Mittwoch, 20. März 2013

Review: Forgotten Litanies - Songs for the forgotten ones (CD, Rotten Crowz Productions)

...und hier die zweite neuerhaltende Rotten Crowz-Veröffentlichung: Forgotten Litanies aus Spanien präsentiert hier die erste Demo "Songs for the forgotten ones" in Form einer Pro-CDr. Einmal mehr wird hier Black Metal mit Ambient-Einschlag zelebriert.








"Overshadowed by a ghostly fog" kommt da anfangs sogar überraschend wohlklingend aus den Boxen. Wirklich so etwas wie fieser Demo-Black Metal. Was aber auf jeden Fall als Störfaktor gezählt werden darf: der Gesang und (noch überwiegender) der grottige Drumcomputer! Nein, das geht mal gar nicht. Das ist so durchschnittlich und gewöhnlich, dass es bei mir gleich nach dem ersten Hörgang in der Versenkung des Vergessens verschwindet. Mit dem zweiten Lied bietet man ein kurzes instrumentales Ambient-Intermezzo, was allerdings auch nichts weltbewegendes bietet. Der dritte Song "Whispers from a cold forest" wäre dann gar nicht einmal schlecht, wenn sich während der Spielzeit nicht die Schwächen des ersten Liedes noch weiter herauskritsallisieren würden. Immerhin: der Weg stimmt.

Fazit:
Nein, sorry. Vielleicht war diese Demo ja gut gemeint, aber das Resultat ist einfach grauenhaft. Ich wage aber mal zu behaupten, dass mit etwas Feintuning am Drum-PC der Black Metal-Anteil bei diesem 'Werk' noch gar nicht mal so schlecht ausgefallen wäre. Aber schließlich ist da auch immer noch diese irgendwie nichtssagende Gesang, der zwar irgendwie aussagekräftig klingen will, es aber nicht tut - wobei durchaus Ansätze von Atmosphäre zu erkennen sind. Pro-CDr mit 4-seitigem Beiheft in Slim-Case. Limitiert auf 100 Exemplare. Wen es interessiert.

2.5 / 10 Punkte

Review: Aura - Lake of Despair (CD, Rotten Crowz Productions)

So... nachdem ich nun vier Tage im Urlaub war, erwartete mich daheim bereits eine Sendung bestehend aus zwei weiteren Veröffentlichungen aus dem 'kultigen' Dreckslabel Rotten Crowz Prod. Doch, ich will nicht zu vorbehalten sein. Schließlich kann aus Scheiße bekanntlich auch mal etwas Positives entstehen. Als erstes möchte ich das Demo-Album "Lake of Despair" des spanischen Ambient Black Metal-Projektes Aura vorstellen. Aura ist die Solo-Band von Trollkopf (schon etwas lächerlich...) und bietet wie gesagt einen Mix aus Dark Ambient und Black Metal. Was es taugt, lest ihr in folgenden Zeilen...


Schon beim Intro "Poem to the Fog" wird klar: hier wurde sich dreist an Werken anderer Bands bedient... so kommen mir beim hören der Musik und vorallem des Gesangs direkt die Franzosen Nocturnal Depression in den Sinn. Zumindest in ihren ambienten Passagen. Lied Nummer drei "Sin of Loneliness" wirkt gar direkt wie 1:1 aus dem Album "Nostalgia - Fragments of the Past" der Franzosen geklaut. Na gut, immerhin haben die Franzmänner ihrerseits ja auch mächtig bei Dimmu Borgir und Nargaroth abgekupfert, von daher... Was ich dann auch noch zugestehen muss ist, dass das hier vorliegende Tonmaterial noch nicht einmal so schlecht ist - zumindest im Vergleich zu dem, was ich bisher an Bands aus dem Hause Rotten Crowz zu hören bekommen habe. Die Musik von Aura besitzt gar so etwas wie düstere Atmosphäre, hat aber mit Black Metal im eigentlichen Sinne auch wieder so beinahe gar nichts zu tun. Meistens erklingt halt nur Tastengeklimper mit ausgedehnten Keyboard-Teppichen und etwas unheilvollem Singsang. Vielleicht auch mal ne Akustikgitarre oder gar ne verzerrte E-Gitarre dabei - wenn's hochkommt. Den einzigen wirklichen Black Metal Song stellt "The Dark Forest" dar, und der stellt auch schon den letzten Beitrag vor dem ambienten Ausklang dar. Für Demo-Verhältnisse gar nicht sooo schlecht - erinnert aber auch wieder sehr stark an Nocturnal Depression mit ihrer Demo "Fuck Off Parisian Black Metal Scene" mit etwas paganem Einfluss.

Fazit:
Ich bin positiv überrascht von Aura. Positiv jetzt nicht im Sinne, dass es sich hier um ein großartiges und außergewöhnliches Werk handeln würde, sondern positiv eher in der Hinsicht, dass es das Label doch einmal geschafft hat, mal zumindest eine ordentliche Durchschnittsband an Land zu ziehen. Für eine Demo ist "Lake of Despair" durchaus brauch- und hörbar, eigene Ideen und vorallem etwas mehr Mut beim Songwriting hätten aber bestimmt nicht geschadet. Kommt als Pro-CDr mit 4-seitigem Beiheft in Slim-Case daher, limitiert auf 100 Exemplare.

4.5 / 10 Punkte

Sonntag, 10. März 2013

Review: Moloch & Fortezza Longobarda - Das Land ewiger Kälte und Sorge (CD, Eternal Winter Records)

Die hier vorliegende Split-Veröffentlichung ist auch bereits etwas älteren Datums. Die Gemeinschafts-CD zwischen Moloch aus der Ukraine und Fortezza Longobarda aus Italien stammt aus dem Jahr 2010. Beide Bands präsentieren hier ausschließlich (Dark) Ambient. Moloch ist dabei mit einem langen, 11-minütigen Lied vertreten, Fortezza Longobarda gibt zwei Lieder zum besten.







Beginnen wir bei Moloch, dessen Beitrag "Das Land ewiger Kälte und Sorge" kommt im gewohnten Gewand daher, wobei ich sagen muss, dass dies hier mit zu dem besten und stimmungsvollsten gehört, was ich von der Band kenne. Kalte und traurige Klangteppiche, die an gute Momente von Vinterriket erinnern. Allerdings komplett ohne Gesang und Black Metal-Einfluss. Da sollte man sich schon drauf einlassen. Fortezza Longobarda steuert die letzten beiden Lieder bei, die beide schon etwas spaciger ausgefallen sind. Insgesamt recht nett und auch nicht zu monoton - man hat sich schon was einfallen lassen, jedoch nicht wirklich mein Geschmack.

Fazit:
Ganz passabler Dark Ambient, der hier von beiden Gruppen geboten wird. Die CD kommt als einfache CDr, die mit einem Blankolabel beklebt wurde im DVD-Case mit jeweils einem Button von Moloch und Fortezza Longobarda. Limitiert auf 50 handnummerierte Exemplare.

5.5 / 10 Punkte

Review: Transitus Mortalis - Overwhelmed by Hatred and Disgust (CD, Rigorism Production)

So... was haben wir denn hier? Mal wieder etwas aus der Schmiede Rigorism aus Russland? Ok... hatte ich ja schon ne Weile nicht mehr. Dieses Mal präsentiert sich hier mit Transitus Mortalis ein internationales Projekt zwischen einem Schweden und einem Kanadier. Die Rückseite von "Overwhelmed by Hatred and Disgust" verkündet noch großspurig "More Hatred, Awful than you'll never heard in your miserable life". Ahja, wenn sie meinen. Ich lasse mich mal überraschen...






Und, als hätte ich es nicht geahnt, kann die CD nicht so wirklich das erfüllen, was sie verspricht. Dem Intro folgt ein Black Metal Song der Marke 'bizarr' - instrumental gesehen geht das ja noch gerade in Ordnung, aber dieser Gesang ist grauenhaft. Ich befürchte schlimmes und höre mir die ganze Sache also weiter an. Viel tut sich hier während der Songs ohnehin nicht - wer hier also irgend etwas wie Innovation oder Eigenständigkeit erwartet, wird enttäuscht werden. Auch dieses Konzept das Album abwechselnd mit Ambient und Black Metal Liedern zu bestücken, ist bei weitem nicht neu, und das hat anno 2005 bereits das deutsche (damalige) Soloprojekt Throndt besser hinbekommen. Wesentlich besser. Nee, es tut mir leid, aber wenn bei einem Album, was sich selbst als Black Metal bezeichnet sogar der monotone Ambient-Anteil besser ist, als die eigentliche Musik, läuft etwas gewaltig schief. Die Ambient-Stücke vermögen es immer noch so etwas wie Atmosphäre aufzubauen.

Fazit:
Gegen eine schlechte Produktion habe ich zunächst einmal eher weniger - die sollte gerade im Underground Black Metal auch nicht ausschlaggebend sein, so lange die ganze Sache spielerisch in Ordnung ist, kann man auch ne miese Produktion verzeihen. Aber das hier zeugt auch von spielerischem Unkönnen. Seien wir mal ehrlich, solche Art von Ambient kann heutzutage jeder kreieren, der einen PC und das passende Sample-Programm zu Hause hat. Der Black Metal ansich kommt dabei zu inspiriert daher, und der Gesang ist mies. Sorry, aber das lässt mich absolut kalt. Pro-CDr im DVD-Case, limitiert auf 200 handnummerierte Exemplare. Keine Ahnung, ob's davon noch welche gibt.

2.5 / 10 Punkte

Samstag, 9. März 2013

Review: Epithalium - Gottesaustreibung / Christenausweidung (CD, Hammerbund)

Bei diesem Titel musste ich wohl automatisch schon an Leichenzug denken, ist diese deutsche Ein-Mann-Armee doch bekannt für ihre splatterhaltigen antichristlichen Texte. Doch nein... es handelt sich hier tatsächlich um ein neues Epithalium-Album. Jene Band, die sich als Projekt einst zusammenschloss, mit allerlei bekannten Gesichtern der "Szene". So sind, bzw. waren auch mal, Mitglieder solch illustren Bands wie Totenburg, Antiphrasis, Menneskerhat und Barad Dûr involviert, seit dem ersten Album "Ausrottung" allerdings besteht die Band jetzt aus einer Besetzung, die sich lediglich aus Totenburg und ex-Menneskerhat-Mitgliedern zusammensetzt.

Seit dem erwähnten Debüt - was auch gleichzeitig das letzte Lebenszeichen der Band darstellte, handelt es sich hierbei doch erst um das zweite vollständige Album - sind immerhin schon mehr als sieben Jahre vergangen, und beinahe habe ich schon gar nicht mehr damit gerechnet, überhaupt noch einmal etwas von diesem Projekt zu hören. Das Debüt lege ich bei Zeiten trotzdem immer noch gerne in die Anlage ein. Seiner Zeit war dieses nämlich wirklich sehr gelungen, ein erhabenes, aber gleichermaßen auch brachiales Stück Schwarzmetall mit einer wuchtigen Produktion. Die Atmosphäre verdankte das Album nicht zuletzt auch den sehr passenden orchestralen Zwischenspielen. Dementsprechend hoch sind natürlich die Erwartungen an ein neues Werk. Nun, ein wenig mitgekriegt habe ich ja auch, und so entging mir auch nicht, dass Epithalium für den Sampler "Dawn Of The Antichrist" einen Song beisteuerten, der sich - welch' Wunder - nun auf dieser CD befindet.

Widmen wir uns der Musik: nach dem monumentalen Sample-Intro "In Ewigkeit" werden mit "Im Strudel des Feuers" dann auch gleich einmal die Grenzen abgesteckt, denn hier wird schnell klar, dass Epithalium auch auf ihrem neuen Album keine Gefangenen machen. Das Lied entfacht direkt zu Anfang ein wahres Inferno, ein Gemetzel sondergleichen. Passend dazu auch die relativ kurze Spielzeit von nicht einmal drei Minuten. "Christenausweidung", das nächste Lied verspricht da schon um einiges rhythmischer und 'epischer' zu werden, beginnt es gleich mit getragenen Gitarrenriffs, fährt dann dank donnernder Drums einen Gang schneller, und hält zudem noch einige nette Details bereit, wie etwa das Gitarrensolo zur Mitte hin oder das Tastenspiel am Ende. Der folgende Song "Anrufung" geht da wieder weitaus brachialer zu Werke, während "Leichenberge" und "Oasen aus Blut" das Brachiale mit Erhabenheit und Epik kreuzen. Es folgt mit "Der Sturm verstreut die Asche" der bereits erwähnte Beitrag für den "Dawn Of The Antichrist"-Sampler. Eine Wucht... die Produktion ist nicht so sauber, die Instrumente sind rauer und der Gesang grimmiger, auch ist die allgemeine Atmosphäre irgendwie ergreifender und erhabener als die meisten anderen Songs des Albums. Mit "Aus der Dunkelheit" lässt man die CD dann auch so enden wie sie begann.

Fazit:
Bei der "Gottesaustreibung" handelt es sich mitnichten um ein schlechtes Album, jedoch reicht es meines Erachtens nicht völlig an die Qualität des Erstlingswerkes der Band heran. Es sind zwar mit "Chirstenausweidung", "Oasen aus Blut" und dem mächtigen "Der Sturm verstreut die Asche" wirkliche Hämmer auf der CD, jedoch erreichen auch diese nicht die atmosphärische Dichte eines Songs wie "Ausrottung", "Blutdurst" oder "Nachts in den Wäldern". Wie gesagt, kein schlechtes Album, aber ich bin trotzdem irgendwie ein wenig enttäuscht. Die CD kommt in zwei Ausführungen: einmal als Digi, limitiert auf 100 Exemplare, sowie als normale CD, limitiert auf 233 Stück. Das Interessante: beide Fassungen besitzen auch komplett unterschiedliches Artwork.

7.0 / 10 Punkte

Review: Vindorn & Triumph,Genus & Sator Marte - Split (CD, Schwaerze Productions)

Ist noch gar nicht so lange her, dass ich das aktuelle Mini-Album von Vindorn besprochen habe, da flattert mir dieses bereits ein Jahr ältere Werk in Form einer Split CD mit Triumph,Genus und Sator Marte aus Tschechien ins Haus. Die Veröffentlichung erfolgte dabei unter dem Banner des deutschen Labels Schwaerze Productions.







Nun, beginnen wir mit Vindorn, die die ersten drei Lieder beisteuern. Allesamt übrigens auch in tschechischer Sprache - bis auf das zweite, welches in englisch gehalten ist. Das Ein-Mann-Projekt Vindorn präsentiert sich hier eine Spur rauer, als ich das noch von der neueren EP im Kopf habe, und erinnern dadurch nur noch mehr an alte ost-europäische Kombos. Sehr atmosphärisch ist es auf jeden Fall, mit einer Prise Selbstzerstörungsdrang, Hass auf alles und jeden, sowie einem Hauch Nostalgie und Tristesse.

Triumph,Genus, welche anscheinend ein Nebenprojekt von Sator Marte darstellen (vielleicht gar ein Vindorn/Sator Marte-Projekt?) - zumindest teilen sie sich eine Kontaktadresse - gehen hier schon eine Spur direkter, schneller und brutaler zu Werke. Dabei haben sie diesen typischen alt-ost-europäischen Stil inne und setzen diesen auch gekonnt um. Es lohnt sich, hier auf die kleinen Details im Spiel zu achten, da hier nicht nur stupide nach vorne gehämmert wird.

Nach gerade einmal zwei Songs ertönen dann auf einmal Kriegsgeräusche und Sirenen - mit "Kommando Sator Marte" leiten die vier Tschechen ihre insgesamt drei Beiträge ein. Gewohnt kriegerisch kommt die Musik dann auch daher. Dabei wird allerdings nicht stumpf nach vorn gebrettert, sondern es wird sich eher im Midtempo bewegt - wenn auch in etwas schnelleren Gefilden, inklusive immer mal wieder einsetzenden Kriegsszenario-Samples. Übrigens dürften die Songs einem bereits bekannt vorkommen - vorausgesetzt natürlich, dass man sich schon eingehender mit dieser Band auseinander gesetzt hat... denn diese stammen von ihrer ersten Split mit Krvavá Práce aus dem Jahr 2005.

Fazit:
Eine top Split-Veröffentlichung! Vindorn gefällt mir gar noch ne Spur besser als auf der "Hrana" EP, Triumph,Genus kommen ebenfalls sehr gut an, haben mit ihren zwei Beiträgen aber leider nur einen kurzen Auftritt bei dieser CD und Sator Marte hätten sich ruhig etwas neues ausdenken können, auch wenn ich die alte Split nicht kenne.

8.0 / 10 Punkte

Review: Svarthyr - Vortex of the Slain (CD, Schwaerze Productions)

Nachdem ich ja die Demo aus dem Jahr 2011 besprochen hatte (siehe letzte Rezension), folgt nun die Review zur aktuellen EP der norddeutschen Kombo Svarthyr "Vortex of the Slain" aus dem letzten Jahr, einmal mehr veröffentlicht durch Schwaerze Productions.







Nach der "Introduction", die auch aus dem Soundtrack der Dead Space-Reihe stammen könnte, geht's mit "Vortex of the Slain" auch direkt ordentlich zur Sache. Schnelles Schlagzeugspiel, peitschende Gitarren - die Richtung geht eindeutig nach vorne. Aber keine Angst, stupide ist das Lied bei weitem nicht, denn sowohl Gesang als auch Rhythmus orientieren sich ganz klar am beliebten Midtempo. Der Break im letzten Viertel gefällt mir hier auch sehr gut, bringt etwas Abwechslung in das Geschehen. So erklingt eine eher ruhigere Passage, bevor die Gitarren dann wieder einen Wechsel hin zu einer schnelleren Gangart verkünden. Weiter geht es sogleich mit "The Christogram inverse", das harmlos und zurückhaltend beginnt, sich jedoch nach einer Weile zu einer hasserfüllten Hymne steigert. Besonders erwähnenswert hierbei das hervorstechende Gitarrenspiel zur Mitte hin. Mit "Funeral Rain" folgt dann leider auch schon der letzte Song. Still und traurig erklingt eine einsame Gitarre mit Gewitter-Samples sowie einem verzerrten eher hintergründigen Klargesang versehen. Das erinnert an Nargaroth. Mit ein paar zarten Schlägen meldet sich dann das Schlagzeug und so nach und nach wird ein äußerst melancholisch-nostalgischer Black Metal Song aufgebaut, der mit noch nicht einmal vier Minuten Spielzeit meines Erachtens leider eindeutig zu kurz geraten ist. Daraus hätte man einen wirklichen Hammer mit +/- 10 Minuten machen können... das Potential dazu hat diese Band ja auf jeden Fall.

Fazit:
Eine gelungenes Mini-Album! Nach der schon äußerst hörenswerten Demo-CD und jetzt dieser starken EP hoffe ich nun mal auf ein vollständiges Album der Mannen aus Norddeutschland. Dann vielleicht auch mal mit ein oder zwei etwas längeren Songs - das Potential dazu haben Svarthyr wie gesagt ja jedenfalls dazu.

8.0 / 10 Punkte

Freitag, 8. März 2013

Review: Svarthyr - Manifestation of the Antichrist (CD, Schwaerze Productions)

Nach einer Split-Kassette, die 2009 über Heavy Penetration veröffentlicht wurde, liegt hier nun das erste eigenständige Werk der Herren aus Norddeutschland vor. "Manifestation of the Antichrist" versteht sich als Demo, kommt aber in professionellem Gewand daher - 4-seitiges Beiheft mit allen Texten, beidseitig bedrucktes Inlay - die Veröffentlichung kann der gewohnt hohen Qualität des Labels also ohne weiteres standhalten. Ob das auch auf die Musik zutrifft lest ihr im folgenden...




Nach einem kurzen einleitenden Part geht's auch gleich in die Vollen und schnell dürfte wohl auch klar werden, dass man es hier nicht mit einem x-beliebigen 08/15-Album zu tun hat, sondern, dass hier durchaus ernst zu nehmender Black Metal zelebriert wird, der auch einige klassische Metal- und rotzige Rock-Einflüsse aufweist. Ob jetzt "Creatures Of Loke" oder "Temple Under Black Stars", die ersten beiden Lieder machen die weitere Richtung gleich schon mal vor. Es lohnt sich auch mal genauer hinzuhören, denn so wurden auch einige nette Details eingebaut, wie das langgezogene Gitarrenspiel zu Anfang bei "Northern Cosmos Desecration". Es folgt mit "Manifest des Hasses" ein Song in Landessprache und stellt in meinen Augen spielerisch einen Höhepunkt auf dem Album dar. Aber den Hammer des Albums stellt eindeutig "Manifestation of the Antichrist", der letzte Song der CD, dar. So etwas Kraftvolles hört man heutzutage, insbesondere aus dem hiesigen Demo-Sektor, nur noch äußerst selten.

Fazit:
Alles in allem eine sehr erfreuliche Demo-Veröffentlichung aus deutschen Landen, mit viel Seele. Doch, "Manifestation of the Antichrist" atmet eindeutig den Geist alter Tage, was jedoch nicht negativ zu deuten ist, da diese Scheibe etwas besitzt, was dem Gros der heutigen Bands abgeht - hörbare Hingabe! Hört euch das Titellied an und ihr werdet verstehen. Die CD kommt mit einem Logo-Sticker.

7.5 / 10 Punkte

Donnerstag, 7. März 2013

Review: Blood Red Fog - Death Cult (LP, Deviant Records)

Der Kult aus Finnland ist zurück. Mit "Death Cult" erscheint nun endlich ein zusammenhängendes Werk aus den beiden letztjährigen EP's "Death Cult I" und "Death Cult II", die jeweils nur auf Tape erschienen. Ganz im Stile der "Rasluka" Werke von Nargaroth werden nun beide auf einer LP veröffentlicht und zwar über das deutsche Label Deviant Records (hatten u.a. einmal das Debüt-, und wie man leider sagen muss, bis jetzt auch einzige, Album von Fornost auf Platte raus).




Was man hier erwarten darf, sollte eigentlich jedem klar sein, der sich schon einmal irgendwie mit den Werken dieser Band beschäftigt hat. Für allen anderen gilt: wenn ihr gut gemachten Old School Black Metal, der an frühe 90er Skandinavien-Sachen erinnert, mögt solltet ihr euch diese Platte nicht entgehen lassen. Wer sein Hauptaugenmerk jedoch eher auf technische Spielereien und Hochglanz-Sound legt, sollte besser die Finger von "Death Cult" lassen. Die Platte ist in jeglicher Hinsicht als 'ursprünglich' zu bezeichnen. Das fängt beim Gitarrenspiel an, erstreckt sich über das Drumming und schließlich auch bishin zum Gesang. Seite A beinhaltet den ersten Teil und mitsamt instrumentalem Intro + Outro fünf Lieder. Die Höhepunkte stellen hier ganz klar der titelgebende Song sowie "With Open Arms" dar, der sich vom Schlagzeugspiel und vom Gesang her sehr okkult gibt. Die B-Seite enthält derweil den zweiten Teil von "Death Cult" und gibt sich hier gleich zu Beginn etwas rhythmischer. Ja, "Liberator" hat das Zeug zu einer kleinen aber feinen Black Metal-Hymne. Anders sieht es schon wieder beim zweiten Lied aus, denn "The Scythe Remains at Bay" kommt ungleich brachialer daher. Rau und irgendwie hypnotisch monoton - jedenfalls dann, wenn man es hier mal etwas ruhiger angehen lässt. Die beiden restlichen Songs sind vom gleichen Schlag, auch wenn hier eher eine schnellere Gangart zelebriert wird, macht die ganze Sache aber eine Spur erhabener, erdiger und irgendwie düsterer.

Fazit:
Starke Leistung der Finnen. Die Platte kommt mit einem Poster sowie Textblatt, limitiert auf 300 Exemplare, wovon die ersten 100 Stück in rotem Vinyl sind - der Rest ist in schwarz. Klare Empfehlung an alle, die mit kernigem Black Metal ohne viel Schnickschnack etwas anfangen können.

8.0 / 10 Punkte

Review: Wolfsschrei - Risen from Fire and Obscurity (EP, Black Devastation Records/Raging Bloodlust Records)

Der neueste Auswurf der deutschen Horde Wolfsschrei ist knapp einen Monat alt, und ich bin froh, bei dieser knappen Limitierung mein Exemplar noch erstanden zu haben (vielen Dank dafür an R. von Schwaerze). Nun, nach der eher etwas durchwachsenen EP "The Unknown Spectre of Evil", war ich natürlich gespannt wie man sich auf den beiden neuen Songs gibt...






"Risen from Fire" beginnt gleich mit einem wahren Gemetzel. Das Wort 'chaotisch' passt hier ganz gut. Danach geht es kurz über in einen hymnischen Refrain, der irgendwo im schnelleren Midtempo angesiedelt ist. Doch dauert dies nicht lange an, und so geht es bald auch wieder schneller zur Sache. Insgesamt eine mehr als runde Sache, auch dank der passend gesetzten Wechsel zwischen Midtempo und Highspeed sehr aggressiv wirkend.

"Risen from Obscurity" hält sich da anfangs doch ziemlich zurück, was die Geschwindigkeit anbelangt - schaltet jedoch nach einer Weile auch ein - zwei Gänge hoch. Das Ganze ist, wie auch schon beim ersten Lied erfreulich rhythmisch und, sofern man im Underground Black Metal davon sprechen kann, melodisch. Auch die eher instrumentale Passage mit dem hintergründigen Sprechgesang ist sehr passend im letzten Viertel eingefügt. Insgesamt hat mir "Risen from Fire" aber eine (wenn auch nur kleine) Spur besser gefallen.

Fazit:
Wolfsschrei präsentieren mit "Risen from Fire and Obsurity" eine Vinyl-EP mit zwei neuen Liedern, die sich durchaus hören lassen können. Vielleicht nicht für jedermann eine lohnenswerte Anschaffung, jedoch sollten Liebhaber klassischen Old School Black Metals mal ein oder zwei Ohren riskieren oder auch gleich bei der EP zuschlagen. Anhänger von Wolfsschrei oder generell der Projekte von Taaken greifen hier sowieso getrost zu. Die EP kommt in einseitig bedruckter Klapphülle mit schwarzer Schutzhülle, schwarzem Vinyl und einem Textblatt. Darüber hinaus enthält jedes Exemplar der EP eine Download-Karte, mit der man sich die EP in digitaler Form herunterladen kann. Klasse Sache! Limitiert auf handnummerierte 99 Exemplare.

7.5 / 10 Punkte