Donnerstag, 22. März 2012

Review: Bloodrayne (Blu-ray, Splendid Black Edition, Uncut)

Nachdem ja bereits mit "Rampage" ein (aktueller) Film von Uwe Boll in der Black Edition erschien, erschien als #007 der etwas ältere Flick des Regisseurs "Bloodrayne - Die Vampirjägerin", welcher wie so viele seiner 'Werke' auf einem Videospiel basiert. Dabei haben die Spieleverfilmungen von Boll, wie Kenner wissen werden, stets eines gemeinsam: sie sind schlecht. Also nicht nur schlecht, sondern grotten schlecht. Ob es nun "House Of The Dead" (der Funny Cut hat zwar einiges rausgehauen, ist aber insgesamt doch nur eher ertragbar als die normale Fassung), "Alone in the dark" (ging noch gerade so), "Schwerter des Königs" oder der unsägliche "Far Cry" war.



Lobenswerte Ausnahme bildete da der Film "Postal", der allerdings auch nur den Grundtorso mit dem Spiel gemein hatte, und eher eine herrlich politisch unkorrekte Gesellschafts-Satire darstellte. Zumindest im Director's Cut. Man merkt auch schon, dass "Postal" eindeutig neueren Datums war. Nun, das soll jetzt aber nicht hier Thema sein.

Beworben wird "Bloodrayne" auf der Rückseite der Hülle mit dem Zitat "Das Staraufgebot in Bloodrayne ist enorm!". Ja, und das war's auch schon. Im Grunde gibt es über den Film auch nicht mehr zu sagen. Ben Kingsley, Michelle Rodriquez, Meat Loaf, Udo Kier und andere liefern sich hier Stelldichein der Marke 'für Geld tue ich einfach alles'. Dass die Leute wirklich Spaß bei dem Film hatten, kann ich mir nur schwerlich vorstellen - ich als Zuschauer hatte ihn auf jeden Fall größtenteils nicht. Alles wirkt irgendwie zu zwanghaft auf cool gemacht, die Storyline an sich wirkt zu arg konstruiert und zu linear - genau wie das Spiel. Dieses habe ich zwar noch nie selbst gespielt, aber diverse Walkthrough-Videos lieferten einen umfassenden Einblick. Aus dieser Sicht betrachtet, ist die Umsetzung dann ja schon wieder fast gelungen. Mal abgesehen von der Tatsache, dass die ganze Handlung in einer Fantasy-Mittelalter-Welt spielt, und die Gegner keine Nazis sind, wie im ersten Teil des Spiels. So 2-3 erheiternde Momente gibt es dann doch schon, wo man sagen kann 'gut gemacht'. Aber das reicht mir nicht.

Fazit:
Ich würde diese Rezension gerne mit dem werbenden Zitat auf der Rückseite der Hülle ausklingen lassen. Mehr gibt's eigentlich auch nicht zu sagen. Das Interessanteste des Films ist sicherlich noch das Dinner mit Uwe Boll, welches man bei den Extras findet und eine Art unbefangenes Interview darstellt. Auch die Splatter/Gore-Effekte sind nicht zu verachten, allerdings fehlen diese knappen 4 Minuten bei der FSK18-Fassung auch noch, weshalb man, wenn man sich den Film überhaupt anschaffen möchte, sich unbedingt diese Fassung (Director's Cut) zulegen sollte. Es gibt weitaus besseres, aber es geht auch noch wesentlich schlimmer.

4.0 / 10 Punkte

Dienstag, 20. März 2012

Review: Dodsferd - Suicide and the Rest of Your Kind Will Follow (LP, Obscure Abhorrence/Moribund Records))

Das deutsche Label Obscure Abhorrence veröffentlichte vor einiger Zeit dieses, im Original bereits 2009, erschienene Album der Griechen Dodsferd als offizielle Vinyl-Ausgabe der CD. Es handelt sich um eine 12'' Schallplatte, die auf der A Seite den titelgebenden Song, und auf der B Seite den anderen "His Veins Colored The Room" bereithält. Nun sind zwei Lieder nicht unbedingt viel, meint ihr sicher. Nicht ganz, wenn der eine Song ca. 21 und der zweite knapp 17 Minuten lang ist.




Beginnen wir mit der A Seite. "Suicide and the Rest of Your Kind Will Follow" ist wie schon erwähnt eine knapp 22-minütige düstere Black Metal Nummer geworden. Eine Arie der Verzweiflung, in der der Protagonist all seinen (Selbst-)Hass hinausschreit. Die Musik schwankt zwischen Down- und Mid-tempo und klingt wirklich depressiv. Daumen ganz eindeutig nach oben! Auf der B Seite findet sich das fast 17-minütige "His Veins Colored The Room". Das ist so ganz anders als das vorherige. Hier wird eine Mischung aus Oldschool, Post Rock und Psychedelic Rock geboten. Das muss ja nicht zwangsweise schlecht klingen, tut es aber in diesem Falle doch - leider, muss man dazu sagen.

Fazit:
Ohne die B Seite wäre die Platte top gewesen. Ich kann ja verstehen, dass Bands auch mal Experimente wagen wollen, aber nach so einem Übersong erwarte ich doch schon etwas anderes. Limitiert auf 300 Exemplare.

5.5 / 10 Punkte

Samstag, 17. März 2012

Review: The Tripper (Blu-ray, Splendid Black Edition, Uncut)

Da ich die #005 der Reihe ("I Saw The Devil") bereits vor einiger Zeit besprochen hatte, möchte ich euch heute den Film "The Tripper" vorstellen, der ebenfalls von Splendid im Zuge ihrer Black Edition-Reihe neu veröffentlicht wurde (als #006). Richtig gelesen... den Film gab's schonmal in Deutschland, allerdings mit anderem Cover und dem bescheuerten Titel "President Evil". Ganz abwegig war zwar auch dieser Name nicht, aber der originale Titel (im Untertitel Sex, Drugs and a Serial Killer) passt natürlich noch besser.





Der Rückentext lässt einiges versprechen: so ist hier von schwarzhumoriger Sozialkritik die Rede, zudem wird das Werk als "schön krankes, ungewöhnliches, sowie witziges Highlight" angepriesen. Meiner Meinung nach wurde im Thema Slasherfilm mit "Halloween", "Freitag der 13." und "The Texas Chainsaw Massacre" bereits alles gesagt und gezeigt. Und die Filme haben eines gemeinsam: sie sind schon etwas älter. Nun versuchen sich einige Regisseure trotzdem noch an dem Konzept, oftmals scheitern sie damit kläglich, doch manche Perlen gibt es hier und da doch schon mal zu sehen.

Um es kurz zu machen... "The Tripper" gehört für mich eindeutig nicht dazu. Er ist zwar witzig, ja. Möchte ja auch eine Slasher-Komödie sein mit (halb)nackten zugekifften Hippies, die im Zuge eines Retro-Woodstock-Revival in den tiefsten Wäldern der USA auf einen durchgeknallten Serienkiller stoßen. Und der sieht aus wie - ihr werdet es erraten haben - einer der ehemaligen Präsidenten (wer sei hier allerdings aus anti-spoiler-gründen nicht verraten... nur so viel: er ist EVIL, hehe). Nun kommt es natürlich zu diversen Kills, die teils auch recht nett und innovativ in Szene gesetzt sind.

Fazit:
Das Ende ist dann auch nicht mehr wirklich überraschend. Aber das ist halt typisch Slasher. Der Film ist so bescheuert klischeeüberladen, dass er eigentlich schon wieder sehenswert ist. Zwei Kästen Bier, die zwei besten Kumpels dabei (ganz wichtig: Hirn ausschalten!) und dann kann's eigentlich losgehen. Die Black Edition enthält erstmals die visuell unzensierte Fassung des Films in deutscher Sprache. Es ist lediglich die Tonspur eines Genickbruchs herausgenommen worden, was sich aber noch gerade verschmerzen lässt - warum diese Tonzensur erfolgte, während alle restliche visuelle Gewalt unangetastet blieb, ist und bleibt wohl auf ewig ein unlösbares Rätsel. Selbst die FSK18-Fassung ist mit knapp einer Minute an Zensuren noch recht anschaubar, wurde jedoch um beinahe sämtliche Gewaltspitzen und einen kompletten Kill erleichtert. Für den deutschsprachigen Raum ist diese Version also die beste Wahl.

5.5 / 10 Punkte

Donnerstag, 15. März 2012

Review: Mutant Chronicles (Blu-ray, Splendid Black Edition, Uncut)

Auch der bereits 2009 erschienene Sci-Fi/Horror "Mutant Chronicles", der auf dem Konzept eines Pen&Paper-Spiels basiert, wurde vom Hause Splendid im Zuge der Black Edition neu veröffentlicht. Und zwar als #003.









Der Klappentext lässt einiges an Hoffnung aufkommen. So wird der Film als "ein bunter Mix aus 'Herr der Ringe', 'Starship Troopers' und 'Dawn Of The Dead'" angepriesen. Selbst vor einem Vergleich mit dem überragenden "Mad Max" schrecken die Promoter des Films nicht zurück. Nun... diese Gleichsetzungen seien mal dahingestellt. Immerhin wurde "Event Horizon" mit Recht erwähnt, schließlich stammt der Film vom Autor Philip Eisner.

Zum Film ansich: Die Geschichte ist im Jahr 2707 angesiedelt. Die Welt hat sich in vier Großkonzerne geteilt, die sich erbitterte Gefechte um die letzten natürlichen Ressourcen, die praktisch gar nicht mehr vorhanden sind, liefern. Bei einem Feuergefecht zwischen den revalisierenden Konzernen Capitol (in etwa vergleichbar mit unserer heutigen Nato, also der "gute" Westen, hehe) und Bauhaus (vom Verhalten in etwa vergleichbar mit den deutschen Soldaten des 3. Reiches) wird ein großes Siegel im Boden zerstört. Dieses Siegel birgt jedoch ein schreckliches Geheimnis, welches den Untergang der gesamten Menschheit bedeuten könnte. Die Maschine, wie es genannt wird, stammt von einem fernen Planeten und versklavt die Menschen, um sie in blutgierige Ungeheuer zu verwandeln. Vor Jahren kämpfte die Menschheit schon einmal gegen diesen gemeinsamen Feind, und eine Bruderschaft sorgte letztlich dafür, dass Die Maschine unter die Erde verbannt wurde. Nun liegt es an den vier Großkonzernen, ihre Rivalitäten zu vergessen, und sich im Kampf gegen den wirklichen Feind der Menschheit zusammen zuschließen...

Fazit:
So pathetisch es klingt, so ist es auch. Der Film ist bei weitem kein bis ins feinste Detail ausgepfeiltes Epos geworden. Dafür sehr kriegerisch. Die Schauspieler bewegen sich auf gutem Niveau, wirken teils aber zu stark in ihren Rollen festgefahren. Dafür kann sich die Besetzung aber sehen lassen: Thomas Jane, John Malkovich, Ron Perlman, Devon Aoki und Benno Fürmann. Letzterer natürlich in der Rolle des nazihaften Bauhaus-Anhängers. Interessant ist, dass der Film ausschließlich vor einer Blue-screen entstanden ist, heißt: eigentlich alle Effekte und Hintergründe sind komplett am Computer entstanden. Das hat seine Vorteile, aber auch Nachteile. So wirkt kein Effekte wirklich "echt", sondern eher comichaft. Trotzdem muss ich sagen: der Film gefällt mir durchaus gut. Trotz seiner Mankos. Er hat eine ganz eigene Atmosphäre, und auch das Konzept ist interessant. Kein Überflieger, aber zum ab und an mal mit ein paar Freunden anschauen reicht es alle mal. Dieser Fassung liegt übrigens die Uncut-Version zugrunde, die FSK18-Fassung dagegen ist natürlich wieder mal geschnitten worden. Zwar in diesem Fall um nur recht humane 34 Sekunden - aber cut bleibt halt cut!

6.5 / 10 Punkte

Review: Ketelen's Brukke - Graeultaten / Memories Of Life (CD, Nordsturm/Sturmglanz)

Das deutsche Label Nordsturm Productions veröffentlichte mit vorliegender CD eine Band aus unserem Nachbarland Österreich. Das verheißt ja schonmal nicht wirklich gutes... könnte man annehmen. Befasst man sich aber etwas mit dem Album der Band, wird klar, dass man ihr mit diesen Gedanken Unrecht tun würde. Denn im Gegensatz zu vielen anderen österreicher Bands kann sich diese hier durchaus hören lassen.





Kein Wunder, steckt hinter der Truppe u.a. auch ein Mitglied von Nightforest, die ich ebenfalls sehr schätze. Nach einem nicht allzu langem Intro geht es dann auch gleich über in das erste Lied "Unheilig zu Staub und Aschen verbrennend"... ja, wenn das mal kein Titel ist. Da geht einem doch direkt das Herz auf! Zum Glück klingt die Musik dann auch genau so, wie es der Titel verspricht: leicht melancholisch beginnend, und übergehend in eine, irgendwo zwischen Mid- und Uptempo angesiedelten Hasstriade. Der Gesang ist schön keifend. Der nächste Song "Agony Of Despair" ist eine hymnische Black Metal Nummer geworden, die an alte deutsche Bands aus den Mitt-90er-Jahren erinnert. "Unnumbered Tears" ist dagegen schon etwas depressiver ausgefallen, wenn hier auch glücklicher Weise nicht der Fehler gemacht wird, und die Geschwindigkeit gedrosselt wird - was dieser Band gar nicht gut stehen würde. Hervorheben möchte ich hier noch den guten Mittelteil, der aus einer akustischen und einer schnellen Drum-Passage besteht. Mit "Beside His Shrine In Midst My Woods" wird dann auch den alten nordischen Helden gehuldigt, aber auch hier sind wieder Passagen zu hören, die eindeutig an alte deutsche und österreichische Bands erinnern. Es folgt mit "Marias Todestag" ein akustisches Zwischenspiel, bevor es dann mit dem, bereits vom Demo bekannten Lied "Vom Hausen mit den ledigen Dirnen" weitergeht. Eine recht schnelle Nummer, die sich aber zum vorhergegangenen kaum zu unterscheiden vermag, bzw. nicht wirklich heraussticht. "Der Teufel und der See" kann dagegen schon mit dem Death/Thrash-liken Anfang punkten. Auch der Rest des Songs ist wesentlich schneller und drumlastiger vorgetragen, als alles bisher dargebotene. Gefällt mir persönlich sehr gut - davon hätte es ruhig etwas mehr sein können. Es folgt ein ca. zwei Minuten langes Outro und das war's dann.

Fazit:
Kein schlechtes Album. Die meisten Songs haben durchaus Potential  und sind sogar sehr gut gelungen und vorgetragen. Allerdings fehlt mir hier ein wirklich herausragendes Stück. "Der Teufel und der See" kommt dieser Vorstellung zwar noch am nächsten, aber das reicht mir irgendwie nicht. So klingen viele Songs wie schon gesagt zwar nicht schlecht, aber trotz allem doch eine Spur zu gewöhnlich. Kann man sich durchaus anhören und ist mit Sicherheit besserer Durchschnitt, aber jetzt auch kein Must-Have-Album.

6.5 / 10 Punkte

Mittwoch, 14. März 2012

Review: Rampage - Rache ist unbarmherzig (Blu-ray, Splendid Black Edition, Uncut)

"Rampage", der immer noch aktuelle (und wie ich finde bisher beste) Film von Uwe Boll, erschien als #002 in der Splendid Black Edition. Und ich muss sagen, mit diesem Film hat man sich definitiv eine Perle an Land gezogen.Nachdem nun Boll in der Vergangenheit solche filmischen Gurken fabrizierte (die meist sogar auf teils noch simpleren Game-Gurken basierten) wie z.B. "House Of The Dead", "Alone In The Dark" oder "Schwerter des Königs". Die Frage war da für mich immer: wie zum Teufel kommt der an so relativ hochkarätige Schauspieler, die sich freiwillig für so einen Mist hingeben? Mögliche Antwort: Herr Boll muss/musste unglaublich viel Geld haben.



Nun hat man sich bei "Rampage" für einen eher unbekannteren Cast entschieden. Auch beschränkt sich die eigentliche Handlung auf nur knapp eine Handvoll Charaktere und wenige Schauplätze, was dem ganzen schon beinahe eine kammerspielähnliche Atmosphäre verleiht.

Die Fragen, die der Film stellt, ist eindeutig: Wie wird jemand zum Serienmörder? Was könnten Beweggründe, Motive und Auslöser sein? Wie weit kann ein Mensch gehen? Letztere kann man allgemein eigentlich schlicht mit einem "alles ist möglich" beantworten. Auf die anderen Fragen bietet der Film mögliche Antworten. Ein junger Erwachsener, der eines Tages ob des ganzen Irrsinns dieser verkappten Welt zu sich selber sagt "jetzt reicht es!" und in seiner kleinen Stadt, einem amerikanischen Vorort, scheinbar grundlos Amok läuft. Doch stellt sich für den Zuschauer bald heraus, dass es sich hier mitnichten um einen simplen Amoklauf handelt, sondern dass diese ganze Aktion ein von langer Hand geplanter Feldzug gegen das System darstellt. Eine persönliche Abrechnung mit der Gesellschaft sozusagen.

Fazit:
Mehr kann und will ich an dieser Stelle auch nicht verraten. Nur so viel: es geht wirklich drastisch zu, der Film hat viele politische Unkorrektheiten und abgründigen schwarzen Humor zu bieten. Das Ende ist sehr gut ausgefallen, im Gegensatz zum Ende der FSK-Fassung. Ja, richtig gelesen. Die Zensoren der FSK haben es bei diesem Film nicht einfach dabei belassen, Gewaltspitzen der Blutorgie zu verbannen, sondern auch jegliche politisch nicht korrekte Sequenz, und das Ende völlig mit alternativem Bildmaterial umzuschneiden und dem Film so seiner Kernaussage zu berauben. Was für mich eigentlich schon wieder fast an Leichenfledderei grenzt. So kommt man dann auf knapp 5 Minuten, die an Film fehlen! Keine Frage, welche Fassung man da nur weiter empfehlen kann!

8.5 / 10 Punkte

Review: Opera IX - Strix: Maledictae In Aeternum (CD, Avantgard Music)

Für mich völlig überraschend meldeten sich vor ein paar Wochen die Symphonic Black Metaller Opera IX aus Italien mit einem neuen Album zurück. Und ich muss schon sagen... wow, so ein Album hätte ich vor allem nach dem recht schwachen "Anphisbena" nicht erwartet. Eher hatte ich ja schon mit der Auflösung der Band gerechnet.







Nun hat sich dies ja nicht bewahrheitet, und stattdessen wartet die Band mit ihrem mittlerweile sechsten Voll-Album auf. Und ja, zum Glück muss man sagen, hat sich diese Band nicht aufgelöst, ansonsten wäre der geneigte Hörer wohl nicht in den Genuss des aktuellen Albums gekommen. Zwar stellt der fehlende Gesang von Cadaveria für mich weiterhin eine riesige Lücke dar, die auch nicht der sehr gut gekeifte und gebrüllte Gesang von M. gänzlich ausfüllen kann, aber dafür erwartet einen hier quasi ein Opera IX-Album Marke "back to the roots". Es geht ordentlich zur Sache, was die Geschwindigkeit angeht, jedoch endet hier nichts in stupider Raserei. Viel mehr entsteht eine sehr düstere okkulte Atmosphäre, die sowohl geistige Bilder abgründiger Finsternis als auch ein Gefühl absoluter Erhabenheit beim Hörer auszulösen vermag. Mit dem männlichen Gesang hat das ganze sogar einen Hauch von guten alten Dimmu Borgir. An einen Mix selbiger und ihren Kollegen Satyricon erinnert auch das Video zu "Mandragora" - hätte man sich lieber sparen sollen, es sei denn natürlich, man wollte nicht mehr unbedingt ernst genommen werden.

Fazit:
Das Album ist einfach geil. Das ist der Sound, den man von Opera IX hören will. Auf die Dauer wird es hier und da vielleicht doch ein wenig zu monoton, weshalb ich hier auch nicht die Höchstpunktzahl aussprechen kann.

7.5 / 10 Punkte