vertrauensvoll direkt an die Band via Visagenheft. Auf Youtube gibt es die EP im übrigen auch zum reinhören.

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Einklang
02. Blutiger Vollmond
03. Runenwacht
04. Menschlicher Dreck
05. Schrei des Hasses

Laufzeit: ca. 15 Minuten

Sonntag, 6. Oktober 2013

Review: Karg & Schattenlicht - Trümmermensch Split (CD, Seelengreif Klangwelten)

Neues Futter aus unserem Nachbarland Österreich. Gut, wer mich kennt, wird wissen, wie ich zu dem Österreicher Black Metal allgemein stehe - jedoch gibt es immer noch eine knappe handvoll Bands, die mich faszinieren... so z.B. das Projekt Karg, welches hier als Duo auftritt und mich schon auf vergangenen Werken mit seinem Stil aus Post Black Metal und Ambient zu begeistern wusste. Als zweite Band präsentiert sich auf dieser Split das Duo Schattenlicht, von welchem ich bisher jedoch noch nichts vernommen habe...


Fangen wir bei Karg an, welche die beiden ersten drei Lieder beisteuern. "Asternregen" besticht nicht nur durch die sehr persönliche und emotionale Lyrik, sondern wirkt auch durchaus musikalisch durchdacht und authentisch - was wohl auch nicht zuletzt der heimatlichen Sprache geschuldet ist. Genau dafür schätze ich Karg. Eine der wenigen Bands, die es wirklich verstehen, post-moderne Rock-Musik mit Black Metal-Elementen zu verbinden und sie auch ehrlich rüberzubringen. Dazu gesellen sich noch einige Ambient-Passagen, gerade zum Ende hin. "Hetzjagd nach Dystopia" kommt da schon um einiges wütender daher. In den 10 Minuten Spielzeit wird jedoch jetzt nicht drauf los geprügelt. Vielmehr werden langgezogene, getragene Post Black Metal Passagen geboten, die auch mal etwas schneller ausarten, die aber auch schon einmal durch akkustische Einlagen aufgelockert werden und so denn auch eher eine Stimmung der Melancholie erzeugen. Ähnlich verhält es sich beim letzten Liedbeitrag "Zurück in die Fluten", dessen Musik voller Sehnsucht zu stecken scheint. Dazu auch sehr passend ausgewählt ist das abschließende Sample.

Bei Schattenlicht handelt es sich um eine Band, die aus dem näheren Umfeld von Karg zu kommen scheint, was wohl auch den Anstoß zu dieser Split gegeben haben dürfte. Das Duo steuert ebenfalls drei Lieder bei. "Gedankenlabyrinth" präsentiert sich auch gleich sehr kontrastreich zu den bisherigen Stücken aus der Feder von Karg. Der Gesang ist eindeutig dem Black Metal zuzuordnen, die Musik bewegt sich da zunächst auch eher im melodischen Black Metal, bietet zur Mitte hin aber auch reichlich Post Rock-Einflüsse, was vor allem in der langgezogenen Solopassage deutlich wird. Auf jeden Fall durchaus gelungen, und der Einstand der Band weiß mich zu überzeugen. "Das Licht des ersehnten Tages" kommt genau wie das darauffolgende Stück "Widerstand" eine ganze Spur rauer daher und sollte jedem gefallen, der postmodernem Black Metal wie etwa der "Stillhallen" von Deathgate Arkanum etwas abgewinnen kann.

Fazit:
Karg überzeugen vornehmlich mit ihrem ersten Liederbeitrag "Asternregen" - genau dafür liebe ich diese Band. Die beiden anderen Songs sind zwar auch sehr solide, und bewegen sich wie man es von Karg erwartet musikalisch wie auch emotional auf hohem Niveau und ziehen sogar noch einige Parallelen zu dem nächsten letzten Voll-Album "Apathie", aber mehr ehrlich gesagt auch nicht. Schattenlicht überzeugen mit ihrem leicht rauem Post Black Metal-Stil und vor allem "Das Licht des ersehnten Tages" und "Widerstand" verstehen es zu begeistern. Letztgenanntes Lied hat sogar das Zeug zu einer regelrechten Anti-Hymne. Die Split kommt als Pro-CDr im Jewelcase, das Beiheft beinhaltet dabei alle Texte. Limitiert ist die ganze Angelegenheit natürlich auch noch, und zwar auf 300 Exemplare - die im übrigen nicht durchnummeriert sind. BM-Puritisten seien wie immer an dieser Stelle gewarnt, dass dieses Werk hier wohl eher enttäuschend ausfallen dürfte. Jenen sei vom Kauf auch definitiv abgeraten. Jedoch für Anhänger beider Bands oder für Leute, die generell Sinn für post-moderne Black Metal-Musik haben, uneingeschränkt empfehlenswert.

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
Karg
01. Asternregen
02. Hetzjagd nach Dystopia
03. Zurück in die Fluten
Schattenlicht
04. Gedankenlabyrinth
05. Das Licht des ersehnten Tages
06. Widerstand

Laufzeit: ca. 43 Minuten