Freitag, 27. Dezember 2013

Review: Drowning The Light - Lost Kingdoms Of A Dark Age (LP, Obscure Abhorrence Productions)

Drowning The Light, zum zweiten. Ebenfalls aus dem Hause der deutschen Tonschmiede OAP erschien dieses Jahr die 10'' MLP "Lost Kingdoms Of A Dark Age", welche ganze vier neue Lieder umfasst, und - so viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten - mit das beste Material beinhaltet, welches ich von der Band seit der "An Alignment Of Dead Stars" gehört habe.





Beginnen wir mit der A-Seite. Die hält die ersten beiden Lieder "The Old Ones Stir Again", ein instrumentales Ambient-Intro, sowie das sehr düstere "Death Rides on the Wings of Flies" bereit. Was das zweite Lied anbelangt kann man es schlichtweg als sehr gelungene Hommage an den Mid-90er Lofi-Black Metal der nordischen Schule bezeichnen. Harsche Gitarren und donnerndes Schlagwerk, rotziger Keifgesang, unheilvolle Keyboards und ein beschwörender Klargesang im Mittelteil fehlt auch nicht. Seite B enthält die beiden letzten Stücke "Crypt of Necromancy (The Key Still Not Found part II)" (ich verlege meinen Haustürschlüssel auch sehr gerne... Scherz beiseite - aber den konnte ich mir jetzt wirklich nicht verkneifen, hehe). Dieses Lied jetzt dann auch gleich da an, wo das vorherige aufgehört hat. Eingeleitet durch schwermütige, okkult wirkende Orgelklänge geht es über in einen sehr rauen Black Metal, der irgendwo zwischen Melancholie, Dunkelheit, Misanthropie und Okkultismus schwankt. Das titelgebende letzte Stück stellt dann noch einmal den absoluten Höhepunkt der Platte dar. DAS ist die Verkörperung alter Tage, und es freut mich, dass es auch heute noch Bands schaffen, gleichzeitig so roh und doch so erhaben zu klingen!

Fazit:
Diese MLP ist wieder einmal Zeugnis dafür, dass die Qualität der Band wirklich von Werk zu Werk extrem schwankend sein kann. Von eher schlecht bis belanglos, über Durchschnitt und solide Kunst, schaffen es Drowning The Light doch immer wieder auch mal wirkliche Perlen hervorzuzaubern. So wie hier "Lost Kingdoms Of A Dark Age", für welche ich an dieser Stelle auch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen möchte! Limitiert ist die Platte auf 666 Stück, die ersten 50 in schwarz/grau/weiß-marmoriertem Splatter-Vinyl, inklusive einem exklusiven T-Hemd (wie bei der "The Patron Saint..." nicht durchnummeriert).

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. The Old Ones Stir Again
A-02. Death Rides On the Wings of Flies
B-03. Crypt of Necromancy (The Key Still Not Found pt. II)
B-04. Lost Kingdoms of a Dark Age

Laufzeit: ca. 21 Minuten

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Review: Drowning The Light - The Patron Saint of Filth & Mold (EP, Obscure Abhorrence Productions)

Die umstrittene Band Drowning The Light aus Australien meldet sich nach dem recht kurzen Zusammenspiel mit Ash von Nargaroth auf ihrer "Dead Soul Requiem" EP zurück mit einer neuen EP, dieses Mal bestehend aus ganzen vier Liedern.








Veröffentlicht wurde das ganze mal wieder unter dem Banner der deutschen Schmiede Obscure Abhorrence, welche in der Vergangenheit ja schon für mehrere Drowning The Light LP-Fassungen verantwortlich zeichnete. Musikalisch geht man hier natürlich auch keinerlei Kompromisse ein, und so sind auch diese vier Lieder wieder einmal grundsolider Black Metal - satanisch, düster, rau, misanthropisch, mit einem leichten Hang zur Nostalgie. Die A-Seite hält die ersten beiden Stücke "The Patron Saint of Filth & Mold" und das kurze "Ashen Skies" bereit. Seite B enthält das recht rotzige  "Mourning For The Sanguine Goddess", sowie den kurzen und instrumentalen Rausschmeißer "Her Patronage, Our Dust". Zur Aufmachung: schwere Gatefold-Hülle und weiße EP-Schutzhülle, vierseitiger Druck. Das Frontcover spricht mal wieder für sich und der EP-Aufdruck und die restlichen Bilder (mal abgesehen von den Bandfotos) sind schlicht geil, hehe.

Fazit:
Drowning The Light liefern hier ein recht solides Machwerk ursprünglichen Black Metals ab, leider ohne nennenswerte Höhepunkte. Wobei "Mourning For The Sanguine Goddess" schon irgendwie heraussticht. Limitiert ist die ganze Angelegenheit auf 666 Stück, wobei die ersten 100 Stück in weiß/blauem Vinyl daher kommen, während die ersten 50 Exemplare noch ein exklusives T-Hemd mit an Bord haben.

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. The Patron Saint of Filth & Mold
A-02. Ashen Skies
B-03. Mourning For The Sanguine Goddess
B-04. Her Patronage, Our Dust

Laufzeit: ca. 13 Minuten

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Review: Shores of Ladon - Eindringling (CD, Eternity Records / Sol Records)

Unverhofft kommt gut... so spielte mir das Label vor einigen Wochen eine omninöse CDr mit der Roh-Fassung des neuen Shores of Ladon-Werkes zu. Natürlich sofort angehört und auch gleich für gut befunden. Wenn auch nicht vollends. Aber es handelte sich ja nun nur um Rohmixe, also noch lange nicht fertig. Gespannt wartete ich dann also den endgültigen Release von "Eindringling" ab. Dieser erfolgte dann am 06.12.13, und sage und schreibe einen Tag später kam die CD dann auch bei mir an (ein Dank geht an dieser Stelle noch einmal an St. von Sol Records). Meine Eindrücke zum neuen Output der Band lest ihr nun im folgenden...


Zunächst einmal zur Aufmachung: die ist mal wieder wirklich professionell gehalten - kein Wunder, arbeitet man doch wieder mit Eternity Records zusammen. Ein 12 Seiten umfassendes Begleitheft mit Fotos und allen Texten inklusive. Auf dem Tonträger selbst enthalten sind ganze sechs Lieder, wovon vier Stück den Rehearsal-Sessions aus dem Jahr 2011 stammen (die auf dem Werk "Rehearsal 2011" zusammengefasst wurden) und ein Stück bereits von der ersten Veröffentlichung der Band "Promo 2010" bekannt ist. Außerdem gibt es dann auch noch ein ganz neues Lied in Form eines Instrumentals zu hören. Die Rehearsal-Songs sind allesamt, was ja schon auf der "Lupercal" der Fall war, neu aufgenommen. Hinter Liedern wie "Durch die Augen des Raben" oder "Eindringling" steckt jetzt wesentlich mehr Druck hinter und dadurch steigt die Aggressivität der Songs immens, was eigentlich nur begrüßenswert ist. Shores of Ladon sind schließlich, trotz dieser leichten und irgendwie immer wiederkehrenden "Baum-lieb-hab"-Thematik keine musikalischen Waschlappen und gehen auch keine Kompromisse ein. Und erst recht sind sie keine verklärten, träumerischen Romantiker. Die Musik ist durch und durch schwarz, düster, hasserfüllt und kalt.

Fazit:
Black Metal exclusively. Nothing more. Nothing less. Auch das neue Machwerk von Shores of Ladon enttäuscht nicht, und bietet der geneigten Hörerschaft genau das, was man von der Truppe erwartet: Black Metal in Reinkultur mit mystisch-morbider deutscher Lyrik. Den bekannten Liedern steht das neue Klanggewand auch sehr gut. Und - das beste: bereits jetzt hat man vom Label verlauten lassen, dass es wohl in nicht allzu ferner Zukunft eine Auswertung von "Eindringling" auf Vinyl geben wird.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Durch die Augen des Raben
02. Eindringling
03. Sturm der Unrast
04. Rauhnachtserwachen
05. Waldlied
06. Ungebrochen

Laufzeit: ca. 36 Minuten

Sonntag, 17. November 2013

Review: Necroblood - The Rite of Evil (CD, Amor Fati Productions)

Ui... was haben wir hier interessantes? Die Death/Black Metaller Necroblood aus Frankreich bescheren uns mal wieder mit einem Release. Diesmal aus dem Hause der deutschen Schmiede Amor Fati. Format ist die CD (welch' unwürdiges Format für eine solche Veröffentlichung, doch dazu später mehr).  Geboten wird auf diesem Tonträger eine Zusammenstellung der ersten Demo-Kassette gleichen Titels, sowie der ersten EP "Necroblood".




"The Rite of Evil" beginnt gleich mit einem Sample aus irgend einem Okkult-Streifen. Verdammt, mir kommt das sehr bekannt vor, und ich bin mir fast sicher den Film zu kennen - aber diese schwarze Messe-Samples können ja aus jedem zweiten okkulten Horrorfilm der 60er und 70er stammen. Was jetzt die Musik ansich anbelangt, so darf man natürlich auch hier keinerlei Innovation erwarten. Necroblood zelebrieren halt Black/Death Metal in seiner ursprünglichsten Form, bringen - und das ist das Entscheidene - dies aber auch durchaus authentisch rüber. So stellen Lieder wie der titelgebende Song, "Black Cult Slaughter", "Operation Gommorah", "Goat Celebration" oder "(We are) Conqueror & Destroyer" einfach nur lupenreine Nackenbrecher und Bretter dar. Selbst bezeichnet die Band ihren Stil als Regressive Black Death Metal und genau so kann man das auch stehen lassen. Alte Beherit, VON (die werden hier sogar einmal gecovert - und zwar mit DEM Lied der Band "Satanic Blood") und Archgoat dürften hier als Inspirationsquelle gedient haben und somit steht die Band auch auf einer Stufe mit heutigen Underground-Größen wie Proclamation oder Necroholocaust. Musik ohne Tamtam, sondern einfach nur auf die Fresse. Erstaunlich, dass die Mannen bei einer Anzahl von acht Titeln überhaupt über die 30 Minuten kommt. Erfreulicher Weise stört die teilweise Länge von etwa acht Minuten hier nicht, da man sich noch genug Spielraum für ausgedehnte instrumentale Solo-Parts und Breaks lässt. Der Stil wird auch bei den letzten beiden Liedern beibehalten, der der EP entnommen wurden.

Fazit:
Goat Metal at its best - nothing more to say. Falls Amor Fati das lesen sollte: bitte bitte auf Vinyl herausbringen! Bis dahin sage ich aber auch bei der CD: Buy or die!

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. The Rite of Evil
02. Black Cult Slaughter
03. Goat Celebration
04. Operation Gomorrah
05. (We Are) Conquerer & Destroyer
06. Satanic Blood (Von Cover)
07. The Necroblood Ceremony
08. Goat Cult Command

Laufzeit: ca. 37 Minuten

Review: Desir de Mourir - Incure the Wrath of Silence (CD, Amor Fati Productions)

Zuerst dachte ich beim lesen des Namens an ein Projekt aus Kanada, die schlichte Aufmachung hätte ja auch ganz gut dazu gepasst. Doch Pustekuchen... Desir de Mourir stammt aus Deutschland und ist ein Ein-Mann-Projekt. Zelebriert wird natürlich Black Metal, der auch eine Prise Doom enthalten soll.






Nun, ich habe mir das Album jetzt zum zweiten Mal angehört, und frage mich immer noch, wo zum Teufel hier der Doom versteckt sein soll. Nur weil man ein wenig Melancholie in die Musik gepackt hat und neben den eher stupide nach vorne peitschenden Passagen noch einige instrumentale Feinheiten wie Ambient, Samples, und langsamere und besinnlichere Strecken eingebaut hat? Naja, das ist für mich nicht wirklich Doom Metal. Wobei einige Strecken des Albums wie bei "Circle of misery" durchaus ANLEIHEN an den Doom besitzen. "My last words" hat sogar etwas Post Atmosphäre inne, hier ist mir das Keyboard jedoch auf Dauer eine Spur zu dominant. Insgesamt aber ein recht ordentlicher und hymnischer, trotzdem recht depressiver Song. Die Ambient-Passagen wirken good olde Vinterriket-like. Allerdings geht der Gesang in "Moment of truth" mal gar nicht. Da ist es wieder, dieses schwule pseudo-depri Black Metal Rumgeheule. Grausam. Einfach nur grausam. Leute das hat doch nichts mit Emotion zu tun... das ist Müll! Glücklicher Weise ändert sich die Stimme aber, von etwas was eher einem Flüstern ähnelt zu einem Black Metal-Gesang, der zumindest in Ordnung geht. Was mir hier jedoch wieder sehr stark aufstößt sind die schlechten Drums. Keine Ahnung, ob die selber gespielt sind, oder programmiert wurden - ich würde da auch eher auf zweites tippen, da sie sich sehr künstlich anhören. Das ist auch wieder beim nächsten Lied "Dark conspiracy" der Fall, hier wird es sogar noch deutlicher, da hier eigentlich in einer Tour durchgemetzelt wird.

Fazit:
Den Rest kann man sich denken. Langgezogener trauriger Song mit einer gewissen Epik und ein Ausklang. Für mich ist "Incure the wrath of silence" zwar nicht der völlige Griff ins Klo, aber andererseits ist das Album in meinen Augen so nichtssagend, dass ich persönlich damit nichts anfangen kann. Es gibt zwar durchaus einige gelungene Passagen, aber insgesamt ist das Debüt von Desir de Mourir nicht das von mir erhoffte mitreißende Werk geworden. Ich bin aber dennoch sicher, dass diese Musik ihre Anhänger finden wird.

5.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Intro
02. The Oath
03. Circle of Misery
04. My Last Words
05. Moment of Truth
06. Dark Conspiracy
07. Disunion
08. Outro

Laufzeit: ca. 50 Minuten

Review: Doombringer - Sevenfold Pestilence (EP, Amor Fati Productions)

Aus dem Hause Amor Fati stammt die relativ frische EP-Veröffentlichung "Sevenfold Pestilence" der polnischen Death/Black Metaller Doombringer. Wobei hier definitiv der Death Metal im Vordergrund steht. Geboten werden zwei Lieder, sowie ein beidseitig bedrucktes Textblatt mit allen Texten und Eckdaten zur Veröffentlichung.






Das erste Lied "Seven Evil Spirits" geht gleich in die Vollen und macht direkt klar, wie der Hase hier läuft. Doombringer zelebrieren einen Mix aus Black und reichlich Death Metal der alten Schule, erinnern dabei nicht selten an Kombos wie Proclamation, Necroholocaust, die guten alten Beherit oder dergleichen. Das kommt dann im zweiten Song auf der B-Seite "Summoning Undead Mysteries" sogar noch deutlicher zum tragen. Auch verwendet man im letzten Song einige instrumentale Einlagen vom Schlage traditioneller Mayhem-Sachen, was dem ganzen noch einmal einen gesonderten schwarzen Anstrich verpasst.

Fazit:
Ganz passable Darbietung, mehr leider auch nicht in meinen Augen. Das Genre des Death/Black Metals ist einfach zu eingeschränkt und festgefahren, um wirkliche Innovationen hervorzubringen. Doombringer bilden da keine Ausnahme. Allerdings muss ich sagen, dass die Band durchaus mit Herzblut und Spielfreude an die Sache heran geht. Zumindest der zweite Song ist diesbezüglich über jeden Zweifel erhaben und bietet sogar einige feine instrumentale Solo-Einlagen, welche das Ganze noch einmal etwas aufwerten. Kein Must-Have, aber durchaus gute Musik. Ob und auf wie viel die 7''er limitiert ist, weiß ich nicht.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Seven Evil Spirits
02. Summoning Undead Mysteries

Laufzeit: ca. 12 Minuten

Samstag, 16. November 2013

Review: Vindorn - Hrana (LP, Sol Records/Eternity Records)

Auch die Anfang 2013 veröffentlichte EP der deutschen Ein-Mann-Kapelle Vindorn mit Namen "Hrana" hat es nun auf Vinyl geschafft. Und für die Auswertung auf ein anderes Format hat man sich sogar etwas ganz Besonderes ausgedacht: während die A-Seite der 12''er nämlich die eigentliche EP enthält, wartet die B-Seite mit vier exklusiven Liedern auf, die unter dem Projektnamen Wandering in den Zeiträumen zwischen 2010 - 2013 entstanden. Auf diese möchte ich bei dieser Besprechung auch hauptsächlich eingehen.


Die "Hrana" EP hatte ich Anfang des Jahres ja auch schon einmal besprochen. Ein sehr eingängiger Black Metal, der nicht nur einmal an alte Kombos aus Osteuropa erinnert, und auch komplett tschechische Texte bietet. Allerdings fährt man auch noch so viel Eigenständigkeit auf, dass das Projekt Vindorn durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Die B-Seite bietet indessen wie schon erwähnt, vier Songs des Nebenprojektes Wandering. Aufgeteilt sind die unbetitelten Stücke in die Kapitel Lightbearer (I & II) und Eclipse (III & IV). Die unterscheiden sich zwar nicht völlig von Vindorn - aber sie unterscheiden sich sich, das wird gleich beim anspielen des ersten Songs deutlich. Hier geht es viel direkter zu, man bewegt sich eigentlich immer im schnelleren Midtempo und baut eine durchaus dichte und beengende / beängstigende Atmosphäre auf. Ein bisschen Burzum und Mitt-90er Ost-Black Metal ist auch hier heraus zu hören. Ebenso ein wenig Post Black Metal Marke Deathgate Arkanum mit akustischen Einlagen. Der Gesang ist aber natürlich sehr markant und unverwechselbar für den Protagonisten N., was dem ganzen auch einen deutlichen Wiedererkennungswert verleiht.

Fazit:
Vindorn's "Hrana" halte ich immer noch für ein ganz solides und auch überraschendes Werk. Die vier zusätzlichen Lieder als Bonus auf der LP-Veröffentlichung mit beizupacken, finde ich die absolut richtige Entscheidung. Als eigenständiges Release hätte Wandering wahrscheinlich auch nicht die Anerkennung erhalten, wie jetzt geschehen. Allerdings finde ich jetzt auch nicht, dass sich die beiden Projekte derart unterscheiden, dass Wandering es wert gewesen wäre, eine eigenständige Veröffentlichung neben Vindorn zu erfahren. Das jetzt nicht falsch verstehen - bei Wandering handelt es sich durchaus um gute Musik! Nur bin ich der Ansicht, dass man diese Lieder nicht unbedingt gesondert hätte veröffentlichen müssen (was man dann ja auch nicht hat - so ist Wandering als Projekt bisher unveröffentlicht - und nur auf dieser Platte enthalten!). Schwarzes Vinyl, kommt mit einem beidseitig bedruckten Infoblatt. Limitiert auf 133 handnummerierte Exemplare.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Ticho
A-02. Hrana
A-03. Strach
A-04. Rekviem
B-05. Lightbearer I (als Wandering)
B-06. Lightbearer II (als Wandering)
B-07. Eclipse I (als Wandering)
B-08. Eclipse II (als Wandering)

Laufzeit: ca. 21 Minuten

Review: Shroud of Satan - Litany to the Moon (LP, Sol Records/Eternity Records)

Vor nicht allzu langer Zeit erschien auch die Vinyl-Ausgabe des Mini-Albums "Litany to the Moon" des Duos Shroud of Satan aus Norddeutschland. Gut, inzwischen ist die Band gut im weltweiten Netz zu finden, und fast jeder gute Distro führt ihre Tonträger - sogar ein Eintrag auf Metal-Archives.com ist nun zu finden. Das war bei meiner ersten Besprechung zur CD ja noch anders. Aber schon damals war mir klar: diese Art Old School Black Metal, der hier zelebriert wird, kommt auf Vinyl sowieso wesentlich besser zur Geltung als auf CD...


So hat sich an den eigentlichen Aufnahmen nichts geändert, das ganze wirkt dennnoch kraftvoller und erhabener als zuvor. Es ist einfach dieses Flair. Die Symbiose alter Kunst auf altem Tonträger. Das passt einfach wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge. Natürlich hat man sich bei der Gestaltung nicht lumpen lassen und gleich das Artwork des ursprünglichen Werkes auf CD übernommen, so bietet man auch hier keinerlei mehr Informationen zur Band und den Personen hinter diesem Projekt. Nur wieder die zwei Portraits, die sich schon im Beiheft der CD finden ließen. Dafür bietet man jedem treuen Anhänger aber immerhin ein beigefügtes Textblatt (beidseitiger Druck) mit allen Texten und Bildcollagen. Auch gut. Weiterhin fällt auf, dass dieses Blatt neben den vier regulären Titeln auch einen weiteren nennt. Ein versteckter Bonus Song also - wunderbar. Zu dem Song nur so viel, dass er sich hervorragend ins restliche Geschehen einfügt und den, neben den deutschen Einflüssen mal abgesehen, ohnehin sehr finnisch geprägten Black Metal noch etwas finnischer wirken lässt.

Fazit:
Auch ein knappes dreiviertel Jahr später komme ich immer noch zu der Überzeugung, dass es sich hier um ein sehr starkes und durch und durch authentisches Stück Schwarzmetalls aus Deutschen Landen handelt. Das gecoverte Lied wurde sehr gut interpretiert. Mehr gibt es da nicht zu sagen. Geil! Limitiert ist die Platte im schwarzen Vinyl auf 133 handnummerierte Exemplare. In Zukunft erwarte ich ein vollständiges Album die Herren, hehe.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Din of Celestial Birds
A-02. Into the Alchemyst's Chamber
B-03. Litany to the Moon
B-04. A Cry in the Woods
B-05. Wolves... (S.W. Cover)

Laufzeit: ca. 26 Minuten

Review: Steingrab - Äon (LP, Deviant Records/Wolfsgrimm Records)

Nach dem überraschend guten Einstieg in Form der Kassetten-Veröffentlichung "Reise ins Ungewisse" anno 2009 (ebenfalls erschienen bei Wolfsgrimm Records), präsentiert man nun zwei Jahre später sein aktuelles Werk "Äon", welches im Format einer 12'' Platte auf die Menschheit losgelassen wird.







Geändert hat sich eigentlich nicht viel. Herr Mahr, seines Zeichens auch am Bass und an den Keyboards bei Nargis tätig, zelebriert mit seinem Solo-Projekt Steingrab einmal mehr sehr atmosphärischen Underground Black Metal mit ausschließlich deutschen Texten, der eine gewisse Melancholie nicht verleugnen kann. So birgt die Musik ein Gefühl tiefer Trauer und inniger Sehnsucht. Die Texte sind, wenn man denn gewillt ist dem Protagonisten zuzuhören, gut verständlich, dass sie nicht abgedruckt sind, erübrigt sich somit. Der Sound ist typisch deutsch, und so erinnert mich das Album auch nicht nur einmal an emotionale Epen von Nargaroth zu glanzvolleren Zeiten. Auch beinhaltet "Äon" ganz traditionell acht Lieder, was ja seit Burzum ein Grarant für True Black Metal ist (Scherz am rande, hehe). Aber mal im Ernst: Steingrab ist mit Sicherheit kein Projekt, was man einfach an sich vorbeiziehen lassen sollte, sondern eines jener Elite, die es verdient hat, aufmerksame Zuhörer zu erreichen - dass man sich mit ihm beschäftigt. Jeder einzelne Song ist Zeugnis davon. Ob "In die Tiefe", "Im Licht" mit seinem sehr traurigen Ende, "Verflucht" mit seinen eher philosophischen Inhalten ('nenn mich Mensch... nenn mich Hass') oder "Die Klinge", welcher eine eher (selbst-)zerstörerische Ader aufweist. Oder das episch-desolate letzte Stück "Zum Ende" - kalt und depressiv, dass es fast physisch schmerzt.

Fazit:
Das neue Werk aus der Feder von Steingrab kann ich all' jenen uneingeschränkt empfehlen, die mit dichten, düsteren Atmosphären etwas anzufangen wissen, und sich auch einmal die Zeit nehmen, über das gehörte nachzudenken und den eindringlichen Texten wirklich zu lauschen. "Äon" stellt mit Sicherheit kein Album dar, welches man sich mal eben zwischendurch anhören kann. Es benötigt Zeit und eine gewisse Grundstimmung dieses Werk in seiner Gänze zu erfassen, und ich für meinen Teil glaube nicht, dass ich das Ende dieses Prozesses schon erreicht habe. Deshalb rate ich jedem, der keine Geduld für ein solches Machwerk aufbringen kann, auch definitiv vom Kauf ab. Ich für meinen Teil habe "Äon" auf jeden Fall nicht zum letzten Mal aufgelegt. Kommt im schwarzen Vinyl mit Poster. Limitiert auf 166 handnummerierte Exemplare.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Gesichter im Schatten
A-02. (Voran) In die Tiefe
A-03. Verloren
A-04. Im Licht
B-05. Die Klinge
B-06. Verflucht
B-07. Die Totenglocke
B-08. Zum Ende

Laufzeit: ca. 39 Minuten

Review: Falkenbach - Asa (LP, Prophecy Productions)

Endlich ist es draußen! Das inzwischen sechste Voll-Album der Black/Viking Metaller Falkenbach aus Düsseldorf, welches auf den Namen "Asa" hört. Und sicher war nicht nur ich nach dem etwas enttäuschenden letzten Album "Tiurida" gespannt, ob die Urgesteine (das Projekt Falkenbach existiert schließlich schon seit 1989!) noch einmal zu alter Stärke zurück finden...





Und, an dieser Stelle kann ich gleich Entwarnung geben - denn das haben sie definitiv! "Asa" ist vom sehr epischen Einklang bis hin zum letzten gespielten Akkord in meinen Augen das stärkste und emotionalste Album, was die Band seit ihrem Zweitwerk "...magni blandinn ok megintiri..." veröffentlicht hat. Zwar boten auch die restlichen Alben "Ok Nefna Tysvar Ty" und "Heralding - The Fireblade" durchaus gute Passagen, diese waren jedoch nicht so durchgängig zu spüren, wie hier. Hymnischer, epischer und erhabener Viking Metal, der im typischen Falkenbach-Gewand daherkommt, gepaart mit Einlagen aus dem Black Metal ("Wulfarweijd", "Brozen Embrace") und ziemlich schnellen, treibenden Passagen, unheilvollen Chören ("Vaer Stjernar Vaerdan") folklorischen Elementen ("Mijn Laezt Wourd", "Eweroun") und glorreichen Sphären. Genau der Stil, für den man die Band seit jeher liebt und schätzt. Jeder Song ist eine Hymne für sich und trifft einen genau da, wo er soll. Im Herzen. In Gedanken. Verfolgt einen in seinen Träumen. "Asa" schickt den Hörer auf eine Reise in vergangene Zeiten.

Fazit:
Falkenbach haben mit ihrem aktuellen Werk das Kunststück vollbracht, ihrem Stil 100% treu zu bleiben und ihn trotzdem um einige Fascetten zu erweitern und zu verfeinern. "Asa" bietet somit alles, was diese Band ausmacht, und schon immer zu etwas Einzigartigem gemacht hat. Neben der mir hier vorliegenden LP im goldenen Vinyl, gibt es eine Version im schwarzen Vinyl (insgesamt sind beide auf 500 Stück limitiert, beide Version kommen mit einem Poster und jeweils einem weißen und einem schwarzen Einleger), eine PicLP (ebenfalls 500 Stück), eine 2-CD-Fassung des Albums in einer 18x18 cm großen schwarzen Box mit Prägung und einem 48-seitigem Buch mit den Übersetzungen der Texte sowie bisher unveröffentlichten Textfragmenten des Künstlers Vratyas Vakyas, ltd. auf 2000 Stück (die zweite CD enthält einige exklusive Zusatzlieder), sowie als CD im Digi. Ich persönlich finde es nur schade, dass es die vier zusätzlichen Lieder nur auf CD gibt, wodurch man eigentlich schon wieder genötigt wird, sich auch die teure CD-Ausgabe zu kaufen. Wieso kann man so etwas nicht als Bonus-EP mit reinpacken?!

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Vaer Stjernar Vaerdan
A-02. Wulfarweijd
A-03. Mijn Laezt Wourd
A-04. Bronzen Embrace
A-05. Eweroun
B-06. I Nattens Stilta
B-07. Bluot Fuër Bluot
B-08. Stikke Wound
B-09. Ufirstanan Folk

Laufzeit: ca. 41 Minuten

Review: Epithalium - Gottesaustreibung / Christenausweidung (LP, Hammerbund Kunstschmiede)

Ebenfalls aus dem Hause Hammerbund stammt, genau wie übrigens auch die CD (die ich schon einmal besprochen hatte, siehe hier), die Vinyl-Ausgabe des aktuellen Epithalium-Albums, welches Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde.








Um es kurz zu machen - da das eigentlich Album ja schon quasi eine Besprechung erfahren hat, gilt mein Hauptaugenmerk eher der Aufmachung, sowie dem zusätzlichen Lied.

Zunächst einmal lässt sich festhalten, dass das Album im LP-Format eindeutig mehr Stärke besitzt. Ich weiss nicht genau woran es liegt, aber die Lieder wirken auf mich ungleich kraft- und druckvoller. Vielleicht ist es auch einfach Euphorie darüber, dass dieses Werk es auf Vinyl geschafft hat. Das Frontcover ist sehr kunstvoll gestaltet. Die Platte selber kommt im schwarzen Vinyl, in einem schwarzen Einleger mit Klarsichtfenster und einem beidseitig bedruckten Beiblatt, welches eine blasphemische Zeichung, Portraits der Mitglieder, sowie Textauszüge und Eckdaten und Infos zum Album enthalten. Das Bonuslied folgt dem Ausklang "Aus der Dunkelheit", nennt sich "Ragnaroek" und entstammt der Demo-Kassette "Hel", die noch vor dem Debüt "Ausrottung" entstand. Dementsprechend rauer ist die Aufnahme auch ausgefallen. Soweit ich das heraushören kann, wurde da auch nicht weiter nachbearbeitet, außer vielleicht, dass die Lautstärke angepasst wurde.

Fazit:
Das zweite Album von Epithalium stellt immer noch ein sehr solides Machwerk deutschen Schwarzmetalls dar, wirkt auf mich sogar auf Vinyl noch stärker und mächtiger, als zuvor - so dass ich hier gut und gerne noch einmal einen Punkt zur ursprünglichen Bewertung hinzufügen kann, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Allerdings reicht das Album in meinen Augen noch immer nicht an das Debütwerk der Band heran! Limitiert ist die Platte auf 100 handnummerierte Exemplare, und ist bspw. beim Methorn Mailorder erhältlich.

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. In Ewigkeit
A-02. In Strudel des Feuers
A-03. Christenausweidung
A-04. Anrufung
A-05. Leichenberge

B-06. Oasen des Blutes
B-07. Der Sturm verstreut die Asche

B-08. Aus der Dunkelheit
B-09. Ragnaroek (LP-Bonus)

Laufzeit: ca. 45 Minuten

Donnerstag, 14. November 2013

Review: Blut der Nacht - Sargnagel (CD, Hammerbund Kunstschmiede)

Aus der Schmiede von Hammerbund erreichte mich die Tage das erste EP-Album der Amis Blut der Nacht. "Sargnagel", so der Titel, wurde bereits im letzten nach gerade einmal einer Demo veröffentlicht und zwar in recht aufwendiger Form. So bietet man ein mehrfach ausklappbares Digi und eine Pro-CDr mit goldener Vorderseite. Neben der drei regulären Songs finden sich alle Lieder der Demo-Kassette auf der CD.





Also, wenn ich nicht gelesen hätte, die drei Herren von Blut der Nacht aus Amiland kommen, hätte ich beinahe angenommen, dass sie aus Polen stammen - so sehr erinnern mich die Aufnahmen an Sachen wie insbesondere Szron auf ihrem Debüt "The Purificating Flame of Annihilation". Aber auch wenn die Parallelen nicht von der Hand zu weisen sind, so bieten Blut der Nacht dank einer ordentlichen Underground-Produktion durchaus passables Tonmaterial ab, was druckvoll, dreckig und rotzig vor sich her rockend daherkommt. Zumeist im schnelleren Midtempo angesiedelt, aber auch mal etwas langsamer vorgetragen. Sehr brutal und doch irgendwo rhythmisch, aber alles andere als harmonisch. Positiv sich da auch die nicht allzu langen Spielzeiten aus. Denn bei Längen von drei bis max. vier Minuten kommt selten Langeweile auf. Die Lieder der Demo sind in ihrer ursprünglichen Form enthalten und unterscheiden sich daher auch deutlich von der Produktion her zu den anderen.

Fazit:
"Sargnagel" ist sicherlich kein Must-Have-Release. Dafür ist es doch zu gewöhnlich, und wie gesagt, da kann man sich eigentlich auch so manche polnische Truppe zu Gemüte führen. Nichts desto trotz handelt es sich bei Blut der Nacht um eine Band, die ihr Handwerk versteht und solide umsetzt. Limitiert auf 100 handnummerierte Exemplare. Das amerikanische Label Fallen Empire brachte die EP als 7'' Vinyl heraus, da allerdings nur mit den regulären ersten drei Liedern. Bestellungen unter der Heimseite von Hammerbund oder, für die Vinyl-Fraktion unter Fallen Empire Records.

6.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Blut Der Nacht
02. No Hope To See The Light Of A New Day
03. Savage Onslaught
04. Intimation Of Fire In The Abyss
05. Bestowed The Gift Of Death
06. Glorious Times When You Bled
07. The Elements I Possess

Laufzeit: ca. 21 Minuten

Review: Huata - Atavist of Mann (CD, Throatruiner Records)

Bereits im Jahr 2011 veröffentlichte Throatruiner Records dieses Debüt-Werk der vier Franzosen Huata. Die Franzmänner zelebrieren auf "Atavist of Mann" einen Mix aus okkultem Doom Metal, traditionellem Doom Rock und Stoner / Sludge. Abgerundet wird das Ganze durch passend eingespielte Samples.






Ich hatte eigentlich schon früher vor, dieses Album zu besprechen, kam aber erst kürzlich in den Genuss der Langspielplatte. Mit "Lords of the Flame" beginnen dann auch die ersten acht Minuten des Albums. Ein durch und durch okkulter Doom Metal Song mit Orgel-Einsatz. Zu den tiefen und langsamen Gitarren und Bässen gesellt sich eine wunderbar beschwörende Stimme. Das passt einfach. Sehr gut auch der zweite Song, wenn auch komplett anders. So bietet "Operation Mistletoe" deutlich mehr Momente, in denen der Stoner, bzw. der Sludge zum tragen kommt. Drogengeschwängerte Atmosphären mit einem Gesang, der original aus dem nächstbesten Pub aufgenommen worden sein könnte - nach dem genehmigen von allerlei Alkoholika, sowie Nikotin, vielleicht auch etwas stärkerem... wenn ihr versteht, hehe. Mit "Thee Imperial Wizard" wird's dann zunächst wirklich unheimlich in der Stimmung. Dunkelheit und ein okkulter Grundtenor sind hier allgegenwärtig. Was die kommenden knapp 16 Minuten folgt ist als ein Mix aus traditionellem Doom Metal mit etwas Funeral und Drone zu beschreiben. Unterlegt mit verschiedenen Einspielungen ist dies wohl der mit Abstand eindrucksvollste Songs des Albums! Ähnlich verhält es sich auch bei dem ca. 14 Minuten langen Stück "Templars of the Black Sun", welches auch Orgel-Einsatz bietet.

Fazit:
Mit "Atavist of Mann" ist den Franzosen Huata ein sensationelles Album gelungen. Ein düsteres, unheilvolles und okkultes Werk traditionellen Doom Metal, gepaart mit Einflüssen aus dem Stoner Rock, insbesondere dem Sludge, dem Funeral Doom, dem Drone... hier wird eigentlich für jeden, der nur ansatzweise mit dieser Musik etwas anfangen kann, etwas geboten. Allerdings hat das Album auch durchaus einige vorhandene Längen, welche den Lieder teilweise doch einiges ihrer Magie nehmen. Als DLP im roten (bereits ausverkauft) und im schwarzen Vinyl veröffentlicht, sowie als CD.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Lords Of The Flame
02. Operation Mistletoe
03. Thee Imperial Wizard
04. Testi Sum Capri
05. Templars Of The Black Sun
06. Fall Of The 4th

Laufzeit: ca. 62 Minuten

Mittwoch, 13. November 2013

Review: Svartidaudi - Flesh Cathedral (LP, Daemon Worship Productions/Terratur Possessions)

Svartidaudi aus Island melden sich mit "Flesh Cathedral" auch mal wieder zurück. Das Quasi-Debüt-Album der Mannen beinhaltet gerade einmal vier Songs, die jedoch eine Gesamtlaufzeit von etwas weniger als eine volle Stunde aufweisen, und bietet einmal mehr sehr kranken und chaotischen Black Metal, der auch eine gewisse Nähe zum Death nicht verbergen kann.





Nach nun mehr drei Demo-Werken, sowie der Split-Veröffentlichung mit Perdition aus dem Jahr 2011 wurde letztes Jahr "Flesh Cathedral" das erste Mal in Form einer CD veröffentlicht. Da mich aber CDs inzwischen nicht mehr sonderlich reizen, gehörte ich halt zu dem Reigen jener Leute, die hoffnungsvoll auf eine Auswertung des Werkes auf Vinyl warteten. Und tatsächlich, wir wurden nicht enttäuscht: denn anno 2013 sollte die Fleischkathedrale endlich als LP kommen. Und was soll man sagen? Eine Veröffentlichung, die eigentlich keine Wünsche offen lässt. Schwarzes Vinyl, DLP in einer LP-Hülle aus robustem Raukarton, schwarze Einleger und einem Poster. Der kürzeste der vier Songs misst knappe 10 1/2 Minuten, der längste wartet sogar mit knappen 19 Minuten auf. Geboten wird wie schon weiter oben erwähnt - und wer die Band kennt, wird sich darüber keinesfalls wundern - ein sehr verstörender, kranker, chaotisch wirkender Black Metal. Mit einem Gesang, der mal als wirklich unmenschlich bezeichnet werden kann. Irgendwo zwischen rauem Black Metal-Gekeife, Death-Growls und etwas, was eher in Richtung Grind tendiert. Suicidal Vortex oder Kathaaria aus Deutschland wären hier gute Vergleiche. Auch die Spielweise der Instrumente lässt sich mit dem Stil der beiden genannten Bands vergleichen, zumindest ansatzweise. So ist die nämlich sehr psychotisch, und hat gerade deshalb auch dieses krankhaft kalte Atmosphäre inne. Wer beim hören dieser Platte die Augen schließt und in sich blickt, wird nichts als Leere finden. Und das verleiht der ganzen Angelegenheit wieder eine eher depressive Note, wobei die Musik ansich überhaupt nicht, oder jedenfalls nicht größtenteils, in diese Richtung geht. Aber es ist hier eher eine mystische Grundstimmung, die sich dominierend durch alle vier Lieder zieht. Allein das Trommel-Spiel am Ende des Titel-Songs... das passt einfach. Und bei "Psychoactive Sacraments" wird es sogar noch einmal ordentlich death/doomig.

Fazit:
Grandioses Werk, welches ich uneingeschränkt all jenen empfehlen kann, die den wahren Geist des Black Metals noch inne haben und die Musik wirklich fühlen! Ein emotionales Album, welches es vermag, dem Hörer seine eigene Unbedeutsamkeit in diesem Universum klarzumachen. Aber das ist natürlich wie immer eine Sache davon, wie sehr und wie weit man bereit ist, sich der Musik zu öffnen und hinzugeben. Für mich eine klare Sache...

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Sterile Seeds
B-01. The Perpetual Nothing
C-03. Flesh Cathedral
D-04. Psychoactive Sacraments

Laufzeit: ca. 56 Minuten

Freitag, 8. November 2013

Review: Inquisition - Obscure Verses for the Multiverse (LP-Boxset, Season of Mist)

Nun bin ich auch endlich im Besitz des neuen Albums der Band, die ihre Karriere in Chile begann, sich quasi auflöste und vom Gründer, der nach zurück nach Nordamerika ging, als Duo neu begründet wurde. Der Stil wandelte sich von Thrash in Black Metal. Minimalistische Mittel, maximale Leistung. So besteht Inquisition bis heute nur aus Dagon (Gesang, Gitarre) und Incubus (Schlagwerk). Auch auf der Bühne präsentiert man sich nur zu zweit. Mit "Obscure Verses for the Multiverse" veröffentlichte man nun das mittlerweile sechste Studio-Album.


...und, um es gleich zu sagen: dieses Album stellt bis auf eine Ausnahme alles bisherige in den Schatten, was die Band bisher zelebriert hat. Nicht nur die Tatsache, dass Inquisition es wohl endlich geschafft haben, bekannter zu werden - so veröffentlicht man neuerdings bei Season of Mist aus Frankreich und hat auch nicht mehr ein eher rein undergroundiges Label wie No Colours im Hintergrund, was der Band wohl nicht mehr viel mehr als das bisher erreichte bieten konnte. In wie weit da die doch relativ offene Haltung zum Thema Politik beim Label da eine Rolle gespielt hat, kann auch nur gemutmaßt werden und wäre reine Spekulation, also lassen wir das. Musikalisch hat sich jedoch glücklicher Weise gar nichts geändert. Der Stil ist bekannt: druckvoller Black Metal. Satanisch, düster, okkult, antikosmisch, erhaben. Eine derart fette Produktion wie auf dem neuen Album habe ich bei der Band auch noch nicht vernommen. "Obscure Verses..." ist zeitgleich die konsequente Fortführung des musikalischen und konzeptionellen Stils des letzten Langspielers "Omnious Doctrines of the Perpetual Mystical Macrocosm" und eine Hommage an die eigentlichen Wurzeln von Inquisition. So bietet dieses Album stellenweise sehr geile Thrash-Einlagen, was insbesondere im Gitarrenspiel deutlich wird. Aber keine Sorge, arg thrashig geht es hier nicht zur Sache. Hier dominiert der hymnische, erhabene Black Metal, der stets den richtigen Rhythmus findet und vielerorts sehr feine Melodien bietet, die jedes schwarze Herz höher schlagen lassen dürften. Dagon experimentiert sogar hier und da auch mit seiner Stimme. Von seinem unvergleichlichen kehligen Black Metal Schreigesang (der ja allein für sich schon sehr fascettenreich ist), hin zu Death-Growls. Im letzten Lied wird es, ganz im Stile des neuen Acherontas-Albums, sogar etwas orientalisch. Das eigentliche Album beinhaltet neun Lieder, lediglich bei dem zweiten scheint die Band etwas rumgespielt zu haben, hört man doch eine Solo- und eine Rhythmus-Gitarre zugleich - aber scheiß was drauf. Die limitierten Ausgaben enthalten darüber hinaus noch ein zusätzliches Lied in Form einer Neuaufnahme von "Where Darkness is Lord and Death the Beginning". Ich will nicht unbedingt so weit gehen und sagen, dass diese Neueinspielung dem Song ganz neue Fascetten gibt, aber als Song ansich fügt sich das ganze grandios ins Klangbild der "neuen" Inquisition ein und rundet das Album noch einmal vollends ab.

Fazit:
Jeden einzelnen Song hier zu besprechen, habe ich mir bewusst ausgespart. Dieses Album sollte man als das sehen, was es ist: ein Gesamtkunstwerk - Punkt! Es ist schon lange her, dass ich diese Band derart spielfreudig erlebt habe. Das letzte Werk war schon eine Klasse für sich, reichte jedoch auch nicht wirklich an ältere Sachen wie "Magnificient Glorification of Lucifer" heran. Aber "Obscure Verses for the Multiverse" schafft es wirklich, mich vollends in seinen Bann zu ziehen. Es benötigt zwar ein paar Anläufe, bis man es in all seinen Fascetten erfassen und begreifen kann, aber wenn es erst zündet, dann richtig! Für mich ist dieses Machwerk der schwarzen Künste ohne Wenn und Aber DAS Black Metal-Album 2013! Und wer jetzt allen Ernstes noch daherkommt und dieser Band Verrat am Underground vorwirft und sie als Nestbeschmutzer bezeichnet, hat rein gar nichts verstanden! Für mich gehören Inquisition immer noch zu der kleinen Liga jener Bands, denen ich ihr Image als Satanisten wirklich abnehme. Authentisch durch und durch, ohne viel Tamtam, Deko-Nonsens und Übertriebenheit. Neben der normalen CD im Jewelcase gibt es noch eine limitierte Digi-CD-Box mit Aufnäher und Schlüsselanhänger aus Ziegenleder (Määäääh ist limitiert auf 4000 Stück weltweit). Darüber hinaus wurden drei Vinyl-Ausgaben gefertigt: einmal in schwarz (500 Exemplare), braun (300 Exemplare) und transparent (150 Exemplare). Zudem gab es das Album exklusiv im Season of Mist-Shop in zwei verschiedenen Box-Ausführungen: einmal als LP-Boxset in goldenem Vinyl, inklusive Aufnäher aus satanischem Ziegenleder, dem Schlüsselanhänger ebenfalls aus Ziege und der Digi-CD mit Bonuslied. Die Box selbst ist ebenfalls aus Mähmäh gefertigt (limitiert auf 200 Exemplare und handnummeriert), sowie als LP-Boxset in Pazuzu-grünem Vinyl, inklusive Aufnäher und normaler Jewelcase-CD. Die Box ist hier aus Rinderleder gemacht (Muuuuh). Limitiert ist diese Anlegenheit auf 300 handnummierte Exemplare. Alle Vinyl-Ausgaben der Erstauflage enthalten den zusätzlichen Song!

Ich hatte mir zwar vorgenommen, nie mehr 10 volle Punkte zu verteilen, da es Perfektion nicht wirklich geben kann, aber in diesem Falle sind sie voll gerechtfertigt! Ein Hammer von einem Album!

10 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Force of the Floating Tomb
A-02. Darkness Flows Towards Unseen Horizons
A-03. Obscure Verses for the Multiverse
B-04. Spiritual Plasma Evocation
B-05. Master of the Cosmological Black Cauldron
B-06. Joined by Dark Matter, Repelled by Dark Energy
C-07. Arrival of Eons After
C-08. Inversion of Ethereal White Stars
D-09. Infinite Interstellar Genocide
D-10. Where Darkness Is Lord and Death the Beginning (Bonus Track)

Laufzeit: ca. 52 Minuten

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Kurze Berichterstattung zum kommenden Sampler / Short news about the Upcoming Sampler

Moin zusammen.

Es tut sich mittlerweile doch so einiges den kommenden Sampler betreffend.
Hier das Wichtigste:

* alle Bands stehen fest. 10 sind es an der Zahl,  die meisten steuern exklusive Lieder bei!
* der Sampler wird wie geplant als Pro-CDr im Jewelcase in zwei Cover-Varianten kommen (beide Cover stehen, nur die Inlays müssen auf Grund der noch nicht fertigen Liste der Lieder gestaltet werden)
* die Buttons, die den CDs beiliegen werden, sind auch endlich fertig und bei mir eingetroffen!
* jede CD kommt außerdem mit einem beidseitig bedruckten Infoblatt (in englisch bzw. deutsch), welches gleichzeitig auch das Zertifikat mit Durchnummerierung darstellt.
* die 'national satanist' Editionen (deutsch) und die 'international satanist' Editionen (englisch) werden jeweils auf 25 Stück limitiert sein!

ENGLISH VERSION

Hey folks.

There are some good news about the upcoming sampler.
Here are the most interesting ones:

*the band-list is complete! There will be 10 bands on the CD, the most of them will play exclusive material!
* the sampler will come as Pro-CDr in Jewelcase and in two alternate Cover variations (both Covers are fix, only the Inlays still must designed, because the tracklist isn't complete yet)
* the buttons, which come with every CD, are finally finished, too!
* every CD will send with a both-sided Infosheet (in english / in german), with your individual number.
* both, the "national satanist" edition (german) and the 'international satanist' edition (english) will be limited to 25 copies!

Die Buttons für die / The Buttons for the CDs

Für weitere Informationen / for further informations:

kraehenblut@gmx.de

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Review: Nightbringer & Dødsengel - Circumambulations of the Solar Inferno Split (LP, Daemon Worship Productions)

Die Amis von Nightbringer melden sich zurück in Form einer Split mit den Norwegern Dødsengel. Nach der letztjährigen grandiosen Split mit Acherontas also endlich mal wieder neues Futter für alle Anhänger des psychotischen Black Metal Quintetts. Von dem Duo aus Norwegen habe ich jedoch bisher auch nur namentlich gehört, kann aber auch sein, dass ich da etwas verwechsle. Norwegen interessiert mich halt weniger.




Beginnen wir bei den zwei Beiträgen der Amis, namentlich "Watchtower of the West - Gate of the Mighty Dead" und "Watchtower of the North - Ascension of the Midnight-Sun". Wie gewohnt präsentiert man hier durchaus schnell gespielten und dank der zahlreichen hypnotischen, chaotisch wirkenden, psychedelischen Atmosphären auch sehr kranken Black Metal. Nightbringer werden gerade deshalb auch nicht unbedingt jedem gefallen, aber das wollten sie ja ohnehin noch nie. Musik, nicht aus der Retorte und auch nicht für jedermann. Sondern speziell, von Individualisten für Individualisten. Und tatsächlich fällt es mir bis heute schwer Nightbringer mit irgendetwas oder irgendwem zu vergleichen. LP umgedreht und es erklingt der erste Beitrag der Norweger in Form von "Watchtower of the East - Horus Sunflesh", der ähnlich dem ersten Nightbringer-Beitrag einen instrumentalen Einklang mit Sprechgesang bietet. Anschließend wird jedoch ein wahres Black Metal-Inferno entfacht. Musikalisch bewegt sich das ganze im schnelleren Midtempo, präsentiert sich auch durchaus rhythmisch und melodiebetont. So ein typisch nordisches Ding halt. "Watchtower of the South - Drunk upon inmost Fire" beginnt recht doomig, nimmt fast schon sludge-mäßige Züge an, wandelt sich dann aber in einen, wenn auch weiterhin sehr Doom-orientierten, gemäßigteren Black Metal, der im letzten Viertel sogar eine richtig kalte Atmosphäre innehat, die zwischen Nostalgie, Okkultismus und Todessehnsucht schwankt. Krank!

Fazit:
Must-Have-Release! Mehr muss man da glaube ich nicht mehr zu sagen. Keine Ahnung, ob die LP limitiert ist, beim Label konnte ich jedenfalls keine Angaben diesbezüglich finden. Da auf der Platte selbst auch nichts vermerkt ist, bleibt dieses Rätsel also ungelöst. Wurde übrigens auch auf CD veröffentlicht, ebenfalls von Daemon Worship.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
Nightbringer
A-01. Watchtower of the West: Gate of the Mighty Dead

A-02. Watchtower of the North: Ascension of the Midnight-Sun

Dødsengel
B-04. Watchtower of the East: Horus Sunflesh
B-02. Watchtower of the South: Drunk upon inmost Fire

Laufzeit: ca. 31 Minuten

Review: Die Kunst der Finsternis - Das Geheimnis des Vampirs (LP, Lamech Records/Triumph of Death)

Das Debüt-Album von Die Kunst der Finsternis erschien ursprünglich 2012 im Kassetten-Format und war gerade mal auf 100 Exemplare limitiert. Da es sich hier nun um ein Solo-Projekt des Hetroertzen-Sängers handelt, die ja mit ihrem letzten Output "Exaltation of Wisdom" ein wahres Überalbum in Sachen Okkult Black Metal ablieferten, ist klar, dass diese erste Auflage sehr schnell vergriffen war. Umso erfreulicher, dass das Label nun in Kooperation mit dem Österreicher Triumph of Death die Vinyl-Auflage nachschiebt.


Erst einmal zur Aufmachung - die ist nämlich ähnlich genial ausgefallen wie bei dem Hetroertzen Album. Rotes Vinyl, robustes Cover aus Raukarton, innen schwarz, schwarzer Einleger und ein Beiheft im A5-Format, welches alle Texte sowie Bilder enthält. Was die Musik angeht, so fährt Herr Schattenriss (so heißt er jedenfalls hier) eine etwas andere Art Black Metal auf, wie Hetroertzen ihn zelebrieren. Die richtige Entscheidung. Projekte, die so klingen, wie die Hauptband, braucht wirklich niemand. So klingt die Musik von Die Kunst der Finsternis gleichwohl sehr okkult und räudig, aber bietet, gerade auch im zweiten Song "The Grand Mystery of Death" einige Anleihen an den Blackened Thrash Metal, was zwar jetzt nicht unbedingt an alte Sodom denken lässt, aber dennoch einige Parallelen zieht. Richtig okkult wird es dann, wenn in "Holy Bloodstone" ein mystisch wirkender Chor zu dem düsteren Black Metal einsetzt. Oder bei "In Tenebris" zusätzlich zu der Musik, die beinahe schon Doom-Verhältnisse annimmt, ein beschwörender, extrem kehliger Singsang einsetzt. Mit der B-Seite setzt sich das alles dann noch fort. "Flaming Hearts" etwa beschreibt in groben Zügen eine schwarze Messe und erinnert musikalisch nicht nur einmal an die alten Werke Darkthrone's... zur Mitte hin setzt dann sogar wieder eine sehr thrashige Gitarre ein. Aber keine Angst - es bleibt okkult und Black Metal durch und durch. Sogar Anleihen an alte Satyricon lassen sich hier durchaus ausmachen. Irgendwo auch schon traurig, dass da erst einmal Leute aus Chile kommen müssen, die nach Europa umsiedeln, um den eigenen Landsleuten ihre Wurzeln wieder näher zu bringen. Wobei die Band ja nicht in Norwegen, sondern in Schweden heimatlich geworden ist. "Raising above the Angels" ist wieder ein lupenreiner Black Metal Song, in dem aber gelegentlich auch noch ein Hauch von Thrash anklingt und zum Schluß noch einmal dem Mitt-90er Black Metal gehuldigt wird mit bedrohlich wirkenden Orchestreal-Samples. "Das Geheimnis des Vampirs / Oratorium" stellt dann leider auch schon den Abschluß des ganzen dar. Eingeleitet natürlich durch Orgel-Klänge und bedrohliches Schlagzeugspiel, wandelt sich das Lied alsbald in eine Black Metal-Nummer, die zunächst irgendwo im langsamen Mid-Tempo angesiedelt ist, und etwas an Nargaroth's "Into the Void" denken lässt - nur wesentlich abwechslungsreicher gestaltet. Und wenn man meint, es wäre zu Ende, setzt noch einmal die Musik ein und es ertönen die letzten Worte: "...a serpent who could not be charmed/made its nest in the roots of the tree... The blossom of Death." Ich glaube, dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Fazit:
Ein in Teilen doch recht ungewöhnliches, weil überraschendes Werk. So viele Thrash-Einflüsse in den Gitarren, hätte ich dem Herrn Schattenriss gar nicht zugetraut. Aber auch er scheint zu wissen, wo seine musikalischen Wurzeln liegen. Im ursprünglichen Black Metal. Und da gehört ein gewisser Teil Thrash nun auch mal dazu. Nichtsdestotrotz ein geniales Album, was gleichermaßen zündet, wie "Exaltation of Wisdom" von Hetroertzen. Man muss sich halt nur darauf einlassen. Limitiert ist die Platte auf 300 Exemplare. Die LP ist nicht durchnummeriert und die Limitierung ist leider auch nicht vermerkt, weder auf dem Cover noch im/auf dem Beiheft.

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:

A-01. Of Priests and Snakes
A-02. The Grand Mystery of Death (auf der CD Lied 05)
A-03. Holy Bloodstone (Devil) (auf der CD Lied 06)
A-04. In Tenebris (auf der CD Lied 03)
B-05. Flaming Hearts (auf der CD Lied 02)
B-06. Raising Above the Angels (auf der CD Lied 04)
B-07. Das Geheimnis des Vampirs / Oratorium

Laufzeit: ca. 55 Minuten

Review: Profanal - Black Chaos (LP, Iron Tyrant)

Neuigkeiten aus einem meiner, aus musikalischer Sicht betrachtet, liebsten Länder - Italien. Dem sonnigen Süden entspringt nämlich nicht nur guter Black Metal (Opera IX, Nebrus, Mortuary Drape, Evol... um nur einige zu nennen), sondern mit Profanal hat man sogar eine recht ordentliche Old School Death Metal Band zu bieten. Die Band sagte mir bisher nichts, obgleich man schon auf eine recht solide Anzahl von Veröffentlichungen zurückblicken kann. "Black Chaos" stellt jedoch das erste Voll-Album der Band dar.


Dieses erschien nun nach nunmehr zwei Demos und zwei Split-Releases, Ende letzten Jahres / Anfang diesen Jahres. "Black Chaos" bietet neben dem recht kurzen Intro acht Lieder, eines davon als instrumentalen Abschluß. Allein schon die A-Seite überzeugt mit den Songs "Walls of Agony", "Into the Abyss of Grief" und "Black Chaos Horde" (zu dem gibt es sogar ein offizielles Video, zu sehen auf youtube... einfach mal nach Profanal suchen!) und deren dreckiger, räudiger Atmosphäre. Authentischer Death Metal, der stilistisch irgendwo zwischen alten Sachen von Death, alten Cannibal Corpse und den guten alten Morbid Angel angesiedelt ist. Wenn man will, kann man auch die relativ junge Veröffentlichung der Deutschen Venenum als Vergleich heran ziehen. Aber scheiss auf Vergleiche. Profanal treten auf jeden Fall ordentlich Arsch und rocken, als wenn es kein Morgen gäbe. Dieser Eindruck setzt sich dann auf der B-Seite fort und wird sogar durch Songs wie "Torment of Saturn" oder "Worship the Skull" noch einmal verstärkt. Brutal und doch eindeutig sehr rhythmisch und melodisch (keine Keyboard-Wichse!). Sogar das instrumentale Outro "The Bright Light of Death" ist als Song eine Wucht und nicht einfach als belangloser Rausschmeißer zu betrachten.

Fazit:
Metal aus Italien weiss mich doch immer wieder zu überraschen und zu begeistern. Profanal bilden da keine Ausnahme. Was hier aufgefahren wird, ist schlichtweg als ursprüngliche Death Metal-Musik zu beschreiben. Zwar ganz klar an alte Helden aus Amiland orientiert, vermag es die Band doch, dem ganzen noch ihren eigenen Stempel aufzusetzen, was wahrscheinlich auch nicht zuletzt dem Gesang der Sängerin Rosy geschuldet ist. Ja... was die Dame hier zustande bringt - da kann sich so manch männlicher Kollege noch eine Scheibe von abschneiden. Die Limitierung der Platte beläuft sich laut Iron Tyrant auf 300 Exemplare. Dies wird jedoch nicht auf dem Cover erwähnt, ergo ist die LP auch nicht durchnummeriert. Trotzdem würde ich mich an eurer Stelle mit dem bestellen beeilen. Am besten direkt bei Iron Tyrant (da gibt's die Platte im Kombi-Angebot mit der CD + Aufnäher). Aber auch diverse deutsche Shops wie die Eisenwald Tonschmiede, Amor Fati oder Eternity Records haben die Platte in ihrer Distroliste.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Intro
A-02. Walls of Agony
A-03. Into the Abyss of Grief
A-04. Black Chaos Horde
A-05. Torment of Saturn
B-06. Submission of the Beast
B-07. Conquering Cemeteries
B-08. Worship the Skull
B-09. The Bright Light of Death (Outro)

Laufzeit: ca. 33 Minuten

Montag, 14. Oktober 2013

Review: Bekëth Nexëhmü - De dunkla herrarna (CD, Yule/Ancient Records)

Wieder einmal etwas aus Schweden. Bei "De dunkla herrarna" handelt es sich um das bisher einzige Album des Projektes Bekëth Nexëhmü und bietet eine Art von Black Metal, wie man sie heutzutage eigentlich gar nicht mehr zu hören bekommt.








So erinnert die Machart der Musik an frühen 90er Black Metal der skandinavischen, aber vor allem auch der französischen "Szene". Tiefschwarzer Okkultismus paart sich hier mit ursprünglicher Black Metal-Musik und einem rauen, fiesen Dark Ambient. Harmonie und positive Gefühle? Fehlanzeige. Das hier ist genau das, was diese Musik auszeichnet, das was sie ausmacht und was sie so einzigartig macht. Jeder einzelne Song auf "De dunkla herrarna" ist für sich allein schon ein Kunstwerk, gleich einem morbiden schwarzen Gemälde. Hier geht es auch nicht unbedingt rasend zur Sache, sondern hier regiert die Finsternis, die sich langsam aber stetig ausbreitet, im Herzen derer, die bereit sind, sich auf dieses doch recht spezielle Werk einzulassen. Das Cover ziert eine nächtliche Schneelandschaft und genau dieses Szenario kommt einen auch in den Sinn, wenn man sich das hier anhört, im abgedunkelten Zimmer, bei Kerzenschein und seine Augen schließt und seinen Geist auf Wanderschaft schickt.

Fazit:
Ein Machwerk, welches man ausschließlich allein genießen sollte. Alles verschlingende Schwärze, die einen beim hören von "De dunkla herrarna" einnimmt und bis zum Schluß nicht mehr los lässt. Und den Hörer dann auch relativ lethargisch zurücklässt. Durch und durch von der Nacht, der Natur und düsterem Okkultismus inspiriert, gibt die Musik genau das wider, was sie auch ausdrücken soll - Black Metal in seiner ursprünglichsten Form! Nicht umsonst prangt auf der CD auch ein umgedrehtes Swastika. Und nein, liebe Leute, das hat nichts mit Politik zu tun - kluge Köpfe sollten halt doch einmal vorher nachschlagen, bevor sie etwas branntmarken wollen! Keine Ahnung, auf wie viele Einheiten die CD limitiert ist, aber selbst diese scheint schon ein extrem rares Stück geworden zu sein. Die LP wurde schon vorher durch Ancient Records veröffentlicht und war auf 250 Stück limitiert und ist bereits restlos ausverkauft, so dass es für Vinyl-Fetischisten reichlich schwer werden dürfte, an dieses Werk heran zu kommen, gerade weil "De dunkla herrarna" auch definitiv ein Album ist, was man nicht mehr so schnell abegeben wird, wenn man es einmal besitzt. Solltet ihr die CD mal irgendwo erblicken - unbedingt zugreifen! Musik, die nicht von dieser Welt ist.

9.5 / 10


Darbietungen:
01. Intro
02. Besten Fran Urhavet
03. Hels Rike
04. Ett Ondskans Vasen
05. Jotunheims Kall
06. Nifelheim
07. Svart Kaftar Skola Sluka Eder Alla
08. Manniskans Sista Andetag
09. Vargasonen
10. Outro

Laufzeit: ca. 47 Minuten

Review: Wintarnaht - Tôdhên Uoþal (CD, Obscure Abhorrence Productions)

Ein relativ aktuelles Werk erreichte mich auch aus dem Hause Obscure Abhorrence: nämlich das mittlerweile zweite Voll-Album des Duos Wintarnaht aus Deutschland, die dem einen oder anderen vielleicht noch als Winternight mit ihrer ersten Demo "Rache..." ein Begriff sein dürfte. Was das Debüt-Album "Pestilenz" angeht, so kann ich zu diesem leider nichts sagen, da ich es nicht besitze.





Zelebriert wird auch auf "Todhen Uopal" ein sehr Pagan-beeinflusster Black Metal, ähnlich dem Stil, den man schon auf der Demo zu hören bekam. Der Sound klingt jedoch nicht mehr so rau, dafür aber um einiges druckvoller produziert. Es geht auch durchaus melodisch zur Sache, so sind auch hier und da einsetzende leichte Einflüsse aus dem Thrash-Sektor kaum zu verleugnen. Auch zwischenzeitliche Verschnaufpausen zu der ansonsten eher brachialen Grundstimmung des Album, sind hier in Form durchdacht gesetzter Solo- und Zwischenparts zu verzeichnen. Dezenten Choreinsatz aus dem Keyboard gibts mit oben drauf. Vom antichristlichen Einklang bis zum Ausklang enthält das Album neun Lieder brachialer Gewalt.

Fazit:
Das neueste Werk von Wintarnaht haut mich jetzt zwar nicht dermaßen vom Hocker. Jedoch muss ich der Band zugestehen, dass sie ihren eigenen Stil gefunden haben, was sich ja bereits in dem frühen Stadium der Debüt-Demo abgezeichnet hat. Auf jeden Fall ein überdurchschnittliches, solides Werk. Mehr aber auch nicht in meinen Augen.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:

01. Siohhên þiufal 
02. Zi uualþan 
03. Bluoþ Buohha 
04. Sedhalgang 
05. Tôdhên Uoþal 
06. Ânagift þer uuintar I 
07. Eisenthal 
08. Alamana Lioþ 
09. Got þer Mana Nîdh 
10. Uuintarnaht (Falkenbach cover) 
11. Âfaro Innan Nebul

Laufzeit: ca. 62 Minuten

Samstag, 12. Oktober 2013

Review: Misty Grey - Demon (MC, Urtod Void/Bellum Musicae)

Neues gibt es auch aus dem Hause Urtod Records zu vermelden. Man präsentiert sich nun nicht nur mehr unter einem etwas anderen Namen, sondern setzt jetzt auch vermehrt auf andere Unterarten des Metal. Mit Misty Grey veröffentlichte man nunmehr die Debüt-Arbeit einer traditionellen Doom Metal-Kombo aus Spanien.






Ja, und in der Tat - die kann sich wahrlich hören lassen. Gebannt auf einem professionell aufgemachten Tape, bieten Misty Grey mit "Demon" einen hervorragenden Einstand. Das hier zelebrierte Tonmaterial ist so herrlich Ende 70er, dass es Anhängern des traditonellen Doom Metals/Rocks wahre Freudentränen in die Augen treiben wird. Dabei bietet man neben dem eingängigen und durchaus melodischen Doom auch Anklänge an den Stoner Rock und vor allem auch den Sludge. Beim hören solcher Songs wie "Grey Mist", "Dusk Till Dawn" oder "The Shadow of a Doubt" gelangt man schnell zu der Erkenntnis, dass solche doch recht kommerziell erfolgreichen Bands wie bspw. Orchid hoffnungslos überbewertet sind und dass die wahre Essenz dessen, was diese Musik ausmacht, eher bei solchen Underground-Bands wie Misty Grey liegt. So eine okkulte, heraufbeschwörende Atmosphäre wie sie z.B. "The Shadow of a Doubt" inne hat, habe ich jedenfalls schon länger nicht mehr bei einer gleichartigen Band vernommen, was aber wohl auch nicht zuletzt dem ungewöhnlichen, nichtsdestotrotz aber großartigen Gesang von Malicia geschuldet ist. Richtig gehört - Misty Grey haben eine Sängerin! Und sogar eine gute. So spielt sie gelegentlich auch mit ihrer Stimme, was die gesanglichen Einlagen sehr fascettenreich wirken lässt.

Fazit:
Ein großartiges Werk! Wer mal wieder Bock auf richtigen Old School Doom Metal hat, der kommt an dieser Veröffentlichung definitiv nicht vorbei! "Demon" wirkt auch noch lange nach dem ersten Durchlauf nach, und nicht zuletzt die Tatsache, dass leider 'nur' fünf Lieder enthalten sind, führt dazu, dass man die Kassette wieder und wieder umdreht, um sie sich schließlich noch einmal durchzuhören. Auch der absolut authentische düstere, beschwörende Gesang der Sängerin tut sein übriges zur Atmosphäre. Durch und durch eine runde Sache! Limitiert ist die Kassette auf insgesamt 100 Exemplar, ein paar Stück wurden zusammen mit einem Poster ausgeliefert - diese Edition ist bei Urtod aber bereits ausverkauft - ihr solltet also schnell sein, wenn ihr euch noch euer Exemplar sichern wollt. Kontakt unter Urtod Void oder unter der Kontakt-Adresse von Bellum Musicae.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Grey Mist
A-02. Sorrow From The Beginning
A-03. Dusk Till Dawn
B-04. The Shadow Of A Doubt
B-05. Silver Bullet

Laufzeit: ca. 29 Minuten

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Review: Runenwacht - Schrei des Hasses EP (CD, Eigenproduktion)

Zur Abwechslung einmal etwas völlig Neues und auch relativ aktuelles aus Deutschen Landen. Das Duo Runenwacht aus Baden-Württemberg gründete sich bereits 2011 und präsentiert hier nun mit ihrer "Schrei des Hasses EP" das erste Tonmaterial. Ich muss dazu sagen, dass ich - gerade was die heimatlichen Gefilde anbelangt - doch recht vorsichtig und skeptisch geworden bin, gerade was Demo-Veröffentlichungen anbelangt...




Glücklicher Weise gibt es ja immer wieder kleine Lichtblicke, unter dem ganzen Schrott, der fast täglich das Licht dieser abgefuckten Welt erblickt. Die erste Demo von Runenwacht würde ich schon dazu zählen. Mit knapp 17 Minuten Spielzeit ist sie zwar noch nicht einmal sonderlich lange ausgefallen, und eigentlich wird hier musikalisch auch absolut nichts neues geboten, was man nicht schon einmal so ähnlich gehört hätte. Aber ich muss schon zugestehen, dass die Liedertwas haben. Auch wenn die Produktion Underground ist, ist sie für die Verhältnisse doch recht ordentlich. Nach einem kurzen instrumentalen "Einklang" mit Wolfsgeheul usw. geht es mit "Blutiger Vollmond" auch gleich los. Ein tobender, wutentbrannter Black Metal Sturm - man könnte meinen den Pesthauch zu riechen. Zur Mitte hin eine kurze Verschnaufpause mit Gitarre und weiterhin grimmigen Flüstergesang, bis es letztlich wieder in die Vollen geht. Das ist zwar nichts besonderes, aber durchaus hörbar. Der folgende Song "Runenwacht" ist etwas rhythmischer, bewegt sich auch eher im schnelleren Midtempo und ist daher genau mein Ding. Schade, dass er so kurz geraten ist - andererseits wäre es fraglich, ob das Lied bei einer Länge von mehr als drei - vier Minuten genau so zünden würde. "Menschlicher Dreck" gibt dann noch einmal ordentlich Gas. Gefällt mir aber auch wieder außerordentlich gut. Man spürt einfach, dass diese Wut mit voller Inbrunst dargeboten wurde und nicht einfach nur irgendwas ins Mikro gerotzt wurde. Auch der recht rhythmische letzte Teil des Liedes kann mich überzeugen. Als letztes erklingt "Schrei des Hasses", eingeleitet durch einen Sample-Teil mit grimmigem Sprechgesang, bevor mit verzerrten Gitarren und kriegerischem Getrommel der eigentliche Song beginnt. Was folgt bewegt sich stilistisch zwischen wüster Raserei und Midtempo, mit einem kurzen Einspiel einer gesprochenen Passage (meine Damen und Herren, es sinkt für sie: das Niveau).

Fazit:
Alles in allem ist Runenwacht mit der "Schrei des Hasses" EP ein recht passabler Einstieg gelungen. Klar, hier und da wirkt einiges noch nicht recht flüssig, bzw. vom Zusammenspiel her nicht recht harmonisch. Doch sein wir mal ehrlich: darum geht es im Underground Black Metal ja eigentlich auch gar nicht. Man merkt übrigens auch, dass das Duo Anhänger deutscher Bands wie Graven oder Vargsang ist. So erinnert die Aufmachung der CD doch recht rapide an Graven's Debüt "Perished And Forgotten" oder an Vargsang's "Call Of The Nightwolves". Musikalisch geht das Ganze jedoch eher in eine ganz andere Richtung. Roh, rotzig... authentischer Underground halt. Ich hoffe, auch in Zukunft noch von der Band zu hören, vielleicht auch mal mit einer etwas besseren Produktion. Das Werk kommt als auf 100 Stück limitierte und handnummerierte Pro-CDr im Jewelcase. Wer das Werk erstehen möchte, wende sich vertrauensvoll direkt an die Band via Visagenheft. Auf Youtube gibt es die EP im übrigen auch zum reinhören.

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Einklang
02. Blutiger Vollmond
03. Runenwacht
04. Menschlicher Dreck
05. Schrei des Hasses

Laufzeit: ca. 15 Minuten

Sonntag, 6. Oktober 2013

Review: Karg & Schattenlicht - Trümmermensch Split (CD, Seelengreif Klangwelten)

Neues Futter aus unserem Nachbarland Österreich. Gut, wer mich kennt, wird wissen, wie ich zu dem Österreicher Black Metal allgemein stehe - jedoch gibt es immer noch eine knappe handvoll Bands, die mich faszinieren... so z.B. das Projekt Karg, welches hier als Duo auftritt und mich schon auf vergangenen Werken mit seinem Stil aus Post Black Metal und Ambient zu begeistern wusste. Als zweite Band präsentiert sich auf dieser Split das Duo Schattenlicht, von welchem ich bisher jedoch noch nichts vernommen habe...


Fangen wir bei Karg an, welche die beiden ersten drei Lieder beisteuern. "Asternregen" besticht nicht nur durch die sehr persönliche und emotionale Lyrik, sondern wirkt auch durchaus musikalisch durchdacht und authentisch - was wohl auch nicht zuletzt der heimatlichen Sprache geschuldet ist. Genau dafür schätze ich Karg. Eine der wenigen Bands, die es wirklich verstehen, post-moderne Rock-Musik mit Black Metal-Elementen zu verbinden und sie auch ehrlich rüberzubringen. Dazu gesellen sich noch einige Ambient-Passagen, gerade zum Ende hin. "Hetzjagd nach Dystopia" kommt da schon um einiges wütender daher. In den 10 Minuten Spielzeit wird jedoch jetzt nicht drauf los geprügelt. Vielmehr werden langgezogene, getragene Post Black Metal Passagen geboten, die auch mal etwas schneller ausarten, die aber auch schon einmal durch akkustische Einlagen aufgelockert werden und so denn auch eher eine Stimmung der Melancholie erzeugen. Ähnlich verhält es sich beim letzten Liedbeitrag "Zurück in die Fluten", dessen Musik voller Sehnsucht zu stecken scheint. Dazu auch sehr passend ausgewählt ist das abschließende Sample.

Bei Schattenlicht handelt es sich um eine Band, die aus dem näheren Umfeld von Karg zu kommen scheint, was wohl auch den Anstoß zu dieser Split gegeben haben dürfte. Das Duo steuert ebenfalls drei Lieder bei. "Gedankenlabyrinth" präsentiert sich auch gleich sehr kontrastreich zu den bisherigen Stücken aus der Feder von Karg. Der Gesang ist eindeutig dem Black Metal zuzuordnen, die Musik bewegt sich da zunächst auch eher im melodischen Black Metal, bietet zur Mitte hin aber auch reichlich Post Rock-Einflüsse, was vor allem in der langgezogenen Solopassage deutlich wird. Auf jeden Fall durchaus gelungen, und der Einstand der Band weiß mich zu überzeugen. "Das Licht des ersehnten Tages" kommt genau wie das darauffolgende Stück "Widerstand" eine ganze Spur rauer daher und sollte jedem gefallen, der postmodernem Black Metal wie etwa der "Stillhallen" von Deathgate Arkanum etwas abgewinnen kann.

Fazit:
Karg überzeugen vornehmlich mit ihrem ersten Liederbeitrag "Asternregen" - genau dafür liebe ich diese Band. Die beiden anderen Songs sind zwar auch sehr solide, und bewegen sich wie man es von Karg erwartet musikalisch wie auch emotional auf hohem Niveau und ziehen sogar noch einige Parallelen zu dem nächsten letzten Voll-Album "Apathie", aber mehr ehrlich gesagt auch nicht. Schattenlicht überzeugen mit ihrem leicht rauem Post Black Metal-Stil und vor allem "Das Licht des ersehnten Tages" und "Widerstand" verstehen es zu begeistern. Letztgenanntes Lied hat sogar das Zeug zu einer regelrechten Anti-Hymne. Die Split kommt als Pro-CDr im Jewelcase, das Beiheft beinhaltet dabei alle Texte. Limitiert ist die ganze Angelegenheit natürlich auch noch, und zwar auf 300 Exemplare - die im übrigen nicht durchnummeriert sind. BM-Puritisten seien wie immer an dieser Stelle gewarnt, dass dieses Werk hier wohl eher enttäuschend ausfallen dürfte. Jenen sei vom Kauf auch definitiv abgeraten. Jedoch für Anhänger beider Bands oder für Leute, die generell Sinn für post-moderne Black Metal-Musik haben, uneingeschränkt empfehlenswert.

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
Karg
01. Asternregen
02. Hetzjagd nach Dystopia
03. Zurück in die Fluten
Schattenlicht
04. Gedankenlabyrinth
05. Das Licht des ersehnten Tages
06. Widerstand

Laufzeit: ca. 43 Minuten

Donnerstag, 5. September 2013

Review: Hekate - Carpathians (MC, Schattekult Produktionen)

Bei Hekate handelt es sich um ein Soloprojekt des Herrn Avenger (u.a. Black Priest Of Satan und Szarlem), das erstmals im Jahr 2011 auf sich aufmerksam machte. Nun, mir war Hekate bis zu dieser aktuellen Tape-Veröffentlichung kein Begriff, wobei man mit diesem Werk das bereits dritte vorlegt und sogar schon eine Split-EP mit Ødelegger, einem Bilskirnir-Projekt , aufwarten kann.






Bei der Kassette handelt es sich um eine EP-Veröffentlichung mit Rehearsal-Charakter. Das heißt also: kurz, knackig und unbändig. Ja, was hier geboten wird, wird Freunden ausgepfeilter Melodieführungen und technischen Spielereien nicht gefallen. Dafür werden die Black Metal-Puritisten unter euch Freundentränen in den Augen haben. Hekate ist nicht schön, nicht erhaben - weder mythologisch begründet, noch irgendwelchen Trends unterworfen. "Carpathians" stellt eine pure Form des Black Metal dar und ist, wenn man so will nichts weiter als ein durch und durch wütendes Geschrammel... doch es verfehlt seine Wirkung keineswegs!

Fazit:
Ich brauchte auch erst ein paar Durchläufe, bis sich mir die Musik vollends erschlossen hat. Hekate macht einem mit diesem räudigen Stil den Einstieg in das Werk aber auch wahrlich nicht einfach. Bestimmt keine Veröffentlichung, welche die die Masse ansprechen wird, aber für Leute, die einen Sinn für ursprünglichen Black Metal besitzen ist es allemal eine lohnenswerte Sache. Limitiert ist die Kassette auf 100 handnummerierte Exemplare.

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Deathless
02. I Summon Holocaust
03. Carpathians
04. Black, Wind, Fire and Steel (Manowar Cover)
05. Intro (Bonus)
06. Legion der Leichen (Bonus)
07. Midnight Satan Worship (Bonus)

Laufzeit: ca. 17 Minuten

Mittwoch, 4. September 2013

Review: Nehëmah - Tomb of Thoughts 1992-2004 (LP-Boxset, Those Opposed Records)


Auch schon etwas länger in meinem Besitz weiß ich dieses gute Stück europäischen Schwarzmetalls. Das Box-Set "Tomb of Thoughts" vereint alle bisherigen Alben von Nehëmah, angefangen von "Light of a Dead Star", über "Shadows from the Past..." und "Requiem Tenebrae", hinzu kommt dann noch eine exklusive und bisher unveröffentlichte Live-LP mit Namen "Black Mass" sowie eine weitere exklusive LP, die zwei bisher unveröffentlichte Rehearsal-Sessions der Band enthält. Im folgenden werde ich nun auf die einzelnen Platten eingehen.


"Light of a Dead Star" stellte anno 2001 das erste Album der Band aus Frankreich dar. Gewidmet ist dieses Werk laut Aufdruck dem Gedenken an all die Hexen aus der Vergangenheit und jenen, die auch auch heute noch das alte Wissen praktizieren.








Was den Stil der insgesamt acht Lieder angeht, so handelt es sich hier um lupenreinen Black Metal, der von seiner Spielweise her irgendwo zwischen Werken Mitt-90er Underground Bands aus dem Heimatland und aus Norwegen angesiedelt ist. Insbesondere Bands wie z.B. frühere Peste Noire, Seigneur Voland oder auch Darkthrone zu ihrer "Under A Funeral Moon"-Zeit dürften hier Pate gestanden haben. Aber auch Bathory scheint einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Musik gehabt zu haben. Dabei ist die Atmosphäre gleichwohl sehr düster, misanthropisch, aber auch erhaben, melancholisch und nostalgisch. Musikalisch rau, bis hypnotisch getragen und sogar etwas episch - einen eindeutigen Hang zu Rhythmus und Melodie hat das Werk ebenfalls inne. Ein perfektes Black Metal-Album, an dem es überhaupt nichts auszusetzen gibt. "Light of a Dead Star" wurde im Rahmen dieses Box-Sets erstmals auf Vinyl veröffentlicht. Die reguläre Version kommt im schwarzen Vinyl, exklusiv im Those Opposed-Shop gibt es aber auch eine farbige Vinyl in weiß.

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. The Witch Burns...
A-02. Light of a Dead Star
A-03. Across the Landscape
A-04. Misty Swamps
B-05. In October Nightshades
B-06. Nehëmah in Vulva Infernum
B-07. I will Sleep with the Dragon
B-08. ...In the Heat of the Flames

Laufzeit: ca. 54 Minuten


"Shadows from the Past..." stellte das zweite Album der dreiköpfigen Band  dar und stammt ursprünglich aus dem Jahr 2003. Geboten wird aber Black Metal der alten Schule, der aber mehr noch als auf dem Debüt vom frühen norwegischen Black Metal beeinflusst zu sein scheint, so ist das Lied "Sonner av den Fimbulvetr" auch explizit dieser Ära gewidmet.





"Black Winds over the Walls of Csejthe" knallt auch schon ordentlich und richtig druckvoll aus den Bosxen, inklusive dezentem Chor-Sample-Einsatz. Genau wie bei "The Thousand Tongues of Medusa" kommt hier auch ein Keyboard zum Einsatz, welches sich aber richtigerweise im Hintergrund hält und auch nicht durchgehend zu vernehmen ist. Die Dominanz haben daher eindeutig die 'wirklichen' Instrumente. Eindeutige Einflüsse dürften wieder bei Bathory, Darkthrone und auch bei Mayhem liegen.Nehëmah ist anno 2003 ein Album gelungen, welches sich wirklich wie zu Zeiten des Black Metals der Jahre 1994-1996 anhört, und hätte, wäre es gute 10 Jahre früher entstanden mit Sicherheit für viel Aufsehen gesorgt. So jedoch handelt es sich hier zwar um ein solides Machwerk, aber man bietet hier doch nicht so viel auf, wie noch auf dem Debüt. Die Melodien und Rhythmen scheinen größtenteils allseits bekannt - man legt sich zwar ins Zeug, aber es fehlt irgendwie der wirklich individuelle Aufdruck, wobei es auch durchaus 2-3 Songs gibt, die da doch noch etwas herausragen. Trotz dem allen vermag es diese Band immer noch sehr gut, den Geist alter Tage zu vermitteln und authentisch rüberzubringen - und dieses Merkmal können sich ja aktuell nicht gerade viele Bands auf die Fahne schreiben. Auch hier handelt es sich um die erste Auflage des Albums auf Vinyl. Regulär in schwarz, bei Those Opposed gibt es die LP aber auch exklusiv als clear vinyl. Zudem beinhaltet diese LP das Booklet zum Boxset, 12'' Format, beidseitig bedruckt mit Fotos, Liner-Notes und Texten.

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Black Winds over the Walls of Csejthe
A-02. Sønner av den Fimbulvetr
A-03. The Thousand Tongues of Medusa
A-04. Warlock
B-05. Siguilum Sanctum Lycantropia
B-06. Shadows from the Past
B-07. Selvmord
B-08. Drawn in Darkness

Laufzeit: ca. 49 Minuten


"Requiem Tenebrae" ist das dritte Album der Franzosen und stammt aus dem Jahre 2004. Es wird allgemein als das Meisterwerk der Band angesehen. Und das auch zurecht, wie ich nur sagen kann. Denn von der Melodieführung steht dieses Werk dem Debüt in nichts nach, bietet aber eindeutig noch mehr Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert.





Dies macht sich auch gleich schon im ersten Song "Creeping Chaos" bemerkbar. Wohlgemerkt hört man die Einflüsse immer noch klar heraus, aber ich nehme an, dass Nehëmah gleichwohl zu ihren Wurzeln stehen und stolz auf sie sind, und es vor allem auch nicht nötig haben, diese zu verleugnen. "The Great Old Ones", "Dead but Dreaming in the Eternal Icy Waste" und "The Elder Gods Awakening" sind durch und durch großartige Kompositionen mit einigen netten Details wie Sample-Einsatz, Akustik-Gitarren, Chören und einer durch und durch düsteren, okkult-mystischen Atmosphäre, die unter die Haut geht. Das zieht sich nicht nur durch die A-Seite, sondern durch das ganze Album... und diese Titel "Taken Away by the Torn Black Shroud", "Conscience in Evil" oder "Through the Dark Nebula" - jawohl, ja sag ich da nur! Das Album kommt als DLP, wobei sich auf Seite D ein unveröffentlichtes Demo aus dem Jahre 2001 befindet, welches lediglich zu Promotion-zwecken an Labels herausgegeben wurde, sich aber in der Trackliste nur in zwei Songs von der damaligen "Nehëmah" Demo unterscheidet. Auch dieses Album gibt es nun im Rahmen des Box-Sets zum ersten Mal auf Vinyl. Die reguläre Version wieder in schwarz, die exklusive Those Opposed Version kommt in gold und silber. Diese LP enthält zusätzlich noch ein Poster (A2 Format).

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Creeping Chaos
A-02. The Great Old Ones
A-03. Dead but Dreaming in the Eternal Icy Waste
A-04. The elder Gods Awakening
B-05. In the Mists of Orion's sword
B-06. Taken Away by the Torn Black Shroud
C-07. Conscience in Evil
C-08. Through the Dark Nebula
D-09. The Sheol (Demo 2001)
D-10. Across the Landscape (Demo 2001)
D-11. Nehëmah in Vulva Infernum (Demo 2001)
D-12. In October Nightshades (Demo 2001)

Laufzeit: ca. 84 Minuten


Kommen wir nun zum ersten exklusiven Release des Box-Sets (jetzt mal abgesehen von der Demo, die als Bonus auf "Requiem Tenebrae" enthalten war). "Black Mass" stellt den Mitschnitt eines, oder mehrer, Konzerte der Band auf ihrer "Shadows from the Past..." Tour durch Frankreich dar. Die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2002.






Bleibt nicht viel zu schreiben. Die Songs sind bekannt: auf der A-Seite befinden sich "Light of a Dead Star", "Across the Landscape" und "Sonner av den Fimbulvetr", auf der B-Seite tummeln sich "In October Nightshades", "Selvmord" und "I Will Sleep with the Dragon". Die Live-Aufnahme ist recht ordentlich und die Atmosphäre wurde sehr gut eingefangen. Man hört das Puplikum zwar während der Song überhaupt nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass es während der Vorstellung auch sehr still war. Diese Erhabenheit verdient es nicht, durch Zwischenrufe unterbrochen zu werden - und sie duldet es auch nicht! Die LP kommt im regulären Box-Set ebenfalls in schwarz, in der exklusiven Version in moosgrünem transparent vinyl. Für eine authentische Live-Atmosphäre gibt's von mir:

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Light of a Dead Star
A-02. Across the Landscape
A-03. Sønner av den Fimbulvetr
B-04. In October Nightshades
B-05. Selvmord
B-06. I Will Sleep with the Dragon

Laufzeit: ?? Minuten


Kommen wir nun zur letzten und für Sammler wahrscheinlich relevantesten LP von "Tomb of Thoughts", dem Rehearsal 1992 und dem Rehearsal "Feigd". Beide stammen aus dem selben Jahr und sind bisher unveröffentlicht gewesen.








Die A-Seite enthält die vier Lieder der Rehearsal 1992-Session. "Witches Sabbat" ist ein räudiger, ungezügelter Black Metal-Hassbratzen. "Nosferatu" ist vom gleichen Schlag, bietet aber doch eher gediegenderen Rhythmus. Zwar vielleicht keine Übernummer, aber der Song hat eindeutig seine Qualitäten. Genau wie der folgende "Tormented Soul", der mich ein wenig an die Rehearsal-Sessions von Ophthalamia ("To Elishia") erinnert. Rau wie scheisse, aber trotzdem doch irgendwo doch wieder gut, weil kultige Atmosphäre. Bei "Spells Of Destruction" handelt es sich tatsächlich nicht um ein Burzum-Cover, sondern lediglich um einen Song, deren Struktur sehr artverwandt mit dem Stil Burzum's und Mayhems zu sein scheint. Insgesamt ganz gute Arbeit. Die B-Seite enthält dann mit "Feigd" einen langen Song, der jedoch rein instrumental gehalten ist und dem Dark Ambient zuzuordnen ist. Ich finde ihn persönlich recht gelungen, da er es versteht durchgehend eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen. Erinnert auch so ein wenig an alte Werke diverser Les Legions Noire Bands und an Vinterriket Lieder Marke "Landschaften ewiger Einsamkeit". Allerdings werden Black Metal-Puritisten herzhaft wenig damit anfangen können. Reguläre Version in schwarz, TOR exklusiv in transparentem blutroten Vinyl.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Witches Sabbat
A-02. Nosferatu
A-03. Tormented Soul
A-04. Spells Of Destruction
B-05. Feigd

Laufzeit: ?? Minuten


Fazit zu Nehëmah allgemein:
Dieses Box-Set der Franzmänner ist eine Offenbarung für jeden, der sich bisher mit dieser Band beschäftigt hat, aber auch für neue Jünger, die bisher nur namentlich von der Band gehört haben, der perfekte Einstieg. Hier sind alle Alben unter einem Hut gebracht worden, und zum ersten Mal seit ihrer jeweiligen Existenz auch als (offizielle) Schallplatten-Auswertung zu ergattern. Die farbigen Vinyls gibt es wie gesagt nur exklusiv im Shop von Those Opposed Records aus Frankreich, inklusive einem exklusiven Patch. Den offiziellen Vertrieb in Deutschland übernimmt die Eisenwald Tonschmiede (hier geht's zum Shop), aber auch Astrum Tempestas dürfte noch ein paar Exemplare im Shop anbieten. Eisenwald legte mir sogar auf Anfrage auch noch einen Patch dabei, hehe. Limitiert ist die ganze Angelegenheit auf 1000 Exemplare. Von mir gibt's auf jeden Fall eine absolute Kaufempfehlung!