Samstag, 22. Oktober 2011

Review: Geschichten aus der Gruft - Die komplette 4. Staffel (3-DVD-Hartbox, '84 Entertaiment, Uncut)

Die aktuellste veröffentlichte Staffel der 80er/90er Kult-Serie "Geschichten aus der Gruft" bietet mal wieder einen eigenwilligen Mix aus derben Gore/Splatter, makarberen Humor, viel Sex, Gewalt und nackte Haut. Allesamt Geschmacklosigkeiten werden erneut präsentiert von unserem allseits beliebten Gruftie. Auf drei DVDs tummeln sich alle 14 Episoden der vierten Staffel, natürlich unzensiert und ungeschnitten. Und wie immer werden sie eingeleitet von unserem Schauermärchenonkel, der uns hinterher sogar noch eine, wenn auch nicht immer mit dem Gewissen schwacher Gemüter vereinbare Moral mit auf den Weg. Tja, liebe Kinderchen... der Gruftwächter hat noch lange nicht ausgedient.


Wie immer an dieser Stelle - die Episoden:
DVD 1:
Folge 1 "Ball der einsamen Herzen" (Regie: Tom Hanks)
Folge 2 "Tödlicher Denkzettel" (Regie: Robert Longo)
Folge 3 "Brennende Liebe" (Regie: William Friedkin)
Folge 4 "Die Frau ohne Herz" (Regie: Gary Fleder)
Folge 5 "Innere Werte" (Regie: Stephen Hopkins)
Folge 6 "Das Spezialmenü" (Regie: Gilbert Adler)

DVD 2:
Folge 7 "Der Nachfolger" (Regie: Peter Medak)
Folge 8: "Der Revolverheld" (Regie: Richard Donner)
Folge 9: "Die Herausforderung" (Regie: Tom Holland)
Folge 10 "Der Serienmörder" (Regie: John Frankenheimer)
Folge 11 "Doppelt genäht hält besser" (Regie: Joel Silver)
Folge 12 "Der Puppenspieler" (Regie: Kevin Yagher)

DVD 3:
Folge 13 "Das Werwolf-Konzert" (Regie: Steve Perry)
Folge 14 "Das Geheimnis der ewigen Jugend" (Regie: Elliot Silverstein)
+ Extras

Meinung:
Die 4. Staffel bietet mal wieder gewohnte "Tales from the crypt"-Kost, und kommt daher auch locker an die dritte Staffel heran. Einige wirklich kranke Ideen sind hier auch wieder enthalten: wie in "Innere Werte", wo die Wahl zur Miss Autopsy fällt, oder Kannibalismus ("Das Spezialmenü"), sowie Schizophrenie ("Der Serienmörder"). Auch das Thema der "Mörderpuppen" wie z.B. bei Chucky usw. wird hier aufgegriffen und überraschend und frisch inszeniert ("Der Puppenspieler"). Sogar eine Folge mit Zombies/Untoten gibt es mit "Der Revolverheld" - wobei es sich streiten lässt, ob es sich hier um Zombies oder nur Geister handelt. Auch hier fällt wieder eine Folge völlig aus dem Rahmen. "Die Herausforderung" handelt von illegalen Autorennen, und die Geschichte erinnert eher an einen Halbstark-Typen-Film der 80er. Natürlich bietet auch diese Staffel wieder ein Stelldichein der Stars aus TV und Film, der damaligen Zeit bis (zum Teil) heute: Tom Hanks, Sugar Ray, Tia Carrere, Judd Nelson, Christopher Reeve, Meat Loaf, David Warner, Brad Pitt, Timothy Dalton, Kevin McCarthy... um wieder mal nur einige zu nennen. An Extras winken auch dieses Mal einige nette Featurettes: da wären "Die Stars der vierten Staffel" und ein wirklich lustiger "Audiokommentar zu Das Spezialmenü". Wie immer kommt die Staffel in einer Hartbox im Buchformat und enthält neben den drei DVDs noch eine exklusive Comic-Story. Diesmal heißt die Geschichte "I <3 U" und thematisiert die virtuelle Partnersuche und deren Gefahren... sehr lustig gemacht.
Die Zeit der Langeweile wird jedoch nicht lange anhalten - die 5. Staffel erscheint bereits am 1. November!

8.5 / 10 Punkte

Review: Fjeldgaenger - I (MC, Selbstmord Kommando)

Das Ein-Mann-Projekt Fjeldgaenger aus Dänemark formte sich 2010 und besteht aus dem alleinigen Mitglied Loke B., seines Zeichens Live-Drummer bei Angantyr - was mal wieder meine Theroie bestätigt, dass alles, was aus Dänemark doch irgendwie zwangsläufig mit dieser Band in Zusammenhang steht.








Aber nun zur Musik von Fjeldgaenger... die kann sich nämlich hören lassen, bietet sie doch einen erfreulich räudigen, aber dennoch sehr melancholischen Black Metal, ohne direkt die depressive Schiene zu fahren. Insgesamt sind auf dem Tape fünf Songs zu finden, die eine Spielzeit von rund 30 Minuten aufweisen. Dabei ist der dritte Song ein reines Instrumental mit Klaviersonaten. Insgesamt betrachtet ist mir das ganze aber dennoch zu austauschbar. Wirklich neues wird hier nicht geboten, und bei einigen Melodiebögen hat man das Gefühl, sie schon zigmal woanders gehört zu haben. Bleibt noch die Atmosphäre. Und die ist wirklich gelungen, geradezu eisig könnte man sagen. Von daher doch wieder hörenswert.

Fazit:
Gelungene Atmosphäre, aber ehrlich gesagt fehlt mir hier das gewisse Etwas. So wie sich die Musik präsentiert, ist der Black Metal einfach zu standard, irgendwie zu austauschbar. Leider nur ein durchschnittliches Werk, welches allerdings auch einiges an Potential in sich birgt. Limitiert auf 100 handnummerierte Exemplare.

5.0 / 10 Punkte

Review: Geschichten aus der Gruft - Die komplette 3. Staffel (3-DVD-Hartbox, '84 Entertaiment, Uncut)

Wie immer präsentiert durch den Cryptkeeper bietet die dritte Staffel der 80er/90er Horror-Episoden-Serie aus Amiland 14 modrige und bluttriefende Folgen. Zum ersten Mal sind auch jene dabei, die der eine oder andere vielleicht bereits kennen dürfte. Denn Staffel 3 beinhaltet einige der 32 indizierten Folgen, die hierzulande in der Reihe "Tales from the crypt: Masters of horror" bereits schon ein paar Mal  in diversen Boxen veröffentlicht wurden. Allerdings gibt es einen entscheidenen Unterschied - und das ist die Bildqualität, die hier wesentlich besser ausfällt, als es die alten Laser Paradise-Releases boten.



Die Episoden:
DVD 1 enthält die Folgen 1-6, die da im einzelnen lauten:
Folge 1 "Unsterblich verliebt"
Folge 2 "Der Aasgeier"
Folge 3 "Die Falle"
Folge 4 "Abra Kadaver"
Folge 5 "Die Hauptrolle"
Folge 6 "Tödlicher Hinterhalt"

DVD 2 bietet die Episoden 7-12:
Folge 7 "Der schüchterne Vampir"
Folge 8 "Die Farben des Todes"
Folge 9 "Vorsicht Kamera!"
Folge 10 "Das Totengericht"
Folge 11 "Aus eins mach zwei"
Folge 12 "Nur die Story zählt"

DVD 3 hält unterdessen die letzten beiden Folgen 13+14, sowie Bonusmaterial bereit:
Folge 13 "Abel mit dem Kabel"
Folge 14 "Der Feigling"
+ Extras

Meinung:
Die Folgen stammen allesamt aus dem Jahr 1991 und bieten, wie es seit der zweiten Staffel üblich geworden war, eine Menge Stars der damaligen Zeit, als da wären: Andrew McCarthy, Kyle MacLachlan, Beau Bridges, Whoopi Goldberg, Tim Roth, John Glover, Steven Weber, Kirk Douglas, Lance Henriksen... um nur einige zu nennen. Die Liste der beteiligten Regisseure liest sich indes auch wie ein whoiswho der damaligen angesagten und teils heute noch kultigen Filmemacher/Schauspieler: Tobe Hooper, Michael J. Fox, Stephen Hopkins, Robert Zemeckis... Wie auch schon die vorherigen beiden Staffeln kommen die 3 DVDs in einer edlen Hartbox in Buchformat, mit einem exklusiven Geschichten aus der Gruft-Comic. Dieses Mal heißt die Geschichte "Der Superstar" und stellt für mich die bisher beste der Reihe dar. Als Extras winken Featurettes wie "Die Macher einer Legende", "Forumdiskussionen" und das "Crypt Jam Musikvideo". Die einzelnen Folgen ansich sind sehr ausgewogen und bieten eigentlich für jeden etwas. Vorallem aber stehen die Grundelemente der Serie definitiv im Vordergrund, als da wären Splatter/Gore, Sex, Intrigen usw. Zwei Folgen, die wirklich aber wirklich herausstechen, weil sie so ganz anders sind: "Vorsicht Kamera!" dessen Handlung an Grusel-Teeny-Filme ala "Die Goonies", "Stand by Me" oder dem neueren "The Hole" angelehnt zu sein scheint. So bietet man auch mal was für die lieben Blagen, hehe. Die letzte Episode "Der Feigling" erzählt eine Geschichte aus dem ersten Weltkrieg, Szenario und Handlung sind auch hier eher ungewöhnlich für die Serie. Trotzdem oder gerade deshalb auch sehr interessant.

8.5 / 10 Punkte

Dienstag, 18. Oktober 2011

Review: Inquisition - Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult (LP, No Colours Records)

Wieder mal Jahre angekündigt war die Neuauflage des ersten Inquisition Albums, welches auch zum ersten Mal Black Metal bot. Die Neuauflage kommt in einer edlen Klapphülle mit DLP, wahlweise im schwarzen (ltd. 100), roten (ltd. 100) und clear Vinyl (unltd.). Zudem gab es bei dem Label Hell's Headbangers die Möglichkeit, die ersten 111 Exemplare der Platte als DPicLP zu ergattern. Diese Fassung enthielt dann auch noch ein Poster und war im Gegensatz zur Fassung von No Colours handnummeriert. Selbstredend, dass diese Version bereits längst vergriffen ist.



Das erste Album der Band sehe ich persönlich immer noch als eines ihrern besten Werke an. "Into the Infernal Regions..." ist nicht zuletzt auch durch die ganzen gut platzierten Einspielungen ein sehr okkultes Black Metal Album, welches in Bezug auf die Atmosphäre seines gleichen sucht. Das Album fängt schon auf Seite A mit den "Hits" der Band an "Unholy Magic Attack" (bei dem ich es zwar nicht genau weiß, da es auch nirgendwo aufgeführt ist, aber ich könnte schwören, dass hier Gast Vocals von Dana Duffey (Demonic Christ) zu hören sind. Wenn es einer besser weiß, immer raus mit den Informationen, hehe. Es folgt der Klassiker "Those Of The Night", der ja auch schon von Bands wie Leichenzug interpretiert wurde (eingedeutscht unter dem Titel "Jene der Nacht"). "The Initiation" mit seinem Tranceartigen Rhythmus wirkt sehr okkult und erinnert vom Instrumentalen her auch etwas andere alteingesessene Ami-Black Metal Bands wie Wind Of The Black Mountains - gerade in den Akkustik-Passagen erinnert mich das Lied an das erste Album "Sing Thou Unholy Servants". Auf Seite B befinden ich das Stück "Empire Of The Luciferian Race", das zwischen etwas schnellerem und langsameren eher hymnischen Black Metal schwankt, sowie das Lied "Summoned by Ancient Wizards Under A Black Moon". Es folgen noch fünf andere Lieder in ähnlichem Gewand. Das Titelstück "Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult" stellt dann noch ein Instrumental dar. Mit "Hail The Cult", dem abschliessenden Track hat man sogar Burzum gehuldigt.

Fazit:
Inquisition waren und sind eine Band, die einen ganz eigenen Stil des Black Metal hat, dies wird schon auf dem ersten Album deutlich. Ein solch okkultes Black Metal-Album habe ich selten gehört, und gehört für mich definitiv in jede ernst zu nehmende Sammlung okkulter Musik. Allgemein kann man auch sagen, dass man Inquisition ihre Thrash-Vergangenheit deutlich anhört, sie es aber schaffen mit ihren Liedern Sphären zu erzeugen, die fernab menschlicher Empfindungen liegen. Ich bin froh, dass Album nun endlich auch als Vinyl besitzen zu können.

9.0 / 10 Punkte

Review: Bahrrecht - Nuit de Neige (CD, Ketzer Records)

Bahrrecht ist eine relativ junge Band, die allerdings auch schon seit 10 Jahren besteht, und dabei neben diesem Debüt-Album zwei Demos vorweisen kann. Bahrrecht besteht aktuell aus vier Leuten und stammt aus Frankreich, was man der Band auch eindeutig anhört.








Einmal losgelöst von der Tatsache, dass hier mit Winterhalter ein bekanntes Gesicht der Szene an Land gezogen wurde, hat diese Band doch kaum etwas mit den Projekten zu tun, in welchen der Mann sonst trommelt. Bahrrecht kommen direkt zur Sache, und gleich der erste Song gleicht einem Gemetzel. Es wird zwar nicht durchweg die Highspeed-Schiene gefahren, aber man bewegt sich doch häufig eher im Uptempo. In einigen Songs erinnert das dann nicht nur einmal an ältere Sachen der Norweger von Immortal, insbesondere an ihre Scheibe "Blizzard Beasts". Aber auch dieser typisch französische Stil findet sich hier wieder, sowie einige Passagen, die eher an Oi! erinnern, was mich eher wieder an Kombos wie ihre Landsleute Arianrhod. Zwischendurch kommen dann auch ein paar Dark Ambient Einklänge durch. Insgesamt werden 10 Lieder mit einer Gesamlaufzeit von rund 40 Minuten geboten.

Fazit:
Lohnenswertes Black Metal-Album, für alle die dem etwas erhabeneren leicht rasenden Black Metal, wie ihn beispielsweise Immortal in ihrer Vergangenheit zelebrierten etwas abgewinnen können. Andererseits ist das Album jetzt aber auch keines, was zwar doch irgendwie aus dem Einheitsbrei heraussticht, jedoch auch nicht  zu den wirklich überragenden Werken zählt.

7.5 / 10 Punkte

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Review: Geschichten aus der Gruft - Die komplette 2. Staffel (3-DVD-Hartbox, '84 Entertaiment, Uncut)

"Hallo Freaks, freut mich dass ihr mal wieder vorbeischaut...". Der Gruftwächter meldet sich zurück, um dem geneigten Zuschauer abermals seinen wohligen kuriosen Horror und makabren Humor zu präsentieren. Diesmal hat er sogar aufgestockt: auf drei DVDs tummeln sich 18 Episoden-Geschichten aus dem Buch des verwesten irren Märchenonkels. Das Ganze befindet sich mal wieder aufwendig gestaltet in einer Buchbox. Das Beiheft bietet auch dieses Mal einen Comic namens "Biss in alle Ewigkeit"... anhand des Titels und des Titelbildes weiß man natürlich sofort, auf welche unsägliche Reihe hier angespielt wird, hehe. Es ist halt nur auf "Tales from the crypt"-Humor.



Zu den Episoden:
DVD 1 enthält die ersten sechs Folgen, welche da im einzelnen lauten...
1. "Eine dicke Erschaft"
2. "Das Tauschgeschäft"
3. "Spielerehre"
4. "Auf ewig dein"
5. "Alles Gute zum Hochzeitstag!"
6. "Versprochen ist versprochen"

DVD 2 enthält dann die sechs Episoden
7. "Opfer aus Liebe"
8. "Kleiner Mann im Ohr"
9. "Landliebe"
10. "Die Bauchrednerpuppe"
11. "Wer ist hier die Hexe?"
12. "Der Beileidsonkel"

DVD 3 enthält schliesslich die letzten sechs Episoden
13. "Monster wie im Bilderbuch"
14. "Ein Kind der Liebe"
15. "Die stumme Zeugin"
16. "Hortons Horror"
17. "Nicht ohne meinen Bruder"
18. "Das Geheimnis"

Eine kleine Inhaltsangabe zu den einzelnen Episoden wie im Review zu Staffel eins erspare ich mir an dieser Stelle einmal, da dies doch den Rahmen erheblich sprengen würde.

Meinung:
Zu der zweiten Staffel bleibt zu sagen, dass es im Prinzip eine erste Staffel darstellt, da sich hier das endgültige Konzept der Serie zeigt, welches in der 1. Staffel nur angeschnitten wurde. Die Geschichten drehen sich zumeist um Sex, Rachsucht, Intrigen und dergleichen, weshalb auch immer eine gewisse Moral am Ende der Geschichten steht - denn jeder bekommt hier auf die eine oder andere Weise sein Fett weg und erhält was er verdient. Zudem treten hier zum ersten Mal auch richtige "Filmgrößen" auf - ob vor oder hinter der Kamera, irgendwie kommt einem der ein oder andere Name doch sehr bekannt vor. So spielt z.B. Demi Moore in Folge 1 die weibliche Hauptrolle, während Arnold Schwarzenegger bei Folge 2 die Regie führte und diese Episode auch zusammen mit dem Cryptkeeper einleitet. Andere bekannte Namen sind bspw. Lance Henriksen, Teri Hatcher, Michael Ironside, Iggy Pop... um nur einige zu nennen. Die Qualität der einzelnen Episoden schwankt zwar (wie bei jeder Serie), aber eines haben sie doch gemeinsam - eine hahnebücherne Geschichte, Mord und Totschlag, sowie eine gehörige Portion Splatter und kuriosen Humors.

8.0 / 10 Punkte

Dienstag, 11. Oktober 2011

Review: Molok - Molok (MC, Selbstmord Kommando)

Ein weiteres aktuelles Release aus dem Hause Selbstmord Kommando stellt das selbstbetitelte Kassetten-Album der Band Molok aus Dänemark dar. Selbstredend, dass es sich hier um sehr räudigen Underground Black Metal handelt.









Nach dem instrumentalen Einstieg "Sea Of Flames", geht es auch gleich in die Vollen mit dem Song "As Man Creates The Sun". Wie gesagt präsentiert man sich hier als sehr rau und unverfälscht. Das ist wahrlich Black Metal in seiner Ursprungsform. Dreckig, rockig und hasstriefend! Auch der nächste "The Endless Degradation Of Existence" steht dem in nichts nach. "I Am God" stellt eine Art Zwischenspiel dar, ist es doch ein sehr depressiv und düster gehaltenes Ambient-Stück mit noch düsterem Sprechgesang. Mit "The Silent Voices Of Earth" schaltet man dann einen Gang zurück. Depressiver Black Metal irgendwo zwischen slow-, mid- und uptempo wird geboten. Das hört sich verdammt gut an, vorallem dieser progressive Instrumental-Part zu Beginn gefällt mir sehr gut. Dann folgt eine wahre Hasstriade, und endet schließlich wieder in einem sehr progressiv anmutenden Instrumental. Der letzte "Dancing With Satyrs, Falling With Angels" ist dann wieder ein lupenreiner Black Metal-Song. Klasse und sehr krank vorgetragen.

Fazit:
Eine wirklich lohnenswerte Kassette. Gerade für ein erstes Album (welches auch gleichzeitig erstes Lebenszeichen darstellt) eine gute bis sehr gute Veröffentlichung, die hier und da sehr nette Ideen aufweist und sich generell auch sehr bodenständig präsentiert. Ein sympathisches Album mit Wiedererkennungswert.

9.0 / 10 Punkte

Review: Geschichten aus der Gruft - Die komplette 1. Staffel (2-DVD-Hartbox, '84 Entertaiment, Uncut)

"Oh... hallo Freaks." Diese Einleitung verbindet der Horror-Fan wohl unweigerlich mit der Figur des Gruftwächters, jenem untoten und verwesenden Märchenonkel aus Geschichten aus der Gruft, der die Episoden jeweils einen Prolog und einen Epilog in Form einer kurzen "Gruft"-Sequenz zu jeder Episode bietet.
Nun endlich hat sich nach etwas mehr als 20 Jahren Wartezeit endlich ein Label erbarmt, die Episoden-Horror-Serie komplett und ungeschnitten in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Die erste Staffel erschien dabei bereits 2010. Zu verdanken haben wir es den Labels Laser Paradise und '84 Entertaiment, die das Ganze in einer sehr schicken Hartbox in Form eines Buches ausliefern.


Staffel 1 enthält die ersten sechs Folgen der Serie auf DVD 1, DVD 2 hält einige exkulsive Extras bereit. Die Buchbox enthält zudem einen kurzen Comic mit der exklusiven Geschichte "Der gruftige Aufstieg", in der sich die Macher von '84 auch selbst etwas auf die Schippe nehmen.

Die Episoden:
Folge 1 "Wer zuletzt stirbt" erzählt von einem Henker, der auf Grund der Abschaffung der Todesstrafe in seinem Staat, gefeuert wird. Fortan macht er sich zur Aufgabe Verbrechern auf eigene Faust den Garaus zu machen.

Folge 2 "Stille Nacht, blutige Nacht" erzählt von einer Frau, die sich zu Heilig Abend selbst das größte Geschenk macht, und sich ihres Mannes erledigt. Ihr Pech ist nur, dass der Weihnachtsmann der örtlichen Irrenanstalt bereits vor ihrer Tür steht und es ihr vergelten will... seine Axt hat er bereits aus dem Sack geholt.

Folge 3 "Der lebende Tote" erzählt von einem Mann, der sich die neun Leben einer Katze einpflanzen lässt, um fortan als Attraktion in einer Freakshow aufzutreten. Allerdings hätte er vorher in der Schule noch einmal das Rechnen lernen sollen...

In Folge 4 "Schön wie die Sünde" geht es um eine Frau, die ihre Schönheit verpfändet, um sich Schmuck und ähnliches zu leisten, um sich damit einen reichen Kerl zu angeln. Sie schafft es jedoch nicht den Pfand rechtzeitig auszulösen, und so folgt ein Schuss schnell auf den anderen...

Folge 5 "Die perfekte Hochzeitsnacht" erzählt von einem frisch vermählten Paar und von seiner Hochzeitsnacht. Jedoch verläuft die anders, als "er" es sich vorgestellt hat. In einem scheinbar verlassenen Haus offenbart sich die geisterhafte Abstammung seiner Frau. Und das hat ungeahnt blutige Folgen...

Folge 6 "Das Prunkstück der Sammlung" erzählt von einem alten Ehepaar. Er muss gerade in den Ruhestand treten, sie sammlt für ihr Leben gern Sachen und hat ein Herz für Tiere. Auf der Suche nach einem geeigneten Hobby versucht er sich an dem Ausstopfen toter Tiere... sein Pech nur, dass seine Frau sich ebenfalls sehr für dieses Hobby begeistern lässt...


Meinung:
Die sechs Folgen der ersten Staffel sind bisher wirklich nahezu unbekannt gewesen, da sie nicht zu den berüchtigten 36 indizierten Folgen gehören, und somit in Deutschland nie eine DVD-Auswertung erfuhren. Schon hier zeigt sich der bitterböse rabenschwarze Humor, aber auch die typischen Splatter-Einlagen. Das besondere an der Serie war ja auch immer, dass die Geschichten größtenteils eine wirkliche Moral hatten, wenn auch in einer sehr sehr krassen Form. Der beiliegende Comic, der ganz im Stil der Serie gehalten ist, und die Extras runden diese erste Staffel sehr gut ab. Das einzige Manko wird für manche sicher der hohe Preis sein... der beläuft sich nämlich auf rund 30,- Euro. Ob es sich bei sechs Episoden für einen lohnt, muss wie immer jeder für sich selbst entscheiden.

8.5 / 10 Punkte

Review: Aurvandil - Ferd (CD, Eisenwald Tonschmiede)

Das bereits im Jahr 2010 erschienene Mini-Album der französischen Ein-Mann-Formation wurde im Frühjahr diesen Jahres erneut als Digisleeve CD über die deutsche Tonschmiede Eisenwald veröffentlicht, welche ja auch das aktuelle Album auf die Menschheit losgelassen hat.








Geboten werden hier fünf Lieder, die insgesamt eine Länge von etwa 43 Minuten aufweisen, und somit eigentlich schon gar nicht mehr als EP durchgehen, sondern eher als ein fast schon vollständiges Album. Eingeleitet wird das ganze durch einen rein instrumentalen Song, der sich auch gleich schon über sechs Minuten erstreckt. Folklorisch, etwas orientalisch angehaucht, wie ich finde. "Over The Seven Mountains", der erste Black Metal-Song des Albums geht gleich in die Vollen, nach dem ersten Viertel setzt hier sogar ein dezentes Keyboard ein, was an der sehr träumerischen Atmosphäre in diesem Lied nicht ganz unschuldig ist."Through Hordanes Land" wird durch Streicher eingeleitet, begibt sich dann aber auch gleich in düstere, schnell vorgetragene Black Metal Gefilde. Auch hier setzt zeitweise ein Keyboard ein, was dem ganzen eine gewisse Abwechslung bietet - was bei einer Spielzeit von knapp 11 Minuten auch angebracht zu sein scheint. Dabei werden hier ähnliche "epische" Atmosphären geschaffen wie bei Burzum's "Filosofem", bis der Song schließlich mit einem Akustikpart endet. "Still He Walks" geht da etwas räudiger zu Werke, erinnert beinahe an Material von Graveland aus der Epoche des Wandels vom Black Metal zum Viking - nur mit mehr Emotion und Spielfreude. Der letzte Song stellt wieder ein Instrumental dar, der ganz im Stile von Sachen wie beispielsweise alten Immortal gehalten ist.

Fazit:
Gelungene EP mit einer starken Atmosphäre. Hier gibt es in der Tat nicht viel zu meckern. Der Black Metal der hier geboten wird gewinnt vielleicht keinen Innovationspreis, hält aber einige nette Ideen bereit und zeigt sich erfrischend eigenständig und spielfreudig.

9.0 / 10 Punkte

Samstag, 8. Oktober 2011

Nostalgie-Review: Asphyx - The Rack (CD, Century Media)

Dieses Nostalgie-Review war eigentlich ursprünglich schon für letzten Monat geplant. Aus Zeitgründen habe ich es aber leider nicht mehr geschafft. Also veröffentliche ich es einfach jetzt, und somit wird es in diesem Monat zwei Nostalgie-Reviews geben. Lasst euch also überraschen, was das zweite sein wird.







Das Album "The Rack" der Death/Doom Metaller Asphyx aus den Niederlanden stammt aus dem Jahr 1991 und stellt für mich persönlich wohl den Inbegriff dieses Genres dar. Ein Referenztitel, an dem sich alle anderen Vertreter dieser Musik messen lassen müssen (auch die eigenen Scheiben der Band müssen das - und sein wir mal ehrlich... auch wenn die Musik von Asphyx nie sonderlich schlecht war/ist, so wurde die Klasse des Debüts wohl niemehr wirklich gänzlich erreicht). Das Album ist einfach nur eine Ansammlung purer Emotionen, die von Verzweiflung bis zu Wutausbrüchen und Hass auf die Menschheit reichen. Über allem schwebt aber immer der für Doom typische Hang zur Verzweiflung. So kommt es auch, dass sich hier schnelle Lieder an eher melancholischere, fast schon depressive Stücke reihen. DAS Glanzstück der insgesamt neun Songs umfassenden Scheibe ist natürlich das fast schon erhaben-epische Titelstück "The Rack" mit einer Spielzeit von etwas mehr als neun Minuten.

Ein zeitloser Klassiker des Genres, der zwar nicht immer zu jeder Gelegenheit gehört werden sollte, da es sich doch um ein sehr intensives Werk handelt, welches auch eine gewisse Stimmung und atmosphärische Umgebung benötigt, nichtsdestotrotz aber eines der besten Alben des Death/Dooms darstellt, die in meinen Augen jemals veröffentlicht wurden. Die Erstauflage der CD und Vinyl sind out of print, dafür steht auch die Wiederveröffentlichung des Albums aus dem Jahr 2006, die das Album inklusive einer Bonus-CD bietet, die Live-Aufnahmen aus dem Jahr 1991 enthält. Auch diese Version scheint rar geworden zu sein, jedenfalls habe ich sie schon länger nicht mehr gesichtet. Inzwischen hat die Band neun Alben draussen, teils auch mit anderen Sängern, weswegen die Qualität der Scheiben auch hier und da enorm abweicht.

Freitag, 7. Oktober 2011

Review: Hellraiser - Das Tor zur Hölle & Hellbound: Hellraiser II (DVD/Bluray, Kinowelt, Uncut)


Eigentlich ist es überflüssig, überhaupt noch irgendetwas über diese zwei Klassiker des Horrorfilms zu schreiben oder große Worte über sie zu verlieren. Ich mache es trotzdem. Auch gerade aus dem Grund, weil beide Filme endlich, endlich nach Jahrzehnten offiziell und legal auf DVD bzw. Bluray zu beziehen sind.



Hellraiser - Das Tor zur Hölle:
Der Film aus dem Jahre 1987 hat ja mittlerweile Kultstatus. Das dürfte wohl nicht zuletzt daran liegen, dass die Regie bei dem ersten Teil noch von Clive Barker persönlich übernommen wurde, welcher ja im Jahr zuvor schon die Buchvorlage (seine Kurzgeschichte "The Hellbound Heart", hierzulande im Verlag Edition Phantasia erschienen unter dem Titel "Hellraiser") lieferte. Dabei hat diese Geschichte nur entfernt mit dem Film zu tun, da einige Details doch sehr von einander abweichen.

Original-Klappentext:
Frank kauft in einem Café im Orient einen mysteriösen Würfel, dieser soll ihm den Weg zu einer anderen Dimension öffnen: das Tor zur Hölle. Dort wird er von Zenobiten, unter unvorstellbaren Schmerzen, zu Tode gequält. Frank hat nur noch eine Chance, um sich wieder zu materialisieren und den Zenobiten zu entkommen: menschliches Blut.

Meine Meinung:
Auch wenn der Film in einigen Passagen doch vom Buch abweicht, so ist er doch in sich stimmig, und ich glaube Barker hat ihn auch bewusst nicht als 1:1-Kopie des Buches gedreht. Gerade im ersten Teil kommt auch sehr viel von dem vor, was in seinen Büchern allgegenwärtige Themen sind: Perversion, Fleischeslust, Intrigen, allgemein Tabubrüche... und natürlich Massen an Blut und Gedärm. Naja... verhältnismäßig gesehen (also im Bezug auf andere, aktuellere Filmen) sind die Splatter/Gore-Effekte noch nicht einmal so zahlreich vertreten, kommen aber durch die gekonnt in Szene gesetzte drückende und beängstigende Atmosphäre umso heftiger. Natürlich kommt noch hinzu, dass die Effekte damals in den 80ern meiner Meinung nach wesentlich ekelhafter aussahen, als es größtenteils in heutigen Filmen der Fall ist.

9.0 / 10 Punkte

Hellbound - Hellraiser II:
Bei der ein Jahr später erschienen Fortsetzung von Hellraiser übernahm Clive Barker schon nicht mehr die Regie, sondern gab diese an Tony Randel ab. Barker selbst blieb aber als Produzent tätig. So merkt man auch gleich die Unterschiede zur Erzählweise des ersten Teils, denn Hellraiser II ist wesentlich rasanter und actionlastiger. Eine beklemmnde Atmosphäre wie im ersten Teil baut sich zwar gegen Ende auch hier auf, aber nicht in der Intensität.

Original-Klappentext:
Nach den grausamen Vorfällen im Haus ihrer Eltern kommt Kirsty, die einzige Überlebende, in ein Sanatorium. Der Arzt Channard zeigt großes Interesse an Kirstys Fall, aber nicht um ihr zu helfen, sondern um hinter das Geheimnis des Würfels und der Zenobiten zu gelangen. In einem blutigen Ritual lässt er Kirstys tote Mutter wieder auferstehen.

Meine Meinung:
Der zweite Teil kann sich immer noch am ersten messen lassen, keine Frage. Auch wenn es hier wesentlich rasanter zugeht, und quasi eine Splatter-Szene die nächste jagt und dabei weniger auf eine wirklich intensive Atmosphäre gesetzt wurde. Die Grundmotive einer Barker-Produktion finden sich aber auch hier wieder. Insgesamt gesehen noch einer der besseren Fortsetzungen der Reihe, zumal hier erstmalig etwas auf die Geschichte der Zenobiten eingegangen wurde. Schade finde ich aber, dass man eine Spur zu offensichtlich versuchte, die Figur des Pinhead in den Vordergrund zu rücken, um quasi ein Pendant zu anderen Filmfiguren wie Freddy Krueger zu bekommen.

Die beiden Filme wurden wie schon bereits erwähnt in diesem Jahr erstmalig auf DVD bzw. Bluray veröffentlicht. D.h. die beiden ungeprüften (ungekürzten) Fassungen wurden jeweils in einem schicken Mediabook (DVD und Bluray in einer Box) mit Prägedruck des Logos und einem schicken Beiheft in einer wahlweise schwarzen oder weißen Edition veröffentlicht. Limitiert auf jeweils 3000 durchnummerierte Exemplare. Speziell für Deutschland hat Kinowelt dann noch seperat jeweils die DVD und die Bluray auf den Markt geschmissen in einer jeweiligen FSK 18-Fassung. Diese 18 bezieht sich allerdings nur auf vorhandene Trailer der Medien-Discs, die Schnittfassung der Filme ist jeweils FSK 16. So fehlen bei dem ersten Teil satte 3 Minuten, Teil 2 ist sogar um rund 6 Minuten zensiert worden. Volljährigen rate ich also unbedingt vom Kauf dieser Versionen ab, und sage: kauft euch lieber die Mediabooks - welche ich zwar auch für ne Art Abzocke halte, ich mein' entweder hat man DVD oder Bluray - aber im Moment ist es der einzig legale Weg, die Filme ungekürzt erwerben zu können!

8.0 / 10 Punkte

Review: Karg - Von den Winden der Sehnsucht #2 (CD, Karge Welten Kunstverlag)

Das neue, immer noch aktuelle Album von Karg erschien bereits letztes Jahr über den Karge Welten Kunstverlag.











Nach dem grandiosen Debüt und der Split mit Andrarakh folgt nun mit "Von den Winden der Sehnsucht #2" der zweite Teil des Debütalbums. Auf den ersten Blick hat sich nicht viel getan, das Album steckt sowohl in visueller als auch in musikalischer Hinsicht immer noch voller Melancholie. Erst nach und nach erschließen sich einem beim hören die wahren Details und Unterschiede. So scheinen die Songs vom Aufbau her eine Spur aggressiver zu sein als noch auf dem Vorgänger. Auch der Gesang hört sich um einiges wütender aber auch verzweifelter an. Geboten werden, wie schon auf dem ersten Album, sieben überlange Lieder.

Fazit:
Ein sehr starkes, überaus melancholisches Werk, welches perfekt zur momentan grasierenden Jahreszeit passt. Auch wenn es schon fast über ein Jahr alt ist - das ist Musik, die einfach zeitlos zu sein scheint.

9.5 / 10 Punkte

Sonntag, 2. Oktober 2011

Review: Nachtfalke - Wotan's Return (CD, Christhunt Productions)

Nach drei Jahren der Wartezeit präsentiert auch endlich die Band Nachtfalke ihr mittlerweile sechstes Album, welches zeitgleich aber auch wohl vorerst das letzte sein wird. Das Werk kommt in einer edlen Digi-Hülle mit Beiheft (mehrfach ausfaltbar).







Schon in der Vergangenheit haben Nachtfalke, jene Band um den ehemaligen Moonblood-Schlagwerker Occulta Mors, großes Können bewiesen. Jedoch waren gerade die letzten beiden Veröffentlichungen in meinen Augen mehr als dürftig. Ganz anders verhält es sich bei dem neuen Album "Wotan's Return" - bei dem man den Eindruck hat, dass die Band sich ihrer Wurzeln besinne. Nicht ausgeblieben ist auch das inzwischen obligatorische Bathory-Cover, derer es hier sogar ganze zwei Stück gibt. Einmal aus der Viking-Ära das geniale "Shores in Flames" (wie bei Bathory's "Hammerheart" gleich am Anfang stehend) und aus der Black Metal-Ära "Call from the Grave", welches den Abschluss bildet. Beide sind bezeichnend für den damaligen Stilwechsel Bathorys und auch für den allgemeinen Stil von Nachtfalke, die Viking und Black Metal vereinen. Dazwischen gibt es noch sechs sehr schön strukturierte eigene Stücke zu hören - viel Melodie, Epik und Härte, aber auch Verträumtheit und Naturverbundenheit.

Fazit:
Man mag von dieser eher als sehr zwielichtig bekannten Band halten, was man will - aber die Musik stimmt! Jedenfalls "Wotan's Return" schafft es endlich mal wieder mich wirklich mit zu reißen. Eine sehr gute Atmosphäre, die hier erzeugt wird. Das Album kann ich allen Black Metallern mit Hang zum Pagan nur ans Herz legen.

8.5 / 10 Punkte

Samstag, 1. Oktober 2011

Review: Aaskereia - Dort, wo das alte Böse ruht (CD, Eigenproduktion)

Das neue Album der deutschen Formation Aaskereia mit dem wohlklingenden Titel "Dort, wo das alte Böse ruht" hat jetzt auch schon ein paar Monate auf dem Buckel. Trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, um es etwas näher zu beleuchten.








Das Album ist nach der EP "Zwischen den Welten" das erste Lebenszeichen der Band seit geschlagenen sieben Jahren. Was ich auf jeden Fall sagen kann: das Warten hat sich definitiv gelohnt! Denn mit dem hier vorliegenden Material bieten uns Aaskereia ihre meiner Meinung nach bisher besten Songs, die bisher veröffentlicht wurden. Derer gibt es insgesamt übrigens neun Stück und weisen alle eine Spielzeit zwischen 3-13 Minuten auf! Dabei beschränkt man sich bei Stil nicht nur auf einen Pagan-angehauchten Black Metal (z.B. "Leichenhexe" oder "Waldteufel") sondern auch auf sehr Melancholie-betonten und teils schon depressiven Black Metal (wie beim titelgebenden Lied). Oder man gibt sich einfach Oldschool - so typisch halt für deutschen Black Metal (und das hat rein gar nichts mit Absurd zu tun).

Fazit:
Was sich hier vielleicht jetzt nicht gerade spektakulär anhört, sollte man sich aber unbedingt mal anhören... Aaskereia haben mit ihrem neuen Album ein wirklich atmosphärisches Werk der schwarzen Kunst abgelegt, was man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.

9.0 / 10 Punkte