Sonntag, 31. Juli 2011

Review: Wraith Of The Ropes - Wandering (Digitaler Download, Nulll Void)

Seit ich mir damals "Ada" zulegte, warte ich vergeblich auf das zweite Album der beiden US-Amerikaner Wraith Of The Ropes. Immerhin der Titel steht schon einmal... "Demonic Influence". Das wird aber wahrscheinlich dann frühestens Halloween 2011 veröffentlicht werden, was ja schon eine Art Tradition geworden ist bei der Band. Diese Single wurde nun letztes Halloween veröffentlicht, auch um die Zeit zum Album zu überbrücken.

Die Single ist als kostenloser Download erhältlich. Der Download umfasst dabei sowohl die mp3 als auch das Video, welche man sich optimal als Komplettpaket herunterladen sollte, da die Visualisierung der Musik noch einmal die Intensität steigert und die Atmosphäre noch dichter wirken lässt. So führt das Video durch ein Geisterhaus, verrottet, lethargisch, leer. Verzweifelte Klänge paaren sich mit tristen Bildern, und auf einmal erblickt man die Geister toter Kinder. Das ganze hat etwas von dem Video aus "The Ring". Triste Monotonie verbindet sich mit seltsam morbider Ästhetik. Musikalisch gesehen vielleicht hier und da eine Spur zu monoton, aber das wird die jenigen, die diese Art von Musik zu verstehen wissen, nicht sehr stören. Zumal sich einem, wenn man sich die Mühe macht, genauer hinzuhören, einige sehr feine Details erschließen: Glockenspiele, unheimliche Keyboard-Passagen, Einsätze eines Pandeiros (so klingt es zumindest) und Chor-Samples und unheimliche Geräusche und Stimmen, die direkt aus einem Geisterfilm stammen könnten. Der Gesang ist hier auch wieder schön unheimlich, aber im Gegensatz zu "Ada" doch eher im Black Metal-Bereich angesiedelt... wobei eigentlich auch nicht wirklich. Es ist mit Worten halt doch schwer zu beschreiben. Insgesamt kommt man sich vor, als wenn man eher dem Soundtrack eines Hellraiser-Films lauschen würde als einer Funeral Doom Band.

Fazit:
Mit dieser Single ist dem Duo das Vorhaben, die Wartezeit bis zum kommenden Album zu verkürzen, sehr gelungen. Der Song wartet immerhin auch mit knappen 11 1/2 Minuten Spielzeit auf, diese sind im Video jedoch auf sechs Minuten gekürzt worden, was eigentlich auch verständlich ist. Sowohl den Song als auch das Video könnt ihr euch unter folgendem Link herunterladen:
http://nulll-void.com/nulll/collective/10_10.htm

8.0 / 10 Punkte

Review: Wraith Of The Ropes - Ada (CD, Totalrust Music)

...und jetzt ein absoluter Geheimtipp für all jene, die auf Atmosphäre setzen. Solltet ihr Horrorfilme, -sountracks und auf Funeral Doom stehen, solltet ihr das hier unbedingt einmal lesen...









"Ada" ist das erste Vollalbum des Duos aus Amiland und erschien bereits 2005. Dennoch kennt es auch heutzutage kaum jemand, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, und deshalb nutze ich diese Zeilen einmal dafür, den Bekanntheitsgrad dieser Veröffentlichung etwas zu steigern. Wraith Of The Ropes bewiesen schon mit ihrer Demo "The Red Door" aus dem gleichen Jahr, dass sie einen Hang zu horrordesken und geisterhaften Atmosphären haben - das lag nicht zuletzt an ihren Eigeninterpretationen der Filmmusik-Klassiker "Halloween" (John Carpenter) und "Suspiria" (Goblin), auch das geniale "Ada (Behind the Red Door)" war gekonnt in Szene gesetzt und die beiden weiteren Coversongs von The Cure und Black Sabbath sind kaum noch mit den Originalen vergleichbar, so wurden aus ihnen reinrassige Funeral Doom Metal Nummern.

Nun aber zu vorliegendem Werk: "Ada". Das Album hat wie gesagt eine sehr geisterhafte Atmosphäre inne, die sehr drückend und beängstigend wirkt, fast lethargisch. Der Stil der Band lässt sich mit Worten kaum beschreiben, in den einzelnen Songs findet sich eine Vielzahl an verschiedenen Einflüssen wieder: so ist der Funeral Doom Metal zwar omnipräsent, doch wird auch viel mit Keyboard gearbeitet, woraus die fast filmartige Horror-Atmosphäre entsteht, der Gesang tut sein übriges dazu, geht dabei einmal in doomige Gefilde, dann auch wieder in etwas BM-lastig über - insgesamt wirkt er sehr verzerrt, aber man kann trotzdem eigentlich jedes einzelne Wort vom Text verstehen. Apropos... die Texte haben es wirklich in sich, sind sie doch dermaßen selbstzerstörerisch, dass es beim zuhören schon innerlich schmerzt, das zu lesen. Das wirklich lethargische Artwork der CD gibt einen dann den Rest und hat eine ähnlich intensive Wirkung in Verbindung mit der Musik wie beispielsweise "Letharg" von Fäulnis.

Fazit:
Ein meiner Meinung nach grandioses Werk, welches zu Unrecht von vielen unterschätzt wird, und welches noch mehr Leute überhaupt nicht zu kennen scheinen, was wirklich sehr schade ist. "Ada" erfindet das Rad zwar nicht neu, und hat bestimmt nicht zu letzt wegen seiner Vielfältigkeit an Einflüssen längst nicht so viele Anhänger, wie es verdient hätte, Aber Leute, wenn ihr, wie ich, solche Atmosphären schätzt und Sinn für Horror und Geisterwelten habt, dann versucht unbedingt diese Scheibe noch irgendwo aufzutreiben!

9.0 / 10 Punkte

Review: Teloch - Morbid Prayer (LP, Black Devastation)

Das im Jahre 2009 erstmals veröffentlichte Album "Morbid Prayer" der finnischen Kombo Teloch liegt mir nun als Vinyl-Ausgabe vor... erschienen 2010 unter dem deutschen Label Black Devastation.









Nun, der Sound dürfte die wenigsten überraschen, die Anhänger finnischen Black Metals sind. Ähnlich rau und schnell wie z.B. auch Satanic Warmaster, Behexen, Verge oder Horna gehen auch Teloch auf ihrem Debüt zu Werke. Dabei klingt man aber nicht allzu sehr nach bloßer Kopie, im Gegenteil hat man hier ein paar sehr nette individuelle Details in die Songs eingebaut, so wie das beispielsweise das Gitarrensolo in "The Eternal Spark", am Anfang von "Lifeless Voyage" oder das etwas traurigere Ende von "Deadly Trance". Auch der Gesang hebt sich klar von anderen Bands klingt er doch sehr klagend und depressiv, was aber wohl auch nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte. Sei nur erwähnt, dass der Gesang mit sogenanntem DSBM absolut gar nichts zu tun hat - also kann man in dieser Hinsicht schon einmal beruhigt sein! Geboten werden insgesamt acht Songs bei einer Spielzeit von gut 45 Minuten, die 12'' ist also ganz gut ausgelastet. Die Lieder werden allesamt in mittelschneller - schneller Art vorgetragen, kurze Verschnaufpausen in Form von sanfteren und depressiv-traurigen Tönen (zu hören im letzten Drittel von "Lifeless Voyage") inklusive. Die LP selbst kommt im schicken Gewand, die Hülle ist aus Raukarton, und es ist ein beidseitig bedrucktes Textblatt im A4 Format beigelegt, welches alle Texte enthält. Was will man da noch mehr?

Fazit:
Eine sehr gute Veröffentlichung, die Freunde der düsteren, melancholischeren Seite (mit mystischer Note) des Black Metals mit Sicherheit begeistern wird. Atmosphärisch sehr dicht und musikalisch absolut überzeugend. Ich hoffe, von dieser Band wird man in Zukunft noch öfters was zu hören kriegen.

8.5 / 10 Punkte

Dienstag, 26. Juli 2011

Review: Celticmoon & Waffenweihe - Split (LP, Burning Churches)

Zwei sehr kultige Untergrund-Bands aus NRW. Zwei alte Demos. Zusammen gebannt auf eine schön aufgemachte 12'' Vinyl.










Wie man der Einleitung entnehmen kann, richtet sich diese Veröffentlichung wohl wirklich nur an die jendigen, die dem Underground Black Metal huldigen. D.h. hauptsächlich, dass die Aufnahmen dementsprechend nicht sehr sauber ausfallen - wobei die Produktion für Demo-Aufnahmen absolut in Ordnung geht - und manches stellenweise doch etwas unbeholfen wirkt. Was soll's... das macht ja gerade den Charme solcher Releases aus. Zunächst einmal möchte ich mich der Celticmoon-Seite widmen. Die enthält die 1996 veröffentlichte Demo "My Illusion of an Eternal Winter", welche im Original als Kassette unter Eigenregie erschien und aus insgesamt vier Songs besteht, bei einer Spielzeit von etwa 17 Minuten. Für Demo-Verhältnisse also akzeptabel. Was die Musik angeht, muss man eigentlich nicht viel sagen - geboten wird wie gesagt Underground Black Metal ohne irgendwelchen Schnickschnack. Insgesamt betrachtet sehr melancholisch dargeboten, wenn auch nicht nur im Mid- sondern auch im Uptempo gespielt wird, und das Keyboard-Stück "Misty Forests" lässt einen an vergangene Zeiten denken, als es noch Bands wie Wongraven oder Pazuzu gab, oder Mortiis gerade am Anfang seiner Karriere stand.
Die Seite von Waffenweihe enthält ihre Demo "Ein Sturm zieht auf...", welches im Jahr 2001 ebenfalls im Original als Kassette als Eigenproduktion veröffentlicht wurde. Enthalten sind insgesamt fünf Lieder, die auf eine Spielzeit von etwas mehr als 24 Minuten kommen - dem Celticmoon Material also ähnlich. Da hört die Gemeinsamkeit allerdings auch weitestgehend schon auf, denn das Duo Waffenweihe präsentiert sich ungleich kriegerischer und schneller als ihr Split-Kollege - was wohl nicht zuletzt auch am Namen liegen dürfte... dem wird die Band auf jeden Fall gerecht. Insgesamt scheint die Qualität der einzelnen Aufnahmen etwas von einander abzuweichen, allerdings stört das nicht sonderlich.

Fazit:
Auf der einen Seite eher melancholisch und okkult, auf der anderen Seite doch eher kriegerisch, misanthropisch und satanisch. Eine Split, die zwei sehr gute Underground-Demos enthält und die ich hiermit wärmstens empfehlen kann - vorausgesetzt natürlich, dass man die beiden Werke nicht schon im Original besitzt, aber selbst da würde ich einen Kauf noch in Erwägung ziehen. Limitiert ist die LP im schwarzen Vinyl auf 400 handnummerierte Exemplare.

10 / 10 Punkte

Montag, 25. Juli 2011

Review: Imber Luminis - Life as Burden (CD, Le Crépuscule Du Soir)

Da ich auch gerade die Kassetten-Demo besprochen hatte, dachte ich mir, ich schieb' das aktuelle Voll-Album der belgischen Ein-Mann-Band direkt mal hinterher. Was ich im Zuge dieser Veröffentlichung auch herausgefunden habe, dass es sich bei dem Mann wohl um den gleichen handelt, der auch das Projekt DunkelNacht am laufen hatte.







Vom Stil her nicht viel anders, als auch die Kassette. So scheint es zumindest auf den ersten Blick. Doch halt... zum einen fällt hier sofort der Gesang auf. Der ist äußerst Funeral Doom bis Black Metal-lastig. Doch auch dem Art Shoegaze wie ihn Alcest beispielsweise zelebrieren scheint man nicht abgeneigt zu sein. Musikalisch geht es da aber doch eher in die (Funeral) Doom/Depressive Rock Richtung. Die Songs haben allesamt Überlänge und der kürzeste hat dabei eine Spielzeit von ca. 10 Minuten (an dessen Anfang sich Imber Luminis für mich verdammt nach der ersten Tito & Tarantula Scheibe anhört)! An Liedern bietet man im übrigen ganze fünf, daher kommt die CD insgesamt auf etwas mehr als 60 Minuten Spielzeit. Kein Werk für zwischendurch also, aber jeder, der sich die Mühe gemacht hat, und meine Besprechung zu der Kassette gelesen, bzw. sie vielleicht selber in seinem Besitz weiß, sollte eigentlich wissen, worauf er sich hier einlässt. Die Atmosphäre ist wie auch bei der Demo sehr dicht, fast drückend. Doch mit entspannt zurücklehnen ist hier wohl eher nicht, schon allein wegen dem schauderhaften Gesang (was ich durchaus positiv meine). Auch kommen hier so gut wie gar keine Ambient-Einflüsse zum tragen.

Fazit:
Anhören und selbst an sich erleben! Mir bleibt nichts anderes mehr zu sagen. Jeder, der sich mit Bands wie Wraith Of The Ropes - Alcest anfreunden kann, sollte auf jeden Fall mal ein oder zwei Ohren riskieren. Das Album kommt indes in zwei Ausführungen: einmal als auf 100 Stück limitiertes Digisleeve und als auf 500 Stück limitierte Jewelcase CD.

9.0 / 10 Punkte

Review: Imber Luminis - Fletus (MC, Selbstmord Kommando)

Manchmal hat man einfach solche Veröffentlichungen, zu denen fällt einem einfach nichts ein, da sie einen schlicht sprachlos machen... auf die eine oder andere Art. Die Kassette "Fletus" aus der Feder des belgischen Ein-Mann-Projektes Imber Luminis gehört mit Sicherheit dazu - im positiven Sinne!

Das Tape beinhaltet zwei - naja, eigentlich eher einen Song in zwei verschiedenen Fassungen. Ob das ganze dann so sinnig ist, sei mal dahin gestellt, zumal der eigentliche Song auch schon einige Ambient-Anleihen aufweist. Aber dazu später ausführlich mehr.
Die erste, eigentliche, Version des Liedes bietet atmosphärischen Doom/Depressive Rock mit, wie schon erwähnt, einigen Ambient-Klängen. Sehr tiefgängig und emotional... Langeweile kommt trotz der eigentlich recht tristen Melancholie und Monotonie nicht wirklich auf, da schon genügend Abwechslung geboten wird, wenn die sich auch nicht auf ein allzu großes Ausmaß erstreckt. Das klingt beinahe wie Sieghetnar, nur etwas weniger Ambient und (im Vergleich zu jüngsten Sieghetnar-VÖ) mit mehr emotionaler Dichte. Den Vergleich bringe ich hauptsächlich wegen des Stiles an... denn auch hier ist der Song mit seinen knapp 40 Minuten vertonter Trauer und Melancholie rein instrumental vorgetragen - was sicher den meisten nicht unbedingt zusagen wird. Aber wer sich auf dieses Werk einlässt, darf sich im abgedunkelten Zimmer entspannt zurücklehnen, die Augen schließen und auf Reise gehen.
Die andere Fassung von "Fletus" stellt einen Remix dar. Remix bedeutet, dass es hier also wesentlich elektronischer zu Werke geht, als beim Original. Wo der eigentliche Song also nur Ambient-Anleihen besitzt, so ist diese Version ein reines Ambient-Stück. Das ist nicht übel, und Vergleiche zu Vinterriket kommen mir in den Sinn. Trotzdem kann mich das Stück nicht so in seinen Bann ziehen, wie es das Original vermag.

Fazit:
Wie ich eingangs schon sagte... es gibt Veröffentlichungen, zu denen fällt einem einfach nichts mehr ein, man muss sie selbst erleben, um zu erfassen wie sie wirken - und das Beste daran ist, dass diese Art von Musik bei jedem anders wirken kann, was "Fletus" zu etwas ganz Besonderem macht. Allerdings möchte ich hier nur bedingt eine Kaufempfehlung aussprechen, denn es wird nicht gerade wenige geben, die hiermit rein gar nichts anfangen könnten. Limitiert ist das Tape auf 100 handnummerierte Exemplare.

8.0 / 10 Punkte

Montag, 18. Juli 2011

Nostalgie-Review: Atman - Like Pure Unawaited Magic (CD, New Gotia/Requiem)

Anno 1996 erschien dieses erste Album der heute noch aktiven Spanier Atman. Der Stil hat sich eigentlich seit damals nicht grundlegend geändert, nur das man heute eher eine depressivere Schiene fährt, was eigentlich verdammt schade ist, da es sich bei dem ersten Werk von Atman um ein sehr mystisch-okkultes Black Metal mit Symphonic Elementen handelt. Der Stil war wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass das Album seiner Zeit nicht die Beachtung fand, die es eigentlich verdient hätte - heutzutage ist es aber wohl unter Kennern, wie ich gehört habe, ein gesuchtes Objekt. Dazu jedoch erst später mehr.


Das Album beinhaltet insgesamt neun Lieder, von denen aber zwei jeweils als Ein- bzw. Ausklang dienen. Geboten wird wie schon erwähnt okkulter Black Metal, der durch eine mystische Symphonic- und Dark Metal-Note noch abgerundet wird. So kommen in einigen Passagen Keyboards ebenso zum Einsatz wie Akustikgitarren und auch ein weiblicher Soprano findet des öfteren Verwendung. Daran werden sich wohl auch die meisten gestört haben, und wahrscheinlich auch immer noch stören. Ich persönlich finde zwar übertrieben zu sagen, dass das Album schon weit für seine Zeit war, nichts desto trotz finde ich es sehr gut, da die Band auch eine gewisse Eigenständigkeit besitzt, was den Eindruck von Innovation vermittelt - auch wenn der Stil eigentlich nicht weiter innovativ war/ist. Vielleicht kein Meisterwerk, aber sehr symphatisch!

Atman machen wie gesagt heute noch Musik, auch wenn der Black Metal von heute etwas rauer, nicht mehr so okkult und schon gar nicht mehr so symphonisch klingt. Das Album ansich dürfte heute nur noch schwerlich zu finden sein. Mir ist indes kein Shop bekannt, der die CD führen würde. Zwar wurde die CD als Bonus-Teil des "Psy Atman"-Albums quasi wiederveröffentlicht (haben z.B. Sun & Moon in ihrem Shop), aber für wahre Sammler bleibt wohl nur die Augen im Second-Hand-Store offen zu halten oder aber der Weg über egay.

Review: Kratornas - The Corroding Age Of Wounds (CD, Kneel Before The Master's Throne)

What the fuck..... kaum zu glauben, dass dieses Album, welches bereits vor drei Jahren erschienen ist, so ganz spurlos bisher an mir vorbei gezogen ist. Von Kratornas, einer Band stammend von den Phillipinnen, hatte ich bisher auch nur im Zusammenhang mit einer Split EP mit Vorkuta gehört. Umso überraschter bin ich heute über die doch recht gute Musik, die sich mir bietet.






Kratornas zelebrieren musikalisch gesehen, einen bunten Mix aus Underground Black Metal, Thrash Metal und Grindcore. Die Stimme ist dabei jedoch typisch für Black Metal gehalten, was ich angeschichts der anderen offensichtlichen Einflüsse nur sehr begrüße. Auch ist der Black Metal hier meist die dominierende Macht, mal abgesehen vom letzten Track "Deathpuzzle", der instrumental doch eher reinen Grind bietet. Bei den anderen Songs kommt er zwar auch immer mal wieder durch, aber zumeist handelt es sich dann doch eher um reinen Highspeed Black Metal mit Thrashnote und 'groovenden' Momenten. "Deathpuzzle" ist durchgehört... was nun folgt sind ganze 22 Bonus Lieder, wobei nur wirklich drei von ihnen auch wirklich Musik enthalten. Dabei handelt es sich um Rohfassungen der Songs "On Dying Aeon", "Three Unclean Spirits" und "Darkness and Dust", die teils sogar noch einen Tick kultiger sind, als die Neuaufnahmen.

Fazit:
Eine Scheibe, die sicherlich nicht jeden ansprechen wird. Ich für meinen Teil finde das Album super, auch wenn ich zugeben muss, dass es sich hier um die Art von Musik handelt, die man sich wohl doch eher nur in bestimmten Situationen geben kann. Mit einberechnetem Exoten-Bonus ergibt das insgesamt

7.5 / 10 Punkte

Review: Faagrim & Zwartplaag - United Wolfish Hordes (CD, Thor's Hammer)

In diesem Jahr wurde die hier vorliegende Split veröffentlicht. "United Wolfish Hordes" der Titel, beteiligte Bands sind die beiden relativ bekannten Kombos Faagrim aus Deutschland und Zwartplaag aus den Niederlanden.









Beginnen wir bei Faagrim, die die ersten fünf Lieder der CD beisteuern. Zunächst einmal fällt beim Durchblättern des Beiheftes auf, dass die vier-köpfige Band wohl einen leichten Hang in eine bestimmte politische Richtung hat. Naja, sei es drum. Wer auch bei Christhunt sein Album veröffentlicht... hehe. Aber zur Musik: die ist gar nicht mal verkehrt. Nach einem netten, aber eigentlich überflüssigem Intro fängt auch gleich "Die Zeit der Wintersonnenwende" an, und macht eigentlich schon recht klar, in welche musikalische Richtung die weiteren Songs tendieren - rasender Underground Pagan Black Metal mit deutschen Texten. Beißende Gitarren, donnerndes Schlagwerk, hasskeifende 'Gesänge'.  Das kann sich hören lassen und gefällt mir persönlich sehr gut. "Mein Pakt mit dem Wolf" bietet auch nochmal einen netten Solo-Part etwa in der Mitte, "Flamme empor (Sieg oder Walhall)" ein kurzes Sample-Intro, und der letzte Song "Pagan Brotherhood" ist eine wahre Hymne mit Keyboard-Einsatz.

Kommen wir zu Zwartplaag. Die steuern die letzten drei Lieder bei - wobei auf der CD vier Titel vermerkt sind, doch wurde hier offensichtlich das Intro mit dem ersten Song zusammengelegt. Wie man es schon von dem Trio gewohnt ist, wird hier solide Arbeit bei den Instrumenten geleistet. Erhabener Black Metal, satanisch, dreckig, misanthropisc, hinzu kommt, dass die Songs alle relativ individuell gehalten sind, und so einen hohen Wiedererkennungs- und -hörenswert besitzen. Was will man als Hörer mehr? Hier wurde mal wieder alles richtig gemacht.

Fazit:
Netherlands 12 Points würd' ich mal sagen. Was die deutschen Vertreter auf dieser Split CD angeht, bin ich etwas zwiegespalten, was aber nix mit der offensichtlichen Einstellung der Band zu tun hat. Rein musikalisch betrachtet zwar gute Arbeit, die hier geleistet wurde, aber mir fehlt da doch noch das gewisse Etwas, ein wirklicher 'Aha'-Song, der einen aufhorchen lässt, und bei dem man denkt 'das isses'. Naja, trotzdem wie gesagt keine allzu schlechte Arbeit und auf jeden Fall gehobenes Mittelfeld. Limitiert ist die CD übrigens auf 500 Exemplare.

8.5 / 10 Punkte

Review: Deathgod Messiah - Bastard Christ (MC, Selbstmord Kommando)

Aus Amiland stammt die Kombo Deathgod Messiah, die mit dem hier vorliegenden Tape ihr erstes Lebenszeichen von sich geben. Veröffentlicht als bedrucktes Pro-Tape unter der Flagge von der deutschen Schmiede Selbstmord Kommando.

Die Kassetten-Demo hat eine Gesamtspielzeit von etwa 12 Minuten und beinhaltet fünf Songs, deren Länge von 1 1/2 - ca. 3 Minuten reicht. Was mit der Musik ist? Darauf wollte ich jetzt zu sprechen kommen - zelebriert wird ganz in rockiger Oldschool-Manier eine Mischung aus Death und Black Metal mit leichtem Hang zum Thrash. Eine ähnlichen Stil verfolgen zwar unzählige weitere Bands, doch ich habe es selten erlebt, dass dieser auf Anhieb bei mir so zündet wie hier. Der Gesang passt, die instrumentale Arbeit ist gut, die Atmosphäre stimmt... hier gibt's eigentlich nicht viel zu meckern.

Fazit:
Wer auf alte Ami-Bands wie Demonic Christ, Inquisition oder Wind Of The Black Mountains steht, sollte diese Demo auf jeden Fall einmal antesten! Das einzige Manko stellt für mich die erhebliche Kürze der Kassette dar, so hätte ich mir hier doch noch etwas mehr gewünscht - aber für ne erste Demo geht das eigentlich auch in Ordnung. Limitiert im Übrigen auf 100 handnummerierte Exemplare. In diesem Sinne: Oldschool as fuck!

8.0 / 10 Punkte

Samstag, 16. Juli 2011

Review: Nosophoros - Nosophoros (CD, Selbstmord Kommando)

Nosophoros, das gleichnamige Projekt Balnasar-Instrumentisten und Shores Of Landon-Gitarristen, hat nun endlich das erste Lebenszeichen von sich gegeben - angekündigt war das erste Werk ja schon etwas länger.

Vergesst zunächst einmal alles, was ihr bereits in musikalischer Hinsicht von Nosophoros gehört habt, also seine Arbeiten bei Balnasar und Shores Of Landon. Sind diese Bands nämlich eher melancholisch und eher gediegender Spielart, so trifft das auf das Soloprojekt des Mannen aus Stralsund in keinster Weise zu. Was man hier geboten kriegt ist kriegerischer Black Metal, ähnlich dem Stil von vergleichbaren Bands wie etwa Ad Arma, Afflictis Lentae, Warfield oder Marduk auf ihrer "Panzer Division". Dabei werden sage und schreibe fünf Songs zum besten gegeben, die mit einer Spielzeit von insgesamt noch nicht mal 20 Minuten auskommen. Allerdings hat man bei diesem Werk auch gut daran getan, die Songs kurz zu halten, da es ansonsten doch eher langweilig und monoton werden würde (diesen Fehler begingen ja schon Ad Arma mit ihrer "Völkermord" EP). So sind die vier eigenen Songs aber recht stimmig und das abschließende sehr eigen interpretierte Sodom-Cover "Bombenhagel"  setzt noch einmal das Pünktchen auf's 'i'. Lediglich die Nationalhymne auf Gitarre fehlt mir hier ;-)

Fazit:
Astreiner War Black Metal. Schnell, ohne Kompromiße... einfach in die Fresse und Schluß. Das einzige, was mich hier und da schonmal nervt ist der Gesang, der mich teils an Gurken wie MG 42 erinnert (man höre da nur "Achtung Blitzkrieg"). Das haben andere Bands schon besser gemacht. Das Ganze kommt als 3'' CDr in kleinem DVD-Case mit Pro-Cover. Limitiert auf 100 handnummerierte Exemplare.

6.5 / 10 Punkte

Freitag, 15. Juli 2011

Review: Unleash Hell - Nocturnal Carnage (MC, Selbstmord Kommando)

Gestern erreichte mich ein umfangreiches VÖ-Paket aus dem Hause Selbstmord Kommando Produktionen. Von sehr schicken Pro-Tapes bishin zu Vinyl-CDs in DVD-Case umfassen die VÖ's wohl alles, was das Herz begehrt. In diesem Fall liegt mir nun das erste Release des Labels in Form eines comp. Tapes der Zwei-Mann-Band Unleash Hell vor.

Unleash Hell kommen aus Kanada und bestehen aus den beiden Herren Diederichs und Morder. Letztgenannter dürfte dem einen oder anderen von seinen Werken unter dem Namen Beyond the Ninth Wave bekannt vorkommen. Die Stile der beiden Bands lassen sich aber eigentlich überhaupt nicht mit einander vergleichen. Bis auf vielleicht noch am ehesten mit dem alten Beyond the Ninth Wave Song "Witchdemon". Was hier geboten wird ist nämlich eine böse, sehr raue Mischung aus Black Metal und einer Prise Death Metal. Wirklich innovativ ist es daher nicht, geht aber ordentlich ab, lässt den Kopf ordentlich kreisen und geht dazu noch direkt in den Hörgang und nistet sich dort ein. Ja, ich muss schon sagen, im Gegensatz zu anderen Kombos mit gleichem Stil zündet das Material von Unleash Hell - aber ich könnte noch nicht einmal genau bestimmen, woran das liegt. Aber gerade die ersten sechs Songs, die von dem "Nocturnal Carnage"-Demo stammen, haben es in sich. Danach schwankt die Qualität, sowohl spieltechnisch als auch produktionstechnisch, da es sich größtenteils auch um reine Rehearsal-Aufnahmen handelt - Totalausfälle sind aber glücklicher Weise nicht unter den insgesamt 12 Liedern zu verzeichnen.

Fazit:
Unleash Hell erhalten mit ihrem Black Metal von mir zwar keinen Innovationspreis - trotzdem gehört ihr Material noch mit zu dem besten, was ich in letzter Zeit aus Kanada zu hören gekriegt habe, da ist es schon wieder schade, dass sich die Band aufgelöst hat. Die Kassette kommt als schwarzes Pro-Tape mit geklebtem Cover auf der Abspielseite (andere Seite ist leer), schickem Inlay und ist limitiert auf 100 handnummierte Exemplare.

8.0 / 10 Punkte

Mittwoch, 13. Juli 2011

Review: Melkor - Melkor (CD, Rigorism Productions)

Eine weitere Band aus Russland nennt sich Melkor. Oder sollte ich besser sagen, 'nannte' - da sich Melkor bereits vor zwei Jahren, als auch diese CD veröffentlicht wurde, auflöste.










Die Pro-CDr in DVD-Case beinhaltet die beiden Alben der Band aus den Jahren 2006 bw. 2007. Die Aufnahmen fanden auch jeweils in leicht anderer Besetzung statt, so dass man hier direkt auch vergleichen kann, wie sich die Band entwickelt hat von einem Album zum nächsten. Wenn man sich die CD anhört, will man eigentlich gar nicht so recht verstehen, warum sich die Band nach nur zwei Alben aufgelöst hat... schnörkelloser Underground Black Metal schallt da einem entgegen. Meist rasend schnell vorgetragen, aber dann auch wieder rockig im Midtempo angesiedelt und sogar vereinzelte Doom-Passagen lassen sich hier ausmachen. Das erste Album, sprich die ersten acht Songs, sagen mir voll und ganz zu! Ab Lied neun beginnt das aktuellere Material, und dem hat man im Gegensatz zum ersten Album auch ein kurzes feines, aber eigentlich überflüssiges Intro spendiert. Fast schon könnte man Angst bekommen, dass die folgenden Lieder Keyboards enthalten könnten - doch dem ist zum Glück nicht so, wie das erste Lied auch schon zeigt. Die Aufnahmen sind hier etwas besser als auf der ersten Hälfte (wobei, ich weiss nicht, ob das an der CD oder den Aufnahmen an sich liegt... ein paar verzerrte Stellen und kratzende Geräusche sind hier und da auszumachen), nichtsdestotrotz zelebriert man aber weiterhin sehr kernigen Oldschool Black Metal. Meist wieder im Uptempo gehalten, aber dann auch wieder mit atmosphärischen Wechseln ins Midtempo.

Fazit:
Satanisch, misanthropisch und eiskalt... diese Scheibe ist Black Metal pur. Schade, dass diese Kombo nicht mehr existiert. Sie wären in meinen Augen eine der besseren Bands aus Osteuropa gewesen. Die Titel und Texte sind im übrigen wieder komplett in Landessprache, weshalb ich zu ihnen keine Beurteilung abgeben kann. Limitiert aller Wahrscheinlichkeit nach auf 100 Exemplare.

8.5 / 10 Punkte

Review: Egregor T'my - Mare Tenebrarum (CD, Rigorism Productions)

Das bereits 2008 veröffentlichte Debüt-Album der Russen Egregor T'my (ins Englische übersetzt Egregor Of Darkness) steht nun auch schon eine Weile in meinem Regal - da ich mir just gestern aber auch das Dying Sun Album vorgenommen habe, fand ich es keine schlechte Idee, jetzt einfach mal einen Rundumschlag der Rigorism-Veröffentlichungen zu machen, da ich damals ein umfangreiches Paket erhielt, die u.a. halt auch die beiden Acts beinhaltete.






Genug des Vorgeplänkels - kommen wir zur Musik. Die drei Mannen von Egregor T'my, von denen ich vorher noch niemals in meinem Leben gehört hatte, präsentieren hiermit wie gesagt ihr erstes Album, welches ganze 11 Songs bereithält. Zu hören bekommt man, nicht gerade überraschender Weise, Symphonic Black Metal. Typisch für Russland halt sehr keyboard-lastig, aber auch sehr rau und dann auch wieder richtig oldschool. Man höre sich da nur mal Lied drei an. Die Titel und Texte sind übrigens in Landessprache verfasst, so dass ich zu ihnen nicht viel sagen kann... allerdings lässt der Titel des Intros "Fuhrer Dir Gehoren Wir" (jaja, Russen, die die deutsche Sprache gebrauchen und dann auch noch schreiben ist immer wieder lustig) schon tief blicken. Neben Oldschool Nummer findet man hier aber auch sehr pagane Black Metal Hymnen, die von der Machart in etwa mit Temnozor vergleichbar sind, dazwischen hat man natürlich immer mal wieder symphonische Keyboard-Passagen und Zwischenspiele, auch Piano-Style. Das nervt hier aber merkwürdiger Weise nicht so sehr, wie bei manch anderer Kombo mit ähnlichem Stil. Im Gegenteil vermag es nochmals eine bessere Atmosphäre aufzubauen.

Fazit:
Ich habe zwar keine Ahnung, was Egregor Of Darkness mit "Mare Tenebrarum" anders machen, als andere Symphonic Black Metal Underground Kombos... aber es klappt! Ein solides Machwerk, welches zwar nicht immer vollends überzeugt, aber sich deutlich vom Durchschnitt abhebt! Pro-CDr in DVD-Case. Müsste auf 100 Exemplare limitiert sein, wenn ich mich nicht irre.

7.0 / 10 Punkte

Dienstag, 12. Juli 2011

Review: Ungod & Sacrilegious Rite - Sexual Blood Rites Split (EP, Obscure Abhorrence/Art Of Propaganda)

Dieses Jahr wurde auch eine 7'' Split EP zwischen den beiden Bands Ungod und Sacrilegious Rite aus dem Hause Obscure Abhorrence in Zusammenarbeit mit Art Of Propaganda veröffentlicht. Während Ungod doch schon weit bekannt sein dürften, dürfte sich der ein oder andere wohl fragen, was es mit der zweiten Band auf sich hat. Nun, Sacrilegious Rite ist die Nachfolgeband von Capitis Damnare, die es ja bekanntlich seit dem letzten Jahr nicht mehr gibt, und präsentiert hier das erste Liedmaterial unter dem neuen Namen.



Kommen wir aber zunächst auf Ungod zu sprechen. Das Trio hält zwei Songs bereit. Zum einen ist das "Black Winged Whore (Leathercunt II)" und "The Wielding Fist Of The Mangod". Die Namen sind Programm, und so zelebriert man hier sauber gespielten Oldschool Black Metal mit perversen und satanischen Texten. So muss dat und nich' anders.
Schnell die Platte rumgedreht und schon erklingen die Saarländer Sacrilegious Rite aus den Boxen. Direkt wird klar: hier weht definitiv ein anderer Wind. Kein rockiges Midtempo mehr, sondern eher ein Mix aus Black/Death, der zumeist rasend vorgetragen wird. Zur Mitte hin setzt dann aber eine gemächlichere Passage ein und für Abwechslung ist daher bestens gesorgt. Das Zusammenspiel der Instrumente funktioniert, und "Nocturnal Blood Consecration" entpumpt sich als wirklicher Headbang-Song. Zwischendrin dann noch ein fast schon beschwörender weiblicher Sprechgesang, der aber nicht lange anhält, was die meisten beruhigen dürfte. Feine Sache.

Fazit:
Ungod machen mal wieder alles richtig. Von Sacrilegious Rite bin ich angenehm überrascht, wenn sie jetzt auch nicht unbedingt erheblich anders klingen als Capitis Damnare. Alles in allem eine lohnenswerte Split EP. Limitiert übrigens auf 500 Exemplare.

9.0 / 10 Punkte

Review: Heretic - Black Metal Overlords (EP-Box, Astrum Tempestas/Unholy Black Art)

In diesem Jahr erschien unter den Bannern der Labels Astrum Tempestas und Unholy Black Art eine schicke Box der niederländischen Black Rockern Heretic.










Richten wir unser Augenmerk zunächst auf das Wesentliche... und das ist die enthaltene 7'' EP "Black Metal Overlords". Man erinnert sich: selbiges Lied wurde schon einmal anno 2008 im Rahmen einer Split mit Capitis Damnare von Unholy Black Art veröffentlicht. Damals limitiert auf 500 Stück, wobei die ersten 100 als schwarz/blaues Splatter-Vinyl kamen.
Nun also zurück zu dieser EP, die genau die selbe Aufnahme enthält, nichts neu eingespielt oder umgeschrieben also. Der Song geht knapp sechs Minuten und ist eine gute Black Rock Nummer, die vielleicht noch in den 70er/80er Jahren als Black Metal durchgegangen wäre, zu einer Zeit also, wo man Coven, Black Sabbath und Venom schon für 'böse' hielt. Das Stück an sich zähle ich kompositorisch zu den besten Liedern, was Heretic jemals gemacht haben, deshalb wahrscheinlich auch diese Art der Veröffentlichung gewählt wurde.

Fazit:
Nur für absolute Nostalgier zu empfehlen! Hier wird dreckiger Black Rock geboten, der auch eine gewisse Punk-Note nicht verschweigen kann. Veröffentlicht als 7'' Vinyl in schwarz und mit Hülle, in einer schicken Präsentationsbox mit schickem Silberdruck, die zudem noch ein Shirt und einen silbern bestickten Aufnäher enthält. Limitiert ist diese Gemeinschaftsproduktion auf gerade einmal 20 Exemplare (nicht durchnummeriert!).

7.5 / 10 Punkte

Review: Dying Sun - Last Light Of A Dying Sun (CD, Rigorism Productions)

Heute... Black Metal aus Russland. Dying Sun nennt sich die hier vorgestellte Zwei-Mann-Band aus dem Osten und die beiden Herren präsentieren mit "Last Light Of A Dying Sun" ihr erstes Album, welches bereits 2008 veröffentlicht wurde.









Positiv vorweg kann man schon einmal festhalten, dass diese Band nicht auf den keyboardlastigen Pfaden wandelt, wie man sie im Allgemeinen aus osteuropäischen Ländern kennt. Vielmehr zelebriert man hier ursprünglichen Black Metal, mit einer melancholischen bis depressiven Note. Enthalten sind sechs Lieder mit einer Gesamtspielzeit von knapp 25 Minuten. Wobei hier der erste und letzte Song jeweils als Ein- bzw. Ausklang dienen - bleiben aber immer noch vier wirkliche Lieder übrig, die auch nicht allzu lang gehalten sind (zwischen 3 1/2 - ca. 6 Minuten). Das ganze ist natürlich auch absoluter Underground, also erwartet keine allzu gute Produktion und ausgepfeilte Instrumentenspiele, zumal die Drums sowieso aus der Konserve kommen.  Auch hört sich das alles nicht gerade individuell an, und somit scheint dies wieder einer dieser Releases zu sein nach dem Motto 'lieber zum xten Male das selbe machen, als was eigenes erschaffen'. Trotzdem schafft es das Duo eine gewisse Atmosphäre und Kälte zu erzeugen.

Fazit:
Eine Veröffentlichung, die man meiner Meinung haben kann, aber nicht unbedingt haben muss. Das liegt vorallem daran, dass hier einfach rein gar nichts neues geboten wird. Aber das Teil hat teils wirklich Atmosphäre und verbreitet misanthropische Kälte. Veröffentlicht als pro-CDr in DVD-Case mit Cover auf Hochglanzpapier und entsprechend professionellem Druck. Limitiert auf 100 Exemplare.

6.0 / 10 Punkte

Montag, 11. Juli 2011

Review: Rajam - Burning Antarctica (CD, Ludah Production)

Ui... mal wieder was sehr exotisches. Rajam präsentieren mit diesem Album bereits ihr zweites Machwerk. Bei der Kombo handelt es sich um eine vier-köpfige Black Metal Band, die jedoch dem Death auch nicht sehr abgeneigt zu sein scheinen.








Denn was man bei den sieben Liedern des bereits 2009 veröffentlichten Albums um die Ohren bekommt ist wirklich fies. Black Metal meets Death Metal meets Thrash Metal. Zumeist wird hier einfach nur alles weg gefegt, was geht. Aber auch 'atmosphärische' Midtempo-Passagen lassen sich hier und da schon einmal ausmachen (wie bei "Pasukan Terakhir"). Das erinnert teilweise schon an die Werke der ersten und mittleren Schaffensperiode der Band Impiety aus Singapur. Gefangenen macht man auch beim vierten Track "Total War" nicht. Es wird gemetzelt, was das Zeug hält. Die Stimme ist dabei schön keifend und geifernd, Hasstriaden ahoi - vorallem die ab und an schon mal eingestreuten Schreie können sich hören lassen. Die Instrumente sind dabei eher im Death- (Drums) bzw. im Thrash-Sektor (Gitarren) anzusiedeln. Verschnaufpausen gönnt man dem Hörer so gut wie gar nicht, einzig das instrumentale Outro "Fallen Crown" lässt die Scheibe langsam und beinahe schon gemächlich ausklingen.

Fazit:
Auf jeden Fall ein sehr gelungener Genre-Mix, wenn auch der Black Metal eindeutig im Vordergrund steht, was ich sehr begrüße - zudem kommt hier ja noch ein gewisser Exoten-Bonus hinzu, da kann man auch die für ein Album eigentlich arg knapp bemessene Spielzeit von gerade mal etwas weniger als 27 Minuten verzeihen. Wobei... länger hätte das Album auch nicht sein dürfen, ohne langweilig zu werden. Obwohl die Songs zwar individuell gehalten sind, gerade durch den thrashigen Einfluss, so scheinen dem Black/Death-Genre doch schon starke Grenzen gesetzt zu sein, um die Hörer wirklich bei Laune zu halten. Daher vielleicht auch nur ein Album für gewisse Tage und Stimmungen.

7.5 / 10 Punkte

Review: Demonaz - March Of The Norse (CD, Nuclear Blast)

Demonaz (Doom Occulta), ehemaliger Gitarrist und Mit-Gründungsmitglied der bekannten Norweger Kombo Immortal veröffentlichte mit "March Of The Norse" dieses Jahr nun endlich das Debüt-Album seines neuen Bandprojekts Demonaz.








Wie klingt das ganze jetzt? Meine Antwort: typisch für Norwegen! Eine Mischung aus alten und neuen Immortal, garniert mit reichlich Viking Metal ala Bathory zu "Hammerheart", "Blood Fire Death" und "Twilight Of The Gods" Zeiten. An und für sich also nicht schlecht... zeigt man sich zudem auch sehr spielfreudig, vor allem an den Gitarren, die schon mal das eine oder andere hübsche Solo erklingen lassen (z.B. bei "A Son Of The Sword"). Natürlich dürfen beim Viking Black die Chor-Samples nicht fehlen und so findet man diese auch an zahllosen Stellen, stehen jedoch glücklicherweise niemals zu dominant im Vordergrund. Der Gesang von Demonaz ist zwar gut, lässt jedoch einiges an wirklicher Emotion vermissen und kann auch nicht durchgehend überzeugen, da er einfach zu 'sauber' und 'statisch' wirkt in einigen der Songs. Geboten werden dem Hörer indes neun Lieder, wobei das erste "Northern Hymn" lediglich ein Intro darstellt und der vorletzte Titel "Ode To Battle" ein Zwischenstück ist. Die Digi-CD enthält zudem noch einen Bonus Song mit Namen "Dying Sun", der von der Promo 2007 stammt - ob diese Promo jedoch auch nur eine reine instrumentale Version enthält, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber dieses Instrumental bietet für mich eine tiefere Atmosphäre als der Großteil des gesamten regulären Albums.

Fazit:
Nun, was soll man da noch schreiben?! Heutiger Black Metal aus Norwegen ist ja sowieso immer so eine Sache. Demonaz machen ihre Sache aber eigentlich gar nicht mal schlecht. Das Album ist gut produziert, die Songs sind gut in Szene gesetzt, aber im Großen und Ganzen bleibt bei mir einfach zu wenig von dem Album hängen. Eine Prise dichter Atmosphäre im Stile des Bonus Songs hätte dem Album gut getan. Das Album erschien als Digi-CD (auch im Boxset mit Flagge limitiert auf 500 Exemplare), als PicLP und LP im schwarzem Vinyl mit Poster, sowie als auf 250 Exemplare limitierte LP-Ausgabe mit Poster und Textblatt.

6.5 / 10 Punkte

Sonntag, 10. Juli 2011

Review: Phlegein - Phlegein (EP, Northern Heritage)

Nachdem ich nun ein paar Tage nicht mehr am Rechner war, arbeitsbedingt, und mich daher ergo auch nicht wirklich hier neuen Reviews befassen konnte, habe ich nun endlich mal Zeit gefunden die schon seit einiger Zeit versprochene und daher auch längst überfällige Besprechung zur selbstbetitelten 7'' EP von Phlegein zu verfassen.







Diese ist sogar noch relativ aktuell, stammt aus diesem Jahr und ist das immer noch jüngste Werk des finnischen Duos. Enthalten sind zwei Lieder mit einer Gesamtspielzeit von gut 11 Minuten. Wie gut bei jedem Platten-Release aus dem Hause NH ist auch nicht unbedingt ersichtlich, welche Seite jetzt die A- und welche die B-Seite ist. Da auch keine Texte vorhanden sind, entscheidet wohl eher das Zufallsprinzip - da durch die Lieder an sich auch nicht direkt hervorgeht, welcher Titel denn jetzt welcher ist. Fest steht: auf einer Seite befindet sich "Seeker of Agony" und auf der anderen "Wall of Flames". Ich nehme mal an die Seite mit dem Bandlogo ist die A-Seite, die erstgenannten Titel enthält. In diesem Fall wäre "Seeker of Agony" eine eher getragende, fast schleppende Nummer schwarzer Kunst. Majestätischer Black Metal, teils hymnisch, teils episch... auf jeden Fall sehr satanisch und kalt, mit rituellen "Chören", einem schönen Solo und guten Drums.
Somit wäre die B-Seite die mit dem NH-Logo und hielte "Wall of Flames" bereit. Dieser Song geht schon in eine eher andere Richtung. Das ganze ist etwas schneller vorgetragen, wobei das Lied auch eher im Midtempo angesiedelt ist. Atmosphärisch gleicht es "Seeker of Agony" - auch wenn es hier eine Spur "böser" zur Sache geht.

Fazit:
Zwei sehr gute Songs dieser Band, von der mir schon die 10'' EP sehr gefiel. Meiner Meinung nach hätte man die beiden Songs aber ruhig noch in die 10'' einfügen können und diese als ein 12'' Voll-Album veröffentlichen können. Atmosphärischen stehen die beiden Songs dem anderen Tonmaterial der Band auf jeden Fall in nichts nach. Da keine andere Angabe, gehe ich mal davon aus, dass auch diese EP wieder auf 500 Stück limitiert sein wird.

9.5 / 10 Punkte

Montag, 4. Juli 2011

Review: Crucifixion Wounds & Chaosbaphomet - Split 7'' EP (EP, Deathstrike Records)

Bereits vor gut vier Jahren wurde diese Split EP der beiden Bands Crucifixion Wounds aus Deutschland und Chaosbaphomet aus Griechenland veröffentlicht. Der Grund für die Besprechung: mir fiel der Tonträger erst vor kurzem in die Hände.








Die Seite von Crucifixion Wounds nennt sich 'Profanation Of The Crucified' und bietet wie üblich sehr dumpfen Black/Death Metal im Stile von Proclamation und alten Beherit. Insgesamt drei Songs, die auf eine Gesamtspielzeit von knapp 5:40 Minuten kommen... länger dürften sie bei dem Stil auch nicht sein, ohne langweilig zu werden. Man hat hier wirklich gut daran getan, nichts unnötig in die Länge ziehen zu wollen. So gefällt mir das.
Die Chaosbaphomet-Seite heißt auch genau so wie der einzige vertretende Song "Rex Demonicus". Zelebriert wird eigentlich genau der gleiche Stil wie bei Crucifixion Wounds, wobei man am Klang von Chaosbaphomet schon eindeutig raushört, dass sie aus Griechenland stammen. Insgesamt bringt es der Beitrag auf knapp 4 Minuten.

Fazit:
Hm... naja. Etwas Besonderes ist diese Split mitnichten. Beide Bands machen ihre Sache zwar gut, aber diesen Durchschnitts-Black/Death-Mix hat man auch schon zum x-ten Male in solcher, besserer oder schlechterer Form gehört. Pluspunkt für Chaosbaphomet, da ich den griechischen Stil sehr mag. Ansonsten wie gesagt eher Durchschnitt. Limitiert übrigens auf 500 handnummerierte Exemplare.

5.5 / 10 Punkte

Review: Die Toten kehren wieder mit dem Wind - Am Ufer des Sees (LP, Non Shall Defy)

Bereits im Jahr 2005 erblickte das zweite Album des Ein-Mann-Projekts Die Toten kehren wieder mit dem Wind das Licht der Welt, und verbreitete Dunkelheit in so manchem Herz und verfinsterte Geist und Seele. Das war vor rund sechs Jahren... nun, 2011, wurde das Album durch das Label Non Shall Defy Records wiederveröffentlicht - und zwar als hochwertige DLP-Fassung. Grund genug für eine erneute Bewertung.





Dabei ist die Packung schon ein Augenschmaus: die Hülle aus Raukarton in schlichten Mattgold- und Schwarztönen gehalten mit schwarzen Schutzhüllen und einem schweren Beiheft im Format der Hülle, inklusiver aller Texte. Wie gesagt DLP in schwarzem Vinyl, wobei hier Seite D unbespielt ist. Das Album selbst hält sechs Lieder bereit, die allesamt Überlänge besitzen, und nicht unter mindestens 7 Minuten Spielzeit kommen.
Seite A beinhaltet dann auch gleich den ersten und längsten Song "...als ich noch glaubte zu wissen, auf welchen Bahnen der Mond seine Kreise zieht..." - wow, was für ein Titel, das hätte Burzum nicht besser schreiben können... genauso klingt er auch. Black Metal, der wohl in erster Linie von den Werken Burzums beeinflusst wurde. Dazu passend auch ein ambienter Intropart. Auch Einflüsse von Bands wie Nargaroth (insbesondere die beiden Mini-Alben "Rasluka I + II" standen hier wohl Pate) lassen sich heraus hören. Insgesamt betrachtet, geht man hier jedoch um einiges rockiger zu Werke, wie die hier genannten Bands zusammen. So entsteht eine dichte instrumentale Atmosphäre, die zwar nicht immer was mit Black Metal zu tun haben scheint, aber sehr emotional gehalten ist. Das lässt sich auch auf den zweiten Song "An den schwarzen Wassern" übertragen, wobei dieser noch wesentlich mehr Ambient Black Metal inne hat.
Seite B hält "Das Lachen der lebenden Toten", einen größtenteils sehr schnellen, aber auch melancholischen Song. Hier gefällt mir besonders der instrumentale Part im Mittelteil, auch der ambiente Teil zum Ende hin kann sich hören lassen. "Menschwerdung/Staubäonen" halte ich persönlich für mit einen der besten Lieder auf diesem Album. Es präsentiert sich auch sehr rockig und erinnert teilweise auch stark an Dark Metal-Kombos. Das Solo am Anfang ist einfach genial.
Auf Seite C schließlich finden sich noch die beiden letzten Stücke: das melancholische Meisterwerk "Im kalten Grab" (in meinen Augen das beste, was DTKWMDW jemals aufgenommen haben) und das eher langsamere und tottraurige "Das Lied von den gefällten Weiden".

Fazit:
Eine mehr als lohnenswerte Veröffentlichung! Für mich persönlich lohnt sich der Kauf auch, wenn man - wie ich - bereits im Besitz der CD-Fassung ist, da die Aufmachung wirklich sehr hochwertig und detailverliebt ist. Zudem ist es ohnehin ein Must-Have wenn man doch eher dem traditonellen Vinyl zugeneigt ist. Limitiert ist die Platte im übrigen auf 300 Exemplare.

9.5 / 10 Punkte

Sonntag, 3. Juli 2011

Review: Isolation - Closing A Circle (CD, Eisenwald Tonschmiede)

Eigentlich stellt "Closing A Circle" das erste wirkliche Voll-Album dieser Band aus Lübeck dar. So gab es zwar anno 2008 schon einmal eine hochwertige Veröffentlichung aus dem Hause Eisenwald, jedoch stellte dies nur eine Zusammenstellung eines Demos und einer EP dar. Nun liegt mir also das Album vor, und ich muss schon sagen... das, was hier geboten wird, ist eine sehr gute Arbeit und kann sich verdammt nochmal hören lassen!





Dabei hat sich der Stil der Band sehr stark gewandelt. Für all jene, die das Schaffen der Band aber bis hierher aufmerksam verfolgt haben, dürfte dies aber nicht weiter verwunderlich sein, sondern lediglich als logischer konsequenter Schritt gesehen werden. So hat sich der Stil-wechsel ja bereits auf der Split mit Austere aus dem Jahr 2008 abgezeichnet. Geboten wird nämlich statt Depressive Black Metal, eine depressive Mixtur aus Post Rock und Doom Metal - wobei der Depressiv Rock hier ganz klar überwiegt. Das ist schon in etwa vergleichbar mit der immer noch aktuellen "Gehirn zwischen Wahn und Sinn" von Fäulnis, auch wenn der Gesang hier nicht so Black Metal angehaucht ist und die Instrumente niemals in rasende Gefilde abweichen, sondern immer etwas gediegender bleiben und sich höchstens mal im schnelleren Midtempo wiederfinden. Im Gegenteil bietet hier Johannes einen sehr rockigen Klargesang, der jedoch auch mal in einen schreienden, oder eher brüllenden, Gesang übergeht. Das lässt einen passagenweise auch an Hardcore-Kombos denken - bestes Beispiel hierfür ist vielleicht "Fan the Flames". Etwas Shoegaze im Stile von Alcest lässt sich hier und da auch ausmachen (man höre sich nur das rein instrumentale "Nomad" an). Das hat alles nicht mehr wirklich was mit Black Metal zu tun, klingt aber auch vielleicht gerade deshalb sehr interessant, abwechlungsreich, erfrischend anders und unverbraucht.

Fazit:
Der eingeschlagene Pfad, den Isolation mit "Bleak..." bereitet haben, wird hier konsequent fort beschritten. Ein starkes Depressive Rock Album, welches nicht mehr das geringste mit Black Metal zu tun hat, das ich aber auch gerade deswegen als "tiefschwarze Kunst" einstufen würde. Ein dunkles, intensives und sehr emotionales Werk, welches mit Sicherheit seine Anhänger finden wird. Ich kann es nur jedem, der Wert auf eine gute Atmosphäre legt, ans Herz legen. Das Album kommt als Slipcase, wahlweise als normale Fassung oder im Bündel mit einem T-Shirt oder mit einem silbernen Aufnäher.

9.5 / 10 Punkte

Review: Satanic Warmaster - Winter's Hunger/Torches (EP, Northern Heritage)

...und noch eine aktuelle Veröffentlichung aus dem Hause Northern Heritage. Dieses Mal handelt es sich um die neue 7'' Platte des Satanischen Kriegsministers aus Finnland. Mit den zwei Liedern "Winter's Hunger" und "Torches" wird der zweite Teil der 'grim and fierce basement recordings', dessen erster Teil mit der vorjährigen 7'' "Ondskapens Makt/Forgotten Graves" eingeleitet wurde, präsentiert.






Das Liedgut ist logischerweise auch sehr räudig und rehearsal-mäßig, in etwa vergleichbar mit dem des "Nachzehrer" Albums. Nichtsdestotrotz eine sehr gute Arbeit, die hier abgegeben wird, schon allein wegen der Instrumente. Werewolf's Gesang klingt wie immer, also auch hier keine Ausfälle zu verbuchen.

Fazit:
Insgesamt eine sehr lohnenswerte 7'' EP, die aber eher den raueren Stil der Band zeigt, für den ich persönlich Satanic Warmaster aber inzwischen sehr schätze. Wie immer wird die Limitierung bei 500 Stück liegen, da ich keine anderen Informationen sichten konnte.

9.0 / 10 Punkte

Review: Krater - Nocebo (CD, Eternity Records)

Lange musste man drauf warten... doch jetzt, nach fünf Jahren und einer Split mit Lathspell ist es endlich veröffentlicht. Das neue Album der deutschen Band Krater. Ganze acht neue Songs hat man in petto, samt einem zusätzlichen Intro.









Nach eben diesem kurzen Einstieg geht es gleich in die vollen mit einem druckvollen "Parasit". Direkt ein sehr geiles Stück. Und das Beste: dieser druckvoll produzierte midtempo-Black Metal Stil wird beibehalten! Wobei hier ab und an auch mal richtig Gas gegeben wird, und gemetzelt wird, was das Zeug hält. Jedoch ohne dabei diese leicht melodisch-hymnische Note zu verlieren. Sei es das geniale Stück "Aura", "Geist ist Fluch" oder das titelgebende Stück "Nocebo" (was im übrigen so viel heißt wie "ich werde schaden" - laut Beiheft). Alles hammer Stücke, die einen starken Wiederhörwert haben. Jedoch das letzte Lied "Zerrissen" toppt da noch alles, und bietet mit seiner Länge von knapp 13 Minuten eine Vielfalt an Emotionen und einen schönen Outro-Part.

Fazit:
Ein sehr hörenswertes Album! Die CD kommt übrigens als Digi aus Raukarton, mit 12-seitgem Beiheft aus rauer Pappe. Sehr geile Aufmachung! Für mich jetzt schon definitiv eine der Überraschungen des Jahres 2011, mit Chancen auf den Titel "Album des Jahres"!

9.5 / 10 Punkte

Review: Clandestine Blaze - Falling Monuments (LP, Northern Heritage)

Das neue Album der finnischen Ein-Mann-Streitmacht Clandestine Blaze hat lange auf sich warten lassen, doch jetzt ist es endlich draußen - wie immer unter dem eigenen Label Northern Heritage veröffentlicht. So weit hat sich nicht verändert.








Und auch bei der Musik besinnt man sich immer noch auf seine eigenen Wurzeln. So wird hier bitterböser Underground Black Metal zelebriert, wie er nur aus Skandinavien stammen kann. Dabei ist dieses Werk aber mit Abstand das beste, was ich seit der "Fist of the Northern Destroyer" von der Band zu hören bekommen habe. Rotzig, dreckig, satanisch, kalt und rau. Eben genau das, was Misanthropic Black Art ausmacht. Das Album wartet dann auch mit obligatorischen acht Songs auf, von denen alle sehr individuell gehalten sind, was mich persönlich sehr freut und ich sehr schätze. Mal ein Album, bei dem es sich wirklich lohnt, sich alle Songs anzuhören. Dabei kommt man insgesamt auf eine Spielzeit von knapp 44 Minuten, was in dem Genre und für die Verhältnisse ja schon beachtlich ist.

Fazit:
Ein sehr eingängiges Album, und gleichzeitig für mich eins der besten Machwerke der Band bisher. Als Anspieltipps kann ich "The Call of Warrior", "Melancholy of the Falling Monuments" und "Horizon of Ego Annihilation" empfehlen. Aber dadurch, dass die Songs wie schon erwähnt, sehr individuell gehalten sind, sind sie allesamt einen Hörgang wert. Gute Platte! Erschienen übrigens als Schallplatte, CD und Tape - diese werden wahrscheinlich, wie für Northern Heritage üblich, auf jeweils 500 Exemplare limitiert sein, wobei ich mir bei der CD nicht sicher bin.

8.5 / 10 Punkte